Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

crizzler

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Die britische Verbraucherschutzbehörde Office of fair trading (OFT) unterstellt dem Geschäftsmodell von Free-to-play Spielen unlautere Methoden, welche Kunden dazu nötigen Geld zu bezahlen. Im Fokus der Behörde sind vor allem die Vielzahl von vermeintlich kostenlosen Spielen auf Mobilgeräten.

We have criticized the free-to-play model, especially on mobile devices, for their inherent design traits: namely, idea that they are “gambling with a 0% chance for the house [developer] to lose.”
“We are concerned that children and their parents could be subject to unfair pressure to purchase when they are playing games they thought were free, but which can actually run up substantial costs,” claimed the OFT.
The model is being investigated on suspicion of being ”misleading, commercially aggressive or otherwise unfair.”
Quelle: pcgmedia

Das Register welches das OFT zur Anklage erhebt, klingt wie die einer kriminellen Organisation: Irreführung, Gruppenzwang, aggressive und unfaire Geschäftspraktiken. Es wird darüber hinaus unterstellt dass solche F2P-Titel gerade auf junge Kunden Druck ausüben. Denn vor allem Kinder laden sich diese Spiele auf ihre mobilen Endgeräte und müssen daher besser vor solchen Praktiken geschützt und ferner die Eltern über solche Spiele besser aufgeklärt werden.

Kurios: Crytek und Electronic Arts machten es kürzlich von sich Reden weil diese Free-to-play-Modelle als Grundlage für zukünftige Releases sehen, da diese von Kunden nachgefragt und diese Modelle überaus populär wären.
 
D

Dr Bakterius

Guest
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

War mir schon öfters mal aufgefallen das man nur per " pay to Win " weiterkam, und ich halte dieses Verhalten auch derzeitig für praktikabel.
 

Malkolm

BIOS-Overclocker(in)
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Was ist an der Aussage von Crytek und EA so kurios?
Die haben alle eine Verantwortung gegenüber ihren Investoren, ein Verzicht auf dieses Geschäftsmodel wäre sehr fahrlässig.
Von einer Firma die von sich sagt "wir verzichten auf gewinnbringende Geschäfte, weil sie potentiell dazu genutzt werden könnten dumme Leute auszunehmen" würde ich sofort mein Kapital abziehen.
 

ph1584

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Was ist an der Aussage von Crytek und EA so kurios?
Die haben alle eine Verantwortung gegenüber ihren Investoren, ein Verzicht auf dieses Geschäftsmodel wäre sehr fahrlässig.
Von einer Firma die von sich sagt "wir verzichten auf gewinnbringende Geschäfte, weil sie potentiell dazu genutzt werden könnten dumme Leute auszunehmen" würde ich sofort mein Kapital abziehen.

Man kann auch mit legalen und "angemessenen" Methoden Geld verdienen. Es ist halt nur nicht mehr so viel, sondern eine dem Aufwand "angemessene" Summe. Kein Spielehersteller wird Konkurs gehen wenn er F2P aufgibt und sich dafür mehr auf die Ursprünge der Spiele konzentriert. Dann zahlen die Leute, wie ich auch, gerne Geld für gute Leistung.

F2P und Microtransaktionen sind nicht das Wundermittel der Spieleindustrie. Das ist Kreativität und kundenorientierte Leistung.
 

DarkScorpion

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Man kann auch mit legalen und "angemessenen" Methoden Geld verdienen. Es ist halt nur nicht mehr so viel, sondern eine dem Aufwand "angemessene" Summe. Kein Spielehersteller wird Konkurs gehen wenn er F2P aufgibt und sich dafür mehr auf die Ursprünge der Spiele konzentriert. Dann zahlen die Leute, wie ich auch, gerne Geld für gute Leistung.

F2P und Microtransaktionen sind nicht das Wundermittel der Spieleindustrie. Das ist Kreativität und kundenorientierte Leistung.

Ach und THQ war nicht Kundenorientiert oder sehr Kreativ? Oder Ion Storm und Looking Glass.
 

