Der Auto-Thread

Also ich wage es stark zu bezweifeln dass das "bremsen" ansich auf den Beschleunigungsstreifen strafbar ist, denn was machst du wen eine Reh, ein Pannenfahrzeug, etc. am Beschleunigugsstreifen steht? Voll reindonnern weil man ja nicht bremsen darf? Wenn dann ist das behindern des Fließverkehrs (oder so ähnlich) strafbar - aber wohl kaum das bremsen per se.

Wie gesagt ich bin mir da auch nicht ganz sicher... bin der meinung das mal irgendwo gelesen zu haben, finde leider den artikel nicht mehr.
 
Hier zB ein Fall wo das Gas geben defintiv fehl platziert war:

Verhalten auf dem Beschleunigungsstreifen : volvosilke

Auch das ist interessant:

Unfall auf dem Beschleunigungsstreifen wegen bremsendem Vordermann - JuraForum.de

Demzufolge (so es stimmt) ist am ende des Beschleunigungsstreifens anzuhalten wenn ein einordnen nicht möglich ist - der hintere hätte also schuld wenn er reindonnert weil der Vordermann(frau) den am Beschleunigungsstreifen folgenden Standstreifen nicht zum weiteren beschleunigen nutzt.
 
Also ich wage es stark zu bezweifeln dass das "bremsen" ansich auf den Beschleunigungsstreifen strafbar ist, denn was machst du wen eine Reh, ein Pannenfahrzeug, etc. am Beschleunigugsstreifen steht? Voll reindonnern weil man ja nicht bremsen darf? Wenn dann ist das behindern des Fließverkehrs (oder so ähnlich) strafbar - aber wohl kaum das bremsen per se.

Bei einem reh, panne oder sonst was liegt ja ein Grund vor um zu bremsen. Selbst da muss du dich vergewissern, ob du mit deiner bremsung jemanden in gefahr bringst, also ob dein hintermann ausreichend abstand zu dir hat, sobald man dir nachweisen kann, dass du unnötig bremst, bekommst du eine teilschuld wenn dir jemand hinten reinbrät.
 
Nach § 12 Abs. 1 Nr. 3 und § 18 Abs. 8 StVO ist das Halten auf Beschleunigungsstreifen unzulässig.

Da übersiehst du jetzt aber einen entscheidenden Punkt:

Halten ist eine gewollte Fahrtunterbrechung, die nicht durch die Verkehrslage oder eine Anordnung veranlaßt ist.“
Das trifft also in dem Fall nicht zu.

Das Haltverbot kommt daher nicht zum Tragen; ohne Legaldefinition. Beispiele sind das Warten
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab zwar keine Ahnung, ob die Regeln inzwischen geändert wurden- meine Fahrerlaubnis ist schließlich schon ein paar Jährchen alt-
aber ich hab noch gelernt, dass man am Ende der Beschleunigungsspur anhalten muss, wenn man es bis dahin nicht geschafft hat, sich in den fließenden Verkehr einzuordnen.

Ob man sich nun daran hält oder sich auf die Kulanz der Rennleitung verlässt (die durchaus wahrscheinlich wäre) liegt ja nicht nur am Fahrer, sondern auch
am Auto und ganz wesentlich an den örtlichen Bedingungen. Als hinterer Fahrer kann ich doch gar nicht sehen, ob den Vordermann ein Hindernis auf der Standspur
zum Anhalten zwingt.

Ich würde im Notfall zwar auch lieber auf dem Standstreifen weiterfahren und ordentlich durchtreten- ob ich das mit einem 60PS Auto aber auch machen würde ... da bin ich mir nicht sicher.

Im Übrigen verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Einen Teil dieser Situationen kann man im Vorfeld entschärfen, wenn man schon auf der Auffahrt zur Autobahn genügend
Abstand zum Vordermann aufbaut und dem gar nicht erst so dicht auf die Pelle rückt- so kann man sich selbst besser auf den Verkehr auf der Autobahn konzentrieren
und muss sich nicht "krampfhaft" dem Vordermann anpassen.

Wenn alle Leute, die sich für geübte, versierte, gute Autofahrer halten einfach mehr Rücksicht auf die Ungeübten, "Dummen" und "Frauen" nehmen würden- dann wären sie wirklich gute Autofahrer.
 
