Bedingungsloses Grundeinkommen?

dass man es den meisten Leuten schonend vermitteln sollte
Ich glaub da sind wir uns einig, dass so etwas nicht von 0 auf 100% von heute auf Morgen kommen sollte. Das gäb' sonst ein einziges Chaos, was keiner will.
Langsam und schonend über Jahre, so alle 2 Jahre eine Stufe weiter, das wäre glaub ich langsam genug, dass sich alle mit dem Gedanken anfreunden können und nicht zu extremen Reaktionen neigen.

Die meisten werden sagen ... lass es erst mal langsam kommen und dann schaun wir mal ...
Und dann kann man über die Jahre wirklich langsam schauen. :)

Wegen der ersten Stufe wird sich da noch nix großartig ändern, am Verhalten der Leute.
Außer dass sich alle aktiv mit dem was kommt beschäftigen und das gedanklich auch durchgehen.
Is glaub ich ne gute Sache das stufenweise einzuführen.

So gibt es nur sehr abgefederte Reaktionen.

Auch Arbeitgeber könnten sich so besser darauf vorbereiten. z.B. mit den Mitarbeitern reden, wer in Teilzeit gehen will, in der nächsten Stufe in 2 Jahren usw. .
Hab ich meiner Chefin vorgeschlagen...
Da spielt die nicht mit. Sie hat mit Schweigen geantwortet.
Das ist schade.
Ich hab's noch gar nicht versucht. Momentan muss ich noch mehr schackern für Kohle.
Aber so ab wenn ich Mitte 50 bin, könnte ich mir durchaus vorstellen, die Stunden etwas zu reduzieren. Keine Ahnung ob das dann geht. Paar Jahre hab ich ja noch. Hab mich da noch nicht schlau gemacht.

Da wären wir wieder beim langsam vorbereiten und schlau machen. :D
 
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Das Problem ist halt, dass mein Arbeitsplatz Geld kostet. Und das ist fix. Die Fläche, die Lizensen (windows und co.), die leasingrate für den PC. Und ich kann den Platz ja nicht teilen wenn ich z.B. 30h die Woche gehe. Der Arbeitsplatz ist halt effektiver wenn ich 40h oder mehr gehe.

Das war auch mehr eine Spaßfrage und meine Chefin weiß das. Aber bis zur Rente 40h+ Woche? Ich hoffe nicht
 
Bezüglich freiwillige Dienste, Ehrenamt usw. wäre glaube ich mehr geholfen, eben keine Verpflichtung einzufordern, sondern die Leute machen zu lassen.
Guck dir doch die Feuerwehr an, wenn es genug Freiwillige gibt alles schön, wenn nicht werden Bürger der Gemeinde verpflichtet. Sogar alle Geschlechter, wie hier in Bayern
Einfach gesagt: Aus einem dummen Arschloch machst du keinen heiligen Helfer, weil er mehr Zeit hat.
Der bleibt ein dummes Arschloch. War er aber vorher auch schon. ;)
Da hab ich aber anderes gehört, die Wehrpflicht hat aus dem ein oder anderen einen besseren Menschen gemacht.
Ob er nun wirklich gedient hat und sich dort entwickelt hat oder gar keinen Bock auf Militär hatte und durch den
Ersatzdienst etwas erlebt hat, dass das eigene Leben verändert hat.
Beides schon oft genug gehört.
Viele Menschen müssen erst lernen, wie befriedigend es ist, nicht für den eigenen Lebensunterhalt, sondern für das Wohlergehen Aller zu arbeiten.
Ob das reicht?
In vielen besonders in kleineren Gemeinden hat ehrenamtliche Arbeit auch erheblich mit gesellschaftlichen Ansehen zu tun. Aber auch so machen das viele aus Spaß und nicht aus einem Gedanken, dass man anderen hilft.
 
wenn nicht werden Bürger der Gemeinde verpflichtet. Sogar alle Geschlechter, wie hier in Bayern
Is das echt ? Kann mir gar nicht vorstellen, dass das echt sein soll.
Wie soll das denn gehen ? Jemand verpflichten etwas zu tun, was er nicht will ?
Vor allem dann noch, wenn's um Menschenleben retten geht ?
Also ich würde mich da eher auf Berufs- oder freiwillige Feuerwehr verlassen, als auf jemand, der dort hin befohlen wurde, obwohl "kein bock".
die Wehrpflicht hat aus dem ein oder anderen einen besseren Menschen gemacht.
Ok, da hast du n Argument ! Lass ich so unkommentiert stehen. :daumen:
 
