CERN: Kernforschungszentrum nährt Hinweise auf Existenz von Gottesteilchen

AW: CERN: Kernforschungszentrum nährt Hinweise auf Existenz von Gottesteilchen

Hm ich bin mir nicht sicher ob das wie es jetzt im Update steht richtig ist:
Soweit ich das mitbekommen habe, hat man ein Signal in mehreren Zerfallskanälen entdeckt. Und für dieses Signal kann man mit 95%er Wk ausschließen dass das möglichwrweiße dafür sorgende zugehörige "unbekannte" Teilchen aus dem Bereich unter 115GeV bzw aus einem Bereich über 130GeV kommt.
Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit groß dass sich zwischen 115GeV und 130GeV ein Teilchen existiert (CERN ist da im Moment einfach nur sehr vorsichtig, deshalb wurde das sorum formuliert).

Und bzgl. überlichtschneller Neutrinos:
Es gibt durchaus Vorschläge wie man überlichtschnelle Neutrinos bei Cern/Gran Sasso mit den unterlichtschnellen Neutrinos von z.b. der SN1987A vereinen könnte. Die jeweils registrierten Neutrinos liegen in ganz unterschiedlichen Energiebereichen. Eine Lösung wäre z.b. eine deformierte Lorentz-Trafo.
Trotzdem ist es im Moment noch vernünftiger von einem Mess"fehler" auszugehen. Mal sehen was unabhängige Experimente ergeben.
 
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vor einigen Wochen/Monaten wurden doch Teilchen entdeckt die möglicherweise schneller als das Licht sind. Das würde dann bedeuten dass die Relativitätstheorie von Einstein nur in einem Bereich gilt oder ?

Diese Entdeckung war wie Quanti schon sagte höchstwahrscheinlich ein Fehler und Einstein gilt weiterhin.

Wenn es sich bewahrheiten sollte dass diese Teilchen existieren wäre es wohl in fernerer Zukunft möglich mit mehr als Lichtgeschwindigkeit zu fliegen.

Selbst wenn es möglich wäre wären die dazu nötigen Energien viel zu groß um sie aufzubringen wenn man nicht eine neuartige Energiequelle mit extremer Energiedichte findet.
Um ein Raumschiff das sagen wir mal überschlagsweise 500 Tonnen wiegt auf 95% von c zu bringen (der Wert ist bewusst gewählt um relativistische Effekte wie Massenzunahme vernachlässigbar klein zu halten) sind rund 20*10^21 J notwendig (das sind etwa 560 Billiarden Liter Heizöl!! :ugly:)
Also vergiss das mal ganz schnell wieder ;-)

Bedeutet das dann, dass man bis ans Ende des sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegenden Universums fliegen könnte, theoretisch gesehen ?

Kann man so nicht beantworten. Da du dich nicht mit mehr als c fortbewegen kannst gibts für den Fall auch keine wirklich theoretische Beschreibung. Davon das so zu sehen wie wenn du einem LKW schneller hinterherfährst und ihn dann erreichst musst du aber wegkommen da in dem Bereich alles anders ist als in der von uns gewohnten Welt. Alleine durch die zeitlichen Geschehnisse (etwa wenn du schneller als c bist könnte diese rückwärts laufen oder ähnliches) ist alles von wegen nachfliegen, einholen usw hinfällig da das Zeitkontinuum als solches nicht mehr konsistent wäre.
Du musst bei solchen Dingen aufhören so zu denken wie du es automatisch aus Erfahrung machst. In der extremen Welt ist alles anders. Wenn du etwa 100km/h fährst und einen Ball nach vorne wirfst mit 10 so hat dieser relativ zu Straße 110km/h. Wenn du aber 90% von c fährst und eine Lampe anschaltest so bewegt sich das Licht nicht schneller oder langsamer weg relativ zur straße UND relativ zu dir, c ist konstant (nur vergeht die Zeit für dich langsamer als für die Straße - und nebenbei wirst du verdammt lang :ugly:).
Solche Dinge sind mit dem Alltag absolut nicht vergleichbar, daher gibts auch keine wirklich Antwort auf deine Frage.
Von den Ausdehnungen des Alls und der Unmöglichkeit alleine deshalb den Rand zu erreichen mal ganz abgesehen, da würde dir auch ein Raumschiff mit 10000x c nichts helfen (Zeitphänomene außer Acht gelassen) - das Universum hat ein paar Milliarden Jahre Vorsprung ;-)

Bewegt sich die Erde/Galaxie eigentlich auch von dem Mittelpunkt weg ? Wenn ja würde man ja dann eigentlich immer auf der Höhe der Erde bleiben wenn man nicht schneller als das Licht unterwegs wäre.

