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Billige Windows-Lizenzen: Käufer bekommen Post von der Staatsanwaltschaft

Mahoy

Volt-Modder(in)
Vor allem ist W10 tatsächlich 150,-Eur wert ?
150 Euro bezahlt doch kaum jemand, auch nicht für eine garantiert und überprüfbar legale Retail-Lizenz. Die bekommt man immer wieder mal für ca. 70 Euro.

Diesen Preis wiederum halte ich für ein Betriebssystem für nicht zu hoch, wenn man bedenkt, dass selbst die Lizenzen für vergleichsweise simple Tools (Nein, nicht für alles gibt gleichwertig als OpenSource, Freeware etc. ...) mit ungefähr der Hälfte zu Buche schlagen und manche komplexeren Anwendungen teils deutlich teurer sind.

Klar, Windows ist ein "Massenartikel" und auch als solcher ausgelegt. Die meisten Nutzer erhalten daher ihre Lizenz für anteilig eine Handvoll Euro, wenn sie einen PC (egal welcher Bauform) kaufen. Wer mehr als diese eine Lizenz benötigt, bewegt sich bereits in einem ganz anderen Kundensegment

Das gilt auch für private Selbstbauer. Wer hunderte oder gar tausende Euro für einen PC Marke Eigenbau ausgibt, weil die Angebote von der Stange den Ansprüchen nicht genügen, sollte auch die anteilig lächerlichen 70 Euro-Dukaten übrig haben. Oder halt kostenfreie Alternativen nutzen; davon gibt's genug.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wo bekommt man denn eine 100% sichere Lizenz für 70€? Sinnvollerweise direkt mit DVD.
 

nightnight

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Es stellt sich auch immer noch grundsätzlich die Frage was bei diesen Ermittlungen in der Praxis rumkommt.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt in sieben Jahren diesbezüglich Verfahren im fünfstelligen Bereich. Das heißt noch lange nicht, dass sie auch irgendwie aktiv gegen Kunden im fünfstelligen Bereich vorgehen.
'Verfahren' kann sich auf Kaufvorgänge oder gar einzelne Lizenzen beziehen, sprich wenn einzelne Käufer viele Keys erworben haben (gewerbsmäßig zum Weiterverkauf) haben die dann auch erstmal x Verfahren am Hals (die logischerweise zusammengefasst werden würden).
Ein Verfahren kann auch eröffnet und nach erstmaligen Prüfung quasi wegen Geringfügigkeit / hinreichender Tatverdacht eingestellt werden - im Zweifelsfall eine quasipolitische, behördeninterne Entscheidung von der der potentiell betroffene nix mitbekommt. Stichwort Opportunitätsprinzip.
Zudem haben die ja zig Verfahren von den Zentralstelle an die örtliche zuständigen Staatsanwaltschaften abgegeben, wie die das einschätzen und bewerten steht nochmal auf einen ganz anderen Blatt. Nicht jeder sieht das dann so wie die Damen und Herren der fachlichen Zentralstelle.

Eins ist jedenfalls sicher, die haben da in Koblenz nicht seit sieben Jahren munter zig tausende Vorladungen an Endkunden verschickt (und HDs durchgezogen) und das kocht erst jetzt auf weil irgendein obskurer Blog mal über einen Fall berichtet.
Verfolgung dickerer Fische wirds immer geben (auch richtig so) und wmgl gibt es jetzt auch mal einen übereifrigen Staatsanwalt der meint sich mit unter5€ Geschichten ein neues Betätigungsfeld entdeckt zu haben, aber ein konzentriertes Vorgehen sehe ich da nicht.
Insofern, Statements der Jusitz genau lesen, da ist gerne mal viel Politik bei. Kennt man so auch aus anderen Bereichen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Albatros1

Software-Overclocker(in)
150 Euro bezahlt doch kaum jemand, auch nicht für eine garantiert und überprüfbar legale Retail-Lizenz. Die bekommt man immer wieder mal für ca. 70 Euro.

Diesen Preis wiederum halte ich für ein Betriebssystem für nicht zu hoch, wenn man bedenkt, dass selbst die Lizenzen für vergleichsweise simple Tools (Nein, nicht für alles gibt gleichwertig als OpenSource, Freeware etc. ...) mit ungefähr der Hälfte zu Buche schlagen und manche komplexeren Anwendungen teils deutlich teurer sind.

Klar, Windows ist ein "Massenartikel" und auch als solcher ausgelegt. Die meisten Nutzer erhalten daher ihre Lizenz für anteilig eine Handvoll Euro, wenn sie einen PC (egal welcher Bauform) kaufen. Wer mehr als diese eine Lizenz benötigt, bewegt sich bereits in einem ganz anderen Kundensegment

Das gilt auch für private Selbstbauer. Wer hunderte oder gar tausende Euro für einen PC Marke Eigenbau ausgibt, weil die Angebote von der Stange den Ansprüchen nicht genügen, sollte auch die anteilig lächerlichen 70 Euro-Dukaten übrig haben. Oder halt kostenfreie Alternativen nutzen; davon gibt's genug.
Ich würde auch 150 bezahlen, früher habe ich mehr bezahlt. Aber für diesen umständlichen, fehlerbehafteten Schrott, dazu die Überwachung...Zwangsupdates, Browser den man nicht löschen kann usw - nein. Auch keine 70Euro.
Solange Software ein Bastelprodukt ist frage ich mich, wofür ich bezahle. Für meine Arbeit, meinen Schaden, bezahlt MS keinen cent.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Ich würde auch 150 bezahlen, früher habe ich mehr bezahlt. Aber für diesen umständlichen, fehlerbehafteten Schrott, dazu die Überwachung...Zwangsupdates, Browser den man nicht löschen kann usw - nein. Auch keine 70Euro.
Solange Software ein Bastelprodukt ist frage ich mich, wofür ich bezahle. Für meine Arbeit, meinen Schaden, bezahlt MS keinen cent.
Es ist doch ganz einfach: Entweder brauchst / willst du Windows oder eben nicht.

