Kaaruzo
Volt-Modder(in)
Du darfst es nicht aus dem Kontext reißen, wie es die Medien gerne machen. "Erfolgreich", weil es ein klares Zeichen gegen eine bestimmte menschenverachtende Politik ist, deren Ziel der vermehrte Reichtum sehr weniger und eine stillschweigende Tolerierung von Milliardenfacher Verarmung auf der Welt ist. Friedlicher Protest, der seit Jahrzehnten durchgeführt wird, erzeugt nach Ansicht des Verfassers keinerlei Umdenken. Gewaltbereiter Protest, der mit hohem eigenem Risiko verbunden ist, scheint dem Verfasser sinnvoll. Das Gewalt leider für einzelne Unbeteiligte bedauerlich ist, ist ihm klar, der Zweck heiligt aber die Mittel. Es geht ihm aber nur um "ein bisschen" Gewalt, Auswüchse wie in der Schanze verurteilt er.
Es gibt da keinen Kontext. Entweder man protestiert friedlich oder man lässt es. Wenn man der Meinung ist, dass das nichts ändert, muss man sich mit der Tatsache abfinden, dass man nicht die Mehrheit darstellt.
Alles andere wurde dem Mann in den Mund gelegt. Von wegen, Gewalt auf der Schanze nicht, woanders ja, steht im Text überhaupt nicht. Lernt zu lesen und plappert nicht Kommentare nach.
Er sagte, er hat Sympathien für die Aktionen (sprich für die Gewalt), nur nicht in seinem Stadtteil.
Da wird nichts in seinen Mund gelegt.
Was ist daran jetzt so schlimm? Da stehen Menschen zu ihren Zielen und kämpfen dafür. Wäre es nicht sinnvoller, über die Ziele zu reden und erst danach über die Mittel?
Mit der gleichen Logik könnte man auch über brennende Flüchtlingsheime reden.
Danke, aber nein danke. Ist beides zu verurteilen.
Und wenn hier jetzt jemand sagt, ohne Gewalt kann man nichts erreichen. Ghandi hat ohne Gewalt das größte Empire der Welt besiegt und für sein Land die Unabhängigkeit errrungen und die Bürger der DDR haben gewaltlos einen Unterdrückstaat zu Fall gebracht.
Ich persönlich stimme mit vielen Zielen der extrem Linken nicht überein, aber damit würde man zuerst eine inhaltliche Diskussion starten. Und danach kann man die Mittel bewerten.
Nein, das ist meiner Meinung nach falsch. Wer den Grundsatz „friedlich und ohne Waffen“ bei Demos nicht einhalten kann, mit dem kann man nicht reden. Das wertet solche Subjekte nur auf.
Ich erwähnte es schon, Gewalt ist laut Verfassung nicht verboten, es gibt Sonderfälle. Ob die hier vorliegen, bestreite ich zwar und darum ist jede ordentliche Verurteilung der Straftäter mich mich angemessen.
Richtig, die Fälle in denen Gewalt erlaubt ist, liegen hier nicht vor. Damit ist für mich die Diskussion überflüssig.
Wenn aber jetzt genau jene Kräfte aus dem Busch springen, die berechtigte Angst vor einer Entwicklung haben, die sie benachteiligen würde und wenn diese Menschen darauf einwirken, unser Grundgesetz zu ändern und Artikel 20 GG ändern wollen, dann sollte man das mit Argusaugen betrachten. Artikel 20 GG wurde von den Gründervätern unserer Verfassung mit Bedacht implementiert.
Wer will den Art. 20 ändern? Wo ist da denn eine reale Gefahr?
Zumal der Art. 20 selbst durch den Art. 20 geschützt ist. Wenn jemand ernsthaft versucht, diesen Artikel zu ändern (nochmal die Frage, wer hat das vor?), dann ist dagegen natürlich Widerstand legitim.
Müsste die Türkei unter Erdogan nicht dein Traumland sein? Du hättest eine stockkonservative Regierung, brauchst dich nicht über einen vermeintlichen Linksruck und müsstest dich nicht über eine "Lügenjudikative" ärgern, die Polizeieinsätze im Nachhinein für rechtswidrig und unverhältnismäßig erklärt (siehe Augenfriedhof).
Und mal wieder grenzenlose Übertreibung.
Das die Türkei eine Diktatur ist und Deutschland nicht, ist dir schon bewusst, oder?
Und auch in einer Demokratie kann die Polizei robuster vorgehen, ohne dass es gleich eine Diktatur ist.
Und was deine Worterfindungen sollen (Augenfriedhof, Lügenjudikative) weißt vermutlich auch nur du.
Er muss gar nicht so weit fahren. Polen ist gleich nebenan.
Die Justizreform ist natürlich zu kritisieren, aber in anderen Fragen sind gerade die osteuropäischen Länder Deutschland weit vorraus.

