News Defekte AMD Ryzen 9000: "...sind sehr begrenzt und isoliert"

Manchmal steht es da und manchmal nicht. Wenn Schäden nachträglich aufgetreten sind, dann wird nachgebessert.

Die Mainboardhersteller übertreiben es sehr stark mit ihren OC Features.

Die Features sind wieder so eine Sache für sich.
Davon kannst bei jedem Hersteller die Finger lassen die sind meistens unter aller Kanone.
 
Ja die BIOS Beschreibungen sind sehr sehr sperrig.
Da bleibt einem nicht viel übrig als auf verschiedenen Seiten zu vergleichen was z.b
die VDD/VDDQ oder die MC Voltage ist wenn man keine Ahnung hat.
Es ist einfach ein extrem Komplexes Thema wo ein Laie sehr schlecht durchblickt.
richtig und jeder Ram und jedes mainboard ist anders und misst diese werte auch leicht anders
geschweige denn das sich da teilweise auf werte von anderen cpu generationen verlassen wird

ich will nicht sagen es ist alles unmöglich.. aber man kann auch viel falsch machen
 
Ich finde es erstaunlich, dass häufig "einfach so" behauptet - oder zumindest vermutet wird -, dass die User an den Ausfällen durch falsche Einstellungen Schuld seien. Offenbar gilt die Unschuldsvermutung nicht für Gamer (ja, ich weiß natürlich, dass das "nur" eine strafrechtliche Konstruktion ist!)

Das erinnert mich an Flugzeugabstürze, bei denen die Hersteller und Airlines schnell auf Pilotenversagen verweisen (insbes., wenn diese sich nicht mehr rechtfertigen können), obwohl nachweislich nicht selten später Konstruktionsfehler als ursächlich identifiziert werden (s. a. der sehenswerte Film "Sully"!).

Und bitte schön, wie war das denn bei den durch zu hohe SoC-Spannungen geschmolzenen 7800X3D-CPU im Jahr 2023 und bei "Raptor-Gate"?: auch alles "User-Errors"?

Und es ist mMn kein Fehlverhalten, wenn höchst offiziell von AMD und Boardherstellern beworbene Features wie EXPO, PBO und CO (bei dem übrigens nicht over-, sondern undervoltet wird!) genutzt werden: es ist nicht Aufgabe der Anwender, sondern Verantwortung der Hardwarehersteller sicherzustellen, dass diese Features fail-safe eingesetzt werden können, insbes. durch BIOS Settings, die selbst bei ausschöpfen dieser Optionen allenfalls die Systemstabilität, nicht aber die Funktionalität der Komponenten gefährden können. Deshalb kann man Testern oder sog. Influencern auch nicht vorwerfen, für diese Features zu werben.

Ich weiß, das wollen wahrscheinlich viele hier nicht hören, aber ich frage mich schon, ob auch dann die User vorschnell verurteilt würden, wenn nicht AMD-, sondern Intel-CPUs betrofffen wären...

Aber es scheint wohl zu viel verlangt einfach mal zuzugeben, dass bisher niemand belastbar diagnostizieren kann, was denn nun wirklich zu den Ausfällen führt und ob es nicht u. U. (wie auch bei vielen Flugzeugabstürzen) eine unglückliche Kombination verschiedener Faktoren ist. So lange dies nicht geluingen ist, plädiere ich dafür, sich mit allen Mutmaßungen uud vorschnellen Schuldzuweisungen maximal zurückzuhalten.

LG N.
Das liegt schlicht daran, dass selbst AMD und die Boardhersteller das Problem nicht nachstellen können. Es ist also ein logischer Schluss, dass es dann weder am Board, noch der CPU liegen wird. Was bleibt noch übrig? Der Anwender.

Zudem gibt es nicht viele Flugzeugabstürze. Die sind quasi gar nicht existent, im Vergleich zur Anzahl an Flügen.
Die Features sind wieder so eine Sache für sich.
Davon kannst bei jedem Hersteller die Finger lassen die sind meistens unter aller Kanone.
Geht so. Denn man kann daran sehr gut erkennen was der Hersteller denkt, was zusammen agiert.
 
es wurden ja 10 000de 9000er CPUs verkauft. ich habe vor 11 jahren auch eine Defekte CPU nach kauf erwischt. bios updates / OC s könnten auch fehler mitbringen. nach meiner Meinung ballern paar Youtuber einfach klickbaits raus . mehr nicht
 
Geht so. Denn man kann daran sehr gut erkennen was der Hersteller denkt, was zusammen agiert.

