Atomenergie/Energiepolitik

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Gibts dafür auch ne Quelle?

Zum Reaktormaterial find ich gerade nichts überzeugendes - die Quellen schwanken zwischen 24t bis hin zu über 170t Brennstoff, die noch vor Ort sein sollen (von 190t ursprünglich). Die Zahlen für Cs, I, St,... sind i.d.R. höher (bis >50% Freisetzung)

Wiki versucht noch einen direkten Vergleich mit Nagasaki:
Chernobyl compared to other radioactivity releases - Wikipedia, the free encyclopedia



Die Tests waren aber zu großen Teilen unterirdisch und daher nur im nächsten Umkreis dekontaminierend.

Ich hab nur die athmosphärischen/Oberflächen nahen (2m Unterwasser wird kaum Strahlung zurückgehalten haben) gezählt, die auf Wikipedia aufgelistet sind - über 300 Bomben. Bei amerikanischen Tests.
Wieviele auf UdSSR-Seite noch dazukommen, kann man vermutlich nur raten.
 
Wie ist das eigentlich in Hiroshima und Nagasaki, die Epizentren der bomben sind doch mittlerweile wieder besiedelt, oder? Was auch für die kürzeren Halbwertszeiten spricht. Bei einer Bombe ist "heftig aber kurz" ja auch sinnvoller als "moderater, aber langlebig".
Aber natürlich ist es nur sehr schwer vergleichbar, die Zielsetzung von Bombe vs Kraftwerk könnte ja unterschiedlicher nicht sein.
 
Hiroshima und Nagasaki wurden direkt wieder aufgebaut. Ich hab versucht herausauszufinden, wie, konnte aber auf die schnelle nichts finden.
Zwei entscheidende Unterschiede sind jedenfalls die vergleichsweise winzige Masse und die Zündung in großer Höhe. Geht man mal davon aus, dass die vergleichsweise kleinen Bomben keine all zu hohe sekundäre Radioaktivität in der Umgebung hervorgerufen haben, dann beschränkt sich das strahlende Material auf 64kg Uran bzw. gut 6kg Plutonium. Chernobyl dagegen hatte wohl um die 190 Tonnen Brennstoff (Uran+Trägermaterial) und allein der Graphit-Reaktorblock wog 1700 Tonnen. Dazu kommt noch einiges an Baumaterial drum rum - zwar von sich aus keine hochradiaktiven Substanzen, aber über einen längeren Betriebszeitraum bestrahlt.
Die für einen Fallout zur Verfügung stehende Menge war also um ein vielfaches höher.
 
AW: Ist Deutschland der Bau von Hubschrauber-/Flugzeugträgern untersagt?

die folgenden Posts sind hier ausgekoppelt worden.

Otto Hahn war ein später Nachzügler eines Landes, dass sich noch Jahrzehnte später einbildet, Atomkraft wäre die Zukunft und man könne selbst eine Spitzenposition einnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ist Deutschland der Bau von Hubschrauber-/Flugzeugträgern untersagt?

und wer hat das erste große Schiff/Transportschiff mit Atomreaktor gebaut, auf dem sogar Menschen lebten (in den 60 oder 70er jahren? F.u.ck. die deutschen, und das schiff wurde soweit ich weis durch druck von der öffentlichkeit nach dem Unfall in der Ukraine aufgegeben und schippert noch immer unter anderer Flagge in Afrika rum, ohne bisher einen Zwischenfall... Deutsche FT würden den Amis den arsch aufreissen.. also gut das wir keine haben..denoch schade LOL

Nicht ganz richtig. Tschernobyl war 1986, die Otto Hahn wurde aber schon 1982 auf einen konventionellen Dieselantrieb umgerüstet. Damit kann man das also unmöglich in Verbindung bringen. Es stimmt aber, daß sie heute unter afrikanischer Flagge fährt. Alledings führ sie nie unter anderer als deutscher Flagge mit Kernreaktor.


