Beschwerde-Portal für Paketdienste: 1.600 Beiträge in neun Wochen

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Ich habe fachabi und elektroanlagenmonteur gelernt. Ich könnte da auch wieder arbeiten aber mir macht der paketdienst mehr Spaß. Es liegt also nicht immer an der Schulbildung.
 
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Und wie man es wieder sieht, es wird wieder am falschen Ende gespart. Zum leid der Kunden, den Fahrer/in kann ich keine vorwürfe machen würde evtl.. auch so handeln.


Naja, der Kunden spart bekanntlich auch am falschen Ende, wer ist Schuld? Der Mensch, Die Gier, Das Wirtschaftssystem, Das Unternehmen usw....
 
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Ich habe fachabi und elektroanlagenmonteur gelernt. Ich könnte da auch wieder arbeiten aber mir macht der paketdienst mehr Spaß. Es liegt also nicht immer an der Schulbildung.


Das Problem an der Sache,liegt an den Menschen und Ihren Vorstellungen von Glück, man trichtert Ihnen ein, dass man nur glücklich sein kann, wenn man als Akademiker einen dicken Posten finden. Das es nicht so viele gut bezahlte Jobs gibt, ist ein Anderes. Hab auch in mehreren größeren Unternehmen gearbeitet, bei dem Unternehmen Y, erwirtschaften 500 Mitarbeite die Knete, als Erstes, für den Geschäftsführer, 10 Projekt Manager, IT, Buchhaltung....... und irgend wann kommt der Mitarbeiter, der das Geld reinholt und fast nix davon sieht.

Ganz ehrlich, wir sollten unsere Einstellung ändern zu Berufen, auf die keiner Bock hat, ich bin der Putzfrau täglich Dankbar, dass Sie das Massaker von einigen Mitarbeitern wegmacht. Und wer mal so ne Wurst Explosion gesehen hat, der will das nicht wegmachen.

Manch einer sollte froh sein, dass die dumme Kassierin bis 24 Uhr arbeitet oder die Verkäuferin. Den wer soll die Berufe sonst übernehmen, ah richtig, Einwanderer, Flüchtlinge, Polen, Türken, Italiener, Russen usw, die sind sich ja nicht zu schade.
 
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Ganz ehrlich, unter den Umständen die Fahrer heutzutage arbeiten müssen (Zeitdruck, schlechte Bezahlung etc..) können wir froh sein, dass wir überhaupt noch Pakete bekommen.
Absolut.

Firmen wie DHL, UPS, German Parcel, DPD sollten den Fahrern einfach mal vernünftige Löhne zahlen, mehr Urlaub gestatten so das man auch wieder motiviert ist.

Aktuell ists leider so, dass der Shitstorm für verlorene Pakete und unmotivierte unterbezahlte Zusteller sehr, SEHR viel kleiner ist als der Shitstorm wenn Porto-/Versandkosten durch die Bank überall mal fluffige ~30% steigen würden (was notwendig wäre um den Leuten menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen).

DHL ärgert sich doch lieber mit einer handvoll Leute rum die jden Tag anrufen weil was weg/kaputt/sonstwas ist als den Marketing-Super-GAU mitzumachen wenn ein Standardpaket im Inland auf einmal 10€ kostet damit der Fahrer überm Mindestlohn liegt...

Ihr kennt das doch, jeder meckert über schlechte Löhne und Arbeitsbedingungen aber dem Paketfahrer oder dem Frisör oder der Putzkraft oder oder oder mal nen Euro oder zwei die Stunde mehr zu bezahlen will natürlich auch keiner.
 
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Ich habe fachabi und elektroanlagenmonteur gelernt. Ich könnte da auch wieder arbeiten aber mir macht der paketdienst mehr Spaß. Es liegt also nicht immer an der Schulbildung.

Spaß an der Arbeit ist natürlich ein wichtiger Grund, nur nörgelst du dann nicht, dass du zu wenig Geld bekommst, du könntest ja mehr verdienen. ;)

Mein voriger Post war auch nicht für Studenten oder Schüler gedacht, die können genau so gut bei MC Donalds arbeiten, da gibt es wohl auch nicht mehr Geld.

