Bericht: 560.000 Deutsche sind internetsüchtig - vermutlich

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Sorry, nennt mich da jetzt unsozial, aber hier ist jeder selber in der Pflicht. Bei Kindern bis 18 MÜSSEN die Eltern den Überblick über den I-Net/Games Konsum ihrer Kinder haben und jeder Volljährige ist selber dafür verantwortlich was er mit seinem Leben anstellt. Drogen kommen auch nicht auf einen zu und sagen nimm mich, ich mache süchtig. Ne sorry, mit Leuten die wirklich soweit absacken das außer Rechner rein gar nichts mehr geht habe ich kein Stück Mitleid, dafür ist das Leben zu kurz!

Du willst jetzt nicht wirklich an Symptomen den Wert eines Menschen bestimmen, oder? ;)

Stell Dir mal vor ein wichtiger Mensch der Dir sehr nahe steht stirbt und Du kannst mit der emotionalen Last nicht umgehen und flüchtest Dich in eine Sucht - egal welche. Würdest Du so einem Menschen nicht helfen wollen? Ich hoffe doch schon! =)
 
AW: Bericht: 560.000 Deutsche sind internetsüchtig - vermutlich

Ich bin Informatiker und erschrecke mich seit Jahren wie immer mehr Jugendliche und auch Erwachsene immer mehr vor der Welt des PCs des Internets und Handys und und und It mäßig richtig abhängig machen davon. Ich finds schade wenn ich meinen Sohn anschau, er ist der einzige seiner Klasse mit fast 8 Jahren der keine Konsole besitzt. Vor 10 Jahren hatten wir noch 20 Kinder im Dorf die täglich Fußball Hockey uzsw..... draussen spielten... Die Kinder sind jetzt Erwachsen dennoch leben jetzt soviele Kinder wie noch nie in unserem Dorf. Die Eltern haben immer weniger Bezug zu ihren Kindern und das gesellschaftliche Leben wird immer mehr in Sozialnetworks ausgelebt. Ich sehs als Gefahr wenn diese Jugend Erwachsen wird wie werden sie mit Problemen umgehen können? Einen Pc kann man einfach aus machen das geht im Reallife nicht. Ich selber hatte riesen Probleme Jahrelang Realität und Flucht in die digitale Welt zu unterscheiden und benötigte viele Jahre um die Probleme die ich mir dadurch anhäufte zu beseitigen. Dafür benötigte ich professionelle Hilfe und ich bin sehr dankbar drum.

Jeder sollte sich selbst hinterfragen für was und wie sehr man sich von der virtuellen Realität abhängig machen lässt.
 
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Ich bin Informatiker und erschrecke mich seit Jahren wie immer mehr Jugendliche und auch Erwachsene immer mehr vor der Welt des PCs des Internets und Handys und und und It mäßig richtig abhängig machen davon. Ich finds schade wenn ich meinen Sohn anschau, er ist der einzige seiner Klasse mit fast 8 Jahren der keine Konsole besitzt. Vor 10 Jahren hatten wir noch 20 Kinder im Dorf die täglich Fußball Hockey uzsw..... draussen spielten... Die Kinder sind jetzt Erwachsen dennoch leben jetzt soviele Kinder wie noch nie in unserem Dorf. Die Eltern haben immer weniger Bezug zu ihren Kindern und das gesellschaftliche Leben wird immer mehr in Sozialnetworks ausgelebt. Ich sehs als Gefahr wenn diese Jugend Erwachsen wird wie werden sie mit Problemen umgehen können? Einen Pc kann man einfach aus machen das geht im Reallife nicht. Ich selber hatte riesen Probleme Jahrelang Realität und Flucht in die digitale Welt zu unterscheiden und benötigte viele Jahre um die Probleme die ich mir dadurch anhäufte zu beseitigen. Dafür benötigte ich professionelle Hilfe und ich bin sehr dankbar drum.

Jeder sollte sich selbst hinterfragen für was und wie sehr man sich von der virtuellen Realität abhängig machen lässt.

Cooler Beitrag, der den Bezug zur Medienkompetenz von Erziehungsverantwortlichen mit ins Boot holt. Vielen Dank dafür.
 
