Habe ich doch geschrieben. Kurierfahrer mit Sprinter brauchen mehr Zuladung und Reichweite. Die 120km sind am frühen Vormittag schon weg hier in Berlin.
Um den geht es nicht. Du hast dir da absichtlich das mieseste vom miesen herausgesucht. Stand der Technik sind 500km und die reichen meist völlig aus. Wer sich den Sprinter oder auch den alten BMW i3 bzw. eUp kauft, der sollte wissen, worauf er sich einläßt und ob das ganze den Ansprüchen genügt
Ressourcenverschwendung ist es auch, noch gute Autos auszutauschen und mit komplett Neuen, die keinen sauberen CO2 Abdruck haben, zu ersetzen.
Die Frage ist halt eben immer, was die Alternative sein soll. eAutos sind da das mit Abstand sinnvollste.
Der Zeitpunkt der CO2 Ersparnis verschiebt sich enorm nach hinten, es werden doppel so viele Ressourcen verschwendet, da hätte man als Übergangslösung mit eFuels einen wirksameren und sofortigeren CO2 Einsparungseffekt.
eFules haben momentan keinen CO2 Einspareffekt. Es wird so irre viel Energie benötigt, die nicht im Ansatz da ist. Die Idee ist, dass man das ganze irgendwann einmal mit im Überfluss erzeugtem grünen Strom aus der Wüste herstellen kann. Bis dahin wird aber wohl nach 2040 sein, eventuell auch deutlich später. Auch die Kernkraft wäre eine Option, auch wenn so einen Reaktor nirgends steht (die Thorium Hochtemperaturreaktoren sind der Ansatz) und alles erforscht werden muß. Momentan funktioniert ja noch nichtmal die CO2 Abscheidung aus der Luft, die der Grundstock des Ansatzes sein soll, im großen Maßstab.
Bis das etwas wird dauert es noch Jahrzehnte und auch dann wird es zu teuer sein, um im Alltag eine relevante Rolle zu spielen, die über Flugzeuge, Kettensägen und Oldtimer hinausgeht.
Jetzt muss man quasi E´s kaufen, mit Batterietechniken die noch nicht so weit sind, siehe ID3 Wintertest mit 30 % weniger Batterie *indieHändeklatsch* um dann in ein paar Jahren wieder auf die sinnvolere Generation, mit besseren Akkus zu wechseln?
Damit ist man dann immer noch 20 Jahre schneller, vermutlich sogar mehr.
Macht aber kein Sinn, wenn die Akkus nicht soweit sind.
Die Akkus sind soweit.
Du musst mal über deinen Horizont hinausschauen und die Bedarfe von anderen anerkennen. Zuladung, Reichweite, Infrastruktur, finanzielle Möglichkeiten, dass sind für die meisten Menschen eklatante Entscheidungskriterien, die man nicht einfach immer wieder hinwegreden kann.
Der Punkt it einfach, dass das ganze für das allermeiste völlig ausreicht. Beim Rest wird man sich, schon aus wirtschaftlichen Gründen, umstellen müssen.
Wo es hakt bei den Batterien sieht man jedenfalls bei dem Transporter Beispiel sehr gut. max 120 km Reichweite, geringe Zuladung und sehr hohe Anschaffungskosten sind nicht praxistauglich, außer für Paketlieferdienste.
Das Beispiel ist absoluter Müll und du hast es nur gewählt, weil es gut in deine Argumentation passt. Schon mit ein halbwegs gutes Modell, mit 300km praktischer Reichweite und die Sache sie anders aus. Momentan sind 500km Reichweite technisch ohne weiteres drin, wenn man es unbedingt braucht auch mehr.
Kaum einer interessiert sich für diese Gurken, außer ein paar Verzichtsökos und vorallem die Gegner des Verbrenners.
Grund dafür ist die unfortschrittliche Akkutechnik. Schwer, ineffektiv, lange Ladezeiten, Reichweitenprobleme.
Der Grund dafür ist, dass es eines der ersten und besch*ssenen Modelle ist. Wie gesagt: 500km sind mit aktueller Technik drin. Das zerlegt allerdings deine Argumentation.
Aber wen du auf diese Argumentation stehst: Verbrenner sind dann auch Müll, wenn man Lada als Grundlage nimmt.
Mit anderen Akkus wird sich das ändern, (...)
Auch schon mit der heutigen.
(...) ganz sicher aber bis dahin wäre es klug auf sofortige CO2 Einsparmaßnahmen zu setzen, statt zwanghaft in die Zukunft iedeologisch zu investieren, mit dem Ergebnis weniger CO2 einzusparen und nicht unmittelbar.
Ganz genau und deshalb sind eFuels auch kein Gangbarer Weg, da sie wohl erst in Jahrzehnten nennenswert bereit stehen können und zu teuer sein werden. Wer jetzt etwas tun will, der kommt um die Elektromobiliät nicht herum, wenn kein Verzicht geübt werden soll.
Ich verstehe auch nicht wirklich, warum beim Thema Stromer-LKW die Oberleitungsoption nicht im größeren Umfang ausgelotet wird:
Das ist eine Lösung, die man voll durchziehen muß. Bei Wasserstoff reicht es ein paar Tankstellen aufzustellen. Die LKW können dann von Tankstelle zu Tankstelle gurken und im Umkreis davon operieren. Mit den Ladesäulen ist das ähnlich, wobei die recht billig selbst angeschafft werden können oder schon da sind (CEE Stecker).
Bei den Oberleitungen muß man hingegen alle Autobahnen komplett versorgen und nach Möglichkeit auch noch die Landstraßen. Erst dann kann das System breit genutzt werden.
Bestimmt.
Nur habe ich dann hier ein Produkt, das für seinen Einsatzbereich schon vor Marktstart nicht geeignet ist und damit unsinnig.
Es ist dafür geeignet. Es muß einfach nur billiger sein, mit Strom zu fahren, als mit Diesel und die Geschichte hat sich erledigt.
Fun fact am Rand:
Das gleiche sagen bestimmte Klimaretter über den individualverkehr mit dem Auto im allgemeinen, also auch inklusive der E-Fahrzeuge.
Nach denen gibts dann gar keine PKWs mehr in Privathand.
Es ist halt eben eine Alternative. Keine unbedingt gute, denn unsere Welt ist um den Individualverkehr gestrickt, aber es ist ein gangbarer Weg. In der DDR hat man das so gemacht (nicht ganz so extrem), da waren nur begrenzt viele PKW in Privathand.
Ich persönlich finde die Elektromobilität ist die bessere Lösung.