Otto Hahn war ein später Nachzügler eines Landes, dass sich noch Jahrzehnte später einbildet, Atomkraft wäre die Zukunft und man könne selbst eine Spitzenposition einnehmen.

Ohne Forschung würden wir heute noch auf den Bäumen sitzen. :rollen:

Abgesehen davon: Es ist doch wohl besser, man kontrolliert kerntechnische Anlagen selbst, als daß sie im westlichen und östlichen Ausland einfach mal direkt an den eigenen Grenzen gebaut werden und dort unter wesentlich geringeren Sicherheitsauflagen betrieben werden, oder?

Die Risiken, die von solchen Anlagen ausgehen, machen ja an der Grenze nicht einfach halt, sind aber trotzdem der eigenen Kontrolle entzogen.
 
AW: Ist Deutschland der Bau von Hubschrauber-/Flugzeugträgern untersagt?

Abgesehen davon: Es ist doch wohl besser, man kontrolliert kerntechnische Anlagen selbst, als daß sie im westlichen und östlichen Ausland einfach mal direkt an den eigenen Grenzen gebaut werden und dort unter wesentlich geringeren Sicherheitsauflagen betrieben werden, oder?
Wenn ich mir unsere Störfälle in letzter Zeit anschaue, ist das mit der Sicherheit in D auch nicht wirklich lange hin. Der Unterschied zwischen einem Störfall oder einem GAU ist im Zweifelsfall auch nur ein Augenzwinkern oder einfach Glück.
 
AW: Ist Deutschland der Bau von Hubschrauber-/Flugzeugträgern untersagt?

Das liegt aber auch daran, daß sowas hier immer unglaublich dramatisiert wird. Wenn in Frankreich dasselbe passiert, ist das sicher keine einzige Zeile im letzten Käseblatt wert.
 
Ohne Forschung würden wir heute noch auf den Bäumen sitzen. :rollen:

Jetzt sind die Bäume abgestorben...

Abgesehen davon: Es ist doch wohl besser, man kontrolliert kerntechnische Anlagen selbst, als daß sie im westlichen und östlichen Ausland einfach mal direkt an den eigenen Grenzen gebaut werden und dort unter wesentlich geringeren Sicherheitsauflagen betrieben werden, oder?

Glaubst du ernsthaft, du kannst sichere Atomkraftwerke so extrem billig betreiben, dass andere Staaten sich lieber in Abhängigkeit begeben und ihren Strom importieren, anstatt selbst welche zu bauen?

Die Risiken, die von solchen Anlagen ausgehen, machen ja an der Grenze nicht einfach halt, sind aber trotzdem der eigenen Kontrolle entzogen.

Wenn ich mir die Sicherheit einiger deutscher Reaktoren angucke, dann sind sie das im Inland auch.

Das liegt aber auch daran, daß sowas hier immer unglaublich dramatisiert wird. Wenn in Frankreich dasselbe passiert, ist das sicher keine einzige Zeile im letzten Käseblatt wert.

Vertuschung und unter den Teppich kehren macht Atomkraft nicht sicherer - ganz gleich, ob in Frankreich, Krümmel, Asse oder Tschernobyl. Früher oder später muss man sich den real existierenden Gefahren und Problemen stellen.
 
Jetzt sind die Bäume abgestorben...
Komisch. Ich kenne ganze Wälder.


Glaubst du ernsthaft, du kannst sichere Atomkraftwerke so extrem billig betreiben, dass andere Staaten sich lieber in Abhängigkeit begeben und ihren Strom importieren, anstatt selbst welche zu bauen?
Das scheint möglich zu sein. Unsere europäischen Nachbarn machen es ja vor und freuen sich jetzt schon auf unseren Atomausstieg, weil sie genau wissen, daß uns nichts anderes übrig bleibt, als deren Strom zu importieren, wenn wir keine Kernkraft nutzen wollen und gleichzeitig auch Kohlekraftwerke ablehnen. Alle anderen Lösungen sind (im Moment noch) viel zu kostspielig.