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Sorry, nennt mich da jetzt unsozial, aber hier ist jeder selber in der Pflicht. Bei Kindern bis 18 MÜSSEN die Eltern den Überblick über den I-Net/Games Konsum ihrer Kinder haben und jeder Volljährige ist selber dafür verantwortlich was er mit seinem Leben anstellt. Drogen kommen auch nicht auf einen zu und sagen nimm mich, ich mache süchtig. Ne sorry, mit Leuten die wirklich soweit absacken das außer Rechner rein gar nichts mehr geht habe ich kein Stück Mitleid, dafür ist das Leben zu kurz!
Eine Sucht ist eine Krankheit, egal ob man sich die quasi selbst eingebrockt hat, oder es durch irgendwelche Umstände dazu kam. Und Krankheiten wie eine Sucht kann man nicht so einfach selbst kurieren. Man kann sich auch ne Lungenentzündung einholen, wenn man meint im tiefsten Winter nur mit kurzen Klamotten bekleidet Joggen gehen zu müssen (meinetwegen, weil er sportsüchtig ist, um ungefähr beim Thema zu bleiben^^). Diese Krankheit wäre auch aus eigener Fahrlässigkeit entstanden, soll man denjenigen deswegen jetzt verrecken lassen?

Du musst ja nicht nachvollziehen können, wie diese Menschen erkrankt sind, aber zu sagen, sie hätten es nicht verdient, dass ihnen geholfen wird, ist in der Tat sehr unsozial.
 
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Du willst jetzt nicht wirklich an Symptomen den Wert eines Menschen bestimmen, oder? ;)

Stell Dir mal vor ein wichtiger Mensch der Dir sehr nahe steht stirbt und Du kannst mit der emotionalen Last nicht umgehen und flüchtest Dich in eine Sucht - egal welche. Würdest Du so einem Menschen nicht helfen wollen? Ich hoffe doch schon! =)

Sicherlich würde ich versuchen entsprechenden Mensch aufzufangen oder wachzurütteln. Wenn er sich aber in bereits eine Sucht flüchtet kann ich ihm nicht mehr helfen. Dafür braucht man dann professionelle Hilfe, das kann unsereins nicht stemmen und macht es sogar noch schlimmer. Glaube mir, ich habe eine solche Situation schon durch, den Fehler mache ich nie wieder in meinem Leben!
 
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Sicherlich würde ich versuchen entsprechenden Mensch aufzufangen oder wachzurütteln. Wenn er sich aber in bereits eine Sucht flüchtet kann ich ihm nicht mehr helfen. Dafür braucht man dann professionelle Hilfe, das kann unsereins nicht stemmen und macht es sogar noch schlimmer. Glaube mir, ich habe eine solche Situation schon durch, den Fehler mache ich nie wieder in meinem Leben!

In diesem Punkt hast Du natürlich Recht - als "normaler" Mensch kann man so etwas nicht ohne professionelle Hilfe stemmen, sonst ist man anschließend selber reif für die Insel.
 
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... Ich finde die Zahl interessant ! Woher haben sie die ? Nocht jeder der Online ist , sürft auch !

Aber einer meiner Vorredner hat recht ! Portale wie Facebook und Konsorten tragen die Hauptschuld an I-Netsucht .

Die natürliche Neugier und die Leichtigkeit an Daten zu kommen machen den Menschen abhängig und faul .... is so !

Aber geredet wird viel , ändern wird sich nicht wirklich etwas .

Ein Beispiel wie es meiner Meinung sein sollte : Mein Kind sürft --- ohne quatsch --- 1 Stunde die Woche ! Nimmt sich sonst stattdessen lieber n Buch zum lesen !
Facebook,Knuddels,SchülerVZ? OHNE MICH ! Verboten !!!! ----- Ja ich bin ein gemeiner Vater :aber stolz darauf ,
das meine Lütte weis wie eine Sonnenblume aussieht und Tiere bennennen kann sie sie live sieht ;)!
Ich kenn genug Eltern die lieber ihre Ruhe vor den Nachwuchs haben wollen anstatt sich zu kümmern ......Entweder Sürfen/Zoggen sie den
ganzen Tag oder Die Kinder!Es wird häufiger .....
 
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... Ich finde die Zahl interessant ! Woher haben sie die ? Nocht jeder der Online ist , sürft auch !

Aber einer meiner Vorredner hat recht ! Portale wie Facebook und Konsorten tragen die Hauptschuld an I-Netsucht .

Die natürliche Neugier und die Leichtigkeit an Daten zu kommen machen den Menschen abhängig und faul .... is so !