Z3rno

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Immerhin gehen sie mal dagegen vor, ein Hauptgrund warum ich etliche Stunden LOL gezockt habe, ist die Tatsache, das man auch ohne Geld auszugeben zu denn guten gehören kann.
 

beercarrier

Software-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Was ist an der Aussage von Crytek und EA so kurios?
Die haben alle eine Verantwortung gegenüber ihren Investoren, ein Verzicht auf dieses Geschäftsmodel wäre sehr fahrlässig.
Von einer Firma die von sich sagt "wir verzichten auf gewinnbringende Geschäfte, weil sie potentiell dazu genutzt werden könnten dumme Leute auszunehmen" würde ich sofort mein Kapital abziehen.

vorallem werden die invenstoren begeistert sein (selbst wenn sie vorher ea und crytek in die ecke gedrängt haben) wenn diese sich dadurch einen schlechten leumund erwerben und so die geschäftsgrundlage zerstören. die spiele branche sind keine rohstoffkonzerne ohne die es nicht geht, sie haben auch nicht das repoutare ihrer großen schwester der glücksspielbranche, wenn sie erst den ruf von jamba-handy-klingeltönen-abos haben ist es für sie aus.

btt:
find ich richtig. noch nicht geschäftsfähige sollten für ihre dummheiten von ihren eltern bestraft werden, nicht vom gerichtsvollzieher.
 

butter_milch

Software-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Wäre schön, wenn unser eigener Verbraucherschutz auch langsam im 21. Jahrhundert ankäme.

F2P artet in 90% der Fälle in P2W aus und für Leute die dies nicht sehen, habe ich auch nichts übrig. Soll man sie ruhig ausnehmen.
 

McClaine

Software-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Das einzigste was populär ist, ist etwas "umsonst" zu bekommen...

dem ist meist aber nicht so, erste Irreführung.
Die zweite ist Gruppenzwang - logge dich in Fratzenbuch ein, spame teile deine Erfolge mit Freunden für Gewinne deinerseits (angeblich).
Aggressiv und unfair ist das dritte - kaufe für 99Eur ein paar drecks Münzen oder spiele 200Std um an den Punkt zu kommen, den man mit Münzen sofort erreicht. Meistens MAßLOS ÜBERTEUERT und teilweise schon grenzwertig an Nötigung laufen diese Games. Also alle Punkte im Startpost mMn richtig.

Und wem das noch nicht reicht muss halt dauert Online sein, Werbung bewundern, die laufen über den Bildschirm saust oder schlichtweg einfach ne "Vollversion" kaufen, die dann im Endeffekt mit DLC´s bepflastert wird.

Meiner Meinung nach ist die aktuelle Free to Play Sitution nicht tragbar, ja eigentlich total fürn Arsch. Aber leider lassen sich zu viele von "Free" blenden oder können einfach nicht über den Tellerrand blicken und es erkennen...
Solange wie die Industrie durch ihre Minitransaktionen (wobei 20Eur und mehr wohl nicht mehr so Mini sind...) so goldig daran verdient, wird es weitergehen und noch schlimmer werden.
Daher finde ich es richtig - Erwachsene sollen ihr Geld raushauen für was sie wollen, sind ja wohl smart genug, aber Kinder / Jugendliche sollten davor bewahrt bleiben. :daumen:

MfG
 

ph1584

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Ach und THQ war nicht Kundenorientiert oder sehr Kreativ? Oder Ion Storm und Looking Glass.

So vereinfachen kann man das nicht. Ein Unternehmen geht nicht einfach so in Konkurs. Kreativität ist wichtig, nur muss man das auch vermarkten können. ZB Kodak: Echt geniale Erfindungen, massiv viel Kohle verdient und natürlich massive Managementfehler. Wenn die Einhaltung eigener Patente durch andere Firmen nicht verfolgt wird, ist es kein Wunder das man irgendwann Konkurs geht.
 

Netboy

Software-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Ein generelles Verbot von Free-to-play, das wärs :schief:
 

Verminaard

BIOS-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Ein generelles Verbot von Free-to-play, das wärs :schief:

Wirst du in unserer Geiz ist toll Gesellschaft nicht hinbekommen.
Egal wo du hinschaust, zum Großteil wird einfach nur um jeden Euro gefeilscht.
Teuer duerfen Sachen gar nicht sein, ohne gleich massiv kritisiert zu werden.
Am liebsten sehen sich Leute, wenn sie was tolles gekauft haben, und dabei auch noch ein Megaschnaeppchen gemacht haben.
Ich glaube eher, da wird das Gefuehl, schlauer als Andere gewesen zu sein, als positiv empfunden.
Gerade von Leuten die finanziell eigentlich weniger Probleme haben, sehe ich solch ein Verhalten immer wieder.