Wir bewegen uns nicht zwangsläufig vom Mittelpunkt weg (falls es einen solchen überhaupt gibt, lediglich die Urknalltheorie hat vielleicht einen, die ganzen anderen Theorien oft nicht), nur alle Körper bewegen sich relativ voneinander weg woraus man die Ausbreitung des Alls schließt.
Nebenbei scheinst du anzunehmen, dass sich das Universum mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt - ich bin mir nicht sicher ob das bewiesen wurde... vielleicht ist das bei der Urknalltheorie so, weiß ich grade nicht.
 
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Die Urknall-Theorie hat auch keinen Mittelpunkt. Sehr anschaulich (aber natürlich auch nicht ganz korrekt) ist dabei das Ballonmodell; per Google lässt sich bestimmt was dazu finden (Kosmologie ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet, weshalb ich hier auf ´ne genauere Erklärung verzichte; müsste mir das Zeug auch erst zusammensuchen).

€: Ich muss meine Aussage von 2 Posts hier drüber etwas korrigieren, s gibt wohl 2 verschiedene Sachen:
-zum einen hat man den angegeben Energiebereich mit einem 95% Konfidenzintervall ausschließen können
-zum anderen hat man um 125GeV ein Signal entdeckt. Das Signal hat aber noch nicht die nötige Signifkanz dass Cern das als Entdeckung veröffentlicht (im Moment sind´s laut Gerüchten 2,5 Sigma; mindestens 3, besser 5 wären aber nötig; nächstes Jahr soll´s dann aber mehr geben)
 
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vor einigen Wochen/Monaten wurden doch Teilchen entdeckt die möglicherweise schneller als das Licht sind. Das würde dann bedeuten dass die Relativitätstheorie von Einstein nur in einem Bereich gilt oder ?

Das ist so eine Sache, noch ist da nichts entdeckt, nur wird das nach Messungen gesagt, aber das kann auch und wird auch ein Messfehler sein.

Wenn es sich bewahrheiten sollte dass diese Teilchen existieren wäre es wohl in fernerer Zukunft möglich mit mehr als Lichtgeschwindigkeit zu fliegen.

Nein, das Problem ist, dass du eine unendliche Energie bräuchtest, die gibts aber im Universum nicht.

Bedeutet das dann, dass man bis ans Ende des sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegenden Universums fliegen könnte, theoretisch gesehen ?

Du kannst auch so das "Ende des Universums" fliegen, jedes Photon kann das. Für das Photon steht die Zeit ja, es vergeht also keine Zeit, daher ist es ihm auch egal, ob es gerade auf dem Weg von der Sonne zur Erde ist oder irgendwo anderes.

Wenn sich ein Fehler bei den Teilchen eingschlichen hätte (bei der Berechnung oder Messung wie auch immer ;) ) und es schneller als das Licht nicht gibt, würde es heißen man könnte maximal den aktuellen Zustand weiterhin beobachten aber nicht weiter zurück in der Entstehung der Erde, sofern man sich von dem Entstehungspunkt/Mittelpunkt aus dem das Universum expandiert linear wegbewegt.
Bewegt sich die Erde/Galaxie eigentlich auch von dem Mittelpunkt weg ? Wenn ja würde man ja dann eigentlich immer auf der Höhe der Erde bleiben wenn man nicht schneller als das Licht unterwegs wäre.

Du darfst die Ausdehnung des Universums nicht mit der Geschwindigkeit des Lichtes verbinden oder gleich setzen, beides hat miteinander nichts zu tun und es gibt kein Mittelpunkt im Universum, von allen Punkten aus gesehen ist das Universum als Ganzes immer homogen (mehr oder weniger).
Die Raumzeit selbst dehnt sich aus, die Galaxien sind jedoch Teil davon, daher ist es auch quatsch immer hier den Dopplereffekt anwenden zu wollen.