Aber geredet wird viel , ändern wird sich nicht wirklich etwas .

Ein Beispiel wie es meiner Meinung sein sollte : Mein Kind sürft --- ohne quatsch --- 1 Stunde die Woche ! Nimmt sich sonst stattdessen lieber n Buch zum lesen !
Facebook,Knuddels,SchülerVZ? OHNE MICH ! Verboten !!!! ----- Ja ich bin ein gemeiner Vater :aber stolz darauf ,
das meine Lütte weis wie eine Sonnenblume aussieht und Tiere bennennen kann sie sie live sieht ;)!
Ich kenn genug Eltern die lieber ihre Ruhe vor den Nachwuchs haben wollen anstatt sich zu kümmern ......Entweder Sürfen/Zoggen sie den
ganzen Tag oder Die Kinder!Es wird häufiger .....

Mir steht es als Mensch ohne Kinder natürlich nicht zu, Erziehungsmethoden zu bewerten. Allerdings stelle ich mir auch ohne Kinder die Frage, ob man als Berufsteilnehmer in naher Zukunft nicht Nachteile hat, wenn andere Bewerber um einen Job deutlich mehr Erfahrung mit dem Internet und den relevanten Plattformen haben.

Vermutlich ist wie so oft die goldene Mitte der richtige Weg, aber mich wird es als zukünftiger Vater in Spe sicherlich vor eine große Herausforderung stellen, mit dem Nachwuchs Schritt zu halten.
 
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Vermutlich ist wie so oft die goldene Mitte der richtige Weg, aber mich wird es als zukünftiger Vater in Spe sicherlich vor eine große Herausforderung stellen, mit dem Nachwuchs Schritt zu halten.

Zumindest in Technikfragen haste glaub ich als PCGH Redakteur wesentlich weniger Probleme mit dem Schritthalten wie so manch anderer (werdender) Vater ;)
 
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... Ich finde die Zahl interessant ! Woher haben sie die ? Nocht jeder der Online ist , sürft auch !
Sie haben 15.000 Menschen nach ihrem Internet-Verhalten befragt, bestehend aus einer repräsentativen Menge an Menschen (alle Alterschichten, Bildungsschichten...). Dann haben sie geschaut, wie viele davon süchtig sein könnten. Das rechnet man dann hoch auf die Gesamtbevölkerung. So was nennt man Statistik und klappt erstaunlich gut, wenn die Stichprobe nur hinreichend groß ist ;).
 
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So was nennt man Statistik und klappt erstaunlich gut, wenn die Stichprobe nur hinreichend groß ist ;).

Ich persönlich halte eine Stichprobe von in diesem Falle nicht mal 0,02% nicht für hinreichend groß. Ich bin kein Experte für Umfragen/Persönlichkeitstests usw. aber wenn ich das mit meiner Berufserfahrung vergleiche ist der Wert nicht mal annähernd ausreichend. Bei "Stichprobenkontrollen" werden bei uns mindestens 1% der Teile geprüft um statistisch gute Daten über die Grundgesamtheit erfassen zu können (und hier gehts auch um sehr große Stückzahlen wenn auch keine 82 Millionen).

Ich denke mal diese Zahl wird einfach aus Kosten und Aufwandsgründen bei solchen Studien nicht erreicht - wer will schon 820.000 Leute fragen^^
 
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Hatte zwar mehrere Statistik Vorlesungen, aber kann leider auch nicht mehr sagen, wie man die Stichprobengröße berechnet :/ (Der Mensch vergisst schnell, vor allem wenn man das Wissen nicht nutzt^^), es gab eine richtige Formel dafür, Wikipedia kennt sie sicherlich ;).

100% genau werden die Zahlen sicher nicht sein, können sie auch nicht (Kehrseite der Statistik-Medaille), aber ich denke bei 15000 Befragten wird das schon nicht ganz so weit weg vom Schuss sein.
 
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Hatte zwar mehrere Statistik Vorlesungen, aber kann leider auch nicht mehr sagen, wie man die Stichprobengröße berechnet :/ (Der Mensch vergisst schnell, vor allem wenn man das Wissen nicht nutzt^^), es gab eine richtige Formel dafür, Wikipedia kennt sie sicherlich ;).