Das zieht sich halt durch alle Gesellschaftsschichten.
Die ganze Spieleindustrie betreibt ja Forschung wie sie uns am Besten das Geld aus den Taschen ziehen kann.
Das vermeintliche Free2Play ist wohl doch eine sehr gute Methode, und solang das mit so offenen Armen empfangen wird, wird sich da nichts massiv aendern.
 

Isoroku

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Mein Senf:

Ich kann die Kritik in gewisser Weise nachvollziehen. Gerade Menschen mit noch nicht ganz gefestigtem Charakter (speziell Kinder und Jugendliche) laufen Gefahr, bei F2P-Spielen das Geld aus der Tasche gezogen zu bekommen. Aber das Geschäftsmodel zu verbieten könnte man dann Overkill nennen. Einschränkungen? Ja! Die Idee, dass nur geschäftsfähige Bürger (d.h. 18+) in F2P-Titel investieren dürfen (spielen dürfen sie schon vorher; Ich denke, dass das auch notwendig wäre, gerade im Sinne von Bekanntheitsgrad und Kundenbindung beim jew. Titel) halte ich für Weiterverfolgungswert!
Natürlich gibt es eine ganze Reihe schwarzer Schafe, bei denen es wirklich nur darum geht, den Spielern möglichst schnell, möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen.
Auf der anderen Seite gibt es mMn auch lohnenswerte F2P-Spiele, bei denen ich dann gerne mein Obolus entrichtet habe (von irgendwas müssen und sollen die Macher ja auch leben). Bsp. WoT: Ich habe dieses Spiel lange und ausdauernd gespielt, und mittlerweile (nach 2 1/2 Jahren) einen höheren zweistelligen Betrag investiert, und ich habe nicht das Gefühl, dass mir das Geld abgezogen wurde: In Anbetracht der Dauer, über die hinweg ich mit diesem Spiel unterhalten und bespaßt wurde, sind knapp 100 EUR ein sehr fairer Preis.
Z.Zt. spiele ich Startrek Online und habe noch keinen Cent dafür ausgegeben, was allerdings durchaus noch passieren könnte; Je nach dem, wie lange mich das Spiel noch motiviert. Jedenfalls kann ich auch bei diesem Titel nur sagen: Für die Zeitspanne, die ich bis heute mit diesem Spiel verbracht habe, wären 10 oder 20 EUR, die ich möglicherweise ausgeben werde, absolut fair, man ganz davon abgesehen, dass noch etliche Stunden Spielspaß dazu kommen werden...

MfG!

Iso.
 

DarkScorpion

PCGH-Community-Veteran(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

So vereinfachen kann man das nicht. Ein Unternehmen geht nicht einfach so in Konkurs. Kreativität ist wichtig, nur muss man das auch vermarkten können. ZB Kodak: Echt geniale Erfindungen, massiv viel Kohle verdient und natürlich massive Managementfehler. Wenn die Einhaltung eigener Patente durch andere Firmen nicht verfolgt wird, ist es kein Wunder das man irgendwann Konkurs geht.

Mein Antwort bezog sich auf die Aussage das Kreativität und Kundenorientierung die Wundermittel sind um erfolgreich zu sein
 

Oberst Klink

Lötkolbengott/-göttin
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Kein Wunder, dass alle Publisher so scharf auf Free2Play sind. Damit können sie den Leute, die nichts bezahlen wollen ein kostenloses "Rumpf"-Spiel anbieten. Die können das dann zwar zocken, kommen aber nicht weit ohne Geld zu investieren. Oder man kommt zwar weiter, allerdings nur erheblich langsamer und sehr mühevoll.