Bei einem reh, panne oder sonst was liegt ja ein Grund vor um zu bremsen. Selbst da muss du dich vergewissern, ob du mit deiner bremsung jemanden in gefahr bringst, also ob dein hintermann ausreichend abstand zu dir hat, sobald man dir nachweisen kann, dass du unnötig bremst, bekommst du eine teilschuld wenn dir jemand hinten reinbrät.

Du würdest Dich also bei einer plötzlich auftretenden Gefahrensituation (Wildwechsel z. B.) erst einmal versichern, dass Dein Hintermann genug Abstand hat, bevor Du bremst?

Im Übrigen verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Einen Teil dieser Situationen kann man im Vorfeld entschärfen, wenn man schon auf der Auffahrt zur Autobahn genügend Abstand zum Vordermann aufbaut und dem gar nicht erst so dicht auf die Pelle rückt- so kann man sich selbst besser auf den Verkehr auf der Autobahn konzentrieren und muss sich nicht "krampfhaft" dem Vordermann anpassen.


Das hab ich gestern schon versucht, begreiflich zu machen aber mit der Meinung steht man hier allein auf weiter Flur. :ugly:
 
Du würdest Dich also bei einer plötzlich auftretenden Gefahrensituation (Wildwechsel z. B.) erst einmal versichern, dass Dein Hintermann genug Abstand hat, bevor Du bremst?

Ja.
Lieber nen reh aufs korn nehmen als von nem lkw aufs korn genommen zu werden.
Ich hab letztens erst noch nen fuchs platt gefahren, kurzer blick in den rückspiegel hinter mir fuhr einer, hab keine vollbremsung gemacht. Es war nachts.

Ich provozier lieber nen wildunfall, falls der hintermann pennt und mir hinten reinfährt und das wildtier weggelaufen ist.
Dann stehen wir da. Ich behaupte da ist mir ein Elefant vors auto gelaufen und musste abbremsen und der hintermann behauptet, dass es nur ein kleines häschen war und man einfach drüber fahren soll.
Alles schon gehabt.

Wie ich bei einer anderen gefahrensituation reagieren würde weiß icb nicht.
Aber bei wild reagier ich so wie oben geschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du würdest Dich also bei einer plötzlich auftretenden Gefahrensituation (Wildwechsel z. B.) erst einmal versichern, dass Dein Hintermann genug Abstand hat, bevor Du bremst?
Normalerweise brauche ich nicht danach gucken, da ich auch permanent die Spiegel im Blick hab. Da weis ich ob ich Jemand hinter mir hab und ob der dicht auffährt. (kommt aber auf der Landstraße eigendlich nicht vor, wenn ein paar Kurven da sind:D)

Bremsen ist bei Wild sowieso nicht immer das Richtige. Hat man genug Platz zum Bremsen, kann man es machen, keine Frage. Meistens reicht der Bremsweg aber nicht aus. Ausweichen oder Plattfahren ist da angesagt. Ist die Gegenfahrbahn frei und einsehrbar spricht eigendlich nichts gegen ausweichen. Dabei nicht hupen, Lichthupe oder sonstigen Krach machen, damit der Tier nicht verschreckt. Meistens laufen die dann einfach so weiter, als ob nichts passiert sei.
 
Wenn vor mir ein Reh auf die Straße läuft und ich bremse, der hinter mir aber dann bei mir hinten reinknallt, hab ich ne teilschuld? Das ist doch schwachsinn.
 
Normalerweise brauche ich nicht danach gucken, da ich auch permanent die Spiegel im Blick hab. Da weis ich ob ich Jemand hinter mir hab und ob der dicht auffährt. (kommt aber auf der Landstraße eigendlich nicht vor, wenn ein paar Kurven da sind:D)

Bremsen ist bei Wild sowieso nicht immer das Richtige. Hat man genug Platz zum Bremsen, kann man es machen, keine Frage. Meistens reicht der Bremsweg aber nicht aus. Ausweichen oder Plattfahren ist da angesagt. Ist die Gegenfahrbahn frei und einsehrbar spricht eigendlich nichts gegen ausweichen. Dabei nicht hupen, Lichthupe oder sonstigen Krach machen, damit der Tier nicht verschreckt. Meistens laufen die dann einfach so weiter, als ob nichts passiert sei.