Vertuschung und unter den Teppich kehren macht Atomkraft nicht sicherer - ganz gleich, ob in Frankreich, Krümmel, Asse oder Tschernobyl. Früher oder später muss man sich den real existierenden Gefahren und Problemen stellen.

Das stimmt wohl. Man muß sich aber auch dem real existierenden Problem stellen, Strom zu bekommen. Und da wird der Bedarf in den nächsten Jahren ganz sicher nicht sinken.
 
Das scheint möglich zu sein. Unsere europäischen Nachbarn machen es ja vor und freuen sich jetzt schon auf unseren Atomausstieg, weil sie genau wissen, daß uns nichts anderes übrig bleibt, als deren Strom zu importieren, wenn wir keine Kernkraft nutzen wollen und gleichzeitig auch Kohlekraftwerke ablehnen. Alle anderen Lösungen sind (im Moment noch) viel zu kostspielig.

Noch exportieren wir einiges an Strom.
Und "noch zu kostspielig" kann, im Vergleich zu den Folgekosten der Atomenergie, wohl kaum etwas sein. Jeder Cent, der darein gesteckt wird, ist rausgeschmissenes Geld und jeden Tag, den wir warten, in zukunftsfähige Energien zu investieren, verursacht in Zukunft zusätzliche Ausgaben.

Das stimmt wohl. Man muß sich aber auch dem real existierenden Problem stellen, Strom zu bekommen. Und da wird der Bedarf in den nächsten Jahren ganz sicher nicht sinken.

Man muss sich auch dem real existierendem Problem stellen, eine überlebenswichtige Umgebung zu sichern.
Meine Priorität liegt klar beim Überleben, nicht bei einer weiteren Steigerung des Stromverbrauches.
 
Noch exportieren wir einiges an Strom.
Und "noch zu kostspielig" kann, im Vergleich zu den Folgekosten der Atomenergie, wohl kaum etwas sein. Jeder Cent, der darein gesteckt wird, ist rausgeschmissenes Geld und jeden Tag, den wir warten, in zukunftsfähige Energien zu investieren, verursacht in Zukunft zusätzliche Ausgaben.

Tja, aber solange denken Energieunternehmen nicht, denen interessiert nur das, was sie um Augenblick damit verdienen können. Um mögliche Folgekosten oder die Endlagerung überhaupt, interessieren die sich eh nicht. Das wird großzügig dem Staat überlassen. :D
Man beachte, dass die Energieunternehmen daran interessiert sind, gerade die alten Atomanlagen länger laufen lassen zu können, denn daran verdienen sie wirklich Geld. Sie wollen sogar die neuen eher aufgeben und die alten dafür länger laufen lassen.
Das kann ja nicht wahr sein. :daumen2:

Man muss sich auch dem real existierendem Problem stellen, eine überlebenswichtige Umgebung zu sichern.
Meine Priorität liegt klar beim Überleben, nicht bei einer weiteren Steigerung des Stromverbrauches.

Dass der Energiebedarf weltweit zumnimmt auch weiterhin zunehmen wird, steht außer Frage, immer mehr Menschen wollen immer besser leben können und dafür brauchen sie Energie.
Und wir können ja den anderen nicht vorschreiben, dass sie auf ihre Autos, Fernseher und warme Häuse verzichten sollen, damit wir so weiterleben können wie jetzt.
 
Tja, aber solange denken Energieunternehmen nicht, denen interessiert nur das, was sie um Augenblick damit verdienen können. Um mögliche Folgekosten oder die Endlagerung überhaupt, interessieren die sich eh nicht. Das wird großzügig dem Staat überlassen. :D

Und der nimmt es großzügig an...