Also iwie finde ich das ganze jetzt langsam etwas komisch ;) und mein Wissen das ich bislang in Physik (Gymi 11. Klasse Leistungskurs/4h) angehäuft hab scheint mehr als nicht auszureichen ;)

Tja, Physik Leistungskurs reicht hier halt nicht mehr aus, wenn du das wirklich verstehen willst. ;)
Ein paar Semester Studium reicht auch nicht, da muss noch mehr drin sein. :D:ugly:

Und bzgl. überlichtschneller Neutrinos:
Es gibt durchaus Vorschläge wie man überlichtschnelle Neutrinos bei Cern/Gran Sasso mit den unterlichtschnellen Neutrinos von z.b. der SN1987A vereinen könnte. Die jeweils registrierten Neutrinos liegen in ganz unterschiedlichen Energiebereichen. Eine Lösung wäre z.b. eine deformierte Lorentz-Trafo.
Trotzdem ist es im Moment noch vernünftiger von einem Mess"fehler" auszugehen. Mal sehen was unabhängige Experimente ergeben.

Ich kann mir das auch so vorstellen, wie es damals mit den Myonen in der Atmosphäre war.
Auch sie "lebten" länger als sie eigentlich von den Vorhersagen her dürften.
Doch wenn man die Zeitdilatation beachtet, stimmt das mit dem Myon wieder und keine Gesetze werden verletzt.
Für das Myon läuft die Zeit normal ab, es zerfällt in dem vorgeschriebenen Zeitpunkt. Da das Myon aber so unglaublich schnell ist, kommt es dem Beobachter so vor, als wenn das Myon erst viel später verfällt als es wirklich sollte.
Sowas könnte auch hier der Fall sein. Das Neutrino vom Cern ist noch mal eine Ecke schneller als sonst ein Neutrino, daher kommt hier die Zeitdilatation zum Tragen.
Das kann man nur mit weiteren Experimenten klären.

Nebenbei scheinst du anzunehmen, dass sich das Universum mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt - ich bin mir nicht sicher ob das bewiesen wurde... vielleicht ist das bei der Urknalltheorie so, weiß ich grade nicht.

Die am weitesten entfernten Objekte entfernen sich mit 2/3 von c von uns.
Das wird anhand des Dopplereffektes berechnet aber ich bin eben der Meinung dass man den Dopplereffekt für die Raumzeit nicht anwenden kann, daher gehe ich davon aus, dass diese Daten falsch sind und ich Recht habe. :D
 
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Na ja, c ist immer noch eine Konstante, die nicht überschritten werden kann und dass ein Neutrino (welches war es eigentlich?) schneller war als das Licht ist garantiert ein Fehler. Wenn das tatsächlich so ist, wieso gibts dann im Weltraum kein Neutrino, das schneller ist als das Licht?
Aber das ist in der Tat eine Sache, die in einem anderen Thread erörtert werden kann.

1. c ist die Naturkonstante der Lichtgeschwindigkeit also fast 300000 km/s
BTW: Einstein hat nur gesagt, DASS es eine Naturkonstante ist, nicht das das die Lichtgeschwindigkeit ist.
Das haben nur die Wissenschaftler angenommen.

2. Quarks sind die die Teilchen mit den verschiedenen en Versionen (Up Down Strange Charm Top Bottom)

3. hast du schon mal einen Detektor genau genug wie am CERN im Weltraum gesehen der in direkter kontakt eines anderen Detektor steht? Versuch mal 100 Tonnen an reinem Detektor ins All zu schicken...
Die Lichtgeschwindigkeit ist so schnell das Selbst von einer Entfernung von Genf nach Gran Sasso ((730km) = 730km/300.000km/s = 2,43333333ms) es nur 60 Nanosekunden unterschied gibt!