Wenn du es nicht brauchst / willst, ist jeder Preis zu hoch, was dir dann jedoch gleichgültig sein kann.

Wenn du es brauchst / willst, schaust du nach dem günstigsten Preis für eine legale Lizenz oder nach dem günstigsten Preis für irgend einen Key - kannst dich aber in letzterem Fall nicht beschweren, falls der gar nicht oder irgendwann nicht mehr funktioniert.

Der Preis einer Sache richtet sich jedoch niemals nach deiner individuellen Zufriedenheit.
Dass Windows für dich nicht gescheit funktioniert, kannst du problemlos feststellen, ohne eine Lizenz erwerben zu müssen.

Um genau zu sein, kannst du Windows 10 quasi unbegrenzt "testen", weil die fehlende Lizenz bis auf ein paar kosmetische Einschränkungen keinerlei Folgen hat. Aber was so furchtbar ist, wie du es beschreibst, würde man ja nicht einmal für lau nutzen, nicht wahr?
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wenn du es brauchst / willst, schaust du nach dem günstigsten Preis für eine legale Lizenz oder nach dem günstigsten Preis für irgend einen Key - kannst dich aber in letzterem Fall nicht beschweren, falls der gar nicht oder irgendwann nicht mehr funktioniert.

Bloß woher soll der Kunde wissen, wie günstig noch legal ist?

Also entweder es gibt ein Gesetz, was das klar regelt wie viel Windows mindestens kosten muss, oder ein Gericht muss das festlegen. Nur aus Vermutungen lässt sich keine Strafbarkeit ableiten.

Insbesondere bei den vielen Angeboten. Wenn nur ein einziges Angebot nur halb soviel koste wie alle anderen, sollte man da misstrauisch werden. Aber nicht wenn alle von verschiedenen Händlern fast gleich günstig sind.

Vor allem werden die Kunden von günstigen Lizenzen vor allem junge Leute sein, denen man mit einer Vorstrafe unverschuldet das Berufsleben versauen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:

Norisk699

Software-Overclocker(in)
Noch was zum Thema "Unterschied Key --> Lizenz"

Microsoft selbst bestätigt mir, dass ich scheinbar eine LIZENZ habe und nicht nur einen Product-Key.

Der Text in den Aktivierungseinstellungen in Windows selbst suggeriert mir als Kunde doch, dass ich einen legalen Key+Lizenz besitze. Da steht sogar, dass meine Lizenz mit meinem Microsoft-Konto verknüpft ist. Das hört sich für mich SEHR LEGAL an...

Schaut euch mal den Screenshot hier an. Anmerkung: Ich habe eine definitiv legale Upgrade-Lizenz von Microsoft DIREKT. Also so schaut es aus wenn`s legal ist. Aber ich gehe mal davon aus dass auch die illegalen Kontos so angezeigt werden (?). Und falls ja, dann kann ich es nem Kunden kaum verübeln...
 

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Zuletzt bearbeitet:

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Es ist doch ganz einfach: Entweder brauchst / willst du Windows oder eben nicht.

Wenn du es nicht brauchst / willst, ist jeder Preis zu hoch, was dir dann jedoch gleichgültig sein kann.

Wenn du es brauchst / willst, schaust du nach dem günstigsten Preis für eine legale Lizenz oder nach dem günstigsten Preis für irgend einen Key - kannst dich aber in letzterem Fall nicht beschweren, falls der gar nicht oder irgendwann nicht mehr funktioniert.

Der Preis einer Sache richtet sich jedoch niemals nach deiner individuellen Zufriedenheit.
Dass Windows für dich nicht gescheit funktioniert, kannst du problemlos feststellen, ohne eine Lizenz erwerben zu müssen.

Um genau zu sein, kannst du Windows 10 quasi unbegrenzt "testen", weil die fehlende Lizenz bis auf ein paar kosmetische Einschränkungen keinerlei Folgen hat. Aber was so furchtbar ist, wie du es beschreibst, würde man ja nicht einmal für lau nutzen, nicht wahr?
Nein, völlig an der Sache vorbei.
Ich bin gezwungen es zu nehmen. Allerdings nur zum kleinen Teil.
Ich arbeite sonst mit 7 oder xp. Die laufen auch zur Zufriedenheit.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Nein, völlig an der Sache vorbei.
Ich bin gezwungen es zu nehmen. Allerdings nur zum kleinen Teil.
Ich arbeite sonst mit 7 oder xp. Die laufen auch zur Zufriedenheit.

Stimmt durch die Einstellung des Supportes und vor allem durch die fehlenden Treiber bei X570 musste ich beim 2. PC auch auf Win10 umsteigen.

Der andere läuft noch mit Win7 weiter.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Mein zuverlässigster Rechner der auch in der Bedienung viel schneller ist als win 7 oder 10 bleibt win xp.
Da legte man noch Wert auf graphische Gestaltung und Übersichtlichkeit. Wenn ich an Einstellungen bei win 10 denke, das Chaos im Kopf der Entwickler/Designer scheint genau so groß gewesen zu sein.
Klar mußte man es verschenken um die Monopolstellung zu halten. Auch weil 10 als Datensammelinstrument Zusatznutzen ala Google abwirft und das Geld mit Anwendersoftware verdient wird.
 

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Noch was zum Thema "Unterschied Key --> Lizenz"

Microsoft selbst bestätigt mir, dass ich scheinbar eine LIZENZ habe und nicht nur einen Product-Key.

