AW: Color Munki Farbkalibrierung Weißpunkt
Ich habe hier ein Color Munki Smile, einen unkalibrierten Monitor, welcher aber NICHT an einem PC angeschlossen wird (auf Dauer).
Nun möchte ich diesen aber Kalibrieren, was allerdings (anscheinend) immer nur ein ICC Profil ausspuckt.
Ich würde aber gerne die Farben im OSD Menü des Bildschirms ändern.
Wisst ihr wie ich meine?
Quasi eine Live Vorschau am PC um wie viel ich bei dem anderen Monitor die Farben ändern muss bis es passt.
Klar kann dieser auch kurzzeitig am PC angeschlossen werden um Testbilder an zu zueigen.
DisplayCal, die GUI von ArgyllCMS, zeigt dir bei der interaktiven Kalibrierung an, wie weit und in welche Richtung du von den Zielwerten weg bist. Damit lassen sich Helligkeit und Weißpunkt leicht einstellen. Dein Messgerät wird unterstützt.
Wo Bildschirm einstellen?
Bildschirme lassen sich über das Bildschirmmenü oder von einem Computer aus einstellen, oder beides. Ich bevorzuge die Einstellung über ein Computerprogramm und verwende dieses hier:
EnTech Taiwan | softMCCS
Es bietet Schieberegler, die man grob in die richtige Position schiebt, um dann mit den Pfeilen die Feineinstellung vorzunehmen.
Alternativ kann man das Bildschirmmenü verwenden. Hier können Funktionen fehlen, die Bedienung hakelig sein, oder es gibt kein Bildschirmmenü, wie in manchen Notebooks, Tablets und All-in-One-Geräten.
Wie aktuelle Bildschirmeinstellung messen
Um zu wissen, wann die Einstellung stimmt, welchen Regler man rauf oder runter drehen muss, braucht es ein objektives, sinnvolles Messergebnis.
Ich benutze dafür ArgyllCMS und dessen GUI DisplayCal. Hier "Kalibrieren" wählen, nicht "Profilieren". Gewünschte Zielwerte eingeben, Messgerät auflegen und die Kalibrierung starten. Daraufhin zeigen Grafiken und Zahlen an, wie weit man vom Ziel entfernt ist. Das Messgerät misst geduldig in Dauerschleife den aktuellen Stand, bis man zufrieden ist.
Bildschirmeinstellung
Fange mit der groben Helligkeit an, wähle dann den passenden Weißabgleich, regle die Helligkeit nach, dann kommen die RGB-Regler dran und immer wieder der Helligkeitsregler, vielleicht auch der Kontrastregler. So kommst du schnell zur richtigen Helligkeit und Farbtemperatur.
Hardcore-Variante
Mir ist eine saubere Graukurve wichtig. Daher lasse ich ArgyllCMS alle 256 Graustufen darstellen und einmessen. Daran sehe ich auch, ob Gamma stimmt, oder nachgeregelt werden muss.
Die schnelle Variante ist, nur 128, 64, 32 oder 16 Graustufen zu messen. Oder ein paar mehr, denn die hellsten und dunkelsten Töne sind manchmal zu dicht beieinander. Wenn die Grautöne grob stimmen, kann man sie feiner messen. Wenn die Graukurve komplett stimmt, dann stimmen grob alle Farben. Den Rest kann eine Profilierung geradebiegen.
Messgerät
Ich habe das i1 Display Pro und das i1 Pro. Ich empfehle jedem das i1 Display Pro als preisgünstiges, solides Gerät. Soll es etwas besseres sein, wird es gleich viel teuerer. Soll es etwas günstigeres sein, wird es gleich spürbar schlechter, abgesehen von zwei mir bekannten Ausnahmen. Lass bloß die Finger von den Spyder-Geräten. Das Colormunki Display ist günstig und gut, basiert es doch auf der gleichen Hardware die das i1 Display Pro. Allerdings wird es in der Geschwindigkeit künstlich ausgebremst und funktioniert lizenztechnisch nicht mit hardwarekalibrierbaren Monitoren. Das DTP94 finde ich auch gut. Ansonsten ist die Luft dünn, wenn man dreistellige oder gar zweistellige Eurobeträge zahlen möchte.