Ausweichen bei Wildwechsel halte ich für keine besonders gute Idee. Woher möchtest Du wissen wohin das Tier läuft. Gut, die Gegenfahrbahn mag frei sein aber a) landest Du bei Deinem Ausweichmanöver vielleicht im Graben (Kurve?) oder b) läuft das Tier einfach in die Richtung in die Du ausweichend möchtest und Du fährst trotzdem in das Tier....

bei uns in der Fahrschule hieß es damals: Lenkrad gut festhalten, gerade ausfahren und stark bremsen. Andere Experimente würde ich heute auch nicht machen :D


Die rede war von einer unnötigen bremsung.
So ein reh ist ja fix tot gefahren und ich bin der meinung, dass eine vollbremsung nicht notwendig ist.

Doch, die Vollbremsung ist nötig. Ich weiß nicht ob Du schonmal gesehen hast, wie ein Auto aussieht wenn ein 100kg schweres Wildschwein einschlägt. Da möchtest Du nicht drin sitzen. Und von "fix tot gefahren" wirst Du dann auch nicht mehr reden...
 
Ausweichen bei Wildwechsel halte ich für keine besonders gute Idee. Woher möchtest Du wissen wohin das Tier läuft. Gut, die Gegenfahrbahn mag frei sein aber a) landest Du bei Deinem Ausweichmanöver vielleicht im Graben (Kurve?) oder b) läuft das Tier einfach in die Richtung in die Du ausweichend möchtest und Du fährst trotzdem in das Tier....

bei uns in der Fahrschule hieß es damals: Lenkrad gut festhalten, gerade ausfahren und stark bremsen. Andere Experimente würde ich heute auch nicht machen :D

Bei uns in der Fahrschule hieß es Lenkrad festhalten und Gas geben :)
 
Wenn du allein auf der fahrbahn bist kannste gern ne vollbremsung machen, entweder es passiert nichts oder du hast ein tier totgefahren. nur seh ich nen tier vorne im grill als das kleinere übel an als nen tonnenschweres auto was von hinten anrast.
Da mach ich mir um ein 100kg schweres Schwein keine gedanken.
Bei nem pferd oder so sieht das alles schon etwas anders aus.

Worum gings jetzt nochmal? Sind bissl vom thema abgekommen oder? ^^
 
Es ging mir jetzt auch nicht darum, was das kleinere Übel wäre, sondern das man ne Teilschuld daran hätte, wenn einer auf ein bremsendes Fahrzeug auffährt.

Wenn ich wegen nem Tier oder nem Gegenstand auf der Straße bremse, dann ist es doch nicht meine Aufgabe sicher zu stellen, das der hinter mir mir nicht reinfahren wird. Hält der den min. Sicherheitsabstand ein und ist nicht am träumen, kommt der i.d.R. auch vor meinem Kofferraum zum stehen.

Ich hatte bisher noch keine Begegnung mit einem Wild, aber wenn würde ich aufjedenfall bremsen, wie stark hängt von der Situation ab, aber eins würd ich mit sicherheit nicht machen..

.. noch mehr Gas geben :ugly:
 
Naja, überleg mal was da für ne Kraft wirkt, wenn da n 100kg Schwein bei 80km/h in dein Auto fliegt...
Unter der Annahme dass es in ca 0,1s passiert:
F=m*a=m*(v/t)=100kg*(22m/s / 0,1s)= 100*220 N = 22000N!
Ich hab keine Ahnung von der Haltbarkeit einer Karosserie, aber bei 22kN dürfte das eine ordentliche Beule geben...
 
Naja kommt ja auch aufs Auto an, mitm Fiat Panda möchte ich keinem 100Kilo Wildschwein begegnen, jedenfalls wesentlich weniger als wenn ich nen Dodge Ram 3500 fahr :ugly:
 
Als (angehender) Physiker : die Rechnung ist ja praktischerweise unabhängig von der Masse des Autos...
Alles vernünftiger Mensch: natürlich, aber ich bezweifle, dass da n RAM 3500 reicht, auch der sollte eine Riesen Beule haben...
 
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