Da die meisten die Mühe scheuen und auch keine Eselsgeduld besitzen, wird eben investiert. Natürlich wird man nicht dazu gezwungen, aber wenn den Leuten das Spiel gefällt und sie schneller weiterkommen wollen, dann sind sie schon angefixt. Und durch die ganzen Mikrotransaktionen verliert man auch sehr schnell den Überblick, vor allem dann, wenn noch Bezahlmethoden wie Kreditkarten oder Paypal ins Spiel kommen. Dann wird noch ein Item und noch ein Item gekauft und irgendwann hat man 100€ investiert, ohne es wirklich zu merken.
 

hanfi104

Volt-Modder(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Ein generelles Verbot von Free-to-play, das wärs :schief:
Auf garkeinen Fall. LoL und WoT sind die einzigen Spiele die mir noch Spaß machen. Beides F2P aber nicht! P2W.
Wenn du sagst: Ein generelles Verbot von Pay-2-Win, das wärs. Gerne
 

Andrej

BIOS-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Free to Play ist ja an sich nichts schlechtes,solange es im Rahmen bleibt.Ich wollte mir z.B. C&C Generals 2 kaufen - jetzt kommt es aber als free to play,wenn ich jetzt 50 € investieren muss um es komplet zu bekommen ,wieso nicht.
Wo ist da der Unterschied,ob ich es mir für 50€ komplet im Laden kaufe oder für 50€ durch Microtransaktionen im Internet erwerbe?Es ist das Gleiche.

Aber ich glaube nicht,dass es so kommt.
 

McClaine

Software-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Ob man nun im Endeffekt aufs gleiche Geld wie für nen Vollpreistitel oder sogar günstiger kommt ist eigentlich egal. Wobei ich denke das geduldige Menschen mit F2P sogar günstiger spielen :ugly:

Das Ziel solcher Free2P(l)ay Titel ist logischerweise die Masse zu erreichen.
Ob nun 100000 Kunden 50Eur für Vollpreistitel zahlen oder 300000 Kunden ca 20Eur Micropayments für Free to Play ausgeben macht eben den Unterschied. Deshalb der Erfolg.
Ebenso darf man die ach so bösen Raubkopierer nicht vergessen. Warum ein Free to Play cracken und Online stellen wenn es das eh kostenfrei gibt -> laut Ubi also mehr als 50% mehr Kunden :lol:

So oder so erreichen die Firmen damit mehr Kunden und mehr Umsatz. Ich für meinen Teil muss sagen, das ich keineswegs ein geduldiger Mensch bin, wie der großteil der modernen Menschen eben. Der Alltag ist purer Streß, Fastfood boomt weil man keine Zeit fürs kochen hat etc...
Und genau da setzt Free to Play eben an: Es nutzt die ungedult der Menschen, ja fordert gerade zu dazu auf, sich Inhalte schneller zu besorgen, unmengen an Zeit und nerven zu sparen, gegen einen "kleines" Entgeld eben.
Das finde ich so aggressiv und unfair den Gamern gegenüber, das ich keinen Bock mehr habe mir so ein Spiel überhaupt anzusehen.

Ich bin halt noch von "damals" verwöhnt. Kein Online Zwang, keine Zwangsanmeldung, eine schöne DvD Hülle samt Handbuch und Serial, vollwertige Spiele, die durch vollwertige Nachfolger fortgesetzt wurden...und kein "Free to Play mit Microtransaktionswahnsinn".
Und heutzutage die traurige Realität: Online Zwang, Zwangsanmeldung für jedes Spiel ein anderer Anbieter, Downloads zum Vollpreis und Handbuch als lausiges PDF, halbgare Spiele die mit DLC´s aufgefüllt werden... und Free to Play mit Microtransaktionswahnsinn, in dem man zwar glaubt nicht viel Geld auszugeben, aber z.B. 20x5 Eur ist eben auch Geld, über das man sehr, sehr schnell den Überblick verliert.

Soll aber jeder für sich entscheiden, wenn ich mir aber auf Android Store die F2P Games ansehe - sind bestimmt schon mehr als 50%, kommt mir leider die Galle hoch.
Unmengen an Rechten, Werbung und für lausige 1000Coins soll man 10Eur zahlen.