Phuuu schwierig…in wiefern ?
Es gibt halt viele Einstellungen die spielen zusätzlich noch woanders rein.
Aber darauf stößt man schnell wenn man sich erkundigen muss und diese OC Features beiseite lässt.

Bis jetzt war alles irgendwie nur Hokuspokus.
Und wenns dann mal irgendwie geklappt hat dann waren die Spannungen allesamt viel zu hoch angesetzt.
Ich hab bis jetzt nur negative Erfahrungen gemacht.
 
Um ehrlich zu sein, finde ich einiges schon komisch.
Zum Einen wünschen sich zB. (soll jetzt nicht repräsentativ sein) PCGH-User, dass Mainboards im Leistungsteil härter bestraft werden.
Zum Anderen wird, wohl mehr oder weniger regelmäßig über Hersteller hinweg, herausgefunden, dass ein Betrieb oberhalb der Spezifikationen zu einem höheren Ausfallrisiko führen kann.
So hin und wieder möchte ich nicht in der Haut eines Hardware-Redakteurs bzw. der Mainboard-Herstellers stecken.

Ich persönlich betreibe, seit der Ryzen-Ära wohlgemerkt, meine AMD CPUs ziemlich strickt mit Herstellervorgaben inkl. XMP beim Arbeitsspeicher und leichtem Undervolting auf CPU-Seite.
Bei Grafikkarten, seit meiner RX 5700XT, alles auf Stock, ebenfall mit leichtem undervolting auf der GPU.

Keine Ahnung was da einige Treiben. Bei mir ist noch nie wirklich was kaputt gegangen, naja .. außer einmal ^^
Damals konnte man in irgendnem wilden Treiber den Haken setzen, dass der Takt vom Videospeicher der Grafikkarte on the fly übernommen wird und ich wollte aus dem Fenster klicken und habe aber das Ende des Schiebereglers erwischt und der Regler ist dorthin gesprungen. Die Bildfehler sahen wirklich spannend aus ^^
Selbst verursacht & daraus gelernt.
Allgemein verstehe ich trotzdem jedoch nicht, dass da niemand an den Temps was merkt und das sollte eigentlich bei der ersten in-Betriebnahme dazu gehören, dass man sich die Temps von CPU und Grafikkarte mal rein zieht, zum einen im Idle und im Idealfall nochmal unter ordentlich Last.
Aber irgendwie sollte es ein Mainboardhersteller doch auch hinbekommen, dass eine eingebaute CPU mit Herstellerspecc läuft?
Insgesamt wirkt da irgendwas faul!
 
Aber irgendwie sollte es ein Mainboardhersteller doch auch hinbekommen, dass eine eingebaute CPU mit Herstellerspecc läuft?
Insgesamt wirkt da irgendwas faul!
Ich finde es jetzt nicht besonders faul wenn man supersportwagen von Werk aus am Limit betreibt, das da mal was kaputt gehen kann.
Ich betreibe zwei 9950x3D und einen 5800x3D, aber die meiste Zeit sind die im IDLE bei ca. 800MHz. Die muessen zwar mal nen Linux kernel bauen, aber ist auch eher die Ausnahme.

Der Takt ist auch schon wirklich hoch usw.
 
2 Systeme mit 9950x3d und ASUS x870e crosshair hero. Beide undervoltet (-24 für CCD0 und -19 für CCD1) und PPT auf 185 begrenzt( trotzdem oder gerade deshalb bessere Benchmark-Werte als in den meisten Testberichten). Kein PBO, SOC-Voltage auf 1.22, ram-voltage auf 1.36 (g-skill 6000 mit cl28).

Temperaturen auch im Hochsommer beim Spielen max. knapp über 70 Grad, beim benchmarking knapp darüber , aber unter 80 Grad ( bei fast 30 Grad Zimmertemp.).

Bis jetzt laufen die Systeme absolut toll ohne irgendwelche Probleme, und mein Sohn und ich sind äußerst zufrieden.

Hoffentlich bleibt's so.
 
Ist es denn wirklich wichtig ob übertaktet wurde? Die Spannungen falsch wählen kann man auch ohne den Takt zu steigern.
Deine Antwort würde dann erklären, nicht nach den Specs betrieben da Spannung zu hoch also ein Fehler der höchstwahrscheinlich vom User gemacht worden ist. Falsche Spannung angelegt oder falsche Spannung von vornherein im BIOS und somit ein Fehler des Boardherstellers.
Also doch wichtig. 😉
 
Klar, wenn einem eine CPU kaputtgeht, ist das für die betroffene Person ärgerlich. Man postet es in einem einschlägigen Forum oder anderswo, und schnell melden sich andere, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.