Der Text in den Aktivierungseinstellungen in Windows selbst suggeriert mir als Kunde doch, dass ich einen legalen Key+Lizenz besitze. Da steht sogar, dass meine Lizenz mit meinem Microsoft-Konto verknüpft ist. Das hört sich für mich SEHR LEGAL an...

Schaut euch mal den Screenshot hier an. Anmerkung: Ich habe eine definitiv legale Upgrade-Lizenz von Microsoft DIREKT. Also so schaut es aus wenn`s legal ist. Aber ich gehe mal davon aus dass auch die illegalen Kontos so angezeigt werden (?). Und falls ja, dann kann ich es nem Kunden kaum verübeln...
Im Endeffekt bestätigt mir MS damit ja eigentlich, dass ich eine gültige Lizenz besitze, eine digitale Lizenz. Siehe dazu:



kPknO2m.png


Wie ich das verstehe hat mir MS durch den Key eine Lizenz ausgestellt und diese in meinem MS Konto hinterlegt. Diese ist an die Hardware gebunden.

Leider täuscht einen MS mit dieser Ansicht aber, denn auch "illegale" Lizenzen sehn genauso aus. Daher ja was ich vorhin sagte. als Nutzer hat man keine Chance das zu wissen. Ms täuscht den Kunden und duldet es einfach.

Bei einer Volumenlizenz steht da genau das selbe.
 
Zuletzt bearbeitet:

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Das ist einfach ein Standardtext der einfach nur sagt, dass dein Windows aktiviert ist.
 

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Das ist einfach ein Standardtext der einfach nur sagt, dass dein Windows aktiviert ist.
"Windows wurde durch eine digitale, mit Ihrem Microsoft-Konto verknüpfte Lizenz aktiviert."

Der Satz ist eindeutig und beinhaltet nicht nur dass Windows aktiviert ist, sondern auch dass ich eine digitale Lizenz besitze die in meinem MS Konto hinterlegt ist. Die Lizenz ist auf mein MS Konto übergegangen und damit bin ich Besitzer der Lizenz.

Somit täuscht MS den Kunden, wenn es "keine Lizenz geben sollte". Ms hat mir damit sozusagen eine neue Lizenz ausgestellt und duldet das so.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Na ja, da spielt es eine Rolle wie das juristisch zu sehen ist.
Es kommt bei einer Bestellung z.B. auch noch kein Vertrag zustande.
Da hilft vielleicht die AGB zu lesen.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Es ließt doch niemand AGB.

Eins ist jedenfalls sicher, die haben da in Koblenz nicht seit sieben Jahren munter zig tausende Vorladungen an Endkunden verschickt (und HDs durchgezogen) und das kocht erst jetzt auf weil irgendein obskurer Blog mal über einen Fall berichtet.

Wenn die Fälle aber nun schon zum Teil so alt sind, sind die doch schon verjährt nach über 5 Jahren. Oder gibt es da entsprechende Verurteilungen?
Die Urteilsbegründungen würden mich da wirklich mal interessieren.

Sowohl für zivilrechtliche Abmahnungen als auch für strafrechtliche Sanktionen müsste zudem eine Aktivierung der Lizenz nachgewiesen werden, um den Straftatbestand der Urheberrechtsverletzung zu erfüllen. Dies hat der BGH in einem Beschluss 2017 festgestellt. (Volltext der Entscheidung im unteren Teil der Quelle.)


https://www.damm-legal.de/bgh-keine-urheberrechtsverletzung-durch-blosse-zusendung-eines-microsoft-product-keys-ohne-dessen-aktivierung schrieb:
Der BGH hat in einem Hinweisbeschluss eine Entscheidung des OLG München (OLG München: Keine Urheberrechtsverletzung durch bloße Zusendung eines Microsoft Product-Keys ohne dessen Aktivierung) bestätigt, wonach die bloße Zusendung eines Product Keys für ein Microsoft-Computerprogramm noch keine Gestattung einer Vervielfältigung, Verbreitung o.ä. im Sinne des § 69c UrhG darstellt und deshalb auch keine Auskunfts- und Schadensersatzansprüche begründet. Richtig sei auch, dass die Versendung von Product Keys für Computerprogramme die Erstbegehungsgefahr begründe, dass die Empfänger das entsprechende Programm herunterladen und damit in das ausschließliche Recht zur Vervielfältigung des Computerprogramms eingreifen; aus diesem Grund bestünde ein vorbeugender Unterlassungsanspruch. Colorandi causa: Aus dem Besitz des Product Keys ergibt sich noch keine Berechtigung zur Einräumung von Nutzungsrechten an den betreffenden Computerprogrammen.

Ohne Geständnis der Aktivierung / Nutzung des Keys liegt also überhaupt keine Straftat vor.
Daher sei mal wieder auf das Aussageverweigerungsrecht verwiesen.

Überhaupt ist mir nicht klar, wo überhaupt eine Strafbarkeit für Käufer/Nutzer herkommen soll. Denn das UrhG stellt nur die (ggf. gewerbsmäßige) Verbreitung von Software unter Strafe. Eine rein private Nutzung ist nicht strafrechtlich umfasst.

§ 106 Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke​

(1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
=> Es liegt keine Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Wiedergabe von "Windows" vor.

§ 107 Unzulässiges Anbringen der Urheberbezeichnung​

(1) Wer
1.
auf dem Original eines Werkes der bildenden Künste die Urheberbezeichnung (§ 10 Abs. 1) ohne Einwilligung des Urhebers anbringt oder ein derart bezeichnetes Original verbreitet,
2.
auf einem Vervielfältigungsstück, einer Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes der bildenden Künste die Urheberbezeichnung (§ 10 Abs. 1) auf eine Art anbringt, die dem Vervielfältigungsstück, der Bearbeitung oder Umgestaltung den Anschein eines Originals gibt, oder ein derart bezeichnetes Vervielfältigungsstück, eine solche Bearbeitung oder Umgestaltung verbreitet,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Der Versuch ist strafbar.
=> Keiner wird selbst behaupten er hat so einen Schrott wie Windows programmiert.