Ich dachte eher an einen Vollzeitjob für "Erwachsene", für eine Familie und einen vernünftigen Urlaub im Jahr wird es dann doch schon eng. Kenne jemanden, der
bei den Sub-Halsabschneidern gearbeitet hat und erstrebenswert ist es nicht. Da braucht sich dann auch keiner wundern, das die Motivation (bei den Meisten) bei Null liegt.
 
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Du brauchst nicht groß zu sub-Unternehmen und Halsabschneidern zu gehen. Lern doch mal einen der schlecht bezahlten aber dennoch schwierigen Berufe... zum Beispiel Steuerfachangestellter. Die haben zumeist auch nur den Mindestlohn und müssen wesentlich mehr können als von A nach B zu fahren oder irgendwas zu putzen. Da sitzt dann eben der Herr Chef Steuerberater drüber der 9000 brutto im Monat kassiert, da ist für die Angestellten halt nur noch 1600 brutto pro Nase übrig.
 
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Bei mir hier auf dem Land ist bisher alles gut gelaufen, bisher zumindest. Ich habe bisher noch ALLE Pakete bekommen, seis´s von DHL, Post, DPD, Hermes, UPS......
Ich nehme auch gerne die Pakete für alle Nachbarn an und das wissen die Auslieferer. ;)

Bin selbst auf dem Land 80 Einwohner Kaff kenne meinen Postboten auch schon mein Leben lang :D.
Das mit Hermes hat mich auch nicht weiter Gestört was nicht Heute kommt, kommt halt Morgen sehe das nicht so eng mein Leben ist nicht so Kurz.
Das ist wohl auch der Grund warum die Post die Alten los werden will die haben wahrscheinlich noch Verträge bei denen es Geld gibt ;)
 
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Kenne ich alles zur Genüge...
Man nimmt sich extra frei, weil man sich sehr auf seine Bestellung freut, nicht irgendwo abholen kann und natürlich auch ungeduldig ist; wartet dann den ganzen Tag zu Hause, an dem geliefert werden soll und entdeckt dann einen Brief im Briefkasten "nicht angetroffen". Das ist schon extrem ärgerlich.
Darf gar nicht drüber nachdenken, wie oft ich mich schon über Zusteller geärgert habe. Allen voran Hermes. Das sind die schlimmsten. :daumen2:

Natürlich muss man auch die Zustände berücksichtigen, unter denen die armen Teufel arbeiten müssen. Dennoch ist der allgemein Zustand so nicht haltbar. Die Unternehmen sollten da schleunigst was tun!

Du brauchst nicht groß zu sub-Unternehmen und Halsabschneidern zu gehen. Lern doch mal einen der schlecht bezahlten aber dennoch schwierigen Berufe... zum Beispiel Steuerfachangestellter. Die haben zumeist auch nur den Mindestlohn und müssen wesentlich mehr können als von A nach B zu fahren oder irgendwas zu putzen. Da sitzt dann eben der Herr Chef Steuerberater drüber der 9000 brutto im Monat kassiert, da ist für die Angestellten halt nur noch 1600 brutto pro Nase übrig.
1600 sind aber nun wirklich worst case, sprich in einem kleinen Steuerbüro irgendwo im Norden. Im Süden sind in kleineren Steuerbüros 2000+ im ersten Jahr üblich. Ob das nun zu viel oder zu wenig ist, darüber kann man sich natürlich streiten.
 
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In den ganzen Jahren hatte ich erst einmal das Vergnügen das der Windhund beim weglaufen klingelte. Ansonsten kommt alles an und wird auch versucht es zuzustellen. Seit dem die in den Verteilzentren aufgeräumt haben und Delmenhorst als Pip Stop drin ist kommen auch die Sendungen über Bremen zügig. Es ist das einzige was ich öfters bemäkeln musste in der Vergangenheit weil die Pakete teilweise über mehrere Tage in Bremen liegen blieben ( 2 - 3 Tage ) obwohl wir selbst ein Zentrum haben viele Sendungen logisch an unserem Ort vorbei mussten. König war da Herpes der Schutzgott der schlafenden Postillione die brauchten knapp 1,5 Wochen für die Zustellung. Hat sich zwar gebessert wird aber von mir nur im Notfall angekreuzt.
Wer das alles verbockt ist schwer zu sagen aber treffen tut es leider die unterbezahlten Sklaven die am wenigsten dafür können. Mürrische Zusteller keine ich aktuell auch nur eine Trulle vom Briefgeschwader, die komischerweise mit einem Fahrrad fährt anstatt den Besen zu nutzen:devil:
 