Auf Social Media entsteht heutzutage aber oft sofort ein großer Hype, meist auf Englisch, der dann auch alle Nachrichten in allen Sprachen überflutet. Es gibt durchaus defekte CPUs, aber selbst wenn es 1.000 solcher Posts gibt, sind sie nicht direkt aussagekräftig genug.


Denn zehntausende oder hunderttausende Nutzer, bei denen die CPU funktioniert, machen keinen Post und sagen: "Hey, bei mir funktioniert es!" So läuft es heute: Ein paar machen viel Lärm, und die ganze Welt hört es.
 
"Massive Hitzeschäden auf der Unterseite der CPUs, teilweise sogar bis hin zu einer hitzebedingten Ausdehnung sind typischerweise an allen defekten Ryzen-CPUs auszumachen."
...und tritt vor allem bei 800'er Mainboards auf.
Und was kann man bei den 800'er so schön an den Spannungen und Einstellungen für den Takt schrauben...

"Eine" CPU raucht ab, und schon hängen sich alle, die ihre CPU selbst geschrottet haben mit dran um vielleicht doch am Ende ihre CPU ersetzt zu bekommen... ;)
Ich finde es jetzt nicht besonders faul wenn man supersportwagen von Werk aus am Limit betreibt, das da mal was kaputt gehen kann.
Ich betreibe zwei 9950x3D und einen 5800x3D, aber die meiste Zeit sind die im IDLE bei ca. 800MHz. Die muessen zwar mal nen Linux kernel bauen, aber ist auch eher die Ausnahme.

Der Takt ist auch schon wirklich hoch usw.
Nicht nur "Supersportwagen".
Auch jeder normale PKW (Verschleißteile!) sind auf eine bestimmte Lebensdauer unter bestimmten Bedingungen ausgelegt. Fahrleistung, Durchschnittsgeschwindigkeit (Richtgeschwindigkeit), Anteil Stadt/Land/AB.

Wenn man mit seinem "Golf" ständig enge Kurven mit hoher Geschwindigkeit fährt, oder sich ständig in der Nähe des roten Drehzahlbereichs und/oder Maximalgeschwindigkeit bewegt, darf sich halt nicht über hohe Reparaturkosten, oder frühzeitigem Totalausfall wundern.
Die Physik lässt sich nur schwer austricksen. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Woher willst du das wissen? Verlassen würde ich mich darauf nicht. Zu viele Verkaufsinteressen rufen bestimmte OC Funktionen ins Leben. Intel hat die Mainboardhersteller seinerzeit bei Raptor Lake gemaßregelt und AMD hat denen auch die Leviten gelesen.
Ganz einfach, es ist normales Doing. Kein MB Hersteller wird irgendwelche Werte erraten sondern von AMD genau gesagt bekommen was die Arbeitsbereiche sind. AMD war schon immer extrem streng bei den Stock Settings und hat das auch wenn nötig mit AGESA nachträglich unterbunden sollte ein MB Hersteller auf dumme Ideen kommen. Du kannst dich ja bspw. Fragen warum kein Board automatisch die TDC,EDC,PPT erhöht. Bei Intel war das stellenweise Usus. In diesem Kontext gab es auch von Tech-Seiten gespräche mit AMD wo ebenfalls über den Arbeitsbereich des SoC behandelt wurde.
Zudem geben alle Boardhersteller an von AMD zulässige Werte zu nutzen und AMD zeigt da keinen widerspruch. Da wäre es ein leichtes die Probleme vollumfänglich begründet auf die Boardhersteller abzuwälzen, man wäre fein raus.
Für AsRock wäre die Lösung ebenfalls einfach, die Features runterdrehen und es gibt keine Probleme mehr. Dass das nicht geschieht ist halt ein deutliches zeichen.
 
Mein 7800X3D legte nach dem laden von EXPO bei VDD Misc eine Spannung von 1,386V an. Wohl gemerkt, es war nur EXPO an und nichts anderes geändert. Als ich das merkte habe ich die spannungen natürlich gesenkt.

Hatte es in einem der anderen, zahlreichen threads schon geschrieben:
Mein ASRock B650 Steel Legend WiFi setzt mit einem 3.1x Bios bei Auswahl des XMP Profils diverse Spannungen hoch, etwa SoC auf 1,3V und VDDCR auf 1,3V.

Das aktuelle 4.03 Bios stellt dort "Auto" ein, was in 1,2V resultiert.
Hab beides gleich wieder auf 1,1V runtergesetzt und bislang läuft es stabil.

Hab gelesen, das 1,3V für den 9800X3D die Höchstgrenze sein soll, aber immer am Limit ist natürlich der Haltbarkeit nicht zuträglich.
Sollte ein Bios dann Werte darüber setzen, kann es natürlich auch zu Defekten kommen.

