AW: CES: 3D-TV ohne Brille in Aktion - Technik erläutert
Lieber Brille?
Meinst du das im Ernst?
Hast du dir das Video angeguckt?
Hast du die durchlaufenden Übergänge von einer Perspektive zur nächsten bemerkt, wenn die Kamera geschwenkt wurde?
Nur weil die Dinger 9 unterschiedliche Richtungen darstellen, hat man noch lange nicht 3D in alle Richtungen. Zudem braucht man, um das nutzen zu können, auch Material, das aus 9 Perspektiven vorliegt - bis auf weiteres kann man die Dinger also weder für Filme noch Spiele mit höherer Grafikqualität nutzen.
Dann lieber ne leichte Polarisationsbrille, mit der man dann aus jedem x-beliebigen Winkel ein sauberes, stereoskopisches Bild erhält.
und die Brillen kosten auch noch ne Stange Geld.
Nene, dann lieber "richtige" 3D Fernseher und ich kann einfach Programme, welche in 3D gesendet werden einfach so gucken, ohne lästiges Umschalten am TV oder Brille aufsetzen. Zusätzlich bin ich auch nicht beschränkt durch die Anzahl der Brillen
Ne Pol-Brillen gibts ab 5€. Für den Mehrpreis, den du hier ins Panel stecken musst, kannst du deinen gesamten Freundeskreis, Verwandte und Arbeitkollegen damit ausstatten. Und der Wechsel - solange kein Sender in 3D überträgt wirst du wohl oder übel erstmal ein 3D-Medium einlegen müssen.
Einziges Problem könnte noch der Blickwinkel sein - da dies aber die ersten Modelle sind, bei denen sowas möglich ist (in einer vernünftigen Größe ab 40") kommen in Zukunft sicher noch bessere, mit neuerer Technologie....
Das Grundprinzip dieser Technik ist ein enger Blickwinkel. Wenn du auf 3m Sichtentfernung dem linken und rechten Auge ein unterschiedliches Bild präsentieren willst, dann hast du einen Blickwinkel von vielleicht 4°. Mit 9 Ansichten kannst du dann einen Bereich von 36° mit 3D versorgen. Alles, was weitergeht, führt zwangsläufig zu Bereichen, in denen man mit beiden Augen das gleiche Bild sieht und somit keine saubere 3D-Trennung hat. Wenn sie gut sind, haben sies wenigstens so gemacht, dass sich die Ansichten dann in einem zweiten, dritten,... Blickwinkelbereich wiederholen.
Interessant!
Mich würde die Technik aber im Detail interessieren! So ganz verstanden habe ich es nämlich noch nicht. Wie das Bild zustande kommt.
Vor dem eigentlich Display sitzt ein Linsensystem. Das lässt, aus einem bestimmten Blickwinkel, nur den Blick auf 1/9tel der Bildschirmspalten zu. Aus einem anderen Blickwinkel zeigt es ein anderes Neuntel. Ergebniss: Das linke und das rechte Auge sehen andere Pixel, man kann ihnen also ein anderes Bild zeigen. Sind die beiden Bilder stereoskopisch, entsteht ein dreidimensionaler Eindruck (genauso wie bei Shutter- oder Polbrillen, nur dass da die Aufteilung der Bilder auf beide Augen von der Brille übernommen wird).
Wie obige Rechung zeigt: Diese Technik ist massiv limitiert, weil der Augenabstand im Vergleich zur Betrachtungsentfernung so klein ist. Der Abstand zwischen zwei verschiedenen Perspektiven muss kleiner sein, als der Augenabstand - sonst können sehen beide Augen aus einigen Perspektiven das gleiche Bild und der 3D-Eindruck ist hinüber. Bei Spielautomatien (wie gezeigt) mag das noch funktionieren, weil i.d.R. eine Person senkrecht draufschaut. Aber in einem typischen Wohnzimmer können mindestens 3-4 Leute nebeneinander auf den Fernseher schauen, oft noch mit Lücken dazwischen. Theoretisch müsste der Fernseher jetzt für diesen gesamten Bereich verschiedene Perspektiven darstellen - und der Abstand von einer zur nächsten sollte immer kleiner sein, als ein Augenabstand. Dann könnte man durch den gesamten Betrachtungsbereich laufen und hätte aus jeder Richtung einen dreidiemnsionalen Eindruck. Bei einem Halbkreis von 4m Länge, aus dem Leute zuschauen können und bei einem kindertauglichen Augenabstand von 5cm wären wir dann bei 80 Perspektiven. Der hier kann 9. Wenn sich denn eine Quelle findet, die 9 liefert.