AW: DAN A4-SFX das kleinste Gaming-Gehäuse der Welt - UPDATE 12.12.2016
Moin zusammen,
ich habe nun auch endlich meine Komponenten ist das Gehäuse hinein bekommen. Man ist das eng! Anbei ein kleiner Erfahrungsbericht.
zu den Komponenten:
CPU: Intel Core i7-5820k @ 3,3Ghz @0,883v
Mainboard:
Asrock X99E-ITX/AC
Grafikkarte: EVGA Geforce 1080 FTW ACX 3.0
RAM: 2x 8 GB G.Skill RipJaws V DDR4-3200 CL16-18-18-38
CPU-Kühler: Dynatron T318 with Noctua NF-A9x14 (Kabelbinder)
SSD: 1 TB Samsung SSD 960 Evo (M.2-PCIexpress) + 1 TB Samsung SSD 840 Evo
Netzteil: Corsair SF600 600 W SFX
Der Einbau gestaltet sich leicht tückisch. Das ist aber nicht das Problem des Gehäuses, sondern der einzelner Komponenten. So ziemlich jede Komponente (insbesondere Mainboard, Netzteil) muss aufeinander abgestimmt sein. Die doch sehr beliebten Corsair SF-Netzteile sind in dieser Hinsicht wie eine Diva. Die Flachbandkabel sind viel zu lang und viel zu steif. Dazu kommt, dass der SATA-Strang nicht geeignet ist für den Einsatz einer SSD unmittelbar hinter der Front (mein Tipp an Dan > die Bohrungen weiter unten platzieren). Der ATX-Kabel-Strang ist so stocksteif, dass er in Kombination mit dem Mainboard knallhart gegen die Außenwand drückt. Die ATX-Buchse befindet sich nämlich unten, eingekeilt zwischen RAM und Gehäusekante. Ich werde wohl nicht drumherum kommen ein paar Costum-Kabel zu bestellen. Ebenso blöd ist das Mainboard, wenn man die angewinkelten SATA-Buchsen verwenden will. Die kollidieren nämlich mit dem Netzteil. 4 von 6 SATA-Buchsen gehen dadurch schon einmal verloren. Eventuell kann man mit zwei angewickelten Steckern was retten. Den CPU-Lüfter habe ich mit Kabelbinder befestigt, allerdings liegt dieser nicht vollständig auf dem Kühlblock, sondern etwas nach oben hin verschoben, um der M.2-SSD etwas Luft zu verschaffen. Funktioniert wunderbar! Mal sehen, ob ich das auch mit Zugfedern und S-Haken so hinbekomme.
Zu den Temperaturen. Eigentlich alles im grünen Bereich. Getestet habe ich bei 20°C Raumtemperatur mit Prime 95 und Furmark parallel. 11 der 12 Kerne wurden Prime 95 zugewiesen. Dieses Szenario stellt also den Extremfall dar, der im Normalbetrieb nicht auftreten wird. Die CPU wird maximal 75° C heiß. Grafikkarte (ohne das EVGA-WLP-Kit) lag bei maximal 77°C, wobei die Lüfter bei 1500 U/min liefen (55%). Der CPU-Lüfter dreht natürlich auf 100% bei 2200 U/min. Ein Wort zur Temperaturverteilung im Gehäuse. Mir ist aufgefallen, dass sich scheinbar am Boden ein Hotspot bildet, was in meinem Fall der SATA-SSD und dem RAM wohl nicht gefallen wird. Etwas Besserung konnte ich durch zwei 120er Gehäuselüfter erreichen, die per USB-Adapter bei 5V leise laufen. Das Gehäuse steht auf diesen drauf und das sogar fast bündig. Die Temperatur der SATA-SSD (am Boden montiert) hat sich bei Volllast bei 44°C eingependelt. Immerhin 2°C gewonnen. Die PCI-Express-SSD befindet sich unmittelbar über dem CPU-Sockel. Die Lamellen des Kühlblocks sind zur Rückseite des Gehäuses gerichtet, so dass die warme Luft nicht über die SSD strömt. Diese wird bei Volllast des Systems nicht wärmer als 48°C.
Ein Problem habe ich aber mit dem Netzteil. Der Lüfter fängt ziemlich schnell an zu drehen, unabhängig von der Last. Ich gehe stark davon aus, dass hier eine Temperaturregelung aggressiv greift. Stört mich jetzt nicht weiter. Das Netzteil hört man nicht raus.