Richtig. Es gibt ja mit Battlefield Bad Company, Medal of Honor und Sniper: Ghost Warrior genug Alternativen, die mehr Qualität zeigen, bzw. versprechen. Fragt sich, wie lange noch. Schließlich kriegt man jede Reihe mit der X-ten Fortsetzung kaputt. Schlimmer sind jedoch die Casual-Gamer, die diese Fortsetzungen zum Einheitsbrei machen. Bedauerlich, dass Spieleentwickler von den Publishern gezwungen werden, die Spiele so zu entwickeln, dass sie möglichst vielen Leuten gefallen. Das ist ja an sich nicht schlecht, aber wenn dann sowas wie MW2 dabei heraus kommt, geht der Schuss nach Hinten los. Dann hört man eben viele Kinder darüber reden, wie geil MW2 doch ist, wobei das gar nicht wahr ist, wenn man zu den Leuten gehört, die wissen was ein gutes Spiel ausmacht. Mit einer Pseudo-Hollywood-Story und Bombast-Zwischensequenzen wird ein lauer Military-Shooder jedenfalls nicht zum Top-Game, dass Wertungen um die 90% verdient. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass der neue Teil von Medal of Honor um Längen besser wird, als MW2 oder Black Ops. Ich finde, dass solche Ego-Shooter für Leute gedacht sind, denen es nichts ausmacht, wenn das Spiel mal nicht wie ein Schlauch aufgebaut ist und taktisches Denken erfordert. Ich möchte fast sagen, solche Spiele sollten nur für ein erlesenes Publikum gemacht werden, nicht für den "dummen" Pöbel, der sich solche Spiele kauft um sie bei Langeweile mal durchzuzocken. Wenn die Publisher Geld machen wollen, dann sollen sie dafür Spiele wie Die Sims verwenden, oder neue Spiele entwickeln lassen, die für den Massenmarkt gedacht sind und so designed sind, dass sie viele Leute ansprechen. Sprich Schlauchlevel, stupides geballer, wenig taktisches Denken, usw. Perlen, wie es Call of Duty einst war, sollten bei Ihren Stärken bleiben, auch wenn sich damit keine großen Massen erreichen lassen, hauptsache die Liebhaber haben Ihren Spaß damit. So wäre jedem gedient und es gäbe keine Massen entsetzter Spieler, die plötzlich über Call of Duty und Konsorten herziehen, weil sie die Spiele kaum wieder erkennen, bzw. Müll vor Ihrer Nase haben. Dann wäre jeder zufrieden und altgediente Spiele-Serien, deren Aufbau und Spielprinzip sich Jahre lang bewährt haben, würden nicht durch kommerzielle Interessen ruiniert werden.
Was auch fatal ist, ist dieser ewige Grafikhype in Spielen. Ich kanns ja verstehen, dass die Grafik gut sein muss, aber muss man es denn so übertreiben? Aber das ist ja ein geringeres Problem. Lieber eine zu gute Grafik in einem Spiel, welches wirklich immer wieder Spaß macht, als ein Spiel mit durchschnittlicher Grafik, dass durch kommerzielle Interessen verschandelt wurde.