Dass der Energiebedarf weltweit zumnimmt auch weiterhin zunehmen wird, steht außer Frage, immer mehr Menschen wollen immer besser leben können und dafür brauchen sie Energie.
Und wir können ja den anderen nicht vorschreiben, dass sie auf ihre Autos, Fernseher und warme Häuse verzichten sollen, damit wir so weiterleben können wie jetzt.

Wir können es anderen nicht.
Aber die Natur kann und wird es anderen vorschreiben, komme was wolle. Derjenige, der am schlechtesten darauf eingestellt ist, wird die größten Probleme bekommen - weswegen ich dafür plädiere, dass wir uns vorschreiben, vernünftig zu werden. Das können wir nämlich.
Mittelfristig sorgt das auch dafür, dass unserer Lebensstandard steigt (anstatt zu sinken), da wir dann nämlich die Technologie haben, die andere dringend benötigt werden. In Teilen ist das heute z.B. bei der Wind- und Solarbranche zu erkennen, wo Deutschland (noch) weltweit an der Marktspitze dabei ist.
Aber anstatt solche Potentiale auszubauen und in die Zukunft zu investieren, retten wir lieber Tochterfirmen amerikanische Großkonzerne, bezuschussen veraltete Automodelle, subventionieren Kohlebergbau und investieren in CCS, damit noch ein zweiter Weg besteht, mit veralteter Technik tödliche Gefahren für zukünftige Generationen zu schaffen.

:wow: :huh: :what: :rollen: :crazy: :lol:
:kotz:
 
Da kann man dann auch die Frage stellen, wen man eher subventionieren sollte, die Energiegewinnung aus Kohl, Gas/Öl, Atomkraft oder Wind/Wasser/Solar?
Die einen halten die Hand auf, die anderen mehr, die dritten wollen auch ein Stück haben und alle sind sich einig, dass sie die Zukunft sind.
Und die Regierung gibt ordentlich, weil sie ja auch ein wenig an sich selbst denkt und später einen tollen Job haben möchte.
Wie war das nochmal, jeder Arbeitsplatz in Deutschland in Sachen Kohleabbau wird mit 60.000 Euro im Jahr subventioniert?
Oder ist das inzwischen nicht schon mehr?
 
Noch exportieren wir einiges an Strom.

Dieser Stromexport wird aber ausschließlich von den vielen neuen Wind- und Solaranlagen etc. getragen. Diese sind aber nicht in der Lage eine, entsprechende Grundlast bereitzustellen und witterungsabhängig zu funktionieren. Um eine wirklich zuverlässige Stromversorgung realisieren zu können, muß jedes KW Kapazität, das durch umweltabhängige Energiegewinnung bereitgestellt wird, mit einem KW theoretischer Kapazität herkömmlicher Kraftwerke aufgewogen werden, das im Notfall einen Ausfall auffangen kann, damit man nicht plötzlich im Dunkeln steht, wenn Sonne und Wind sich mal nicht zeigen sollten.

Und "noch zu kostspielig" kann, im Vergleich zu den Folgekosten der Atomenergie, wohl kaum etwas sein. Jeder Cent, der darein gesteckt wird, ist rausgeschmissenes Geld und jeden Tag, den wir warten, in zukunftsfähige Energien zu investieren, verursacht in Zukunft zusätzliche Ausgaben.
Das ist Spekulation. Im Moment sieht es tatsächlich so aus, als hätte eine mächtige Klima-Mafia genug Regierungen mittels ungesicherter Vermutungen international überzeugt, ihren Bürgern Sand in die Augen zu streuen, um schön ihre Pöstchen zu sichern und Forschungsaufträge abzugreifen. Mehr steckt da augenscheinlich wirklich nicht hinter.


Man muss sich auch dem real existierendem Problem stellen, eine überlebenswichtige Umgebung zu sichern.
Meine Priorität liegt klar beim Überleben, nicht bei einer weiteren Steigerung des Stromverbrauches.
Beides ist unvermeidbar.