Edit: jetzt hab ich so lange gerbaucht den text zu schreiben dass ich um eine seite überholt wurde:ugly:
 
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Die am weitesten entfernten Objekte entfernen sich mit 2/3 von c von uns.
Das wird anhand des Dopplereffektes berechnet aber ich bin eben der Meinung dass man den Dopplereffekt für die Raumzeit nicht anwenden kann, daher gehe ich davon aus, dass diese Daten falsch sind und ich Recht habe. :D

Hm ´ne das kann man so jetzt nich sagen (keine Ahnung woher du die 2/3 c hast; 2/3c taucht ab und an mal in der Astrophysik auf, mir fällt jetzt aber nicht mehr ein wo genau, damit hat´s aber auf jeden Fall nix zu tun).
Je weiter die Objekte von uns entfernt sind desto schneller bewegen sie sich von uns fort (im Mittel). Die Lichtgeschwindigkeit stellt dabei auch keine Grenze dar, da sich genau genommen der Raum zwischen den Objekten ausdehnt.

Man kann jetzt noch einen Rand des sichtbaren Universums definieren; aber auch der bewegt sich soweit ich weiß aktuell mit >c von uns weg, da es für die Sichtbarkeit ausreicht dass sich das Objekt im Moment der Entstehung des Photons mit <c von uns fortbewegt hat (die Expansion des Raums beschleunigt sich aber; wenn man das genauer berechnen will hängt das von mehr als <c ab, also Entfernung des Objekts, Entwicklung des Skalenfaktors und möglicherweiße noch mehr spielen da mit rein).

€: 2/3*c könnte die Schallgeschwindigkeit in einem von Photonen dominierten Universum sein (sicher bin ich mir aber im Moment nicht)
 
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Tja, Physik Leistungskurs reicht hier halt nicht mehr aus, wenn du das wirklich verstehen willst. ;)
Ein paar Semester Studium reicht auch nicht, da muss noch mehr drin sein. :D:ugly:

Also ich hatte Ph-LK und dann auffer Uni noch ExPhysik 1 und 2 und Theophysik 1 und 2.
Dann nochn paar Bücker von Kip Thorne, Hawking und Konsorten gelesen und was sollich sagen - vom wirklich tiefen Verständnis von dem Krempel bin ich Meilen entfernt :P

Das ist wirklich ne Thematik wo man zum Beruf machen muss um wirklich was zu können. Ich freue mich dass ich mehr darüber weiß wie der allergrößte Teil der Menschheit und das wars. Einer der mit mir studiert hat damals hat den Käse zu seinem Job gemacht (und macht grade nen Doktor über son Krempel) - was der da abzieht ist absoluter kryptischer Wahnsinn :what:

Auch zum Thema CERN - wenn man da in die Teilchenwelt und Quantenphysik richtig einsteigt und nicht nur die paar "bekannten" Phänomene ein wenig kennt tun sich Welten auf die nur ganz wenige wirklich verstehen.
 
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2. Quarks sind die die Teilchen mit den verschiedenen en Versionen (Up Down Strange Charm Top Bottom)

Öhm.. nicht korrekt, vom Neutrino gibts bisher drei Varianten. Das Elektron Neutrino, das Myon Neutrino und das Tau Neutrino.

Vom Quark braucht man eigentlich nur 2 um Hadronen zu bauen, der Rest ist zwar vorhanden aber eigentlich überflüssig.
Lustig ist ja das Top Quark, das so schwer wie ein Gold Atom ist. :ugly:
 
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Man kann sehr wohl als Laie den Stoff verstehen, man muss schließlich nicht die Lorentz-Transformationen anwenden oder herleiten können. Die Theorie kann man sich in einigen Jahren aneignen, auch ohne Studium oder Physik LK. Ein gesteigertes Sachverständnis von Physik reicht da aus. Natürlich sollte man trotzdem die Grundlagen der Mathematik beherrschen (Funktionen jeglicher Art sowie Vektorrechnung und lineare Algebra).

Aber es freut mich, dass das Thema auf so großes Interesse stößt. ;)
 
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Naja für ein tieferes Verständnis der Teilchenphysik sollte man auf jeden Fall u.a. auch mit dem Lagrangian umgehen können. Das kann man sich natürlich auch alles aneignen; irgendwann ist man dann aber imho auch kein Laie mehr.

