Der Asylstreit oder auch der Konflikt der Union

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Stark religiös-dogmatische Menschen (bzw) Gruppen sind für die Gesellschaft eher ungesund.
Ich würde sogar so weit gehen, dass solche Menschen leichter zu beeinflussen sind. Da reicht vielleicht ein Denkanstoß oder eine Blase, in der sie sich wieder finden und schon macht man aus einem religiösen Menschen einen radikalen Menschen.
 
Wo steht das, oder sprichst du für den ganzen Globus?
Wieder ist die Realität dein Freund:
Was passiert Frauen in den meisten islamischen Ländern wenn es eine Pflicht gibt einen Hijab (oder mehr) zu tragen,
wenn sie es nicht tun?
Das ist kein Vorwurf gegen den einzelnen aber in der Mehrheit trifft es zu.
Und gilt das auch für Nonnen?
Historisch definitiv.
Aber Nonne ist ja schon der Beruf, die werden als Nonne ja nicht noch Beamte.
Ich würde sogar so weit gehen, dass solche Menschen leichter zu beeinflussen sind.
Nicht unbedingt, denn sie haben ja schon einen stringenten Kurs.
 
Wieder ist die Realität dein Freund:
Was passiert Frauen in den meisten islamischen Ländern wenn es eine Pflicht gibt einen Hijab (oder mehr) zu tragen,
wenn sie es nicht tun?
Nichts. Reise gerne durch die islamischen Länder von Marokko bis Malaysia.
Das ist kein Vorwurf gegen den einzelnen aber in der Mehrheit trifft es zu.
Ich kenne nur zwei Länder - Iran und Saudi Arabien.
Ich würde sogar so weit gehen, dass solche Menschen leichter zu beeinflussen sind. Da reicht vielleicht ein Denkanstoß oder eine Blase, in der sie sich wieder finden und schon macht man aus einem religiösen Menschen einen radikalen Menschen.
Widerspricht dem Forschungsstand. Radikalität, vielmehr gewaltbereiter Extremismus, hat vorwiegend soziologische Gründe. Alles andere sind nur Vorwände gekleidet in Religion.
 
Ich kenne nur zwei Länder - Iran und Saudi Arabien.
Da bist du aber, wie ich auch, falsch informiert.
Ich habe aber auch falsche Maßstäbe angelegt, ich habe zum Beispiel ganz Indonesien gezählt.

Der gesellschaftliche Druck ist abseits von Gesetzen ein anderer.
 
Da bist du aber, wie ich auch, falsch informiert.
Ich habe aber auch falsche Maßstäbe angelegt, ich habe zum Beispiel ganz Indonesien gezählt.
Zu was gezählt? In Indonesien gibt es keine Kopftuchpflicht.
Der gesellschaftliche Druck ist abseits von Gesetzen ein anderer.
Hier gibt es gesellschaftlichen Druck, wenn ein Kopftuch getragen wird. Ist es jetzt hier besser?
 
Hier gibt es gesellschaftlichen Druck, wenn ein Kopftuch getragen wird. Ist es jetzt hier besser?
Ja--sin auch wenn du das nicht verstehen kannst oder willst, die absolute Mehrheit der deutschen Gesellschaft empfindet die Säkularisierung als Errungenschaft. Es war ein Kampf über sehr viele Generationen, religiöse (Gesellschafts) Normen aus dem täglichen Gesellschaftsleben zu verbannen und ihren Einfluss in der Mehrheitsgesellschaft völlig zurückzudrängen.
 
Ja--sin auch wenn du das nicht verstehen kannst oder willst, die absolute Mehrheit der deutschen Gesellschaft empfindet die Säkularisierung als Errungenschaft. Es war ein Kampf über sehr viele Generationen, religiöse (Gesellschafts) Normen aus dem täglichen Gesellschaftsleben zu verbannen und ihren Einfluss in der Mehrheitsgesellschaft völlig zurückzudrängen.
Mir ist sehr wohl bewusst, dass Europa mit dem Christentum im Mittelalter eine sehr dunkle Epoche hinter sich hat. Und ich weiß auch, dass es ein langer Kampf war, sich aus dem parasitären Griff von Kirche und Adel zu befreien.