§ 108 Unerlaubte Eingriffe in verwandte Schutzrechte​

(1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten
1.
eine wissenschaftliche Ausgabe (§ 70) oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung einer solchen Ausgabe vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt,
2.
ein nachgelassenes Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines solchen Werkes entgegen § 71 verwertet,
3.
ein Lichtbild (§ 72) oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Lichtbildes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt,
4.
die Darbietung eines ausübenden Künstlers entgegen den § 77 Abs. 1 oder Abs. 2 Satz 1, § 78 Abs. 1 verwertet,
5.
einen Tonträger entgegen § 85 verwertet,
6.
eine Funksendung entgegen § 87 verwertet,
7.
einen Bildträger oder Bild- und Tonträger entgegen §§ 94 oder 95 in Verbindung mit § 94 verwertet,
8.
eine Datenbank entgegen § 87b Abs. 1 verwertet,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
=> Software wird gar nicht erwähnt.

§ 108b Unerlaubte Eingriffe in technische Schutzmaßnahmen und zur Rechtewahrnehmung erforderliche Informationen​

(1) Wer
1.
in der Absicht, sich oder einem Dritten den Zugang zu einem nach diesem Gesetz geschützten Werk oder einem anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstand oder deren Nutzung zu ermöglichen, eine wirksame technische Maßnahme ohne Zustimmung des Rechtsinhabers umgeht oder
2.
wissentlich unbefugt
a)
eine von Rechtsinhabern stammende Information für die Rechtewahrnehmung entfernt oder verändert, wenn irgendeine der betreffenden Informationen an einem Vervielfältigungsstück eines Werkes oder eines sonstigen Schutzgegenstandes angebracht ist oder im Zusammenhang mit der öffentlichen Wiedergabe eines solchen Werkes oder Schutzgegenstandes erscheint, oder
b)
ein Werk oder einen sonstigen Schutzgegenstand, bei dem eine Information für die Rechtewahrnehmung unbefugt entfernt oder geändert wurde, verbreitet, zur Verbreitung einführt, sendet, öffentlich wiedergibt oder öffentlich zugänglich macht
und dadurch wenigstens leichtfertig die Verletzung von Urheberrechten oder verwandten Schutzrechten veranlasst, ermöglicht, erleichtert oder verschleiert,
wird, wenn die Tat nicht ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch des Täters oder mit dem Täter persönlich verbundener Personen erfolgt oder sich auf einen derartigen Gebrauch bezieht, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer entgegen § 95a Abs. 3 eine Vorrichtung, ein Erzeugnis oder einen Bestandteil zu gewerblichen Zwecken herstellt, einführt, verbreitet, verkauft oder vermietet.
(3) Handelt der Täter in den Fällen des Absatzes 1 gewerbsmäßig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.
=> Bezieht sich auch auf die gewerbliche Verbreitung.
Die Entfernung des Kopierschutzes für den privaten Gebrauch ist in Abs. 1 Nr. 2 ausdrücklich von der Strafbarkeit ausgenommen.

Zumal man mit dem Key den Kopierschutz auch gar nicht umgeht, sondern die Software auf dem üblichen Weg aktiviert.

§ 109 Strafantrag​

In den Fällen der §§ 106 bis 108 und des § 108b wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

=> Strafverfolgung erfolgt nur auf Antrag der Urhebers oder wenn öffentliches Interesse vorliegt.
Bei privater Nutzung legaler Software ist ein öffentliches Interesse offensichtlich nicht gegeben.
 
Zuletzt bearbeitet:

nightnight

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Wenn die Fälle aber nun schon zum Teil so alt sind, sind die doch schon verjährt nach über 5 Jahren. Oder gibt es da entsprechende Verurteilungen?
Die Urteilsbegründungen würden mich da wirklich mal interessieren.

Nach meinem Verständnis - § 106, 107 und 108 UrhG haben einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren, damit wären es eine Verjährungsfrist von fünf Jahren gem. §78 Abs. 3 Nr. 4 StGB.

Nochmal, so wie sich aktuell die Nachrichtenlage darstellt lässt sich absolut nicht sagen, was hier im welchen Umfang gegen wen läuft.

So wie sich das für mich darstellt sieht das Aktuell wie folgt aus :
Dieser Tarnkappenbloger erzähltz von irgendwem aus seiner Telegrammgruppe, der laut eigener Aussage wegen 'strafbare Urheberrechtsverletzungen' und 'leichtfertiger Geldwäsche' im Zusammenhang mit Windows 10 Lizenzen 'eine Aussage bei der Polizei machen soll'.
Das kann nun wirklich alles heißen, wir wissen überhaupt nicht um was es in diesem Fall genau geht.

Zusätzlich hat der Blogger dann noch ein Anwalts(Werbe)video von 01/2020 ausgegraben, in dem ein Anwalt erzählt, dass er 'viele Mandanten' hat, die bei ebay Microsoft Office 2010/2013 (!) Volumenlizenzkeys gekauft haben und deswegen Post bekommen. Laut dessen Aussage waren das über 100 Mandanten (über Jahre?) und bei den allermeisten wurde das Verfahren am Ende schlicht eingestellt, anscheinend selbst nach HDs.
Auf seiner Website schreibt der Anwalt dann von Windows-Keys die er in seinem Video aber mit keinen Wort erwähnt. Was hier stimmt ist völlig offen.

