Habe mir nun den Artikel auf Wikipedia zum Schienbeinkantensyndrom durchgelesen.
Dieses Gefühl vorne am Schienbein kenne ich. Da schmerzt dann jeder Schritt. Bekam ich aber seltener durchs Joggen als durch stundenlanges Fußballspielen.
Das war für mich aber nie ein Grund, am nächsten Tag nicht weiterhin Fußball zu spielen.
Zu ausgeprägten Shin Splits samt längerer Zwangspause kam es bei mir zum Glück nie.
Spätestens wenn selbst das normale Gehen mit Schmerzen verbunden ist, verzichte ich eben 2 Tage auf Fußball samt Joggen.
Muskelübermüdungen kenne ich eigentlich nur am Oberschenkel, wenn man paar Tage nacheinander zu lange Strecken auf dem Rad fährt.
Da macht man dann auch 2 Tage Pause und wundert sich, dass trotz guter Ernährung und erholsamen Schlafes bei der nächsten Tour die Luft komplett raus ist und einen schon die erste Steigung vor Probleme stellt. Das ist in der Tat nervig, weil man dann eine gute Woche (wenn man übertreibt auch wesentlich länger) aussetzen sollte, was ich Mangels Geduld kaum schaffe.
Normalerweise finde ich, dass der Körper einem ziemlich präzise Rückmeldung darüber gibt, ob eine Belastung zu stark ist oder eben nicht.
Spätestens wenn man in ein Alter kommt, in dem die Regenerationsfähigkeit des Körpers langsamer wird, kann man sich manch jugendlichen Leichtsinn nicht mehr erlauben. Das habe ich übrigens schon mit 20 gemerkt, weil die Wunden langsamer heilten, wenn man sich mal wieder mit dem Rad legte, weil man eine Kurve zu schnell nehmen wollte.
Natürlich steigert man sich beim Vorfußlauf langsam. Momentan bin ich im Joggen höchstens durchschnittlich. Könnte zwar auch 30-40km am Stück laufen und wäre danach nicht übermäßig platt, aber das Tempo ist dementsprechend gering. Bin eben auch vom Körperbau eher Sprinter und zu schwer, um mit einem 178 65kg Jogger mithalten zu können. Ich empfinde Joggen übrigens als nicht wirklich spaßig. Ich freue mich nur auf die Zwischensprints, weil die wirklich ein Genuss sind.
Könnte ich beim Laufen keine Musik hören, empfänd ich es fast als Folter.
