Der Auto-Thread

Es kommt auch immer auf Auto bzw dessen Verbrauch an.
Aber, wenn jemand wegen sagen wir 30-40cent mehr pro Liter nicht mehr genug Geld hat, läuft sowieso was schief.
Ich hab mal bei mir mit 50cent mehr gerechnet.
Wären im Monat 36 Euro mehr für den Weg zu Arbeit.
Ich könnte aber einfach langsamer fahren und 2L weniger verbrauchen.
Wären dann 26 Euro weniger im Monat.
 
Wundert mich nicht, wenn man die Ganze Batterie austauscht. Das ist eben meistens überflüssig. Meine Möhre ist seit gestern in der Werkstatt. Der Service ist wieder mal fällig, ebenso der Check für den Winter. Hab die Chance genutzt und den Chef mal gefragt wieviel denn ein Modul-Tausch kosten würde, und ob er immer noch zufrieden mit seinem Model X ist. Zum Model X: Immer noch zufrieden. Zu den Modulen: Die Zahlen werden den einen oder anderen jetzt sicher wundern: Beim BMW i3 kostet das Modul zwischen 1.200 - 1.400 €. Inkl. Arbeitszeit kommst du bei ca. 2.200 - 2.400 € Brutto raus. Bei Renault sieht es ähnlich aus. Bei VW geht der Modulpreis bei ca. 1.500 € los.

So, und nun zu Tesla. Hier konnte er mir mehr sagen, da sie ja Tesla-Partner sind. Tesla nennt explizit den Modultausch als Option 1 wenn der Akku defekt ist, oder die Kapazität stark gesunken ist. Der Tausch der kompletten Batterie ist zwar auch möglich, aber auf der Optionenliste ganz unten. Preise für die Module konnte er nicht nennen, da diese von mehrere Kriterien abhängig sind. Zum einen kommt es auf das Kundenfahrzeug an, dann auf den Softwarestand und zuletzt auf die Diagnoseergebnisse. Auch verbaut Tesla nicht ausschließlich neue Akkus und Module sondern auch wiederaufbereitete. All das hat Einfluss auf den Preis. Den Modultausch führt Tesla selbst durch.

Abschließend hab ich ihn gefragt, ob er schon mal die komplette Batterie bei einem E-Auto tauschen musste. Antwort: Nein, auch bei Hybriden nicht.


Mit Verlaub, aber das ist so nicht richtig.
Die Basis ist oftmals die Lithium-Ionen-Technologie, das mag stimmen. Aber die Zellchemie ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Sieht man schön am Beispiel von Tesla. Nicht umsonst hat sich Tesla sich die Zellchemie patentieren lassen.
Es gibt aber viele Batterien, die gar nicht reparabel sind. Wenn man die öffnet, dann sind die halt komplett zerstört.
Genauso bei Unfallfahrzeugen mit Airbagauslösung. Die Pyrofuse ist gesprengt, das BMS gesperrt. Das wird ja nicht umsonst gemacht. So eine Batterie auf die Youtube DIY Technik nach dem Crash wieder inbetriebnehmen ist einfach Pfusch pur.

Grade die alten Tesla Batterien sind komplett unreparabel. Gibt es ja genug Teardown Videos, wo mehr geflext, gesägt und gehebelt wird als bei jeder Karosseriereparatur.

Bis jetzt habe ich immer mit meinen Prognosen richtig gelegen und die Zeit wird zeigen ob das so bleibt. Grade heute wieder ein EAuto zur Wartung gehabt bei 1Jahr/13000km, wo bereits 2% der echten Kapazität fehlten. Der Kunde hat davon noch nichts gemerkt, da die Kundenkapazität ja mit einem Puffer versehen ist.
Ich lese häufiger mal bei der Wartung nur so aus Interesse das BMS aus, obwohl es nicht dazu gehört und kann mir deswegen schon ein ziemlich gutes Bild machen, was auf Dauer mit den Kisten passiert.

Die Zellchemie bei EAutos ist hauptsächlich optimiert in der Hinsicht das man das Auto auch noch halbwegs bei -20°C nutzen kann. Ein Handyakku ist dann nämlich nutzlos. Das die Akkus plötzlich 10000 Ladezyklen schaffen, ohne das sich der Innenwiderstand deutlich erhöht ist leider noch keinem gelungen. Dafür bräuchte es andere Akkus die nicht auf gängigen Lithium Technologien aufbauen.

Was ich auch witzig finde das mitlerweile die ganzen neuen EAutos bei Daimler "Akkuschonprogramme" zur Auswahl haben. Dann dauert das Laden noch länger und der Akku wird nicht voll geladen. Die ersten Generationen hatten das nicht... ...hmmm was da nur dahinter steckt... :D Haben wohl gemerkt das Schnellladen und Vollladen die Akkus sehr schnell killt, wie es halt schon immer war. Ist ja nun nix neues.
 
