Seit dem in ihrem Bericht geschilderten Fall von Pony sind uns allerdings keine weiteren Fälle von sexuellem Missbrauch an Orang-Utans bekannt. Auch nicht die Existenz eines Orang-Utan-Bordells. Dass dieser Fall immer wieder aufgegriffen wird, liegt an der starken Zuspitzung, die die Thematik zulässt. Im Falle von „MadeMyDay“ oder auch „noizz“ scheinen sich die Quellen auf die Dokumentation von Hannes Jänicke zu beziehen, die er damals, 2008, zusammen mit BOS in Indonesien angefertigt hat. Thema war hier der oben beschriebene Fall. Dass diese Informationen immer noch zu reißerischen Artikeln verarbeitet werden, die suggerieren, dass es sich um ein aktuelles Problem handelt, ist schade. Denn inzwischen wird in Indonesien tatsächlich sehr viel Aufklärungsarbeit bezüglich der Orang-Utans geleistet, die große Früchte trägt.