Woher weiß man denn vorher welcher Vermummte jetzt böse ist und welcher nicht?
Also eigentlich sind die Gewalttäter und die friedliche Demonstranten das selbe zumindest bis es zu Ausschreitungen kommt vorher sind es halt Vermummte.
Dabei ist völlig egal mit welcher Intention diese angereist sind denn in Köpfe schauen ist halt nicht.
Nein, da stimme ich ganz und gar nicht zu. Du behauptest, Leute, die mit dem Ziel, friedlich zu demonstrieren gekommen sind (und vielleicht gegen ihren Willen in eine Auseinandersetzung hineingezogen werden) wären gleichzusetzen mit Leuten, die nur angereist sind, um Randale zu machen.
Ich könnte nicht heftiger widersprechen. Wie kann man das nur gleichsetzen? Das ist eine unfassbare Beleidigung für alle friedlichen Demonstranten.
Die Welcome to Hell Demo war wie groß?
Wie viele Randalierer waren es am Ende?
Na, genug um einige Straßenzüge zu Kriegsschauplätzen mutieren zu lassen.
Sind auf der anderen friedlichen Demonstration auch vermummte Personen?
Ja, was ich als kritisch erachte.
Wenn man also alle vermummten Verprügeln soll
Natürlich soll man das nicht. Aber man muss schon gegen sie vorgehen, wenn das Ziel der Vermummung ist, einer Identifizierung zu entgehen. Wenn ich mit einer Sturmhaube in die Bank gehe, krieg ich schließlich auch Probleme, auch wenn ich gar nichts böses im Sinn habe (sondern evtl. nur vergessen habe, sie als Motorradfahrer abzunehmen).
Nur: Wenn die Polizei gegen die Massen an Vermummten aktiv vorgehen würde, ginge das schlecht ohne Gewalt, und das würde dann gleich wieder einen Aufschrei in den Medien geben.
Scheibar verstehst du selbst nicht was du schreibst...
Du schreibst nicht das die Kirche relativiert du schreibst das jeder sich davon zu distanzieren hat. Sofern aus dem Kontext notwenig ist das ok, aber du schreibst auch das jeder der dich darauf hinweist das es eben kein Netzwerk aus Kinderschändern ist, sondern halt Einzelfälle durch einzelne Priester sofort ein relativierer ist.
Das ist ein Pauschalisierung. Du Delegitimierst die Distanzierung dadurch das du demjenigen der ein Argument / Fakt einwirft sofort unterstellst das seine Distanzierung eigentlich nur eine Nebelkerze ist und er im Grunde eigentlich dafür ist.
Ich weiß genau was ich schreibe. Du hast mir schlicht immer wieder Dinge unterstellt, die ich nicht geschrieben habe. Also letztlich hast Du ein Problem mit dem Lesen.
Wer sich nicht von etwas distanziert, was in seiner "Gruppe" passiert, muss sich dem Vorwurf aussetzen, diese Sache zumindest stillschweigend zu billigen. Das wird allgemein eigentlich so gesehen. Aber es geht mir nicht ums Distanzieren, es geht ums Relativieren, und das ist etwas ganz anderes:
Das Wort "Relativieren" ist exakt die Bedeutung, wenn man in irgendeiner Form eines oder mehrere der folgenden Argumente anbringt: "aber das ist alles nicht so schlimm... das machen andere auch... die anderen haben doch auch Fehler gemacht... es gibt nur wenige, die das tun". So etwas als Relativierung zu bezeichnen ist keine Pauschalierung sondern einfach die Anwendung eines klar definierten Wortes. Als was würdest Du denn solche Entgegnungen bezeichnen?
Das ist im Grunde schon fast die gleiche verdrehte Logik eines Erdogan in der Türkei. Jeder der sich vom Putsch distanziert, die Aktionen / Säuberungen nach dem Putsch letztes Jahr im Juli aber kritisiert muss Terrorist sein, weil die Distanzierung muss ja auf Grund der Kritik nur eine Schutzbehauptung sein!
Eieieiei. Jetzt bin ich schon Erdogan...
Ganz schön krass, findest Du nicht? Und es passt auch überhaupt nicht. Denn jemand, der relativiert (also entschuldigt) macht sich damit doch nicht mitschuldig. Er relativiert halt. Das kann man kacke finden (ich tue das), weil es immer als Apologismus rüberkommt, aber selbst schuldig wird man dadurch sicher nicht. Ich mache hier im Forum ja auch niemandem den Vorwurf, dass er sich selbst schuldig macht, wenn er die Krawalle relativiert. Das wäre auch absurd. Ich sage nur, dass ich das ständige Relativieren für falsch und unangebracht halte, denn es gibt an den Krawallen schlicht nichts zu entschuldigen.
Und wie gesagt, diese Leute (die Randalierer) beschmutzen das eigene Nest. Und man entschuldigt sie dafür auch noch.
Da Du mir mal wieder einige Ungeheuerlichkeiten um die Ohren haust (ich bin ja schon ein Rechter, jetzt werde ich auch noch mit Erdogan verglichen), spare ich mir auf den Rest einzugehen.
Ihr teilt aus wie blöde, mit einer Agressivität die seinesgleichen sucht. Ich bin echt erschrocken und entsetzt darüber. Und das auch noch ohne Grund, da ihr mir ständig eine Intention unterstellt, die einfach nicht den Tatsachen entspricht.
Ich komm hier gar nicht mehr aus dem Kopfschütteln raus. Manche hier im Forum enttäuschen mich schon massiv.
Natürlich ist sie das, Gründe legitimieren immer Gewalt und welcher dabei eine Rechtfertigung darstellt bestimmen die Menschen. Oder würdest du sagen Gewalt einzusetzen um sein Leben gegen einen Angreifer wäre ein schlechtes Ziel für den Einsatz von Gewalt? Gewalt einzusetzen mit dem Ziel ein Tier zu töten um etwas zuessen zu haben ist schlecht?
Darauf muss ich jetzt doch nochmal eingehen. Offenbar hast Du nicht mitbekommen, dass ich diesen Unterschied schon längst gemacht habe. Es gibt Gründe, die Gewalt legitimieren. Das bestreite ich nicht.
Aber ich krieg die Krätze, wenn einer sagt, Gewalt gegen ein Auto wäre legitim (weil "Tempel des Kapitalismus"), Gewalt gegen ein leerstehendes Flüchtlingsheim aber nicht (da "Tempel der Menschlichkeit").
Klar finde ich auch ein Flüchtlingsheim für "wertvoller", sowohl menschlich als auch gesellschaftlich, als ein Auto. Aber das ändert doch absolut gar nichts daran, dass beide Taten nichts mehr sind als blinde Gewalt gegen Feindbilder des politischen Gegners. Und ich sehe da weder eine Rechtfertigung noch einen moralischen Unterschied. Einen Unterschied an der Stelle zu machen ist unter aller Kanone. Und ich bin deswegen tatsächlich über iU entsetzt.