Sicher gibts da Formeln für (die ich auch wieder vergessen habe obwohl Statistik nicht mal 2 Jahre her ist bei mir :-D), viele Aspekte sind da aber nicht erfasst und das sind wahrscheinlich die ausschlaggebenden für die geringe Probenzahl in diesem Falle. Die Wirtschaftspsychologische Gesellschaft meint zu dem Thema "Kleine Stichproben":

Ein Kriterium, das auf der Hand liegt, sind die verfügbaren Ressourcen und die Zeit. Damit liegt zumindest einmal eine Obergrenze fest. Auch die Heterogenität der Population ist entscheidend. Je unterschiedlicher eine Grundgesamtheit ist, desto mehr sollten davon erhoben werden, um einen passenden Eindruck zu erhalten. Ist ein Merkmal nur sehr selten in der Grundgesamtheit enthalten und sollen dennoch genaue Angaben dazu gemacht werden, sind größere Stichproben notwendig. Ausserdem: Je niedriger die Varianz der interessanten Merkmale sind, desto geringer ist der Standardfehler. D.h. große Stichproben, die homogen sind, schätzen Populationsparameter genauer. Die erforderliche Reliabilität also Genauigkeit der Schätzung hängt eng mit statistischen Kriterien für die Größe der Stichprobe zusammen. Je größer die Stichprobe, desto genauer die Schätzung. Eigentlich gilt das nur für Zufallsstichproben. Doch wird diese Regel auch oftmals auf nicht zufällige Stichproben, wie etwa Quotenstichproben angewendet.Bei wichtigen Entscheidungen mit großen Risiken (etwa Produkttests bei Medikamenten) sind größere Sicherheiten und damit größere Stichproben erforderlich. In der Praxis sind Erfahrungen aus Vergleichsstudien oft ein wichtiger Indikator. Hat man in der Vergangenheit zum Beispiel festgestellt, dass in einem bestimmten Bereich die Angaben von ca. 50 Kunden bereits ein relativ klares Bild geben, braucht man zumindest nicht mehr als 100 Kunden befragen. Ein wichtiges Kriterium ist natürlich auch der Wert der Information. Man wird die Stichprobe nicht in einer Größe erheben, die der Wert der gewonnenen Daten nicht rechtfertigt.

Der erste und letzte Punkt sind wohl diejenigen die hier begrenzen^^
 
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Es sind wahnsinnig viele Menschen wie ich in meinem täglichen Berufsleben sehe. Es gibt ne Forschung über Intelligenz und PC. Die Erschreckend feststellt das Jugendliche sehr schnell in die Sucht geraten und dadurch das Reallife einfach nicht lernen und so ziemlich schnell ziemlich krass verdummen. Es is hart gesagt aber leider sieht man es an den Schulen Unis täglich warum wieso Leute nicht mal mehr die einfachsten Matheergebnisse im Kopf errechnen können. Mal schaun wie sich diese Diskussion in 10 Jahren führen lässt......
 
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Ein paar relevante, wissenschaftliche Informationen, die zur Diskussion beitragen könnten:



1. Diagnostische Kriterien nach ICD 10 für die Abhängigkeit von einer Substanz
(drei oder mehr der sechs Punkte müssen für mindestens einen Monat anhalten)

  • Starker Wunsch oder eine Art Zwang eine Substanz zu konsumieren
  • Verminderte Kontrollfähigkeit (bzgl. Beginn, Beendigung und Menge des Substanzkonsums)
  • Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung des Konsums oder Verminderung der Entzugssymptome durch erneuten Substanzkonsum
  • Nachweis einer Toleranz (d.h. Dosiserhöhung ist notwendig, um die gewünschte Wirkung zu erreichen)
  • Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums, erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen
  • Anhaltender Substanzkonsum trotz Nachweis eindeutig schädlicher Folgen (körperlich, sozial, psychisch)

2. Diagnostische Kriterien nach ICD 10 für den schädlichen Gebrauch (=Missbrauch) von einer Substanz
Diese Diagnose erfordert eine tatsächliche Schädigung der psychischen oder physischen Gesundheit des Konsumenten. Diese kann eine körperliche Störung sein (z.B. Alkoholgastritis, Fettleber) oder eine psychische Störung, z.B. eine depressive Episode nach massivem Alkoholkonsum.
Die Kriterien müssen über ein Jahr vorhanden sein, um die Diagnose des Missbrauchs zu stellen und nicht für die Diagnosestellung der Abhängigkeit ausreichen.