Is das echt ? Kann mir gar nicht vorstellen, dass das echt sein soll
Natürlich ist das echt...
Wie soll das denn gehen ? Jemand verpflichten etwas zu tun, was er nicht will ?
Also in Kriegen hat das hervorragend funktioniert
Also ich würde mich da eher auf Berufs- oder freiwillige Feuerwehr verlassen, als auf jemand, der dort hin befohlen wurde, obwohl "kein bock".
Die Pflichtfeuerwehr gibt es ja auch nur, wenn es keine andere Feuerwehr gibt. Deswegen gibt es ja auch kaum Pflichtfeuerwehren und manche gab es nur deswegen weil die Freiwillige mit der Gemeinde Meinungsverschiedenheiten hatten und alle ausgetreten sind und dann zur Pflichtfeuerwehr wurden.
 
Richtig verhöhnend fand ich ja die 1 Euro Jobs. Weiß gar nicht ob es die noch gibt.
Und zu ehrenamtlichen Tätigkeiten: die sollten auf jeden Fall freiwillig bleiben.
Aber ich kann mir vorstellen wenn ich mal in Rente bin, das ich mich um die Betreuung von Senioren kümmere.
Gespräche, Spiele spielen oder spazieren gehen/fahren.
Ich hatte früher mal ein Praktikum im Altenheim gemacht und das hat mir da Spaß gemacht.
Aber erst wenn die Corona-Kacke wieder vorbei und es da Entwarnung gibt.
Wobei die Alten gerade jetzt Betreuung bräuchten, aber ich gehöre selber zu einer Risikogruppe.
Knackis könnten von mir aus noch allgemeinnützige oder soziale Arbeiten machen.
 
Also in Kriegen hat das hervorragend funktioniert
Tja, leider. Anstatt n Tee mit jemand zu trinken, den man noch nicht kennt, schießt man ihm lieber ne Kugel in den Kopf.

Deswegen gibt es ja auch kaum Pflichtfeuerwehren
Und das ist auch gut so.
Da sollte dann eine Berufsfeuerwehr einspringen. Aber das kostet natürlich Geld. ;) Schlecht, schlecht.

Ich würd' denen was husten ! Pflichtfeuerwehr. :stupid:
 
Wäre für viele Gemeinden dann nicht bezahlbar.
Dann muss der Staat halt einspringen.
Das ist eine absolut unverzichtbare Einrichtung, für die Allgemeinheit.

Polizei is ja auch teuer.
Man kann aber nicht sagen, dass wir die einfach mal abschaffen.

Obwohl ... in manchen kleineren Städten gibt es ja schon keine Wache mehr.
Eine sehr schlechte Entwicklung in meinen Augen.
Was die wichtigste Infrastruktur angeht, ist vieles ziemlich kaputt gespart.
Das sollte schleunigst wieder geändert werden. Und Feuerwehr gehört in den gehobenen Dienst, meiner Meinung nach. Kenn mich da zwar nicht so aus, aber es gibt Leute die wesentlich besser bezahlt werden, die nicht solche wichtigen Tätigkeiten ausführen.
Aber das gilt ja für so viele Bereiche, siehe Pflege usw. .
 
Hm ? Ich meinte dort wo halt gar keine Feuerwehr mehr ist, oder geschlossen wird, weil die Gemeinde es sich nicht leisten kann,
Wäre für viele Gemeinden dann nicht bezahlbar.
soll der Staat, also von Bund Seite aus finanzieren.
Dass das eine z.B. vom Land is(z.B. Polizei) und das andere wieder anders, weiß ich auch.

Du hast doch gesagt,
und manche gab es nur deswegen weil die Freiwillige mit der Gemeinde Meinungsverschiedenheiten hatten und alle ausgetreten sind und dann zur Pflichtfeuerwehr wurden.
Da müsste, wenn es anders nicht geht, halt dann der Bund einspringen und das finanzieren(Berufsfeuerwehr). Es geht doch nicht, dass es irgendwo keine Feuerwehr gibt, im bestimmten Umkreis. Wer löscht denn dann, wenn's brennt und andere Sachen ?
Das meinte ich.