Golem.de hatte dann die gute Idee mal bei der Staatsanwaltschaft nachzufragen. Und die Herrschaften dort bestätigen das es zehntausende derartiger Verfahren 'wegen Microsoftprodukten' in den letzten sieben Jahren gab und sie ganz fleisig beim arbeiten sind oder so.

That's it. Seitdem schreiben die Medien lustig voneinander ab und aus irgendeinen Grund wurde aus einem Telegramm-Gerücht und offensichtlich stattfindenen Ermittlungen in welchen Umfang und gegen wen auch immer ein 'whaaa die nehmen jetzt alle hoch die schon mal einen Windows Lizenkey gekauf haben'.

Kann man sich seinen Teil zu denken.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Nach meinem Verständnis - § 106, 107 und 108 UrhG haben einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren, damit wären es eine Verjährungsfrist von fünf Jahren gem. §78 Abs. 3 Nr. 4 StGB.

Ja weiß ich. Oben (siehe Spoiler) habe ich die auch mal auseinander genommen. Ist zwar keine juristisch saubere Prüfung des objektiven Tatbestandes, aber für den ersten Überblick sollte es reichen.

In den meisten der Paragraphen geht es ausschließlich um die Verbreitung / Vervielfältigung / öffentliche Wiedergabe.
Die ist hier nicht erfüllt.
Teilweise wird sogar noch eine gewerbsmäßige Handlung vorausgesetzt, die erst recht nicht erfüllt ist.

Und es gibt keinen Tatbestand einer fahrlässigen Urheberrechtsverletzung es müsste also immer auch noch im
subjektiven Tatbestand der (bedingte) Vorsatz nachgewiesen werden.
Gem. § 15 ist grundsätzlich nur vorsätzliches Handeln strafbar, es sei denn, der Gesetzgeber bedroht fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe. Die Anzahl der Fahrlässigkeitsdelikte im StGB ist überschaubar. Es gibt keine fahrlässigen Eigentums- oder Vermögensdelikte und keine fahrlässigen Urkundsdelikte.


Btw. ist eine Bildschirmfreigabe bei einer Videokonferenz über Zoom etc. eine öffentliche Wiedergabe von Windows ??? :devil:
 
Zuletzt bearbeitet:

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Ich dachte Lizenz Sachen haben 10 Jahre verjährung stand irgendwo dazu.

"Der BGH hat entgegen unserer Ansicht und der Ansicht zahlreicher Juristen und Gerichte entschieden, dass der Anspruch auf Zahlung eines Lizenzschadens erst nach 10 Jahren verjährt."

Tjaja. Im Namen des Volkes.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Da geht es aber ausschließlich um Schadenersatz und nicht um die Strafbarkeit.
Schadenersatz ist Zivilrecht.
 

Gummix

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Also so wie ich das verstanden habe ist der Kauf nicht mal Ilegal (den Geldwäscheschwachsinn mal außen vor). Dazu gibt es auch Urteile. Die Verwendung allerdings schon.

Genau so ist es mit euren OEM Keys, sicher darf man die legal kaufen und verkaufen aber nutzen darfst du die nur wenn du auch die Lizenz hast. Wie genau man die jetzt nachweißt? Keine Ahnung.
Ich habe auch mal einen günstigen Key (10-15€) erworben, weil das Upgrade von 7 auf 10 nicht funktionieren wollte. Aber nie genutzt weil es am nächsten Tag dann doch klappte. Wie wollen die mir das oder ich denen das Beweisen? Unmöglich.

Für neue OEM braucht man glaub ich diese COA und für gebrachte eine Bestätigung, dass der Vorbesitzer die vollständig entfernt hat mit Quelle usw. (Den ganzen scheiß muss man erstmal finden was schon dauert wenn man gezielt danach sucht mit dem "Wissen" was man aus den letzen Tagen erlangt hat)

Wie soll man da mit z.B. seiner alten Software umgehen? Ich hab nen Laptop gekauft mit dem COA drauf, da wir keine Hardwarebindung haben und die Lizenz eh mit dem Microsoft verknüpft ist muss ich den Laptop sammt COA jetzt behalten weil der abgekratzt nicht mehr gültig ist (Da die COA ja nur mit der Hardware oder der Hülle als Lizenznachweiß gilt laut MS was ja wieder der Hardwarebindung wiederspricht)

Da blickt doch kein normaler Mensch mehr durch, auf zig Seiten wird zu so billig Key's verlinkt. Ab und zu steht mal da was von Grauzone oder man sollte aufpassen damit. Preissuchmaschinen geben die an, selbst im Microsoft Forum gibt es Beratertypen die es als legal einstufen.

Zudem hatten die ganzen Ebayhändler auch früher immer drin stehen, das man einen "Windows-10-Pro-Lizenz-Key" usw. kauft.
Wer sagt den was gebrauchte Software kosten darf?
Mindfactory verkauft die Win10 OEM für ca. 50% der UVP von Microsoft, ich gehe mal davon aus, dass es legal ist. Warum sollen dann 5-10€ für gebrauchte Ware Unverhältnismäßig sein?


Zu der Verjährung:
Startet die nicht erst wenn der Rechteinhaber davon erfährt? Sprich er hat deinen Namen, Adresse, Datum, Zeit usw. erfahren?
 

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Also so wie ich das verstanden habe ist der Kauf nicht mal Ilegal (den Geldwäscheschwachsinn mal außen vor). Dazu gibt es auch Urteile. Die Verwendung allerdings schon.
Nein, wie ich das ganze verstehe geht es hier nicht um Lizenzen, illegalen Keys oder dergleichen sondern alleinig um den "Vorwand" der Geldwäsche und Kauf von "Hehlerware". Könnten auch Picasso Gemälde sein die für 2 Euro verkauft werden bei eBay. Es geht alleinig um die "Tat des Kaufens". Daher ist das ganze drum rum, ob es jetzt legale Keys sind und ob man die genutzt hat egal. Da haben einige Staatsanwälte einfach nur ein völlig quer sitzen und wollen so viele wie möglich dran kriegen. Vermutlich ist das ganze von MS selber angestachelt worden um Leute zu verschrecken.