Aber die Natur kann und wird es anderen vorschreiben, komme was wolle. Derjenige, der am schlechtesten darauf eingestellt ist, wird die größten Probleme bekommen - weswegen ich dafür plädiere, dass wir uns vorschreiben, vernünftig zu werden. Das können wir nämlich.

Das ist wieder Spekulation. Wenn es nicht so kommt, haben wir Unsummen in den Sand gesetzt.

Mittelfristig sorgt das auch dafür, dass unserer Lebensstandard steigt (anstatt zu sinken), da wir dann nämlich die Technologie haben, die andere dringend benötigt werden. In Teilen ist das heute z.B. bei der Wind- und Solarbranche zu erkennen, wo Deutschland (noch) weltweit an der Marktspitze dabei ist.
Da greift dann wieder der Mechanismus, den ich oben skizziert habe: Sicherung von Macht, Forschungsgeldern und allgemeinen wirtschaftlichen Interessen.

Verstehe mich nicht falsch, ich bin auch kein absolut begeisterter Fan von Kernkraftwerken, weil sie gefährlich sind, aber solange Kohlekraftwerke ganz, ganz böse sind und Energie aus unsteten Quellen nicht sinnvoll gespeichert werden kann, gibt es keine Alternative.

Man kann sich momentan also entscheiden: CO2-Vermeidung und Kernkraft, oder keine CO2-Vermeidung und keine Kernkraft. Ich persönlich würde letzteres vorziehen, aber die Mehrheit sieht das wohl leider anders.
 
Das scheint möglich zu sein. Unsere europäischen Nachbarn machen es ja vor und freuen sich jetzt schon auf unseren Atomausstieg, weil sie genau wissen, daß uns nichts anderes übrig bleibt, als deren Strom zu importieren, wenn wir keine Kernkraft nutzen wollen und gleichzeitig auch Kohlekraftwerke ablehnen. Alle anderen Lösungen sind (im Moment noch) viel zu kostspielig.
Selbst im Hochsommer (maximale Netzlast durch Klimaanlagen & Co) haben wir noch Strom exportiert. Bis wir Strom aus Frankreich importieren wird noch eine laaaaaaaaaaaaaaange Zeit vergehen. Wir werden auch natürlich unsere Kohlevorkommen noch ausschöpfen, das gibt genug Grundlast bis 2040 und weiter.
 
Da kann man dann auch die Frage stellen, wen man eher subventionieren sollte, die Energiegewinnung aus Kohl, Gas/Öl, Atomkraft oder Wind/Wasser/Solar?
Die einen halten die Hand auf, die anderen mehr, die dritten wollen auch ein Stück haben und alle sind sich einig, dass sie die Zukunft sind.

Aber 3 von diesen 6, die "die Zukunft" sind, sind auf schnell zur Neige gehende Ressourcen angewiesen...


Dieser Stromexport wird aber ausschließlich von den vielen neuen Wind- und Solaranlagen etc. getragen. Diese sind aber nicht in der Lage eine, entsprechende Grundlast bereitzustellen und witterungsabhängig zu funktionieren. Um eine wirklich zuverlässige Stromversorgung realisieren zu können, muß jedes KW Kapazität, das durch umweltabhängige Energiegewinnung bereitgestellt wird, mit einem KW theoretischer Kapazität herkömmlicher Kraftwerke aufgewogen werden, das im Notfall einen Ausfall auffangen kann, damit man nicht plötzlich im Dunkeln steht, wenn Sonne und Wind sich mal nicht zeigen sollten.

