Kein passender Fred da, mache es mal in die Wissenschaft rein und sage nur:
Oha, kommt da ein Problem auf uns zu?
Das Hauptproblem bei solchen "Frag den Empfänger"-Studien sehe ich darin, dass die eingehenden Meldungen mindestens ebenso so sehr durch die gesellschaftliche Wahrnehmung wie durch den Impfstoff selbst bestimmt werden und man die Erkennung bis zu einem gewissen Punkt Laien überlässt.
Schwurbler mögen eine kleine, laute Minderheit sein, aber die Unsicherheit, die sie verbreiten, erreicht auch die Gesamtbevölkerung, die zum überwiegenden Teil kein Problem mit Impfungen hat, jedoch trotzdem automatisch genauer in sich hinein horcht - und dann dazu tendiert, übersensibel zu reagieren und jede noch so kleine (und ggf. eingebildete) Unbefindlichkeit nach Erhalt einer Impfung auf eben diese zurückzuführen, auch wenn sie - ich übertreibe mal ein wenig - jeden Morgen steife Muskeln und jenen Abend Kopfhautjucken haben.
Kombiniere das mit einer Möglichkeit, diese unkompliziert online zu melden, und schon bekommt man eine Masse an Rückmeldungen, deren diagnostischer Wert mit Vorsicht zu genießen ist. Besonders kritisch sehe ich, dass zwar ein Weiterbestehen von Symptomen erfasst wird, jedoch keine oder doch zumindest nur eine sehr rudimentäre Patientenhistorie, mit der sich einordnen ließe, was überhaupt ursächlich auf die Impfung zurückzuführen ist.
Und wenn wir schon von Historie reden: Da Fehlen eines vergleichbaren Massenerfassungssystems bei früheren Impfungen macht es praktisch unmöglich, die heutigen Impfungen vergleichend einzuordnen. Man kann schlicht und ergreifend nicht feststellen, ob diese nicht womöglich ebenso viele "untererfasste" Nebenwirkungen aufwiesen, obwohl sie retrospektiv bereits als medizinischer Erfolg und ungefährlich bewertet sind und allen wissenschaftlich-medizinischen Einvernehmens dadurch niemand zum Reptiloiden geworden ist.
Daher halte ich es grundsätzlich für sinnvoller, wenn der Verdacht einer relevanten (Ausrufezeichen. Dass beispielsweise ein Piks in den Arm grundsätzlich Schwellungen etc. hervorrufen kann, ist schwerlich hilfreich bei der Einordnung von Impfstoffen ...) Impfnebenwirkung von einen Mediziner erfasst und eingeordnet wird, bevor er in einer Datenbank landet.
Trotzdem finde ich solche summarischen Verfahren nicht sinnlos, weil sie ja tatsächlich wertvoll sind, in der Breite unentdeckte Langzeitfolgen aufzuspüren. Aber die bloße
Anzahl der eingehenden Meldungen als Bewertungsgrundlage und zum Anlass für Beunruhigung zu nehmen, das wäre hochgradig unseriös.