Von wegen:
Wäre für viele Gemeinden dann nicht bezahlbar.
Dann sollen sie es halt nicht bezahlen. Sondern der Bund.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob das reicht?
In vielen besonders in kleineren Gemeinden hat ehrenamtliche Arbeit auch erheblich mit gesellschaftlichen Ansehen zu tun. Aber auch so machen das viele aus Spaß und nicht aus einem Gedanken, dass man anderen hilft.
Klar, das hat - nicht nur in kleinen Gemeinden - auch viel mit Networking sowie sozialem Ansehen zu tun. Und manche sind auch deshalb bei der Freiwilligen Feuerwehr, weil da nebenbei auch öfter kräftig der Durst gelöscht wird.

Das finde ich, ehrlich gesagt, aber auch nicht schlimm. Der Mensch ist nie ganz ohne Egoismus - gerade deshalb bin ich ja der Ansicht, dass finanzielle Anreize einen Übergang erleichtern könnte.

Am Ende zählt das Ergebnis: Wenn mein Haus gelöscht wurde, kümmert es mich ja auch nicht, wer von den Jungs (und zunehmend auch Mädels) hauptsächlich deshalb dabei ist, weil das privat so dufte Buddies sind und/oder weil man mit der Teilnahme am Stammtisch, in der Lokalpolitik oder meinetwegen bei der Partnersuche punkten kann - oder eben, weil es der Jugendrichter einst als Alternative zur Jugendstrafe vorgeschlagen hat. Was übrigens eine Weile auch mit dem Wehrdienst gemacht wurde, als dieser nicht für jeden verpflichtend war.

Auf welchem Wege jemand lernt, dass Helfen sich gut anfühlt, ist also egal, so lange es nur geschieht. Mit so einer Einsicht bewaffnet, könnte auch Quasi-Kommunismus :D erweiterte soziale Marktwirtschaft funktionieren.
 
Was absolut realitätsfern ist. Das ist überhaupt nicht finanzierbar. Das hatten wir hier im Thread auch schon vorgerechnet. Das wäre in einen Monat schon fast soviel wie das ganze Jahresetat für Arbeitslosengeld (I+II) und Sozialhilfe.

Meine Rede. Aber es ist eben auch absolut realitätsfern, ein nicht-bedingungsloses Grundeinkommen zu schaffen und gleichzeitig sämtliche Bürokratie und bisherigen Systeme abzuschaffen, um es zu finanzieren.


"Bedingungslos" gibt es nicht. Irgendwelche Bedingungen gelten immer, sonst hätte ja jeder (sogar außerirdische) Plattwurm Anspruch auf das von der Bundesrepublik Deutschland ausgezahlte Grundeinkommen. :ugly:

Tjo. Genau das ist aber das Konzept eines "BEDINGUNGSLOSEN Grundeinkommens", das ohne großen Overhead auskommt. Vielleicht sollte man mal den Namen um einen Hinweis darauf erweitern, das es BEDINGUNGSLOS sein soll, damit sich Leute nicht immer wundern, das das BEDINUNGSLOSE Grundeinkommen BEDINGUNGSLOS sein soll. ;)


Zu prüfen, ob ein Empfänger deutscher Staatsbürger und hauptsächlich in der Bundeerepublik ansässig ist oder war, generiert beispielsweise keinerlei zusätzlichen bürokratischen Aufwand, da wir uns ohnehin aus zahlreichen anderen Gründen ein - im internationalen Vergleich sehr umfassendes - Meldewesen leisten.

Schon falsch. Unsere Meldewesen erfasst ausschließlich Wohnsitze, von denen es durchaus mehrere geben kann, aber nicht Aufenthaltszeiträume an diesen.

Anders sieht es da schon aus, wenn überlegt würde, ob ein Anspruch auf das Grundeinkommen womöglich (auch) über den bloßen Aufenthalt in der Bundesrepublik ohne Staatsbürgerschaft gegeben sein könnte.

Wieso "könnte"? Willst du sämtliche Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft in Deutschland vor die Wahl "kriminell oder verhungert" stellen? Oder parallel zum ""bedingungslosen"" Grundeinkommen Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Obdachlosenheime, Suppenküchen, Flüchtlingsunterkünfte, ........... weiter finanzieren? Dann sparst du gar nichts und hast nur Mehrausgaben => so bekommt man ein "B"GE auch nicht finanziert.