Verständliche Erklärungen für physikalische Effekte kann man natürlich auch ohne Physikstudium o.ä. erhalten, nur kann man alles mögliche anschaulich erklären. Auch absolut falsche Behauptungen können mitunter wunderbar verständlich dargelegt werden. Um dann aber zu überprüfen ob da wirklich was dran ist kommt man nicht um die Physik/Mathematik herum.
 
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Physik und Gott lassen sich wohl schlecht paaren, was für ein Titel soll das sein?

Bitte ändere diesen Titel, passt ja mal überhaupt nicht, vorallem nicht zum Cern! Die wollen ja diesen fantasy-freaks mal erklären was Sache ist:D

So lass den Titel ändern, der liebe Gott verzeiht dir bestimmt:D
 
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kann mir dann noch einer vllt. erklären wieso die Zeit langsamer vergeht vllt. versteh ich es dann besser ;)
 
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Ich versteh net warum hier in manchen Posts so n Radau gemacht wird wegen der Bezeichnung "Gottesteilchen"! Schließlich haben die Mitarbeiter um Peter Higgs diesen Begriff selbst geprägt!

edit:
@RicKHuNt3R
Hier mal n Filmchen zur Zeitdilatation, das veranschaulicht "etwas" wie das mit der Zeit funzt!
http://www.youtube.com/watch?v=4WrwItDtVIM
 
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kann mir dann noch einer vllt. erklären wieso die Zeit langsamer vergeht vllt. versteh ich es dann besser ;)

Also - du bewegst dich auf einem Wagen, der sehr sehr schnell unterwegs ist, sagen wir halbe Lichtgeschwindigkeit. Du hast ne Taschenlampe dabei.
Nun fährst du an deinem Kollegen vorbei der an der Straße steht und auch ne Lampe inner Hand hat. Genau in dem Moment, wo du an ihm vorbeisaust macht ihr beide eure Lampen an und leutet nach vorne (in Fahrtrichtung).
Laut Einstein ist c konstant, heißt das Licht deines Freundes und deins ist genau gleich schnell.
Da du dich aber nun mit 0,5*c nach vorne bewegst müsste dein Licht ja 1,5*c schnell sein wenn die Zeit für beide Personen gleich ist - das darf aber ja nicht sein. Daher muss die zeit für dich langsamer vergehen, dass beide Lichtgeschwindigkeiten die gleiche sein können.

Ist ähnlich wie wennn ihr beide einen Ball mit 10 m/s noch vorne werft und du 30m/s auf deinem Wagen fährst. Wenn beide Bälle laut Definition immer gleich schnell sein müssen, du aber eigentlich mit 40m/s und dein Kollege mit 10 m/s wirft muss deine Zeit langsamer vergehen dass der Ball in der gleichen Zeit die gleiche Strecke zurücklegt (und damit gleich schnell ist weil Geschwindigkeit Strecke pro Zeit ist).

Ich hoffe das war verständlich^^
 
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Auch zum Thema CERN - wenn man da in die Teilchenwelt und Quantenphysik richtig einsteigt und nicht nur die paar "bekannten" Phänomene ein wenig kennt tun sich Welten auf die nur ganz wenige wirklich verstehen.
Ich glaube KEINER versteht das.
Und nochmal zurück zu meinem Neutrino. Bei dem Neutrino hat man einfach die Strecke durch die Zeit gerechnet und selbst bei der größtmöglichen Messungenauigkeit ist das Neutrino immer noch schneller als Licht. Zudem wurde das Experiment bestimmt ein halbes Jahr vor der öffentlichen Bekanntgabe durchgeführt und x-mal durchgerechnet.
 
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Also - du bewegst dich auf einem Wagen, der sehr sehr schnell unterwegs ist, sagen wir halbe Lichtgeschwindigkeit. Du hast ne Taschenlampe dabei.
Nun fährst du an deinem Kollegen vorbei der an der Straße steht und auch ne Lampe inner Hand hat. Genau in dem Moment, wo du an ihm vorbeisaust macht ihr beide eure Lampen an und leutet nach vorne (in Fahrtrichtung).
Laut Einstein ist c konstant, heißt das Licht deines Freundes und deins ist genau gleich schnell.
Da du dich aber nun mit 0,5*c nach vorne bewegst müsste dein Licht ja 1,5*c schnell sein wenn die Zeit für beide Personen gleich ist - das darf aber ja nicht sein. Daher muss die zeit für dich langsamer vergehen, dass beide Lichtgeschwindigkeiten die gleiche sein können.