Die Kapazitätsangaben für Wind- und Solarkraft, anhand deren Potential berechnet werden, gehen vom Durchschnitt aus - d.h. leichte Bewölkung und normaler Wind. Und das auch zu Recht, denn dass in ganz Deutschland keinerlei Sonne scheint, passiert nur einmal am Tag und das gar kein Wind weht, ist genauso wahrscheinlich, wie ein kritischer Störfall in allen AKWs zur gleichen Zeit.
Im Moment exportieren wir jedenfalls rund um die Uhr Strom - dieses Potential dreckiger Energieträger könnten wir sofort abschalten, negative Folgen hätte das nur für die Gewinne der Stromkonzerne.
Ein weiteres erhebliches Potential bieten die existierenden Speichertechniken. Es ist nämlich weiterhin so, dass wir Speicherbecken nutzen müssen, um den nächtlichen Stromüberschuss der AKWs auf den Tag zu verlagern. Mit 12 Stunden Versatz hat man einen prima Speicher für Solarenergie. Ähnliches Potential besteht z.T. bei der Großindustrie, die auch viel in die Optimierung auf billigen Nachtstrom gesteckt hat.
Unser Probelm ist nicht Grund-, sondern Spitzenlast. In sofern sind weitere Investitionen in auschließlich Grundlasttaugliche AKWs und Kohlekraftwerke, wie sie zur Zeit deutschlandweit angedacht oder getätigt werden, absoluter Schwachsinn.
Als ""Brückentechnologie"" brauchten wir wenn dann Gas- und Ölkraftwerke. Praktischerweise lassen die sich später auch auf die "Bio-" Varianten umstellen. (und für den Anfang könnte man vielleicht aufhören, in der ganzen Nordsee Erdgas abzufackeln)

Das ist Spekulation. Im Moment sieht es tatsächlich so aus, als hätte eine mächtige Klima-Mafia genug Regierungen mittels ungesicherter Vermutungen international überzeugt, ihren Bürgern Sand in die Augen zu streuen, um schön ihre Pöstchen zu sichern und Forschungsaufträge abzugreifen. Mehr steckt da augenscheinlich wirklich nicht hinter.

Da muss man keine wilden Hypothesen von mafiösen Strukturen aufstellen.
Politiker denken an die nächste Wahl, große Teile der Bevölkerung ans Erscheinungsdatum der nächsten SportBILD - fertig. In unseren politischen Strukturen gibt es zur Zeit kaum jemanden, der weiter als 2-3, maximal 4 Jahre denkt. ("eigene Rente" mal ausgenommen)
Dementsprechend selten sind Entscheidungen, die dafür sorgen, dass es uns in 20-30-40 Jahren gut geht. Und das ist auch kein neues Problem, wie man an diversen Problemen sieht die wir heute haben und die man vor 40-30-20 Jahren verursacht hat. (und das in den meisten Fällen gegen die Stimmen von Leuten, die vor möglchen Konsequenzen gewarnt haben)

Beides ist unvermeidbar.

Dann sollte man sich also mal schnell nen Sarg aussuchen gehen?


Das ist wieder Spekulation. Wenn es nicht so kommt, haben wir Unsummen in den Sand gesetzt.

Dass Öl nicht endlos ist, dass CO2 zu einem Problem wird, dass Radioaktivität nicht gesund und nicht schnell erledigt ist,... bezeichnest du als Spekulation???

Ich glaube, damit erübrigen sich weitere Diskussionen :(


Selbst im Hochsommer (maximale Netzlast durch Klimaanlagen & Co) haben wir noch Strom exportiert. Bis wir Strom aus Frankreich importieren wird noch eine laaaaaaaaaaaaaaange Zeit vergehen.

Genaugenommen importieren die Franzosen ganz gerne unseren Strom, wenn ihnen mal wieder das kalte Wasser für ihre AKWs ausgeht.
 
Aber 3 von diesen 6, die "die Zukunft" sind, sind auf schnell zur Neige gehende Ressourcen angewiesen...

Öhm, für die Energiekonzerne sind 20 Jahre mehr als nur Zukunft, sind das doch 80 Mal Bilanzen, in denen sie super darstehen. :D
Wenn die fossilen Energien zur Neige gehen und man immer mehr Geld investieren muss um an sie zu kommen, dann steigt der Preis für Strom eben immer weiter und dann wird irgendwann das Verbrennen von Öl/Gas stärker subventioniert als Wind/Wasserkraft oder Solartechnik.
Der Staat macht es möglich. :ugly:
 
Dass Öl nicht endlos ist, dass CO2 zu einem Problem wird, dass Radioaktivität nicht gesund und nicht schnell erledigt ist,... bezeichnest du als Spekulation???

