Der "Naturwissenschaften" Thread

Die Analysen enthüllten einen hellen, von ionisiertem Sauerstoff geprägten Fleck an der Spitze des Sternenschweifs, der sich mit gut 1.600 Kilometer pro Sekunde von der Galaxie wegbewegt – dies entspricht rund 576.000 Kilometer pro Stunde. Hinter der mit Überschall-Tempo durch das All rasenden Spitze folgen etwas langsamer erst sehr junge, dann etwas ältere Sterne.
Quelle: Rasendes Schwarzes Loch mit Sternenschweif

Langsam ist das nicht. Die Erde bewegt sich mit 30km/s um die Sonne.
 
Langsam ist das nicht. Die Erde bewegt sich mit 30km/s um die Sonne.
Kein seriöser Wissenschaftler würde das Wort "rasend" benutzen.
Das wird hier nur benutzt, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Finde ich sehr schade. Ich glaube kaum, dass man derartige Formulierungen bei Nature sehen würde.
 
Wird aber so kommuniziert.
Früher hab ich die Seite auch gerne mal besucht aber das Niveau ist meiner Ansicht nach echt gesunken. Da lese ich nichts mehr.
Ich gucke eher bei Sterne und Weltraum.
Na ja, die sind grob ca. 2-3 Monate hinter den aktuellsten abstracts hintendran, wenn man sich so die Astro-News anguckt.

scinexx ist halt deswegen für mich interessant, weil sie gleich einen link zu den abstracts einstellen.
So was findet man bei Spektrum/S&W selten bis gar nicht.

Du kannst aber dich auch gleich bei iop kostenlos anmelden, dann haste das Neuste und brauchst scinexx nie anclicken.


Da sind die Aufnahmen auch als hi-res downloadbar:

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Heute gegen 14 Uhr startet die Raumsonde "Juice" zu den Eismonden des Jupiters:


hier noch der live-link zum Start:




Sie wird wohl im Juli 2031 beim Jupiter eintreffen.
 
Wurde erklärt, wieso sie so lange braucht?
Die Juno war damals in 4 Jahren zum Jupiter geflogen.
Yepp, diverse swing-by Manöver mehr oder weniger quer durchs Sonnensystem.
Dat Teil hat über 5 to Masse und holt sich damit Schwung zum Jupiter hinaus.
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Guckt man sich das genau an, benötigt die Sonde ab 2029 von der Erde "nur" noch 2 Jahre, was dann sehr rasch wäre.
Allerdings hat sie zuvor 9 Jahre mit Schwungholen verbracht...
 
Yepp, diverse swing-by Manöver mehr oder weniger quer durchs Sonnensystem.
Dat Teil hat über 5 to Masse und holt sich damit Schwung zum Jupiter hinaus.


Guckt man sich das genau an, benötigt die Sonde ab 2029 von der Erde "nur" noch 2 Jahre, was dann sehr rasch wäre.
Allerdings hat sie zuvor 9 Jahre mit Schwungholen verbracht...
Interessant. Ich wusste nicht, dass sie erst zur Venus fliegt. Überrascht mich, da du ja mehr Energie brauchst um ins Sonnensystem reinzufliegen als rauszufliegen.
Kann aber auch sein, dass die Konstellation von Erde und Jupiter gerade so ist, dass das Manöver bevorzugt wird als direkt hinter dem Jupiter herzufliegen und ihn einzuholen.

Gibt es von Juno eine Karte mit der Flugroute um zu vergleichen?

Ich muss die Flugbahn mal selbst berechnen. So schwer kann das ja nicht sein. :D :ugly:
 
So wird sich die Gravitation und Fliehkraft zu Nutze gemacht.
Bei der Avionik ist an der Sonde interessant, dass der Bordcomputer vollautonom operiert und quasi eine Art KI light verbaut hat.
Das Magnetometerinstrument an Bord dient auch dazu, den optimalen Zeitpunkt zum Zünden der Triebwerke beim swing-by zu initiieren (in Summe werden 3 to Treibstoff mitgeführt).
Darüber hinaus sind Hochleistungs-Solarzellen mit grob 65m² verbaut, die selbst auf diese Entfernung zur Sonne in der Jupiterumlaufbahn noch genügend Strom produzieren.
Das haben bisherige Fernsonden immer nur mit atomaren Batterien bewerkstelligen können.
Gibt es von Juno eine Karte mit der Flugroute um zu vergleichen?
Juno benötigte im Übrigen grob 5 Jahre
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Yepp:

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Juice:
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Ich muss die Flugbahn mal selbst berechnen. So schwer kann das ja nicht sein. :D :ugly:
Äh...ja...
Ich übe derzeit ähnliches mit Kerbal 1...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, stimmt, auch ca. 60m² die grob 500 W dann liefert.
Wobei das immer ein Problem der Masse ist. 60m² Panel wiegen gut. Irgendwann lohnt es nicht mehr und du fährst mit Nuklearbatterie besser.
Wobei ich jetzt keine Ahnung habe, was so eine Batterie an Leistung liefert. Sie liefert aber auch Wärme, was nie verkehrt ist.
 
Die von Juice liefert da draussen zw. 800 und 1000 W, hat aber auch ein paar m² mehr, so um die 80m².
Irgendwann lohnt es nicht mehr und du fährst mit Nuklearbatterie besser.
Wobei ich jetzt keine Ahnung habe, was so eine Batterie an Leistung liefert. Sie liefert aber auch Wärme, was nie verkehrt ist.
Also, glaubt man der Wickiliste, ist die Energieausbeute mit 3-8% nicht besonders prickelnd.
Die stärkste bisher in Raumsonden eingebaute lieferte 290 W:


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Quelle:
 
Die von Juice liefert da draussen zw. 800 und 1000 W, hat aber auch ein paar m² mehr, so um die 80m².

Also, glaubt man der Wickiliste, ist die Energieausbeute mit 3-8% nicht besonders prickelnd.
Die stärkste bisher in Raumsonden eingebaute lieferte 290 W:
Sind sie nie gewesen. Du nutzt ja den radioaktiven Zerfall und das bedeutet Wärme. Das dann in elektrische Energie umwandeln ist mit erheblichen Verlusten verbunden.
Solartpanels sind da weitaus besser und da kann man dann ein paar Heizelemente einbauen um die Elektronik aufzuwärmen.
Aber irgendwann bist du so weit von der Sonne entfernt, dass du auch mit 200m² nicht mehr auskommst.
Aber was für Alternativen gibt es?
 
Ich habe weiter unten in dem link zu meinem Erstaunen gelesen, dass die Sowjetunion solche Batterien zuhauf für exponierte Leuchttürme u. dgl. im Nirgendwo hergestellt hatten und es zu Strahlenschäden kam.
Das Zeugs wurde mittlerweile größtenteils eingesammelt, aber die verbaute Menge an radioaktiven Material von bis zu 100kg ist schon spooky, auch der sehr sorglose Umgang damit seitens der Russen.

Aber irgendwann bist du so weit von der Sonne entfernt, dass du auch mit 200m² nicht mehr auskommst.
Das ist richtig
Aber was für Alternativen gibt es?
Yo, mei, kann da nur gerade angelesenes wiedergeben, ein gekoppelter Stirlingmotor schafft angeblich bis zu 30% Energieausbeute, wurde aber noch nicht im All ausprobiert.
Vorteil von den Nukleidbatterien ist zweifellos, dass sie wohl ewig halten.
Für interstalle Reisen kommt man wohl kaum drumherum.
 
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