2% Kapazitätsverlust nach 1 Jahr=20% nach 10 Jahren, 2mal die Woche voller Ladezyklus=1040 Zyklen in 10 Jahren.

Also meine bescheidenen Grundrechenfähigkeiten sehen nicht das ein Akku 10000 Ladezyklen je im Leben erreichen muss, braucht oder überhaupt kann , es sei den das Auto muss 100 Jahre halten..
 
Vor allem sind die oberen Prozente bei Lithium Akkus/Batterien richtig bescheiden bis gar nicht zu messen. Im Zweifelsfall steht da bei Auslieferung -2%.
 
Ich könnte aber einfach langsamer fahren und 2L weniger verbrauchen.
Wären dann 26 Euro weniger im Monat.
Das einzige was mir da helfen würde wäre, wenn durch die hohen Preise weniger Verkehr wäre... denn mein Verbrauch auf der Strecke zu Hause - Arbeitsplatz ist nach nunmehr 15 Jahren Übung ziemlich perfekt optimiert. Wenn ich komplett ungehindert fahren kann verbrauche ich 6,2 L Benzin auf 100km (was fast drei Liter unter der NEFZ Angabe des Herstellers ist! :fresse: ), weniger geht mit dem Fahrzeug nicht mehr auf der Strecke. Meistens sinds aber eher 7-8L weil man öfter von unerwarteten Linksabbiegern (Leute die auffer Bundesstraße erst dann blinken wenn die Abfahrt noch 50m weg ist... ja dem folgenden keine Chance geben irgendwie vorausschauend zu fahren) und ähnlichem ausgebremst wird.

Groß sparsamer fahren wäre nur in der Freizeit drin wo ich öfer deutlich über 10L bin (sonst bräuchte man ja kein 270 PS Auto) aber da wäre die Option wenn überhaupt gar nicht zu fahren wenns nicht wirklich nötig ist statt rumzugurken.
 
Vor allem sind die oberen Prozente bei Lithium Akkus/Batterien richtig bescheiden bis gar nicht zu messen. Im Zweifelsfall steht da bei Auslieferung -2%.
Warum das? Das BMS kann doch sehr gut messen wieviel Ah in die Zellen rein und rausgehen und das mit seinen Lade/Entladeschlussspannungen vergleichen.

2% Kapazitätsverlust nach 1 Jahr=20% nach 10 Jahren, 2mal die Woche voller Ladezyklus=1040 Zyklen in 10 Jahren.

Also meine bescheidenen Grundrechenfähigkeiten sehen nicht das ein Akku 10000 Ladezyklen je im Leben erreichen muss, braucht oder überhaupt kann , es sei den das Auto muss 100 Jahre halten..
Und nach 20 Jahren hast du 40% weniger Kapazität von der eh schon sehr geringen Reichweite. Wer will dann so ein Auto noch fahren? Davon mal ab das du auch viel Motorleistung verlierst durch den höheren Innenwiderstand vom Akku. Dann braucht so ein E-Smart nicht mehr 12 Sekunden 0-100 sondern bestimmt 30 Sekunden und die LKWs dahinter rasten aus. :lol: Der Arme Smartfahrer fährt dann dauerhaft Vollgas und bekommt trotzdem ständig Kaffeebecher auf die Windschutzscheibe von wütenden Verkehrsteilnehmern. :lol:

Ein Benziner fährt nach 20 Jahren immer noch genauso weit wie immer und hat bei guter Pflege auch noch die volle Leistung. ...btw mein alter A3 wird nächstes Jahr auch 20. :bday:

Die letzte Batterie die ich bei einem Smart getauscht habe, war so im Eimer, das der Kunde auf dem Weg zu seiner Tante die 40km entfernt wohnt immer liegen geblieben ist, wenn es kalt war. :lol: Als Notlösung ist er dann ohne Licht und Heizung mit offenem Fenster bei -5°C gefahren, bis er irgendwann total ausgerastet ist. Ich meine der hatte in etwa 60000km gelaufen und 8 Jahre alt.
 
Keine Ahnung woher die Horrorgeschichten da mit den Akkus immer stammen. Die Realität ist, dass 98% aller Fahrer den Unterschied zwischen neuem und 10 Jahre altem Akku ohne auf Anzeigen zu starren nicht mal bemerken würden (genauso wenig wie sie merken dass ihr alter Benziner nur noch 130 statt 170PS hat). Und 20+ Jahre fahren auch nur die allerwenigsten Leute ihre Autos - bei so alten Karren hat man ganz andere Geldfresser dran.
 
