Beamer-Ablöse SP-A600b / Was kann man erwarten?

Deimos

BIOS-Overclocker(in)
Beamer-Ablöse SP-A600b / Was kann man erwarten?

Hi!

Seit einigen Jahren bin ich Besitzer eines Samsung SP-A600b.
Ich überlege mir eine Ablöse und da ich absolut keine Ahnung habe, wie der Beamer heute einzuordnen ist, wollte ich mal fragen, ob und wie stark die Beamer sich in den letzten Jahren entwickelt haben.

Gibt es heute im Preisbereich bis 1500 EUR Full-HD Alternativen, die ein spürbar besseres Bild (Farben, Schärfe, Kontrast) bieten?
Helligkeit ist sekundär (wenngleich etwas weniger Abdkunkeln tagsüber schön wäre) und 3D wäre nett mitzunehmen, aber ist ansonsten gar kein Kriterium.
Anwendungsbereich sind 90% Filme, 10% Gaming.

Was kann man für den Preis erwarten? Dürfte man sich unter diesen Bedingungen ein bedeutend besseres Bild erhoffen oder ist der Effekt eher gering?
Was wären empfehlenswerte Modelle?

Wäre froh um ein paar Antworten!

Grüsse,
Deimos
 
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Wunder kannst du dir von einer Neuanschaffung in der Preisklasse keine erwarten. Etwas besserer Kontrast, etwas bessere Farben, etwas längere Lampenlebensdauer, Lens Shift (wenn du bisher die Trapezkorrektur nutzen musstets freilich ein erheblicher Gewinn ansonsten egal), eventuell etwas mehr Helligkeit. Das wars im Wesentlichen. 120Hz/3D auch noch falls du das möchtest, das ist heute quasi Standard.

Eine wesentlich bessere Schärfe würdest du nur durch mehr Auflösung bekommen oder vielleicht eShift aber beides gibt es in der angepeilten Preisklasse nicht.

Unterm Strich hat sich in der Heimkino Mittelklasse bei Beamern in den letzten 5 Jahren eigentlich (leider) nicht sehr viel getan. Die zunehmende Verbreitung von 120Hz/3D ist der größte wesentliche Fortschritt. Gute Modelle von damals sind auch heute nicht schlecht selbst wenn man von der selben Preisklasse ausgeht. Nur im High-End Bereich jenseits der 2000€ (und insbesondere bei den 4k Modellen über 5000€) und im Billigsegment gab es erhebliche Fortschritte.

Ich würde daher von einem Neukauf abraten und gegebenenfalls empfehlen eher die Lampe zu wechseln falls das nötig.

Ansonsten könntest du dir vielleicht z.B.: den Epson EH-TW6600 ansehen... eventuell den Sony VPL-HW40ES aber der sprengt deinen Preisrahmen schon empfindlich.
 
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Danke dir für deine Antwort! Die Meinung deckt sich leider mit meinen Befürchtungen.
Trapezkorrektur muss ich nicht nutzen und habe zu Gunsten der Bildquali lieber genau (und umständlich... :schief:) ausgemessen. 3D/120 Hz sind für mich nicht wirklich relevant.

Die Preisklasse ist so gewählt, weil ich sobald entpsr. Blu-Rays verfügbar sind auf 4k aufrüsten möchte und es sich daher nicht lohnt, mehr auszugeben. Zumindest gehe ich davon aus, dass ein Beamer wie der JVC X500 mit Pseudo-4k nach Release von 4k-Bluerays im Laufe 2016 weder qualitativ noch preislich attraktiv sein dürfte.
Ich vermute jetzt mal, dass im nächsten Jahr die Anzahl Modelle deutlich zunehmen und die Preise für 4k-Beamer daher stark sinken dürften. Teilst du diese Einschätzung oder ist in den nächsten 6-12 Monaten noch nicht wirklich mit Preisrutschen zu rechnen?

Der Sony wäre preislich dann auch nicht mehr mega-weit von einem JVC entfernt und ist daher vermutlich keine Option. Den Epson "kenne" ich von den Daten her - rein vom Bild her sind aber entsprechend keine grossen Sprünge zu erwarten. Ich versuche mal, den Epson irgendwo live zu sehen.
Mehr Helligkeit wäre rein aus praktischen Gründen nicht verkehrt. Der Beamer hängt in einem normalen Wohnzimmer mit weissen Wänden. Rollos gibts zwar, aber jedes bisschen Restlicht wirkt sich sichtbar auf das Bild aus. Der Samsung ist wirklich nicht der Lichtsstärkste verglichen mit heutigen Modellen, wo das wegen 3D stärker im Fokus steht.
 
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Warum möchtest du für lediglich ~1 Jahr einen "Übergangsbeamer" kaufen? Ist der Samsung kaputt? Dann würde ich zu einem deutlich günstigeren Modell als Übergangslösung raten!

Ich vermute jetzt mal, dass im nächsten Jahr die Anzahl Modelle deutlich zunehmen und die Preise für 4k-Beamer daher stark sinken dürften. Teilst du diese Einschätzung oder ist in den nächsten 6-12 Monaten noch nicht wirklich mit Preisrutschen zu rechnen?

Das ist bei näherer Betrachtung erstaunlich schwer absehbar.