Es gibt für Windows 10 OEMs keine "COA" (Aufkleber) mehr, das ist alles eine reine "digitale Lizenz". Mein Laptop kam mit keinem Ausdruck, Aufkleber oder sonst was. Ausdrucken kann man sich diese ja nirgends, daher seh ich da die Schuld bei MS. MS bestätigt mir ja, dass ich Eigentümer bin der Lizenz verknüpft mit meinem Konto.
 
Zuletzt bearbeitet:

Downsampler

BIOS-Overclocker(in)
Bloß woher soll der Kunde wissen, wie günstig noch legal ist?

Also entweder es gibt ein Gesetz, was das klar regelt wie viel Windows mindestens kosten muss, oder ein Gericht muss das festlegen. Nur aus Vermutungen lässt sich keine Strafbarkeit ableiten.

Insbesondere bei den vielen Angeboten. Wenn nur ein einziges Angebot nur halb soviel koste wie alle anderen, sollte man da misstrauisch werden. Aber nicht wenn alle von verschiedenen Händlern fast gleich günstig sind.

Vor allem werden die Kunden von günstigen Lizenzen vor allem junge Leute sein, denen man mit einer Vorstrafe unverschuldet das Berufsleben versauen würde.
M$ hat Windows 10 am Anfang verschenkt. Wenn dann da einer 5 Euro für haben will, ist das auch schon Betrug. :lol:

Man kann es ja installieren und nutzen. Solange man keinen Key eingegeben hat, ist man auf der sicheren Seite. :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Gummix

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Es gibt für Windows 10 OEMs keine "COA" (Aufkleber) mehr, das ist alles eine reine "digitale Lizenz".
Siehste, da liest man dazu schon ein paar Stunden über mehrere Tage und blickt noch nicht durch.

Zumal MS ja selbst bei jeder Lizenz schreibt, dass es lizensiert ist:
Unbenannt.png
Der ist von Mindfactory, (die verkaufen das übrigens nicht als OEM sondern als DSP/SB, sagen aber das es angeblich keine anderen mehr gibt) bei nem Kumpel der so einen billig Key hat steht auch Lizenzstatus:Lizensiert, nur das oben was von Volumen (also Volumenlizenz) steht statt OEM.
 

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Der ist von Mindfactory, (die verkaufen das übrigens nicht als OEM sondern als DSP/SB, sagen aber das es angeblich keine anderen mehr gibt) bei nem Kumpel der so einen billig Key hat steht auch Lizenzstatus:Lizensiert, nur das oben was von Volumen (also Volumenlizenz) steht statt OEM.
System builder = OEM.

Es gibt nur drei Lizenzen bei Windows 10: retail, oem, volume.

Weiterverkauf von retail und oem ist in EU erlaubt meiner Meinung nach, da könn sie einem gar nix. Volume ist halt "illegal" wenn es einfach verkauft wird. "Lizenziert" heißt bei MS wohl einfach nur, dass es ein gültiger key ist. Wie gesagt, Ms ist da in der Verantwortung meiner Meinung nach, sie interessiert es aber nicht.

Wenn irgendein Subhändler 1000 alte PCs aufkauft und die alle ne Windows 7 OEM haben, und diese einzeln weiterverkauft für 2 Euro ist das legal, wieso sollte es dann meine Schuld sein, wenn er die für 2 Euro verkauft. Leider ist es aber nunmal so dass vermutlich 99.999% dieser 2-5 Euro keys nur Volumenkeys sind. Aber das ist dann immer noch nicht mein Problem. Einem da zu unterstellen ich müsste ja wissen dass die nicht nutzbar sind ist völliger Schwachsinn.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wie wollen die mir das oder ich denen das Beweisen? Unmöglich.
Es gilt die Unschuldsvermutung (Art. 6 Abs. 2 EMRK). Du musst gar nichts Beweisen. Du musst nicht mal was sagen.

Zu der Verjährung:
Startet die nicht erst wenn der Rechteinhaber davon erfährt? Sprich er hat deinen Namen, Adresse, Datum, Zeit usw. erfahren?

Vielleicht bei den Lizenz-Sachen, die hier aber keine Rolle spielen.

Bei Straftaten ist der Tatzeitpunkt entscheidend.
Und da dem Betroffenen hier nur der Kauf vorgeworfen wird, also der Kaufzeitpunkt.
 

keinnick

Lötkolbengott/-göttin
Der Satz ist eindeutig und beinhaltet nicht nur dass Windows aktiviert ist, sondern auch dass ich eine digitale Lizenz besitze die in meinem MS Konto hinterlegt ist. Die Lizenz ist auf mein MS Konto übergegangen und damit bin ich Besitzer der Lizenz.
Du solltest mal das Wort "Besitz" nachschlagen. Du besitzt in der Hinsicht rein gar nichts.
 

fotoman

Volt-Modder(in)
Nein, völlig an der Sache vorbei.
Ich bin gezwungen es zu nehmen. Allerdings nur zum kleinen Teil.
Ich arbeite sonst mit 7 oder xp. Die laufen auch zur Zufriedenheit.
Dann zwingt Dich entweder Dein Arbeitgeber (dann soll der zahlen) oder Deine Kunden. Beides ist keine private Nutzung. Privat zwingt Dich niemand, weder (Spiele-)Sucht noch der unbedingte Wille, irgendeine HW nutzen zu wollen, gilt für mich im privaten als Zwang, Win 10 nutzen zu müssen. Bisher sind in Deutschland noch alle privaten Behörden- und Bankangelegenheiten rein offline möglich.