Ich werde nur allergisch, wenn dieses Narrativ als Deckmantel für die eigene Abneigung ggü. Muslim/Innen und dem Islam benutzt wird.
Die Muslime waren im Gegenzug im Mittelalter sehr viel fortgeschrittener als Europa, und erst durch die Tradierung großer Wissensbereiche aus der Antike und ihrer eigenen Weiterentwicklung verschiedener Bereiche (u.a. Algebra, die 0 als mathematische Zahl, Avicennas Buch der Medizin) konnte Europa zur Renaissance finden, und dadurch quasi auch zur modernen Entwicklung. Und stellt dir mal vor, diese wissenschaftlichen Erfolge, konnten die Muslime des Mittelalters trotz ihrer Religiosität, trotz Kopftuch, trotz Fasten, Beten etc. erreichen, denn der Islam stand und steht nicht konträr zur Forschung, ganz im Gegenteil, der erste offenbarte Vers im Qur'an ist ein Imperativ und lautet "Lies!"...whatever, ich schweife vielleicht gerade zu weit ab.

Was ich damit sagen will, die Beziehung zur Religion ist für uns Muslime eine ganz andere als für viele europäische Menschen - sie ist nämlich sinn- und identitätsstiftend, und wenn man das nicht begriffen hat, wird man auch nie begreifen, wie frustrierend es für eine Muslima ist, dass sie aufgrund ihres Glaubens ihren Berufswunsch nicht verfolgen kann.
 
die Beziehung zur Religion ist für uns Muslime eine ganz andere als für viele europäische Menschen - sie ist nämlich sinn- und identitätsstiftend, und wenn man das nicht begriffen hat
Ich würde ja sagen, gut wenn man sonst nichts hat.
Natürlich braucht jeder Mensch eine gewisse geistige Führung, aber das ist nun wirklich eine veraltete Denke.
ICH gebe meinem Leben Sinn, ICH gebe mir eine Identität.
Besser wäre es, zu fragen, ob man für die Kirche Steuern zahlen will oder nicht und es nicht automatisch festlegen, dass gezahlt wird.
Ich denke mal nicht, dass deine Eltern gezwungen worden dich taufen zu lassen oder dich jemand daran gehindert hat auszutreten bevor du Geld verdient hattest.
 
Ich würde ja sagen, gut wenn man sonst nichts hat.
Natürlich braucht jeder Mensch eine gewisse geistige Führung, aber das ist nun wirklich eine veraltete Denke.
ICH gebe meinem Leben Sinn, ICH gebe mir eine Identität.
Schön für dich. Andere Menschen dürfen für sich trotzdem selber ihren Sinn und ihre Identität wählen, braucht man nicht noch so eklig überheblich und arrogant daherkommen und anderen Menschen ihre Identität abwerten...
 
Mir ist sehr wohl bewusst, dass Europa mit dem Christentum im Mittelalter eine sehr dunkle Epoche hinter sich hat. Und ich weiß auch, dass es ein langer Kampf war, sich aus dem parasitären Griff von Kirche und Adel zu befreien.