Zur Zeit hat Sony praktisch ein Monopol bei Heimkino 4k Beamern. wann sich das ändert ist nicht bekannt. Wenn sich das ändert ist natürlich davon auszugehen das die Preise deutlich sinken, vermutlich recht bald auf ~2000€ für die günstigsten Modelle und dann langsam weiter in Richtung 1000€.

Interessanterweise gibt es schon seit einigen Jahren nicht nur von Sony (LCoS) auch von JVC (D-ILA), Epson (3-LCD, 3-LCD-R) und Texas Instruments (DLP) Microdisplays in 4k Auflösung. Daran scheitert es also nicht, sie landen nur nicht in der Heimkino-Mittelklasse sondern fast ausschließlich in Kinoprojektoren.

Ein Problem von 4k Beamern ist das mit der höheren Auflösung auch die Anforderungen an die Optik erheblich steigen. Das ist auch ein empfindlicher Preistreiber, manche Hersteller sind vermutlich schlicht nicht in der Lage entsprechende Optiken zu bauen und scheuen vermutlich entsprechende Investitionen während Sony bekanntlich im Bereich der technischen Optik gut aufgestellt ist. Aber selbst Sony musste z.B. die Produktion der 4k Modelle nach Japan verlegen da die chinesischen Werke nicht die erforderliche Qualität erreichen konnten.

Die Optikprobleme lassen sich sicher lösen wenn die Beamer Hersteller mit einer Optikfirma wie etwa Leica, Zeiss, Tamron, Schneider-Kreuznach oder Sigma zusammenarbeiten aber das Ergebnis wäre wohl auch nicht billig...

Beamer Optiken sind tendenziell aufwendiger in der Fertigung als gute Optiken für Vollformat Kameras der gleichen Auflösung (insbesondere bei 3-Chip Beamern) und die sind ja leider auch nicht wirklich billig. Wobei bei Beamern allerdings Features wie Ultraschallmotor-Steuerung oder Bildstabilitsator wegfallen und sich die Brennweite üblicherweise um den Normalbereich herum bewegt.
 
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Danke dir vielmals für die Hintergrundinfos und die Einschätzung; wirklich sehr informativ! Allerdings stimmt mich das hins. 4k für den Heimbereich in absehbarer Zukunft nicht wirklich zuversichtlicher.
Entsprechend dürfte das eine Jahr wohl eher die Mindestzeit für den "Übergang" sein. Wäre das Bild deutlich besser gewesen - was nicht der Fall zu sein scheint - wäre mir das auch für die kurze Zeitspanne den Preis wert gewesen.
So bleibt der Sammy aber wohl noch ein Weilchen, wenn ohnehin keine grossen qualitativen Schritte zu erwarten sind; zumal ich auch räumlich limitiert bin (weisse Wände / Decke z.B.).

Zu den Optiken: werden diese von den Beamerherstellern heute tatsächlich mehrheitlich selbst gefertigt? Ich wäre jetzt blind davon ausgegangen, dass dabei ohnehin von in der Optik tätigen Firmen zugekauft wird. Dürfte ja ein relativ kostenintensives Forschungsgebiet sein und die Qualität von spezialisierten Firmen wird man wohl auch kaum erreichen. :ka:

Ist imo sehr schade, dass es mit 4k derart langsam vorwärts geht im Bereich der Projektoren. Die hohen Diagonalen würden enorm von der Auflösung profitieren. Bei näherer Betrachtung ist es allerdings tatsächlich nicht überraschend.
Wenn die Optiken für 4k derart anspruchsvoll sind, ist es zumindest aus Sicht der Hersteller verständlich, dass bei den geringen Verbreitungszahlen von entspr. Projekten im Heimbereich - anders als bei der Panelentwicklung und entsprechenden TVs - eine gewisse Investitionshemmschwelle besteht.

Zu allem Übel hats gestern Abend wohl auch noch meinen Receiver erwischt, so dass die Kohle wohl dort verwendet wird.... :(
 
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Ich bin mir nicht sicher wie und von wem die Optiken der einzelnen Firmen jeweils gebaut werden. Vermutlich werden die Optiken tatsächlich häufig nicht selbst entwickelt, die Produktion der Linsen ist wohl ebenfalls fast immer ausgelagert, die Optiken selbst werden aber üblicherweise vermutlich vom Beamerhersteller zusammengebaut oder jedenfalls vom Auftragsfertiger in China der damit beauftragt wurde...

Wirklich schade ist b2w auch der Fall von JVC.

JVC-Kenwood war ja noch vor wenigen Jahren ziemlich führend im Oberklasse Heimkinoprojektorbereich (mittlerweile hat Sony wohl überholt) mit der D-ILA Technik und hat auch einiges an know-how im Bereich der technischen Optik aber gegenwärtig scheint die Firma solche gravierenden finanziellen Probleme zu haben das die Entwicklung neuer Projektoren auf Eis gelegt wurde, seit 2013 hat JVC keinen neuen Beamer mehr auf den Markt gebracht. Da bekannt ist das JVC wohl bereits seit ~2011 4k D-ILA Microdisplays fertigen kann gehe ich davon aus das wir heute bereits JVC 4k Modelle hätten wenn die Entwicklung weitergegangen wäre. Man kann nur hoffen das es bald wieder bergauf geht.
 
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