Ist ähnlich wie wennn ihr beide einen Ball mit 10 m/s noch vorne werft und du 30m/s auf deinem Wagen fährst. Wenn beide Bälle laut Definition immer gleich schnell sein müssen, du aber eigentlich mit 40m/s und dein Kollege mit 10 m/s wirft muss deine Zeit langsamer vergehen dass der Ball in der gleichen Zeit die gleiche Strecke zurücklegt (und damit gleich schnell ist weil Geschwindigkeit Strecke pro Zeit ist).

Ich hoffe das war verständlich^^

Danke echt verständlich ... muss ich mir merken :D
 
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Aber jetzt sollten wir aufhören sonst wirds zu äh spirituell? :ugly:

Die Wahrscheinlichkeit, dass allmächtige Wesen sich in den Thread einmischen, steigt jedenfalls ;)


Hmmm ich bin mir nicht sicher, ob der Nachweis von Gravitationswellen unweigerlich dazu führt dass man Gravitation als quantisierbare Wechselwirkung ansehen muss (ich glaube nicht).

Ich als nicht-Physiker würde spontan sagen: "erst recht nicht", oder? Wellen lassen sich ja eben bislang nicht sinnvoll mit quantisierbaren Phänomenen verknüpfen. Und nur weil wir beim Licht gezwungen sind, beides parallel anzuwenden und bei Bedarf zu springen (= die Bedingungen der Interpretation nach ihrem Ergebnis zu ändern :schief: ), heißt das ja noch lange nicht, dass wir es automatisch bei allen Wellen machen sollten.


Lässt man es also weg, weil Energie und Masse dasselbe ist (E=mc²)?

Jein. Man kann es weglassen, weil Energie und Masse in einem festen Verhältnis stehen. So ähnlich, wie z.T. manchmal Streckenangaben für Drücke verwendet werden ("Tiefe" "Meter Wassersäule" "mm Hg"). Millimeter ist zwar keine Druckangabe, im Rahmen des Bezugsystems aber für den angesprochenen umrechenbar (oder auch nicht... Welcher Depp hat eigentlich Torr für Messgrößen erfunden, die man nun wirklich problemlos mit m H2O und damit annähernd hkPa hätte messen können?) und in der verwendeten Einheit leichter zu handhaben, als das SI-Gegenstück.

Du kannst ja auch nicht Km hinschreiben, wenn du eigentlich Km/h meinst. ;)

Naja. "km" statt "km/h" wäre auch tatsächlich eine falsche Angabe. Denn ohne Zeitangabe lässt sich aus der Strecke keine Geschwindigkeit machen. eV statt eV/c² ist dagegen nur eine unvollständige Angabe, der restliche Teil der Angabe lässt sich aber schon richtig daraus ableiten, dass eine Masse angegeben werden soll. (wissenschaftlich ist natürlich trotzdem was anderes - aber hey, wir schreiben wir unter einem Threadtitel, den sich höchsten PM erlauben würde ;) )


weil der nette Herr Prof. jede einzelne Einheit - auch in Zwischenschritten - in SI-Einheiten haben wollte

blöde Frage: Wie kommt, ausgehend von SI-Einheiten und mit dem Ziel SI-Einheiten in der Mitte auf einmal auf nicht-SI-Einheiten :huh:


Ist c noch eine Naturkonstante, nachdem man in Cern Neutrinos entdeckt hat, die schneller als c waren und eine Masse haben?