Ich glaube, damit erübrigen sich weitere Diskussionen :(

Naja, sieh's mal so:
Als ich in der Grundschule war, erzählte man uns, Öl würde weltweit noch für die nächsten 40 Jahre reichen. Zehn Jahre später auf dem Gymnasium erzählte man uns, es würde noch für 40 Jahre reichen. Heute, also rund 25 Jahre später, reicht es angeblich immer noch für 40 Jahre. Das heißt also, die Schätzung lag damls über 50% daneben. Das wirkt insgesamt nicht sehr glaubwürdig. Oder auf gut deutsch: Verarschen kann ich mich selber. Zumal ich jemanden kenne, der als Geologe in der Öl-Exploration arbeitet und da ganz anderer Ansicht ist, weil die meisten Ölkonzerne Felder kennen, deren Entdeckung sie nicht veröffentlichen, um den Ölpreis hoch zu halten. Es ist also noch wesentlich mehr vorhanden, als man in offiziellen OECD-Berechnungen oder anderen öffentlichen Quellen aufgelistet findet. Auf deren Grundlage wird aber die Reichweite des Ölvorrates berechnet.

Und ich glaube in der Tat nicht, daß CO2 ein Problem darstellt. Meines Erachtens sind diese angeblichen Erkenntnisse über eine CO2-bezogene Klimaveränderung zu 90% Spekulation und zu 10% Erkenntnis. Wenn man sich all die Erklärungen mal genauer ansieht, findet man vieles, was sich gegenseitig widerspricht und in sich unlogisch erscheint. Außerdem scheint CO2 in der Atmosphäre dem zu unterliegen, was man in den Wirtschaftswissenschaften das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens nennt. Das heißt, jede zusätzliche Einheit freigesetzten Gases wirkt sich weniger aus als die davor. Die momentane Panikmache ist damit meines Erachtens völlig sinnlos und kontraproduktiv. Man sollte dabei auch immer im Hinterkopf behalten, daß man in den 70er Jahren noch Angst vor der nächsten Eiszeit hatte, weil man meinte, eine generelle Abkühlung beobachten zu können.

Und nein, Radioaktivität ist sicherlich ungesund und nicht schnell erledigt. Darüber müssen wir nicht streiten. Wer sich allerdings der Kohle aus Prinzip verweigern will, obwohl sie vor den eigenen Füßen liegt, hat nicht viele andere Optionen. Biokraftstoffe sind langfristig keine Lösung. Sie erscheinen zwar erst einmal wunderbar umweltfreundlich, dabei wird aber nicht bedacht, daß erstens ein Feld, auf dem schnellwachsende Pflanzen zum Zweck der Energiegewinnung angebaut werden, wesentlich weniger zu einer gesunden Umwelt beiträgt als ein naturbelassens Stück Landschaft, und zweitens die Energie der Pflanzen nicht aus dem luftleeren Raum kommt, sondern zum großen Teil der Erde entnommen wird. Ein großlächiges Umschwenken auf pflanzliche Energieträger wird die Böden innerhalb gar nicht so langer Zeit furchtbar auslaugen und irgendwann unfruchtbar machen, weil die Nährstoffe nicht in Form toter Pflanzenteile wieder in den Kreislauf zurückkehren. Jetzt wirst Du wahrscheinlich sagen: "Aber man kann doch Düngen!" Ja, kann man. Ist aber auch nicht umweltfreundlich und die Umweltschäden, die durch regelmäßiges Düngen gerade im Wasserkreislauf angerichtet werden, sind wesentlich heftiger und realer als jede vermutete Klimaveränderung durch CO2.
 
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