Das ist richtig, aber man darf nicht nur die 120kg+ Klasse betrachten.
Das größere Problem sind eher die Proportionen von den Muskelpartien untereinander. Betrachten wir mal die Beine, dann wird man feststellen, dass bei den meisten Powerliftern der Beinbizeps sogut wie nicht sichtbar ist, weil der Quadrtrizeps einfach zu groß ist und alles verdrängt.
Man trainiert eben vor allem auf drei Übungen hin (es sei denn man macht nur zwei oder sogar nur eine davon, dann ist man allerdings ein recht schlechter Kraftdreikämpfer!)... das ist mit einem Total-Bodi-Ansatz wie beim Bodibilding nicht unbedingt zu vergleichen. Beim KDK geht es um Kraft, beim BB eben um Aussehen, um Symmetrie und Ausgewogenheit, was wiederum im KDK keine Rolle spielt.
Wobei Kniebeugen (insbesondere Low Bar Back Squats) und Deadlifts natürlich auch für die Ischios exzellente Übungen sind. Alle Hinge-Übungen eben.
RÜLPS
Man darf sich halt nichts vormachen: Bodibilding auf Wettkampf ist KNALLHART. Nicht nur das Training an sich, sondern vor allem für die Psyche. Einen so niedrigen KFA zu erreichen bzw. zu halten und sich immer entsprechend zu ernähren, das verlangt extrem viel mentale Härte, Disziplin, Verzicht, Kontrolle und Durchhaltevermögen. Das ist sicher auch einer der obersten Gründe, warum so viele Bodibilder gerne zum Power Lifting wechseln: Da muss man nicht so extrem diszipliniert essen und cutten (es sei denn man gurkt irgendwo an der Klassengrenze rum), sondern tendenziell eher zu viel als zu wenig.
Richtig definiert (sprich KFA 7% und weniger) rennen da die wenigsten rum, ist halt einfach ein ganz anderer Sport.
Der beste Ansatz, eine zu 100% ausgewogene und symmetrische Muskulatur auch als KDKler zu erreichen, ist übrigens folgender:
Einfach überall gleich beschissen aussehen!
Probier das doch mal aus!