Ganz erlich, bei der Beschreibung würde ich sofort an BF denken, vor allem wegen dem Licht.
Lasst es doch gut sein.
BF hat auch nicht mehr zu bieten. Das BF4 Gameplay zeigt auch nichts neues, Popcorn-Action vom Feinsten. Zumal BF ein heftiges Problem hat und zwar die Lagverzögerung bzw. den gesamten Netzcode. Wenn das bei BF4 nicht gefixt ist dann gute Nacht. Bin bei BF3 Rang 48 und es nervt wie Hölle. Da hat CoD die Nase weit vorne. Dort läuft alles flüssig und schnell.
Trotzdem sind es halt grundverschiedene Spiele. Wenn ich was Schnelles will nehme ich CoD sonst BF. Close Quarters ist da auch kein Ersatz da BF halt zu träge für schnelles Gameplay ist. Der Lag lässt es dann komplett scheitern.
Davon spreche ich ja gerade. Ob Battlefield oder Call of Duty... ich erkenne da erstmal keinen Unterschied. Würde die Bezeichnung fehlen, hätte ich nicht den leisesten Schimmer, welcher Shot zu welchem Spiel gehört. Ist mir ja auch im Prinzip egal, die Art Shooter geht mir eh am Musculus gluteus maximus vorbei; BF3 hab ich mir mal kurz angesehen, wegen der hochgelobten Grafik (stimmte ja auch, jedenfalls wenn ich vor lauter Lens Flares mal irgendwas erkennen konnte...). Dabei hab ich es sogar versehentlich durchgespielt. Das lag aber eher daran, daß die Kampange so kurz war, nicht, weil ich so gefesselt war.
Deswegen ja auch der Pepsi - Coca-Cola Vergleich. Wenn mir die jemand in unbeschrifteten Gläsern vorsetzen und ich die optisch unterscheiden sollte, stünde ich genauso auf dem Schlauch.
Verstehe daher nicht, warum DICE einen so ähnlichen Screenshot (oder Renderbild, von mir aus ist auch der CoD Shot gerendert, tut absolut nichts zur Sache) gewählt hat. Das könnte auch eine leicht andere Szene aus dem gleichen Spiel sein. Jedenfalls für meine ungeübten Augen.
Mir ist das schon bei Battlefield, Medal of Honor & Call of Duty auf den Zeiger gegangen, daß sie so einfallslose Szenarien hatte, die sich auch noch sosehr geähnelt haben. In meinen Augen tumbe Massenwahre.
Wer die Spiele regelmäßig Online spielt, sieht das sicher anders. Andere Mechanik, anderes Spielgefühl, etc. Schon verstanden. Meine kompetive Multiplayer-Zeit ist aber lang vorbei, wenn ich mal was mit Freunden aus Fun zocke, dann ist das immer noch Urban Terror oder Rocket Arena (Q3)

. Und dann haben wir eh alle schon soviel Bier intus, das da eher die aktuelle Performance der Leber eine Rolle spielt als sonst irgendwas...
Jetzt mal aus reiner Singleplayer-Perspektive gesehen, gleichen (oder glichen) sich die Spiele wie ein Ei dem anderen. Irgendwelche Terroristen, Nuklearwaffen die leichter zu beschaffen sind als Winterreifen im Oktober, irgendwelche austauschbaren Helden, die irgendwelche Teppichverkäufer über den Haufen schießen und eine Spieldauer, die irgendwo auf der Länge eines durchschnittlichen Schäferstündchens liegt... Bei dem man dann auch noch mit einem Thema vollgequatscht wird, daß einen absolut kalt läßt und man schon tausendmal gehört hat...
Quasi ein völlig unbefriedigender Quickie. Da würd ich nie im Leben wieder anrufen...

Da hilft auch keine hübsche Schminke. Und um die Zwillingsschwester würd ich dann eben auch einen Bogen machen, auch wenn sie sich die Haare gefärbt und Sommersprossen hat.