Ich werde nur allergisch, wenn dieses Narrativ als Deckmantel für die eigene Abneigung ggü. Muslim/Innen und dem Islam benutzt wird.
Die Muslime waren im Gegenzug im Mittelalter sehr viel fortgeschrittener als Europa, und erst durch die Tradierung großer Wissensbereiche aus der Antike und ihrer eigenen Weiterentwicklung verschiedener Bereiche (u.a. Algebra, die 0 als mathematische Zahl, Avicennas Buch der Medizin) konnte Europa zur Renaissance finden, und dadurch quasi auch zur modernen Entwicklung. Und stellt dir mal vor, diese wissenschaftlichen Erfolge, konnten die Muslime des Mittelalters trotz ihrer Religiosität, trotz Kopftuch, trotz Fasten, Beten etc. erreichen, denn der Islam stand und steht nicht konträr zur Forschung, ganz im Gegenteil, der erste offenbarte Vers im Qur'an ist ein Imperativ und lautet "Lies!"...whatever, ich schweife vielleicht gerade zu weit ab.

Was ich damit sagen will, die Beziehung zur Religion ist für uns Muslime eine ganz andere als für viele europäische Menschen - sie ist nämlich sinn- und identitätsstiftend, und wenn man das nicht begriffen hat, wird man auch nie begreifen, wie frustrierend es für eine Muslima ist, dass sie aufgrund ihres Glaubens ihren Berufswunsch nicht verfolgen kann.
Super, du kannst es nicht lassen oder? :wall:

Hierzu ist es null nötig das Mittelalter heranzuziehen!

Ich spreche vielmehr über Trennung von Staat und Kirche, Einführung der standesamtlichen Ehe als allein gültige Ehe, staatliche Schulpflicht unter alleiniger staatliche Aufsicht und Hoheit, Reformierung der allgemeinen Gesetzgebung und Einführung von BGB, StGB und den jeweiligen Prozessordnungen, Überwindung des Stigma des unehelichen Kindes, Überwindung abgesprochener Ehen, Abschaffung des Verbots der Abtreibung (ich differenziere das jetzt nicht aus), Scheidungsrecht und Schuldfrage, absolut gleiche Rechte für Frauen und Männer bei Erreichung der Volljährigkeit (Führerschein, Bankkonte etc im Vergleich zu den 50er und 60er Jahre). aber auch die Angleichung von Männern und Frauen bei allen gesellschaftlichen, auch religiös motivierten Normen/Vorurteilen. Abschaffung der Strafbarkeit von Homosexualität, Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe und deren Gleichstellung. Und schlussendlich ein völlig anderer "Ehrebegriff" zwischen europäischen und arabisch/muslimischen Gesellschaften.
Das alles haben wir die letzten 150 Jahre erreicht und wir wollen es genauso belassen und nichts davon wieder ändern oder von Religion (welche auch immer) beeinflussen lasen. Das sollte man wissen und akzeptieren, wenn man hier auf Dauer leben möchte und an allen Teilen des gesellschaftlichen Lebens oder Möglichkeiten teilhaben möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
So so, nach der Überlegung dann, wenn ich als Beamter mir also ein Tuch mit Abbildung der Flagge des Kaiserreichs als Halstuch binde, weil ich das hübsch finde, bin ich ja dann noch kein Rassist & Reichsbürger-Spinner und ist ja nur ein modisches Accessoire, das keine Befangenheit signalisiert und Assoziationen beim Gegenüber auslösen sollte, oder könnte, sowie rechtfertigt?
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich: Ein Halstuch ist ein Halstuch. Ein Halstuch mit zusätzlicher Symbolik ist nicht mehr nur ein Halstuch.

Ein Kopftuch ist auch nur ein Kleidungsstück. Meine Oma trug noch ganz selbstverständlich eins, und glaub' mir einfach mal, dass die sich nicht zum Islam bekannte. ;) Es war einfach die Mode ihrer Generation und außerdem ein praktischer Sonnenschutz. Es kommt auch immer wieder mal in Mode - außer natürlich, in Hollywood, bei Landarbeitern etc. würde alle Jahre der Islam chic.

Wenn es mir gelingen sollte, Krawatten zu einem religiösen Symbol zu flashmobben, verschwinden die dann auch aus bundesdeutschen Behörden?