Auf dem anderen Ende stünden Erwägungen, was die Ausweitung von Bedingungen angeht. Ich wäre beispielsweise sehr dafür, dass Empfänger des Grundeinkommens, die nicht gleichzeitig in die Steuer- und/oder Sozialkassen einzahlen, prinzipiell zu gemeinnützigen Tätigkeiten verpflichtet werden können, zu deren Ausübung sie in der Lage sind. Mir ist allerdings auch klar, dass damit weitere Probleme entstehen können, wenn beispielsweise dadurch Stellen entfallen bzw. einfach nicht geschaffen werden, weil man ja einen Pool von Grundeinkommensempfängern hat.

Wir leben in einer kapitalistischen Marktwirtschaft in der per Definition alle Tätigkeiten, die eine Bedeutung haben, auch einen Wert darstellen. Wenn du die Hilfeempfänger machen lässt, nimmst du anderen also einen Job weg. Wenn du nur zu Tätigkeiten verpflichtest, die praktisch keinen Sinn haben, wie das bei den 1-€-Jobs aus genau diesem Grund warst, drangsalierst du einfach nur Arbeitslose mit Schikanen. Und wenn du auch noch sicherstellen willst, dass sie was machen, dann hast du 1:1 die 1-€-Jobs zurückgebracht. Nur mit 0 €/h. (Und wenn du es nicht sicherstellst, dann spaltest du die Bevölkerung in solche, die lügen und solche, die dafür schikaniert werden, dass sie nicht gelogen haben. Way to go.)

Im übrigen wäre noch anzumerken, dass vom deutschen Staat erzwungener Arbeitsdienst seit rund 8 Jahren ... einen gewissen Beigeschmack hat ... .

Schon in der Frage nach der Höhe des GE haben selbst wir in unserer kleinen Diskussionsrunde und sogar allein unter den grundsätzlichen Befürwortern, noch keine Einigung erzielt: Soll es das Existenzminimum sein, sich eher am jetzigen durchschnittliche Arbeitseinkommen orientieren oder an ganz anderen Kriterien?

Es wird automatisch immer das Existenzminimum sein, solange du keine Planwirtschaft mit staatlich kontrollierten Preisen einführst. Denn wenn jeder mehr zahlen kann und das Geld dafür am anderen Ende auch eingetrieben werden muss, dann hat jeder Händler mehr Kosten, die er begleichen kann und Kunden, auf die er diese umlegen kann. Desweiteren ist das soziale* Existenzminium sowieso über die ärmsten der Gesellschaft definiert und das werden zwangsläufig die GE-Empfänger sein, denn es wird niemand weniger haben als die.


*: Materielles Existenzminimum ist natürlich eine ganz andere Nummer, aber schon heute haben HartzIV-Empfänger auf Anrecht auf einen gewissen Anteil am sozialen Leben, auf einige Annehmlichkeiten in ihrer Wohnung, etc.. Und wer mit Geld umgehen kann, zimmert daraus einen Lebensstandard, der absolut betrachtet durchaus über dem eines Geringverdieners vor 20-30-40 Jahren liegt. Aber trotzdem gilt HartzIV als Existenzminimum, weil mit der besseren Versorgung der Gesellschaft eben auch der Maßstab steigt und Ziel des BGE ist es ja eben, die durchschnittlichen Lebensbedingungen gegenüber heute spürbar zu verbessern.
 
Es geht doch nicht, dass es irgendwo keine Feuerwehr gibt, im bestimmten Umkreis. Wer löscht denn dann, wenn's brennt und andere Sachen ?
Ja deswegen gibt es auch die Pflichtfeuerwehr
Dann sollen sie es halt nicht bezahlen. Sondern der Bund.
Wie denn? Der Bund kann nicht einfach irgendwo seine Feuerwehr hinstellen, ist Verfassungsrechtlich nicht drin.
Bei mir im Ort haben wir neben 2 FF sogar eine Feuerwehr des Bundes und die fährt nicht einfach raus, wenn im Ort etwas passiert.
 
Aber trotzdem gilt HartzIV als Existenzminimum, weil mit der besseren Versorgung der Gesellschaft eben auch der Maßstab steigt und Ziel des BGE ist es ja eben, die durchschnittlichen Lebensbedingungen gegenüber heute spürbar zu verbessern.
Vor allem weil die Lebenshaltungskosten gegenüber früher deutlich gestiegen sind.
 
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