Während meiner Ausbildungszeit, habe ich mir einen Athlon XP 2800+ gekauft, mit draht freigeschaltet.

Ich habe jedoch vergessen den Lüfter anzuschließen und es gab damals keine Hitzeschutzfunktion wie heute, das Teil ist stumpf abgeraucht. Da machste nix mehr. Ab in den Laden und mit dem kläglichen Azubi gehalt einen Duron 1200Mhz gekauft, mehr war nicht drin-

Das nannte man damals und heute auch, Lehrgeld.

Kenne mehrere Personen denen das passiert ist, da wurde sich kurz geärgert und dann wie von dir beschrieben weitergemacht.

Ich selbst habe mal Silberleitlack falsch aufgetragen und dadurch eine CPU gegrillt.
Weiß es nicht mehr genau, glaube dadurch wurden aus 1,4V dann 2,0V.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer erinnert sich noch an den Enhanced Turbo der Skylake Era? Der war auch immer als Default aktiviert und hat im dümmsten Fall Versucht den Multicore auf den Singelcore Turbo anzuheben. Meist mit zusätzlicher Spannung.

Sowas in der Art wäre meine Vermutung . Wie einige schon Geschrieben haben Expo mit viel zu hoher SOC Spannung.
 
Sind da eigentlich nur spezifische Mainboards einer Chipset-Reihe von den den Herstellern betroffen oder generelle verschiedene Modelle?
 
Sind da eigentlich nur spezifische Mainboards einer Chipset-Reihe von den den Herstellern betroffen oder generelle verschiedene Modelle?

- Im Asrock-Reddit werden überwiegend Fälle mit Mainboards von Asrock gemeldet.
- Bei Ryzen 9000 werden überwiegend Fälle mit I/O-Hub-Generationen, die mit Ryzen 9000 eingeführt wurden, gemeldet.
- Von technikaffinen Hardware-Community-Mitgliedern, die zumindest in der Lage sind, selbst die defekte Komponente zu identifizieren (anstatt den ganzen PC in den Laden zurück zu bringen), werden überwiegend Fälle auf Mittelklasse- bis High-End-Platinen gemeldet, aber nicht auf Low-End-Einsteiger-Boards.

Ob das jetzt bedeutet, dass ausschließlich 800er Taichis systematisch Ryzens grillen, oder ob es vielleicht einen Bias gibt, der dafür sorgt, dass bestimmte Fälle öffentlich breit getreten werden und andere komplett unter dem Radar bleiben, möge jeder selbst beurteilen. Ich hab dazu schon mehr als genug gepostet und lese hier immer noch den gleichen Stuss.
 
- Im Asrock-Reddit werden überwiegend Fälle mit Mainboards von Asrock gemeldet.
- Bei Ryzen 9000 werden überwiegend Fälle mit I/O-Hub-Generationen, die mit Ryzen 9000 eingeführt wurden, gemeldet.
- Von technikaffinen Hardware-Community-Mitgliedern, die zumindest in der Lage sind, selbst die defekte Komponente zu identifizieren (anstatt den ganzen PC in den Laden zurück zu bringen), werden überwiegend Fälle auf Mittelklasse- bis High-End-Platinen gemeldet, aber nicht auf Low-End-Einsteiger-Boards.

Ob das jetzt bedeutet, dass ausschließlich 800er Taichis systematisch Ryzens grillen, oder ob es vielleicht einen Bias gibt, der dafür sorgt, dass bestimmte Fälle öffentlich breit getreten werden und andere komplett unter dem Radar bleiben, möge jeder selbst beurteilen. Ich hab dazu schon mehr als genug gepostet und lese hier immer noch den gleichen Stuss.

Danke dafür. Die Frage deswegen, ob man das vielleicht danach eingrenzen könnte, wenn es nur bestimmte Bauteile auf bestimmten Serien betreffen würde.
 
Das ist das Grundproblem bei dem Thema: Man hat keine belastbare Baseline, wie viele Ausfälle rein zufällig "normalerweise" auftreten würden und man hat keine Verbreitungszahlen zu den Systemkombinationen, um aus dieser Rate einen absoluten Erwartungswert zu ermitteln und mit dem Ist-Zustand zu vergleichen. Mangels Fakten reichen die Interpretationen schon insgesamt von "großes CPU-Sterben" bis "normales Hintergrundrauschen"; Untergruppen für einzelne Baureihen gesondert zu interpretieren verkommt endgültig zu einer Einzelfallbetrachtung ohne Informationen zum Einzelfall.
 
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