Definitiv! Einmal die Woche machen wir Sparring und da merke ich jedes Mal, wie krass lang und intensiv 3 Minuten sein können.
Dafür aber auch anders schwerer. Beim Boxen reicht der Fokus auf Oberkörper und Hände. Beim Kickboxen musst du den ganzen Körper des Gegners beobachten können, um rechtzeitig zu reagieren. Ich finde Kickboxen übertrieben komplex als Sportart, allein dadurch, dass Beine zum treten mit ins Spiel kommen und deshalb quasi zwei Sportarten verbunden werden: Auf der einen Seite das klassische Boxen, wo es u.a. um viel Ausdauer, Kraft und Deckung geht, und auf der anderen Seite hast du durch die Möglichkeiten der verschiedenen Tritte auch Martial Arts dabei, wo es enorm viel um Balance, Stand und Beweglichkeit geht.
Aber unter'm Strich ist meine persönliche Erkenntnis nach 30 Jahren Sport im Allgemeinen folgende: Du musst Atmen können. Richtige (tiefe) Atmung ist das A und O.
Und das hört sich einfacher an als es tatsächlich ist. Die meisten von uns atmen im Alltag schon flach in die Brust hinein - das zerstört dich beim Sport, wo dann auch noch körperlicher Stress hinzukommt.
Ich habe schon viele Gyms und Sportschulen gesehen und finde, dass leider zu wenig und eher beiläufig sich mit Atmung beschäftigt wird, obwohl Sauerstoff für den Körper und Muskel gerade beim Sport essenziell ist.
So was muss viel mehr fokussiert werden.
Da sind asiatische Sportarten (Yoga, Martial Arts usw.) viel fortgeschrittener als wir. Da ist Atmung ein fester und ständiger Kernbestandteil der Trainingsinhalte und wird somit immer wieder geübt. Ich habe als Kind damals jahrelang Ving Chun trainiert und erinnere mich noch wie mein Meister Kim (Koreaner) manchmal uns ganze Stunden nur meditieren und atmen ließ.
Fand das tierisch langweilig als Kiddo, weil ich natürlich Action wollte, aber rückblickend - und natürlich mit dem Alter, wo knapper Atem eher ein Thema ist^^ - weiß ich, wie fundamental wichtig eine richtige Atmung ist. Und das sogar auch außerhalb ded Sportes