Das ist einfach ein Standardtext der einfach nur sagt, dass dein Windows aktiviert ist.
Dann hätten sie es auch exakt so angeben kömnnen. Niemand, der eine legale Volumenlizenz erwirbt und nutzt, könnte etwas dagegen haben, wenn die legalen Nutzer diese Lizenz auch sehen würden, auf wen die Lizenz ausgestellt wurde.

Ich habe auch mal einen günstigen Key (10-15€) erworben, weil das Upgrade von 7 auf 10 nicht funktionieren wollte. Aber nie genutzt weil es am nächsten Tag dann doch klappte. Wie wollen die mir das oder ich denen das Beweisen? Unmöglich.
Genau deshalb ist es ja auch Sache des Urhebers, dies nachzuweisen.

Wie soll man da mit z.B. seiner alten Software umgehen? Ich hab nen Laptop gekauft mit dem COA drauf, da wir keine Hardwarebindung haben und die Lizenz eh mit dem Microsoft verknüpft ist muss ich den Laptop sammt COA jetzt behalten weil der abgekratzt nicht mehr gültig ist (Da die COA ja nur mit der Hardware oder der Hülle als Lizenznachweiß gilt laut MS was ja wieder der Hardwarebindung wiederspricht)
HW mit Win 10 OEM und COA? Sowas war mir bisher nicht bekannt.

Entweder HW mit Win 10 OEM, dann ist der individuelle Key im UEFI und es gibt keinen COA. Oder Win 7 OEM, dann ist im BIOS ein allgemeiner OEM-Key und auf dem Gerät klebt ein COA mit individuellem Key. Der darr m.W.n. in der EU von dem Gerät getrennt genutzt werdne, wenn das Gerät selber nicht mehr genutzt wird. In der Regel (bzw. nach Aussage von MS natürlich immer) gehörte zu sowas dann auch noch eine Win 7 OEM DVD hinzu.

Zudem hatten die ganzen Ebayhändler auch früher immer drin stehen, das man einen "Windows-10-Pro-Lizenz-Key" usw. kauft.
Früher haben die eMay Händler sie auch noch Win 7 OEM Lizenzen inkl. COA und DVD verschickt und man musst sich allenfalls (PC Fritz) fragen, ob COA und DVD gefälscht sind oder original.

Du solltest mal das Wort "Besitz" nachschlagen. Du besitzt in der Hinsicht rein gar nichts.
Wäre mal interessant was in der original Microsot Mail beim Kauf einer rein digitalen ESD Lizenz von MS genau genannt wird. Mehr wie diese Email und einen ebenfalls digitalen Nachweis über die Abbuchung hat man dort auch nicht.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Dann hätten sie es auch exakt so angeben kömnnen. Niemand, der eine legale Volumenlizenz erwirbt und nutzt, könnte etwas dagegen haben, wenn die legalen Nutzer diese Lizenz auch sehen würden, auf wen die Lizenz ausgestellt wurde.

Zumindest bei dem Befehl in der Konsole kamen bei der Volumenlizenz Hinweise zur lizensierenden Stelle, aber auch keine komplette Bezeichnung mit Anschrift.
Bloß kennt den Befehl kein normaler Nutzer und vor dem Kauf sieht man es erst recht nicht.
 

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Du solltest mal das Wort "Besitz" nachschlagen. Du besitzt in der Hinsicht rein gar nichts.
Ich wußte, dass der eine oder andere diesen Dummfug bringen wird. Ich wußte es einfach.
Es gilt die Unschuldsvermutung (Art. 6 Abs. 2 EMRK). Du musst gar nichts Beweisen. Du musst nicht mal was sagen.
Immer dieser Unfug mit "man muss gar nichts beweisen" und es gibt die "Unschuldsvermutung" und man soll den Brief zur Polizei zu gehn einfach ignoriern. Ja ne ist klar. Und dann ne HD über sich ergehn lassen, die gesamte Wohnung ruiniert haben und alle PCs und Handys weg für Monate oder Jahre. Ja genau.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Es gibt ohne Beweise oder Geständnis keine Rechtsgrundlage für eine Hausdurchsuchung.
Einfach mal in die StPO schauen:
Wenn du kein Beschuldigter bist, darf eine Durchsuchung nur ein Richter anordnen.
Man sollte natürlich darauf bestehen, sich eine Liste nach §107 StPO aushändigen zu lassen auf der alle Gegenstände die mitgenommen werden sollen, verzeichnet werden.
Ggf. sollte auch auf Unterpunkte, zu zum Beispiel zum Zeitpunkte der Sicherstellung in Laufwerke eingelegte Datenträger, geachtet werden.
Die Liste ist zu quittieren.
Außerdem ist auf eine ordnungsgemäße Kennzeichnung und Nummerierung aller sichergestellten Gegenstände zu achten. Bei Optischen Datenträgern (CD/DVDs) sollte natürlich kein Aufkleber auf die Beschichtung kommen, da diese beim Ablösen des Aufklebers zerstört wird, und der Datenträger damit für alle unbrauchbar wird!

Ist der Wohnungsinhaber bzw. Beschuldigte selbst nicht vor Ort, hat der Vertreter / Zeuge auf die ordnungsgemäße Durchführung der Durchsuchung und Sicherstellung zu achten.


Die Wohnung wird dabei sicher auch nicht ruiniert. Es gilt immer das Verhältnismäßigkeitsprinzip.
Eine Beschlagnahmung lässt sich immer gerichtlich überprüfen.