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Ich arbeite selber im Support/erweiterten Kundendient eines Paketdienstes und bin somit natürlich mit den Beschwerden vertraut. Was Empfänger oftmals vergessen, ist, dass gerade bei Internationalen Sendungen noch viel mehr dahintersteckt. Da kann ein Paket auch schon mal am Zoll hängenbleiben (bei nicht-EU-Sendungen), ein Frachtflugzeug hat Verspätung, es gibt Stau auf den Autobahnen und die Verbindungs-LKWs treffen nicht rechtzeitig im Depot ein, womit sich die komplette Weiterleitung von mehreren 100 Paketen verzögert, usw.
Essentiell hierbei ist allerdings ein guter Kundendienst, der die Absender und Empfänger bei Verspätungen auch entsprechend informiert. Die Erfahrung zeigt, dass wenn Absender und Empfänger früh genug über eine Verspätung oder den aktuellen Status ihrer Sendung informiert werden, der Ärger dann letztendlich auch einiges geringer ist - gerade auch wenn man plausibel erklären kann, warum es zu dieser Verspätung kam. Was aber natürlich gar nicht geht, ist, ein schlechter Kundenservice sowie unfreundliche oder unzuverlässige Fahrer. Wir haben glücklicherweise motiviertes und freundliches Personal, die meisten Kunden wissen die Dienstleistung somit zu schätzen. Aber schwarze Schafe gibt es leider immer und überall und man sollte sich als Kunde eines Paketdienstes einfach darüber im klaren sein, dass IMMER irgendwas passieren kann und ein Paket möglicherweise auch mal beim Transport beschädigt wird. Die einzige Möglichkeit um 100%ig sicherzustellen dass man sein Paket pünktlich und in Originalzustand erhält, ist die Selbstabholung beim Absender. Bei allem anderen bleibt das Transportrisiko.

Ich finde es allerdings toll, dass es eine solche Anlaufstelle für Beschwerden gibt, die in vielen Fällen sicherlich berechtigt ist. Und ohne die eigene Firma damit grossartig loben zu wollen: der Service von DHL lässt definitiv zu wünschen übrig und ich als Privatperson versuche diesen stets zu meiden. Nur schon bei Zustellzeiten und Daten sind sie extremst unflexibel.
 
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1600 sind aber nun wirklich worst case

Nö, leider nicht. Meine Lebenspartnerin hat (vor dem Mindestlohngesetz) 1440 bruttto verdient (ausgelernte Fachangestellte!) bei >40h/Woche und 21 Tagen Urlaub (24 nach Gesetz gilt nur wenn Samstags gearbeitet wird...). Jetzt sinds beim 2. Arbeitgeber 1680 brutto mit 24Tagen und 39h.

Das ist die aktuelle bittere Realität (im ländlicheren Bereich), du lernst über Jahre einen Beruf, gehst vollzeit arbeiten und hat am Ende des Monats gerundet 1000€ netto. Ich gehe davon aus den Paketboten gehts nicht viel anders. Da hätte ich auch nicht besonders viel Motivation meinen Job ordentlich zu machen, davon kannste ja nicht gescheit leben.
 
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Das ist die aktuelle bittere Realität (im ländlicheren Bereich), du lernst über Jahre einen Beruf, gehst vollzeit arbeiten und hat am Ende des Monats gerundet 1000€ netto. Ich gehe davon aus den Paketboten gehts nicht viel anders. Da hätte ich auch nicht besonders viel Motivation meinen Job ordentlich zu machen, davon kannste ja nicht gescheit leben.

Ist aber gefühlt bei vielen Berufen üblich mein Cousin Fleischer kriegt auch nicht mehr :ka:
Alles andere als schön aber dummerweise muss man ja Arbeiten.
 