Ich denke es ist ziemlich eindeutig, von Sekten mal abgesehen, was Religöse Symbole sind und das wenn ein klar als Jude erkennbarer Polizist einen Moslem kontrolliert dies bei einigen Moslems aus persönlicher "Befangenheit" den Eindruck von "Befangenheit / Schikane" des Polizisten erwecken könnte (ohne dazu jetzt eine Wertung über die Gerechtfertigkeit einer solchen Situation abgeben zu wollen).
Und jetzt hinkt der Vergleich sogar auf allen drei Beinen, denn für Polizisten gibt es bekanntlich eine Kleidungsvorschrift. Und die schreibt vor, was im Dienst zu tragen ist.

Werden in der Regel anders gebunden als Kopftücher die aus streng religösen Ansichten getragen werden, die werden nämlich auf bestimmte Art getragen und gewickelt, so das das gesamte Haar durch das Kopftuch verborgen wird und dieses eng am Kopf anliegt.
Damit wiederum kann man arbeiten. :)
 
Das stimmt nun einfach nicht, es betrifft auch Christen die konservativ eingestellt sind. Das ist in Deutschland aber eher selten.
Genau, "Das ist in Deutschland aber eher selten". Es betrifft in Deutschland effektiv nahezu keine Christen. Natürlich existieren auch fundamentalistische Christen, die irgendwelche Kleidungsvorschriften haben, aber da müssen wir gar nicht drüber reden, weil das in Deutschland keine relevante Gruppe ist.
Guck in die USA, guck was die evangelikalen und Co gesellschaftlich für einen Schaden anrichten und sag mir ob du sowas hier in Deutschland auch haben willst.
Genau die filterst du mit der Regel aber nicht raus. Evangelikale könnten auch in Deutschland ohne Probleme in den Staatsdienst gehen, da sie kein Kopftuch oder Kippa tragen. Außerdem halte ich die Gleichsetzung von Muslima und Juden mit Evangelikalen, für falsch. Eine Person kann progressiv, säkular und demokratisch eingestellt und trotzdem auch jüdisch oder muslimisch sein, streng evangelikal aber nicht.
Genauso filterst du auch keine islamistischen Männer raus, weil diese keine Kleidungsvorschrift haben.
Wenn also der Grund für die Vorschrift sein soll, religiöse Fundamentalisten aus dem Staatsdienst zu halten, ist es eine sehr schwache Regel.
Das alles haben wir die letzten 150 Jahre erreicht und wir wollen es genauso belassen und nichts davon wieder ändern oder von Religion (welche auch immer) beeinflussen lasen.
Strohmann. Niemand fordert, die Fortschritte der letzten 150 Jahre zurückzudrehen. Die Trennung von Staat und Kirche ist wichtig und ein Grundprinzip unseres Staates.
Das hat meiner Wahrnehmung nach nur erstmal relativ wenig mit der konkreten Regelung von Kopftuch und Kippa zu tun. Dabei geht es nämlich nicht um den Einfluss religiöser Organisationen auf die Staatsgewalten, sondern um die religiöse Identität von Privatpersonen im öffentlichen Dienst. Die Frage, ob diese Menschen gezwungen werden sollten, ihre religiöse Identität für den Staatsdienst abzulegen, ist eine, die diskutiert werden kann, ohne mit dem Verweis auf Säkularität abgewürgt zu werden.

Ich sage ja noch nicht einmal, dass jede religiöse Bekleidung unbedingt erlaubt werden muss. Es ist aber einfach deutlich zu kurz gedacht, allen jüdischen und muslimischen Bürgern religiösen Fundamentalismus zu unterstellen, weil sie Religion als Teil ihrer Identität betrachten und daher eben bestimmte Kleidungsstücke tragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu mal es auch Streitigkeiten darüber gibt ob das Kopftuch überhaupt was mit der Religion zu tun hat, es gibt Muslime die sagen ja und es gibt welche die sagen nein. Und wiederum welche die behaupten das was gerade passt.
 
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