Vergleich blöd? Okay, dann ein anderer: Man nehme eine Kleinwagenplattform, pflanze da von mir aus einen recht potenten Motor mit leider total linearen, emotionslosen Leistungsabgabe rein (hier ein PS mehr oder weniger, dort einen etwas anderen langweiligen Vierzylindersound, und der letzte hat vielleicht ein Sportgetriebe), ändere hier oder dort das Lampendesign oder die Sitzgarnitur und peppe dann Kia, Hyundai und Saewoo auf den Kühlergrill.
Und jedes Jahr kommt von denen ein jeweils neues Modell.
Wär ich ähnlich von beeindruckt, auch wenn die neuste Technik drinsteckt. Das ist mir eigentlich nicht mal ein Achselzucken wert. Da setz ich mich doch lieber in einen ollen Ford Granada oder einen rostigen BMW...
Mir ist klar, daß ich beiden Spielen wahrscheinlich Unrecht tue, aber das ist eben der erste Eindruck. Ich geb auch ohne zu zögern zu, daß ich da mittlerweile ziemlich voreingenommen bin, für mich sind die Spiele außerdem spielbare Propaganda der übelsten Sorte, das steigert meine Abneigung noch deutlich.
Ich werde aber auch ständig wieder in meinen Vorurteilen bestätigt, hab letztens mal Medal of Honor geholt (wider besseren Wissens) und hab genau das bekommen, was ich erwartet hab, vielleicht ein bisschen schlechter, schwer zu sagen...
Könnte ich die Spiele (wie wahrscheinlich viele hier) als netten Zeitvertreib mit Freunden sehen, sähe das ganze wahrscheinlich anders aus. Da mir bei Spielen aber eben das Drumherum sehr wichtig ist und ich auf Details wie eine kluge Story, interessante Charaktere, oder auch einfach eine intelligente Konversation viel Wert lege (ist mir oft wichtiger als neueste Technik), finde ich die ganz Militärshooter-Riege beinahe schon abartig seicht.
Selbst Low-Budget-Gurken mit stellenweise sehr fehlerhaften Spielmechanik und total veralteter Grafik wie z.B. Mars: War Logs oder Of Orcs and Men haben viel mehr interessante Ideen und ich war teilweise wirklich überrascht, wieviel Intelligenz in einigen Unterhaltungen steckt... Selbst in schwachsinnigen Actionfilmen der 80er oder jüngst z.B. bei Far Cry 3 - Blood Dragon steckt oft viel mehr oder weniger unterschwelliger Humor oder einige recht geistreiche Sprüche.
Call of Duty, Battlefield oder Modern Warfare kommen in der Hinsicht einfach nicht über das Niveau präpubertären Eierkraulens.
Das qualifiziert sich meiner Meinung nicht mal als Fast Food, ist eher wie eine Tüte Zucker. Bis auf die Süße total Geschmacksneutral, löst aber bei vielen (besonders bei jüngeren) eine Endorphinausschüttung aus, die nach mehr Konsum des gleichen Stoffs verlangt. Liebevoll hergerichtete und wertvolle Nahrung wird dagegen uninteressant.
Wenn ich mir dagegen davon ein paar Esslöffel reinziehe, wird mir schlecht.
So, jetzt reicht's aber mit Allegorien
Will keinem die Spiele madig machem, sondern bloß meinen eigenen Standpunkt darlegen. Wer damit Spaß hat, dem sei der gegönnt. Für mich ist's halt ein bisschen traurig, Frostbite ist aus meiner Sicht eine bisher verschenkte Engine (nicht unähnlich der CryEngine), außerdem seh ich das halt aus marktwirtschaftlichen Aspekten kritisch, da Erfolg immer Nachahmer findet und noch mehr von diesem BS vertrag ich nur schlecht
Also nix für ungut, ja?