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Das schlimme an der Sache ist, dass gerade die Berufe die für die Gesellschaft besonders wichtig sind (soziale Berufe und Jobs die echten Mehrwert durch Arbeit erzeugen/Handwerk) die schlecht bezahlten sind und die Bullshit-Jobs in der ich nenns mal "Geldverwaltung" ohne Ende bezahlt werden.

Der Banker der nichts tut als virtuelle Zahlen zu verschieben deren Gegenwert nicht mal real existiert bekommt ein Vielfaches von demjenigen, der den kranken Vater des Bankers betreut oder den Banker wenn er nen Unfall hat nachts aus seinem Auto schneidet.

Dummerweise sind unsere Jobs völlig falsch von der Gesellschaft bewertet. Die Leute ohne die nichts mehr laufen würde (Handwerker oder der genannte Warenzulieferer/Paketdienst) bekommen oft kaum genug zum leben und die Leute wo es nicht mal auffallen würde wenn sie allesamt mal 4 Wochen verschwunden wären haben Schotter ohne Ende. :ka:
 
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Liegt wahrscheinlich daran das sich immer ein "Trottel" für die wichtigen Berufe findet.
 
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[...]Und ohne die eigene Firma damit grossartig loben zu wollen: der Service von DHL lässt definitiv zu wünschen übrig und ich als Privatperson versuche diesen stets zu meiden. Nur schon bei Zustellzeiten und Daten sind sie extremst unflexibel.

Das höre ich immer wieder. Ich selber hingegen habe mit DHL bisher die besten Erfahrungen gemacht. Da ist jedenfalls noch jedes Paket im guten Zustand angekommen.
Die Ausnahme war damals das Wohnheim zu Studentenzeiten. Da kamen die Pakete mit dem normalen Postboten, der die Karten schon im Voraus geschrieben hatte und nur noch einwarf, ohne überhaupt zu klingeln.
Ein gewisses Maß an Verständnis kann ich da allerdings auch zeigen, da gerade auch in diesem Bereich der Zeitdruck für die Mitarbeiter wohl sehr groß und die Bezahlung eher gering ist. Dass manche dann versuchen, den Zeitaufwand auch mit fragwürdigen Methoden zu reduzieren, ist nur logisch. Aber der Alk hat's ja schon ganz treffend beschrieben...
 
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1600 sind aber nun wirklich worst case, sprich in einem kleinen Steuerbüro irgendwo im Norden. Im Süden sind in kleineren Steuerbüros 2000+ im ersten Jahr üblich. Ob das nun zu viel oder zu wenig ist, darüber kann man sich natürlich streiten.

Wäre schön wenn es so wäre aber in Wirklichkeit ist es Arbeitssuchenden nicht gerade einfach einem miesen Zeitsklaven ungestraft den Finger zu zeigen. Mir wollte man auch mal einen Job bei einem Autoabdecker aufnötigen ( vor dem Mindestlohn ), 1400 Brutto für eine 47,5 Std. Woche + jeden 2. Samstag 6 Std. So sehen dann Sieger aus am unteren Ende der Nahrungskette. Von solchen tollen Jobs könnte ich bequem noch mehrere Dutzend bieten. Da geht es den Paket Jockeys auch nicht besser, die Karre voll bis unters Dach und alles hat gefälligst ausgeliefert zu werden egal wie, und wer es nicht schafft bekommt vom Ollen ordentlich Lack
 
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Das schlimme an der Sache ist, dass gerade die Berufe die für die Gesellschaft besonders wichtig sind (soziale Berufe und Jobs die echten Mehrwert durch Arbeit erzeugen/Handwerk) die schlecht bezahlten sind und die Bullshit-Jobs in der ich nenns mal "Geldverwaltung" ohne Ende bezahlt werden.

Der Banker der nichts tut als virtuelle Zahlen zu verschieben deren Gegenwert nicht mal real existiert bekommt ein Vielfaches von demjenigen, der den kranken Vater des Bankers betreut oder den Banker wenn er nen Unfall hat nachts aus seinem Auto schneidet.