Warum das? Das BMS kann doch sehr gut messen wieviel Ah in die Zellen rein und rausgehen und das mit seinen Lade/Entladeschlussspannungen vergleichen
Die Lade/Endladekurve von Lithiumzellen ist unglaublich flach. Deshalb wird der Akkustand bei Geräten mit Lithium-Akku auch hauptsächlich aus dem Stromfluss und einer angenommenen Kapazität berechnet, nicht (nur) aus der Zellspannung. Ob die Annahme noch stimmt könnte man aber nur durch Tiefentladung kontrollieren, welche ja eigentlich keiner will.
Deswegen nähert man sich der Alterung eher statistisch an. Und 2% von "ganz voll" sind da eher im Bereich der Messgenauigkeit.
 
Keine Ahnung woher die Horrorgeschichten da mit den Akkus immer stammen. Die Realität ist, dass 98% aller Fahrer den Unterschied zwischen neuem und 10 Jahre altem Akku ohne auf Anzeigen zu starren nicht mal bemerken würden (genauso wenig wie sie merken dass ihr alter Benziner nur noch 130 statt 170PS hat). Und 20+ Jahre fahren auch nur die allerwenigsten Leute ihre Autos - bei so alten Karren hat man ganz andere Geldfresser dran.
Ich bin halt für die EAutos bei uns zuständig, seit die auf dem Markt sind und hab deswegen auch schon reichlich Probefahrtkilometer, Verbrauchsmessfahrten und was man sonst noch so macht hinter mir.
EAutos haben ja in der Regel sowieso nicht so viel Dauerleistung und sind ziemlich langsam im Gegensatz zu Verbrennern und wenn du dann einen mit alter Batterie hast, stehst du nur noch auf dem Gas um im Verkehr mitzukommen. Ich denke das werden deutlich mehr Leute merken.

Ich bin durch meinen Beruf da natürlich extrem sensibel und merke auch bei Benzinern sofort, wenn die Kiste nicht ganz so läuft wie er sollte. Viele bemerken auch bei ihren Benzinern das irgendwas nicht stimmt, ganz einfach weil die Kiste nicht mehr ansatzweise Topspeed läuft. Das ist sowieso ein sehr guter Indikator ob ein Auto noch die volle Leistung hat oder nicht.
Fährt es Endgeschwindigkeit ja oder nein? Wenn ja -> volle Leistung da. Wenn nein, stimmt was nicht. Selbst 30 Jahre+ alte Autos fahren in der Regel auch noch wunderbar ihre Endgeschwindigkeit. Bei Verbrennern ist das ansich kein Problem.
 
Glaub ich dir alles, ich sag ja nur dass Leute die nicht aus der Branche kommen und sich auch weniger für sowas interessieren das alles nicht bemerken würden. Selbst ich würde nicht garantieren dass ich bemerken würde wenn ich ab morgen nur 240 statt 270PS hätte - denn Topspeed fahren ist wenn der Topspeed 250 Klamotten sind doch eher selten (ich glaub 2x hab ichs in 10 Jahren gemacht) und selbst das hilft nicht weils abgeregelt ist. Und "normale" nicht-Autoverrückte? Bis (als Beispiel) meine Mutter merkt dass irgendwas nicht stimmt müsste ihr Golf entweder gefühlte 50% der Leistung verloren haben oder derart unangenehme/laute Geräusche machen dass sie das Radio nicht mehr hört :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Autos einen Limiter haben mache ich in der Regel eine 100-200 Messung um zu bestätigen das meine Reparatur erfolgreich war. Bei den ganz schnellen Autos ist fehlende Leistung nur durch Gefühl zu ermitteln deutlich schwerer. :D
Aber trotzdem habe ich ganz viele Kunden die plötzlich merken das ihr Auto nicht mehr richtig geht, obwohl keine Lampe an ist oder irgendeine Fehlermeldung kommt. Die fahren auch oft nicht besonders schnell.
Wenn man so eine Mutti hinter dem Steuer hat die ihren Bremssattel verliert und das nicht mal merkt, dann ist sowieso alles zu spät. :lol: Das sind dann aber meist auch echte Härtefälle. Viele kennen sich zwar mit der Technik nicht aus aber merken wenn irgendwas sich nicht richtig anfühlt.
 
Vielleicht...
Nein, ist nicht für mich. Diese Klausel schreiben die Amis immer dazu, das muss so. Bei den Vector-Produkten, die zum Applizieren verwendet werden (vor allem bei CANape) ist ein fetter Disclaimer deswegen beim Start, wegen Haftung und blah blah blah. Die sind da etwas kaputt...
 