Du kannst auch immer noch protestieren, dass du den PC zum arbeiten (inbs. bei Homeoffice) brauchst, damit die Sicherung der Festplatten priorisiert wird. Dann kann das auch schon in ein paar Tagen erledigt sein und du bekommst den zurück.
Das trifft natürlich nicht zu, wenn auf dem Gerät selbst strafbare Inhalte wie KiPo vermutet werden.

Hier in der Doku wird gezeigt, wie so eine Durchsuchung abläuft: https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-auf-der-spur-der-taeter-102.html
 
Zuletzt bearbeitet:

wurstkuchen

Software-Overclocker(in)
Es gibt ohne Beweise oder Geständnis keine Rechtsgrundlage für eine Hausdurchsuchung.
Einfach mal in die StPO schauen:
Der Beweis, Kaufbelege die als Grundlage dienen die Briefe zu verschicken, ist schon vorhanden weil du einen Brief bekomm hast also ist es dafür schon zu spät. Wenn du dich dann weigerst oder nicht erscheinst kommt zu 99% ne HD.
 

IsoldeMaduschen

Freizeitschrauber(in)
Das Traurige daran ist, dass die Anwaltskosten höher ausfallen als die Win Lizenz (außer man sitzt im Gericht und man wird freigesprochen).
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Warum nimmt man nicht solche Shops https://www.idealo.de/preisvergleic..._-windows-10-pro-64-bit-de-esd-microsoft.html hoch. Warum sperrt Microsoft nicht die Lizenz bzw. den Key?
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Der Beweis, Kaufbelege die als Grundlage dienen die Briefe zu verschicken, ist schon vorhanden weil du einen Brief bekomm hast also ist es dafür schon zu spät. Wenn du dich dann weigerst oder nicht erscheinst kommt zu 99% ne HD.

Für was soll der Kauf denn ein Beweis sein? Die beweist nur den Verkauf, nicht die Nutzung.
Beim Handel ist aber wenn überhaupt nur eine Strafbarkeit für den Händler geben wegen gewerbsmäßigen Urheberechtsverstößen nach §108a UrhG. Eine Strafbarkeit für den Kunden gibt es nicht. https://dejure.org/gesetze/UrhG/108a.html


Lol. Du bist auch so ein Hobby-Anwalt. Bitte höre auf, Dein Halbwissen zu verbreiten und denk noch mal drüber nach.

Ich bin kein Anwalt.
Aber ich weiß wie Ermittlungen ablaufen und kann daher sagen, dass diese dünne Beweislage zu wenig ist, um damit überhaupt eine Durchsuchung gegen die Käufer zu beantragen.


@IsoldeMaduschen
Als Zeuge braucht man nicht unbedingt einen Anwalt. Erst wenn man Beschuldigter ist, insbesondere um bei Vernehmungen auch einen Zeugen dabei zu haben, der auch die Verfahrensabläufe kennt.

Die Videos sollen nur Panik machen, damit die Leute sich teuere Anwälte nehmen, die ähnlich wie mit den Abmahnungen Kasse machen.

Aber auch der Anwalt in dem Video sagt klar, dass man als Beschuldigter entweder die Aussage verweigert oder direkt den Anwalt einschaltet und den das Regeln lässt und man selbst gar nicht erst zur Polizei geht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Meine Güte, wenn man so einen Schriebs bekommt, tippt man halt einen Dreizeiler, in dem man das Wenige schildert, was man zur Sache beitragen kann, und damit hat sich's in 99,999999999999999999999... Prozent der Fälle.

Key erworben bei dem und dem, zuletzt bekannte Firmierung / Anschrift diese und jene.
Unregelmäßigkeiten seien nicht aufgefallen, da Keys zum fraglichen Zeitpunkt und bis heute bei zahlreichen Händlern zu vergleichbaren Preisen erhältlich wären; ggf. Link 1, Link 2, Link 3.
Microsoft habe den Key bis dato als gültig anerkannt, eine Sperrung läge nicht vor.
Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Präjudiz.

Darunter das eigene Kaiser Wilhelm von und zu, ggf. Brief parfümieren, eintüten und kontaktlos an die zuständige Schlafanwaltschaft. :D

(Falls es durch die Wortwahl nicht aufgefallen sein sollte: Dies stellt keine Rechtsberatung dar und Anwalt bin ich selbstverfreilich auch nicht.)
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wobei die Frage ist, ob man bei Ebay überhaupt noch mehr als den Nutzernamen herausfinden kann, wenn Ebay oder der Verkäufer das Händlerkonto gelöscht haben und man nicht per Überweisung gezahlt hat. Denn bei Zahlung direkt über Paypal (oder per Lastschrift/Kreditkarte via Paypal) hat man nicht mal eine Kontoverbindung außer der von Paypal auf der Abbuchung.
 

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Wobei die Frage ist, ob man bei Ebay überhaupt noch mehr als den Nutzernamen herausfinden kann, wenn Ebay oder der Verkäufer das Händlerkonto gelöscht haben und man nicht per Überweisung gezahlt hat. Denn bei Zahlung direkt über Paypal (oder per Lastschrift/Kreditkarte via Paypal) hat man nicht mal eine Kontoverbindung außer der von Paypal auf der Abbuchung.
Nach Löschung sind die alten Daten ja nicht weg. Auch läuft der Vorgang ja über ebay Server. Ebay hat Adressen, auf ebay werden die letzten Kontonummern angegeben, Paypal hat den Rest.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Ja, aber an die kommt der Ebay-Kunde nicht heran. Ich glaube auch kaum, dass die diese Daten an den Kunden herausgeben (DSGVO).
Wenn muss sich also die Behörde an Ebay wenden und dafür braucht Sie den Kunden nicht.
 
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