Dummerweise sind unsere Jobs völlig falsch von der Gesellschaft bewertet. Die Leute ohne die nichts mehr laufen würde (Handwerker oder der genannte Warenzulieferer/Paketdienst) bekommen oft kaum genug zum leben und die Leute wo es nicht mal auffallen würde wenn sie allesamt mal 4 Wochen verschwunden wären haben Schotter ohne Ende. :ka:

Naja, ich sehe das gespalten.
Zum einen: Ja die Großverdiener verdienen zu viel und die "normalen" Berufe weit aus zu wenig. Kommt aber definitiv durch unsere Geiz ist Geil Gesellschaft und die unter anderem daraus resultierende Firmenpolitik "Wir lassen alles im Ausland produzieren weil billig".


Zum Thema: Erst letztens hatten wir von DPD einen Zettel für ein Paket ein Haus weiter an der Tür kleben (dort wohnt niemand ...)
Mit DHL wiederum noch nie Probleme gehabt, immer freundlich, schnell und zuverlässig.

Zum anderen: Wie willst du es denn sonst aufteilen? Ich denke Personen die für 1000de Jobs die Verantwortung tragen sollten dann doch etwas besser bezahlt werden als der Handwerker der "nur" für sich selbst verantwortlich ist.

Aber wie gesagt, die soziale Schere ist auch mir viel zu weit auseinander. Es sollte noch möglich sein mit 8 Std. pro Tag mehr als ein Sozialhilfeempfänger zu verdienen und eine Familie zu verhalten.
 
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Nö, leider nicht. Meine Lebenspartnerin hat (vor dem Mindestlohngesetz) 1440 bruttto verdient (ausgelernte Fachangestellte!) bei >40h/Woche und 21 Tagen Urlaub (24 nach Gesetz gilt nur wenn Samstags gearbeitet wird...). Jetzt sinds beim 2. Arbeitgeber 1680 brutto mit 24Tagen und 39h.
Das ist die aktuelle bittere Realität (im ländlicheren Bereich), du lernst über Jahre einen Beruf, gehst vollzeit arbeiten und hat am Ende des Monats gerundet 1000€ netto. Ich gehe davon aus den Paketboten gehts nicht viel anders. Da hätte ich auch nicht besonders viel Motivation meinen Job ordentlich zu machen, davon kannste ja nicht gescheit leben.
Habe mehrere Steuerfachangestellte in der Familie. Alle haben mit mehr, nämlich den besagten 2000+, angefangen. Ihren Kollegen gehts ähnlich. Auch gibts mehr als 21 Tage Urlaub. In der Stadt allerdings und BW... Vielleicht macht das den Unterschied.
1440 Brutto ist natürlich echt krass wenig. Da hätte ich wenig Motivation zu 40h/Woche zu arbeiten.
Offenbar muss man aber auch in der Diskussion recht stark regionale Unterschiede berücksichtigen.
 
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Ich hatte noch nie Probleme mit DHL oder ähnlichem. Manchmal kommen die Pakete nur etwas spät (also später tagsüber als üblich), was mir aber eigentlich egal ist. Vielleicht wurde einmal kein Zettel eingeworfen, dass das Paket bei einem Nachbarn ist, aber das kann ja jedem mal passieren.
 
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Ich verstehe hier viele Ansätze, aber mich wundert es das noch keiner mal schreibt was man heute so für 5,90euro erwartet...
Eine pizza bekommen ich nicht beim lieferdienst, aber man erwartet das das packet quer durch Deutschland nur dann an kommt, wenn man abends 18:30 Uhr zu Hause hockt und vermutlich den Beschwerde Brief schon vorbereitet hat...

Es macht sich auch keiner Gedanken, das es für den Fahrer vermutlich mehr Aufwand ist das ding in sein Depot zurück zu bringen und sein cheff vermutlich nicht einmal Geld für die geplatzte Zustellung bekommt.

Nur meine Meinung, eventuell sollte man das objektiver diskutieren. Wenns zum Beispiel um bio geht wird für den Bauern ohne ihn zu kennen bis aufs Messer diskutiert...

Ich persönlich habe oft bedenken, das oft Beschwerden geschrieben werden, nur um einen Rabatt für sein erworbenes Gut zu bekommen.
 
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