Genau, steht ganz fett drauf, wenn man CANoe startet... ja, danke, interessiert nicht.

Die normale Abgasuntersuchung, die die Euro2 Fahrzeuge eben haben. Einmal wird im Leerlauf und dann bei erhöhren Drehzahl gemessen, kennst es ja selbst. Wenn Störluftventile dran sind (hat meiner nicht und nie gehabt) dann machen sie einen oder beide auf um zu sehen ob die Lambdaregelung auch tatsächlich funktioniert. Da geht das Gemisch erst in Richtung mager und dann muss er das einregeln. Die Proteus läuft (auch, wenn man es will) im ClosedLoop und man stellt quasi AFR ein, Parameter ab wann der Spaß aktiv sein soll (Temperatur, AFR-Abweichung, etc) und dann läuft es mehr oder weniger von selbst.
 
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Bin ich froh das auch schon andere die Erfahrung gemacht haben, das EV Akkus im Schnitt nur 8-10 Jahre halten. :D Da wird es in 10 Jahren nen böses Erwachen geben. :ugly:
 
Welche reinen E-Autos gab es den vor 8-10 Jahren in nennenswerten Stückzahlen hier zu kaufen? Glaub ausser
Nissan Leaf, BMW i3 und ein paar Tesla Roadster gab es da nicht wirklich viel was man einfach kaufen konnte. Mag
sein das bei Autos aus der Zeit der ein oder andere Akku die komplette Grätche gemacht hat. Daraus aber jetzt zu
schliessen das dies bei allen anderen und später erschienenden Akkugenerationen der Fall sein wird ist schon etwas hochgegriffen, meinste nicht?

Ich habe mir aus Gründen selber noch ein Benzin Auto erst vor 2 Monaten bestellt, bin aber schon ziemlich viele E-
Autos gefahren und haette mir auch gerne jetzt schon ein E-Auto geholt. Leider ist der Markt für Autos an den ich
Spass haette noch sehr klein. Und da ich nicht zuhause Laden kann wäre ich auch auf eine bessere Ladeinfrastruktur angewiesen. Aber das naechste Auto in 5-10 Jahren wird mit Sicherheit ein E-Auto werden, Und ich mache mir
um die Akkus bis dahin wenig sorgen. Wenn der Markt erstmal gross genug ist werden auch Recycling und
Reparaturmöglichkeiten und vor allem die Preise bis dahin sich entwickelt haben das ich kaum glaube das es dann
das "grosse böse erwachen" geben wird von dehnen so viele "E-Auto Skeptiker" dauern erzählen.

Ich verstehe ja das es für viele die Ihr Auto vor allem nicht nur als reines Transportmittel sehen der ganze Umbruch
der jetzt gerade erst startet ein Dorn im Auge ist. Mag selber Motorsport, schnelle Autos etc.
Ich werde den Wandel aber nicht stoppen können, egal wieviel Energie ich aufwende um E Autos schlecht zu
machen usw. Die Welt dreht sich halt weiter. Und noch ist es ja nicht vorbei. Wer möchte wird auch in 10 Jahren
noch mit seinem Benzinern durch die Gegend fahren können, den Motorsound lauschen oder was weiss ich.

Ich sehe aber auch das es Politisch und Gesellschaftlich gewollt ist das sich etwas an der Mobilität wie wir sie bisher
hatten ändern wird und muss auf dauer. Also freu dich doch einfach so lange es noch geht an deinen Autos und kuck
einfach wenn es soweit ist und nicht mehr anders geht was dann Phase ist. Bis dahin nur rumheulen und sich ärgern
bringt doch nichts. Und gerade weil die Uhr langsam tickt für die Autos die wir aktuell so lieben habe ich mich
nochmal für ein Benziner, sogar mit Handschaltung entschieden als "letzten" Verbrenner (Turbo und Frontantrieb
liess sich leider auch finanziel nicht mehr vermeiden...) bin aber trotzdem jetzt schon gespannt was danach kommen
wird.

Und bis mein neues Auto mit dem "Seelenlosen" Turbo Motor kommt erfreu ich mich halt aktuell noch an meinen
M54 Motor, schon lange wissend das es besser für meine Möglichkeiten für mich unter der Haube nicht mehr
werden wird.. Aber deswegen habe ich nie die Motivation gehabt die letzten 10 Jahre gegen die ganzen
Aufgepumpten und Drehunwilligen, Frontgetriebenen Direktschaltkrüppel zu wettern...;-) Mir doch egal
was andere Fahren und mögen. Sollen doch alle machen was sie wollen, noch zwingt dich ja keiner ein EAuto
fahren zu müssen. Also einfach locker bleiben;-).
 
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