3. Substanzungebundene Süchte
Die substanzungebundenen oder auch Verhaltenssüchte sind keine scharf abgegrenzte eigene Störungskategorie (Was jedoch diskutiert wird). Sie finden sich im ICD-10 überwiegend unter F6 „Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen“ genauer F63 „abnorme Gewohnheiten/Störungen der Impulskontrolle“.

Dennoch weisen die Störungen starke symptomatische Ähnlichkeiten zu substanzgebunden Süchten auf. --> Gedanken drehen sich um Suchtverhalten, Vernachlässigung sozialer Kontakte, Verlust sozialer Kontakte, der Arbeit aufgrund Einengung des Verhaltens auf das Suchtverhalten, Toleranzentwicklung bei Spielsucht usw.
Bsp.: Spielsucht oder pathologisches Spielen F63.0:
· Beharrliches, wiederholtes Glücksspiel, das anhält und sich trotz negativer sozialer (Verarmung, Störung familiärer Verhältnisse), aufrechterhält bzw. steigert
· Abgrenzung nötig von:

[FONT=&quot]o [/FONT]Z72.6: Gewohnheitsmäßiges Spielen um Geld zu verdienen oder aufgrund der Spannung…
[FONT=&quot]o [/FONT]Exzessives Spielen während einer Manie
[FONT=&quot]o [/FONT]Spielen im Rahmen von F60.2 dissoziale Pers. Störung.

  • Prävalenz
    • Männer sind häufiger betroffen als Frauen
    • in Deutschland ca 100.000 Betroffene (Wikipedia)
4. Behandlungsmöglichkeiten von Spielsucht(aus Wikipedia):
Die Therapie erfordert sowohl psychotherapeutische (multimodale Psychotherapie) Maßnahmen wie auch Hilfestellungen zur Schuldenregulierung. Empfehlenswert ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe, z. B. an der der Anonymen Spieler.
Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim eröffnete im Januar 2009 eine Ambulanz für Spielsüchtige. Diese wird finanziert durch das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Soziales. In Österreich finden Betroffene und Angehörige im Institut Glücksspiel & Abhängigkeit allumfassende Hilfestellungen. Das Institut mit Sitz in Salzburg wurde 2002 gegründet und finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Beratungsverträge. Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.

5. Befunde

In einer aktuellen Studie (Grant et al.: A double-blind, placebo-controlled study of the opiate antagonist naltrexone in the treatment of pathological gambling urges) konnten mit Naltrexon (Opioidantagonist --> wird auch bei der Heroinabstinenz eingesetzt) 40 Prozent der Teilnehmer wenigstens einen Monat auf das Spielen verzichten, in der Placebogruppe waren es hingegen nur knappe 11 Prozent!

Studie von Hahn & Jerusalem (2001): in Deutschland sind ca. 2,7% der Bevölkerung internetsüchtig
• Begriff „Internetsucht“ ist Problem beladen, besser „exzessiver Internetgebrauch“

Fragebogen zur Internetsucht: Internet Addiction Questionnaire (Young, 1996)

Faktoren, die Internetsucht begünstigen, Studie von Montag, Jurkiewicz & Reuter (under review):
Selbstgerichtetheit (SelfDirectedness) (=Die Fähigkeit aktiv Probleme zu bewältigen und die eigene Person bzw. Persönlichkeit zu akzeptieren) ist ein besserer Prädiktor als Neurotizismus für exzessiven Internetgebrauch.

[FONT=&quot]Bildgebungsstudien deuten auf eine veränderte Funktion des mesokortikolimbischen dopaminergen Belohnungssystems sowohl bei stoffgebundener als auch bei stoffungebundener Abhängigkeit hin. [/FONT]Idee: sowohl stoff- als auch nicht stoffgebundene Süchten liegen die gleichen biologischen Mechanismen zu Grunde (wölfing et al., 2009)