Natürlich. Selbst wenn man diese tatsächlich entdeckt hätte (siehe oben...), warum sollte sich plötzlich die Lichtgeschwindigkeit verändern? ;)
Was sich ändern könnte, ist die Bedeutung der Konstante c. Aber dazu bräuchte es nicht nur die Entdeckung eines überlichtschnellen Teilchens, sondern auch eine komplette Theorie, die dieses und alle anderen Phänomene beschreibt. Ansonsten würde man vorerst mit der Relativitätstheorie weiterarbeiten, weil sie ja erwiesenermaßen brauchbare Ergebnisse liefert, und im Hinterkopf behalten, dass die von ihr prognostizierte Grenze so nicht existiert. (Vergl. Newton: Nur weil Einstein auf einmal herausgefunden hat, dass Zeit nicht absolut ist, heißt das nicht, dass Newtons Formeln keine Verwendung mehr hätten.)


vor einigen Wochen/Monaten wurden doch Teilchen entdeckt die möglicherweise schneller als das Licht sind. Das würde dann bedeuten dass die Relativitätstheorie von Einstein nur in einem Bereich gilt oder ?

Würde es. Aber das sie nur in gewissen Bereichen gilt, ist seit langer Zeit bekannt - siehe Quantentheorie. Die Herausforderung besteht darin, diese Bereiche allgemein zu beschreiben (und idealerweise im gleichen Zuge zu sagen, was jenseits von ihnen gilt).

Wenn es sich bewahrheiten sollte dass diese Teilchen existieren wäre es wohl in fernerer Zukunft möglich mit mehr als Lichtgeschwindigkeit zu fliegen.

Noch lange nicht. Vor einige Millionen Jahren hat die Gattung homo Tiere entdeckt, die unter Wasser atmen können (sog. "Fische"). Aber wir ertrinken immer noch, wenn wirs nachmachen wollen ;)

Bedeutet das dann, dass man bis ans Ende des sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegenden Universums fliegen könnte, theoretisch gesehen ?

Nein - weil das Universum höchstwahrscheinlich kein Ende innerhalb der ersten drei Dimensionen hat. Also kann man auch nicht hinfliegen. ;)


Nebenbei scheinst du anzunehmen, dass sich das Universum mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt - ich bin mir nicht sicher ob das bewiesen wurde... vielleicht ist das bei der Urknalltheorie so, weiß ich grade nicht.

Ich bin mir ziemlich sicher, mal irgendwo gelesen zu haben, dass es sich der Raum mit Überlichtgeschwindigkeit aufbläht (DAS ist dann in der Tat ein Beispiel für eine Warpblase, die Einstein umgeht. Im Gegensatz zu fiktionalen Raumschiffen, die sich selbst zerfetzen würden.). Das für uns theoretisch sichtbare Universum schrumpft somit. (Allerdings weitaus langsamer, als die Empfindlichkeit/Reichweite unserer Instrumente steigt. Noch.)
 
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Danke echt verständlich ... muss ich mir merken :D

öhm... danke :what:
Hatte ehrlich gesagt weniger damit gerechnet dass man das sofort verstehen kann was ich mir so ausdenke an Beispielen :-D

blöde Frage: Wie kommt, ausgehend von SI-Einheiten und mit dem Ziel SI-Einheiten in der Mitte auf einmal auf nicht-SI-Einheiten :huh:

Naja, das Messgerät zeigt (mikro)Tesla an - man geht also nicht immer von SIs aus, man rechnet mit Tesla (bei vielen Dingen sind da nur Grundrechenarten nötig ohne dass sich die Einheit ändert), man schreibt Tesla in den Bericht aber nein, der feine Herr will am Ende SIs haben^^
Wär an sich auch nicht tragisch wenn man es uns vorher gesagt hätte ;-)
 
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kann mir dann noch einer vllt. erklären wieso die Zeit langsamer vergeht vllt. versteh ich es dann besser ;)

Das liegt eben an der Raumzeitkrümmung, die dort stark ist, wo viel Masse ist. Je mehr Masse, desto mehr wird die Raumzeit gekrümmt und desto langsamer läuft die Zeit ab.
Bei Geschwindigkeiten ist es genauso. Je schneller du wirst, desto langsamer läuft die Zeit ab, bis sie schließlich stehen bleibt. Ebenso bleibt die Zeit hinter dem Ereignishorizontes stehen.

Das ganze hat nichts mit der Quantentheorie zu tun sondern ist ein Phänomen der Relativitätstheorie.
 
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