CPU "durchgebrannt" oder Netzteil defekt?

mucka24

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag hier im Forum und hoffe, dass er nicht zu lang ist.

Heute hat mein PC den Geist aufgegeben. Ca. 3 sek nach dem Start ging er einfach aus, kurz darauf roch es verbrannt. Habe sofort den Netzstecker entfernt und als Quelle die CPU (Phenom II X3 @ X4) identifiziert (habe mir am Kühler fast die Finger verbrannt, und das nach nur 3sek Betrieb ohne Last) .

Nach einigen Tests folgender Status:
- Das Netzteil startet wenn vom Mainboard getrennt.
- Das Netzteil startet, wenn der ATX Stecker mit dem MB verbunden ist - aber nur, wenn der 4-polige 12V Stecker getrennt, und das NT über eine manuelle Überbrückung am ATX Stecker gestartet wird. Alle am MB angeschlossenen Lüfter drehen dann und die Laufwerke starten (GraKa für die Experimente natürlich ausgebaut).

Ich hoffe das einer der Spannungswandler am Board versagt hat, oder die CPU die Ursache war.
Jetzt habe ich einen 3570K mit z77 Board bestellt (war eh geplant, allerdings erst nächsten Monat...) , habe aber Angst, dass evtl. das Netzteil durch einen Defekt den Schaden verursacht hat und nun die teure neue Hardware schrotten wird.

Vielleicht kann sich ja ein Experte dazu äußern, vielen Dank schon mal im Voraus!
 
Am besten einzeln die Komponenten Testen.

Für mich wäre aber Wahrscheinlicher Mainboard oder Netzteil. Am besten einmal das Netzteil ausbauen und komplett alle Leitungen mit einem Multimeter durchmessen.

Prozessor am Besten auf einem anderen Board Testen. Wenn alles funktioniert, kann es nur am Board liegen.
 
Zu lange Posts gibts fast nicht wenn der Inhalt stimmt ;-)

Zu deinem Problem: Es ist zeimlich schwierig, da eine Ferndiagnose zu stellen aber die Tatsache, dass dein Netzteil noch angeht und der Gestank nicht aus dem Netzteil kam spricht sehr dafür, dass es nicht zerstört wurde.

Üblicherweise sind CPUs sehr robust und stinken/rauchen auch nicht wenn sie sterben (es sei denn mit roher Gewalt was hier nicht der Fall war), von daher gehe ich davon aus, dass ein elektronisches Bauteil des Mainboards versagt hat. Letzteres ist zwar recht selten, kann aber schon mal passieren wenn die Teile älter werden - oder aber auch wenn sehr schlechte Netzteile verwendet werden (in dem Zusammenhang wäre es gut zu wissen welches Modell du besitzt).

Ich gehe davon aus, dass dein Problem mit dem Einsatz eines neuen Z77er Boards und eines 3570K gelöst sein wird (und die Performance bedeutend besser wird ;-)). Dennoch wäre es für den Fall, dass dein Netzteil ein billig-China-Gerät ist ("LC-Power" oder ähnliche Zeitbomben) nicht die schlechteste Idee, dieses durch ein Markengerät auszutauschen.
 
Beim Netzteil handelt es sich um ein Arctic Cooling 550R (mein Gehäuse braucht ein NT mit rückseitigem Lüfter).
Der Gestank roch eher nach verbranntem Staub vom CPU Kühler als nach durchgeschmorter Elektronik. Der Kühlkörper war wirklich wahnsinnig heiss, ich bezweifel dass die CPU diese hohen Temps überlebt hat.

Ich schaue mal ob ich noch ein altes Board im Schrank finde, zum testen des Netzteils, bevor ich die neue Hardware aus Spiel setze. Wird mein erster Intel (habe mit nem 386 dx40 abgefangen;-)) und hoffe mal auf einen Performance Gewinn (mit einer 7870 pcs+ die alles hoffentlich überlebt hat).
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde auch ehr auf die Spannungswandler des Board tippen als auf die CPU. Wenn dan der CPU etwas gebruzelt hat, sieht man das eigentlich. (Verfärbung oder ähnliches).
Also mir wär Netzteil als defekt lieber als Mainboard. Schon mal drüber nachgedacht, auch das AC Netzteil in Rente zu schicken? Für ein 50-60 EUR max. sollte sich ein anständiges Netzteil finden lassen. Oder hast Du so ein Artic Silentium Spezial Gehäuse wie es das vor ein paar Jahren mal gab?
 
Wenn der Kühler der CPU schon so warm war dürfte das Thema Belüftung wohl nie stattgefunden haben? Wie sehen den Kühler und Lufteinlässe aus?
 
So habe Mainboard und CPU testen können, beides im Eimer. Ich tippe darauf dass ein Spannungswandler versagt hat, denn das Gehäuse (antec Skeleton, ich habe es gerne offen ;-) ) ist ausreichend gekühlt. Selbst bei schlechter Kühlung hätte die CPU niemals innerhalb von 3 Sekunden so heiß werden können, Spannung und Multi waren im bios auf Standard. Vielleicht lag es auch am freigeschalteten 4. Kern (obwohl fast 4 Jahre keine probs)

Das neue Board, CPU und RAM sind da und verbaut, das Netzteil funktioniert 1A. Die Grafikkarte hat's überlebt und der RAM auch, wenigstens den kann ich noch für ein paar Euro verkaufen (4gb ddr2).

Ich denke das Thema kann geschlossen werden, thx an alle.
 
Möchte gern noch etwas dazu sagen/fragen weil ich mir da auch nicht so sicher bin und du es gerade erwähnt hast. Du sagst du hast dein Gehäuse gern offen. Täusch ich mich da nun oder ist das nicht eher kontraproduktiv?! So setzt sich doch viel mehr Staub ab oder nicht?
 
Das hatte ich zuerst auch befürchtet. Aber oben sitzt ein großer Lüfter der alles wegbläst. Und seit dem ich das Rauchen aufgegeben habe, ist der Staub auch nicht mehr so "aggressiv" (Raucher die in der Wohnung rauchen wissen was ich meine). Einmal im Jahr mit Sauger und Pinsel die Kühlrippen und Oberflächen reinigen reicht. Und die Temps sind ideal.
 
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