Persönlichkeit und pathologisches Glücksspiel


  • Moran (1970), Seager (1970) & Blaszynksi et al. (1985) fanden einen Zusammenhang zwischen pathologischem Glücksspiel und erhöhten Neurotizismuswerten (gemessen mit EPQ)
  • Erhöhte Depressionswerte (Moravec & Munley, 1983; Graham & Lowenfeld, 1986) sowie erhöhten Werten auf Psychopathie (Roston, 1961; Bolen et al., 1975) bei Glücksspielern gemessen mit dem MMPI
  • Sensation Seeking: uneinheitliche Befunde
  • Höhere Werte auf Eysenck’s Impulsivity Scale (Perry, 2001)
  • Insgesamt: Assoziationen mit negativer Emotionalität & Impulsivität, es gibt aber auch nicht so etwas wie eine „Spielerpersönlichkeit“ – es handelt sich eher um persönlichkeitsbedingte Risikofaktoren.
  • Achtung vor dem Henne-Ei Problem: Das sind Korrelationen und keine Kausalzusammenhänge!
Geschlecht und pathologisches Glücksspiel

  • Das Geschlecht erwies sich in bundesdeutschen Untersuchungen als zuverlässiger Prädiktor für die Teilnahme an Glücksspielen. Männer sind in der Regel „spielfreudiger“ als Frauen.
  • In Casinos machen Frauen gerade 20% der Spieler aus, obwohl 50 % der Besucher weiblich sind (eher als Begleitung ^^)
  • Beim „kleinen Spiel“ der Automatencasinos sind allerdings über die Hälfte der Spieler weiblich (Hübl et al., 1987)
  • Vielleicht aussagekräftiger sind Daten von Bühringer & Türk (1987) mit einer repräsentativen Umfrage in den neuen und alten Bundesländern: dort spielen 13,1 % bzw. 12,6 % der Männer und 2,9 % bzw. 1,2 % der Frauen (Verhältnis 1:4 bzw. 1:10)
[FONT=&quot]Durch die Emanzipation der Frau und deren finanzielle Unabhängigkeit zeigen sich hier aber ebenfalls stark steigende Zahlen unter den Spielerinnen[/FONT]
 
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AW: Bericht: 560.000 Deutsche sind internetsüchtig - vermutlich

Es is hart gesagt aber leider sieht man es an den Schulen Unis täglich warum wieso Leute nicht mal mehr die einfachsten Matheergebnisse im Kopf errechnen können. Mal schaun wie sich diese Diskussion in 10 Jahren führen lässt......

Oh ja... da gehe ich letzte Woche in ein Billard-Cafe mit einem Freund um unsere bescheidenen Künste zu erweitern.
Nach einiger Zeit und 2 Bier pro Nase gebe ich der Bedienung (Mitte 20 schätze ich, jede freie Sekunde am Smartphone am rumtippen) die mir auf dem Taschenrechner vorrechnet, dass 4,50 und 3,20 ganze 7,70€ sind einen 10er und sage noch da er flott bedient hat "mach 8€".

Könnt ihr euch vorstellen, dass der Mann "10-8" in den Taschenrechner getippt hat?

Hoffentlich nimmt die Sucht keine Überhand weil wenn es wirklich so ist wie behauptet wird und das die Intelligenz beeinträchtigt... oh weh^^
 
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Und das hat genau was mit dem Thema zu tun? :rollen:

Übrigens sind 15000 Versuchspersonen statistisch gesehen nicht gerade wenig!
 
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Und das hat genau was mit dem Thema zu tun? :rollen:

Naja so wie der Kerl sich verhalten hat ist es nicht sonderlich abwegig dass er einer der "Süchtigen" ist - das Beispiel ist mir grade dazu eingefallen weil Cartier die Brücke Inetsucht - Intelligenzschwund schlagen wollte.
Keine Ahnung ob dem wirklich so ist aber für völlig abwegig halte ichs nicht.

Ob 15000 hier ausreichen weiß ich nicht wie gesagt ich habe von Statistik nur ein wenig Ahnung bei Werkstoffprüfung, weniger bei lebenden Objekten ;)
Mir ists nur sehr wenig vorgekommen im Vergleich zu dem was ich sonst so kenne.
 
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Vielleicht ebenfalls etwas OT, aber mich würden Studien über den Zusammenhang von psychischen Erkrankungen und die immer größer werdende Informationsflut durch diverse Kanäle sehr interessieren. Es muss ja nicht immer Sucht in Zusammenhang mit der EDV sein... Ich würde wetten, dass Burnout im Zuge der Digitalisierung die Chance auf eine Top-Platzierung bei den Volkskrankheiten der Zukunft hat.
 
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Hat jemand gemerkt, dass die Frau Drogenministerin einen niederländischen Nachnamen hat? Ironie anywhere? :ugly::ugly::ugly:
 
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