Es gab doch mal ne Zeit, da konnte man für einige Euros sehr lange Zeit, ohne großen Stress und Aufwand, sich einfach seinem Hobby, dem Spielen hingeben. Und nu ist alles so ein Zirkus, dank sei dem Kapitalismus :schief:
 

kühlprofi

BIOS-Overclocker(in)
AW: Britische Verbraucherschutzbehörde unterstellt Free-to-play Geschäftsmodell unlautere Methoden

Ob man nun im Endeffekt aufs gleiche Geld wie für nen Vollpreistitel oder sogar günstiger kommt ist eigentlich egal. Wobei ich denke das geduldige Menschen mit F2P sogar günstiger spielen :ugly:

Das Ziel solcher Free2P(l)ay Titel ist logischerweise die Masse zu erreichen.
Ob nun 100000 Kunden 50Eur für Vollpreistitel zahlen oder 300000 Kunden ca 20Eur Micropayments für Free to Play ausgeben macht eben den Unterschied. Deshalb der Erfolg.
Ebenso darf man die ach so bösen Raubkopierer nicht vergessen. Warum ein Free to Play cracken und Online stellen wenn es das eh kostenfrei gibt -> laut Ubi also mehr als 50% mehr Kunden :lol:

So oder so erreichen die Firmen damit mehr Kunden und mehr Umsatz. Ich für meinen Teil muss sagen, das ich keineswegs ein geduldiger Mensch bin, wie der großteil der modernen Menschen eben. Der Alltag ist purer Streß, Fastfood boomt weil man keine Zeit fürs kochen hat etc...
Und genau da setzt Free to Play eben an: Es nutzt die ungedult der Menschen, ja fordert gerade zu dazu auf, sich Inhalte schneller zu besorgen, unmengen an Zeit und nerven zu sparen, gegen einen "kleines" Entgeld eben.
Das finde ich so aggressiv und unfair den Gamern gegenüber, das ich keinen Bock mehr habe mir so ein Spiel überhaupt anzusehen.

Ich bin halt noch von "damals" verwöhnt. Kein Online Zwang, keine Zwangsanmeldung, eine schöne DvD Hülle samt Handbuch und Serial, vollwertige Spiele, die durch vollwertige Nachfolger fortgesetzt wurden...und kein "Free to Play mit Microtransaktionswahnsinn".
Und heutzutage die traurige Realität: Online Zwang, Zwangsanmeldung für jedes Spiel ein anderer Anbieter, Downloads zum Vollpreis und Handbuch als lausiges PDF, halbgare Spiele die mit DLC´s aufgefüllt werden... und Free to Play mit Microtransaktionswahnsinn, in dem man zwar glaubt nicht viel Geld auszugeben, aber z.B. 20x5 Eur ist eben auch Geld, über das man sehr, sehr schnell den Überblick verliert.

Soll aber jeder für sich entscheiden, wenn ich mir aber auf Android Store die F2P Games ansehe - sind bestimmt schon mehr als 50%, kommt mir leider die Galle hoch.
Unmengen an Rechten, Werbung und für lausige 1000Coins soll man 10Eur zahlen.

Es gab doch mal ne Zeit, da konnte man für einige Euros sehr lange Zeit, ohne großen Stress und Aufwand, sich einfach seinem Hobby, dem Spielen hingeben. Und nu ist alles so ein Zirkus, dank sei dem Kapitalismus :schief:

Einerseits gebe ich dir Recht, andererseits wird niemand dazu gezwungen z.B. einen Premiumaccount zu kaufen oder ein neues Mäntlechen für ein Pferd in Age of Empires - daher finde ich die unterstellung der Verbraucherschutzbehörde etwas sinnfrei.
Doch werden wir dazu genötigt? Klar wenn einer aus irgendwelchen Gründen überall immer der beste und nr.1 sein will oder sich mit Hilfe von Geld Vorteile erschaffen will, so soll er doch.

Was du als aggressiv und unfair empfindest ist schlicht und einfach eine gute Verkaufsstrategie. Anscheinend gibt es auch genügen Leute die das genau so wollen!

Ich muss für mein Auto auch nicht die geilsten und schönsten Felgen für 10 000 Euro kaufen, nur weil es diese auf dem Markt gibt, damit ich das geilste Auto habe. Vernunft ist mMn nicht die Verantwortung der Publisher, sonder der Eltern, Erziehung und des gesunden Menschenverstands.

Und so positiv ist diese Nachricht auch nicht, ob mit oder ohne F2P, irgendwo her muss das Geld kommen und zwar schlussendlich von uns Kunden.

Mfg


Mfg
 
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