Der war sicherlich von der Flucht, den Erlebnissen während dieser und dann dem unwürdigen Leben in Deutschland traumatisiert. Hier war der Täter das erste Opfer und es ist Deutschland, das versäumt hat ihm zu helfen.
Sorry, aber in dem konkreten Fall geht die Schuldzuweisung einfach an den Gegebenheiten vorbei.
Psychiater und Psychologen wachsen leider nicht an Bäumen und wir haben auch ohne den Bedarf der seit 2015 zusätzlich durch die Flüchtlinge erwachsen ist schon seit Jahren eine klaffende Lücke in Bezug auf den ständig wachsenden Bedarf und das real vorhandene Angebot bei Psychotherapien. Die zusätzliche Problematik der Sprachbarriere kommt als einschränkendes Problem bei Flüchtlingen / Migranten auch noch zusätzlich hinzu.
Selbst für Personen die der deutschen Sprache relativ mächtig sind betragen die durchschnittlichen Wartezeiten auf eine Psychotherapie vielerorts mindestens zwischen 6 bis 10 Monate und eine medikamentöse Behandlung, ohne begleitende Psychotherapie, durch einen Psychiater, mag zwar für kurzfristige Überbrückungen eine Option sein, ist aber alleine für sich auch keine auf Dauer auslegbare Lösung, wenn die Ursachen nicht möglichst parallel aufgearbeitet werden und dem Betroffenen in einer länger ausgelegten, begleitenden, Therapie Methoden und Wege aufgezeigt wird wie er sein Leben trotz der Traumata bestreiten kann.
Selbst wenn man also mehr wollen würde, den Bedarf an psychologischer Betreuung & Therapie von Migranten / Flüchtlingen könnte "Deutschland" aktuell und in absehbarer Zukunft nicht in ausreichenden Maße befriedigen und sicherstellen.
Weil man dann immer nur auf die Herkunft verweist. Gefolgt von einem die passen nicht zu uns. Bei Gewalt fällt übrigens durch alle Nationalitäten eine Sache auf. Es sind fast immer junge Männer. Wenn man dafür jetzt Konsequenzen fordern würde oder gar für Männer direkt oh da wäre was los.
Und schaut man dann genauer hin fällt auf das bei besagten jungen Männern in nicht wenigen Fällen aus sozial bedenklichen Brennpunkten und / oder aus Familien mit einem stark wertekonservativen Migrationshintergrund kommen, aus Ländern die eine stark patriarchal gesellschaftliche Prägung mit Fokus auf persöhnliche und familiäre Ehre besitzen, die dann auch noch in Xter Generation, trotz deutschen Pass, auch hier in Deutschland lebend weitergegeben wird (siehe z.B. Problematik arabische / nordafrikanische Großfamilien / Clans, aber auch beim einen oder anderen Balkanland).
Am Ende ist das halt das Ergebnis Jahrzehnte verfehlter Integration und staatlichen Unwillens sich mit dem Thema beschäftigen zu wollen, frei dem Motto: "Aus den Augen aus dem Sinn!".
Das funktioniert halt nur so lange bis der "Sumpf" so groß geworden ist das er irgendwann permanenter Regelmäßigkeit am überschwappen ist.