Atomenergie/Energiepolitik

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nuklear is geil... PUNKT!!!

Wenn man den Nuklearen Abfall nicht hätte, dann würde ich dir zustimmen. Zudem besteht auch weiterhin, bei relativ modernen Reaktoren (d.h. welche die nicht so aufgebaut sind wie der alte Tschernobyl Reaktor) die Möglichkeit einer Kernschmelze und somit Gefahr für die Umwelt.
Die neueren Reaktoren unterscheiden sich sehr vom "Unglücksreaktor" und ein Tschernobyl ist jetzt so in der Form, auch provoziert nicht mehr möglich. Aber trotzdem bleibt ein geringes Risiko einer Kernschmelze bestehen.

Ein weiterer Punkt der gegen ein AKW spricht sind die sehr hohen spezifischen Anschaffungskosten (pro installierter kW/h), da ein enormer Aufwand nötig ist, um den Reaktor und Primärkreislauf gegenüber der Umwelt abzuschotten. Eine Kohle, Gas oder GuD Kraftwerk ist hier wesentlich günstiger. Zudem sind die An- und Abfahrzeiten eines Gas /GuD Kraftwerk wesentlich kürzer und die Wartungsarbeiten an den fossilen Kraftwerken sind wesentlich unkomplizierter.

Klar hat ein AKW kein CO2 Ausstoß und es gibt auch keine Abgase, die evtl. gereinigt werden müssen, wie beim Kohlekraftwerk und die benötigten Mittel (von der Masse her gesehen) um ein AKW in Betrieb zu nehmen und zu halten sind sehr gering, wenn man sich überlegt, das z.B. ein 1000 MW Kohlkraftwerk ca. 10 Tonnen Kohle pro Tag verbraucht.
Weiterhin kann man mit einen Reaktor sehr hohe (zur Zeit ca. 1500 MW) elektrische Leitungen generieren.
Leider kann ich keine Angaben zu laufenden Kosten (also Preis pro erzeugter kW/h) machen, weil ich es nit weiß :(
Aber eins kann ich sagen, wenn Atomstrom günstiger sein sollte, dann wird das nicht mehr lange so bleiben, da viele neue AKWs auf der ganzen Welt gebaut werden sollen d.h. die Nachfrage und somit der Preis für Brennstäbe wird rapide in die Höhe gehen.

Der Wirkungsgrad von den AKWs ist zudem auch nicht besonders hoch (so hoch wie bei jeden konventionellen Dampfkraftwerk) so etwas über 42%.
Ein GUD ist hier mit knapp 59% wesentlich effizienter.

Ich finde Atomstrom ist eigentlich eine feine Sache, aber nicht bei den Schaden den wir langfristig damit machen könnten. Man sollte daher wirklich nach sinnvollen Alternativen gucken aber man sollte nicht die AKWs jetzt gleich völlig konzeptlos vom Netz nehmen (immerhin sind 33% des Grundlaststromes in Deutschland von AKWs).


btw. die ehemaligen Ostblockländer haben mittlerweile auch fast alle Reaktoren vom Typ "Tschernobyl" vom Netz genommen und was die zur Zeit dort stehen haben ist alles andere als unsicher ;)

btw: ich arbeite beruflich an der Effizienz von Gasturbinen :ugly:
(oder besser gesagt an einer effizienteren Produktion der selben)

Arbeitest du zufällig bei Energy (ehemals PG) ?


MFG
 
hehe wusste ich es doch, Gasturbinenproduktion und Berlin klang sehr nach Energy.

Ich bin grad bei STA in Erlangen und will dann zu Energy :) mal sehen wo es mich da hinverschlägt.

Wenn´s denn mal soweit ist, wird dann bei euch auch die "Irsching Turbine" in Serie gebaut?


MFG

Ja, aber von Serie kann man noch nicht sprechen ;)

340 Megawatt FTW :ugly: (Für Freunde des Pferdesports -> 462271 PS)
 
Ja, aber von Serie kann man noch nicht sprechen ;)

340 Megawatt FTW :ugly: (Für Freunde des Pferdesports -> 462271 PS)

Danke für die Info :)

ich würd mir so ein Baby in meinen Garten stellen :ugly:

jop, die Leistung ist gigantisch und wenn man sich dagegen die Ausmaße von so nem Kohlkraftwerk anguckt ist der Platzbedarf doch sehr gering :)

Als Kombikraftwerk gibt´s sogar noch ein paar viele Megawatt extra :D

/Offtopic
So, ich bin dann mal im Bett, schönen Abend noch bis später dann :)


MFG
 
Sorry für den Doppelpost :)
Leider kann ich keine Angaben zu laufenden Kosten (also Preis pro erzeugter kW/h) machen, weil ich es nit weiß :(

Ich hab mich jetzt mal etwas über die laufenden Kosten erkundigt (leider kann ich keine genaue Zahlen nennen). Es ist immer noch so, dass ein AKW (egal ob Druck- oder Siedewassereaktor) im Betrieb billiger ist als die konventionelle Kraftwerke und daher aus Kostensicht/Gewinnsicht sehr attraktiv.
Aber der Brennstoff wird z.Zt. immer teurer, von daher sollte das nicht mehr allzu lange bleiben :)

Alternativen sind also dringend gesucht :)

MFG
 
Endlager

Um diese Leiche mal wiederzubeleben, zwei aktuelle Nachrichtenmeldungen:

Union&FDP haben bereits unter Kohl illegalerweise über eine Milliarde in Gorleben investiert, um trotz Sicherheitsbedenken ein Endlager einzurichten.
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/warnung-vor-falscher-eile/
Stellt sich die Frag: Kann man Politikern, die so vorgehen, überhaupt noch zutrauen, eine einigermaßen sachliche Entscheidung in dieser schwerwiegenden Frage zu fällen?


Zweiter Schnellschuß, aktueller:
Bevor wieder irgendwelche Wissenschaftler Sicherheitskriterien erforschen, drängen die Energiekonzerne bei CO2-"End"lagern diesmal gleich auf ein zügiges Verfahren.
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/nuklearer-schwarzbau-in-gorleben/
Und die große Koalition hat in der Vergangenheit schon mehrfach großes Interesse an CCS gezeigt...




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AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

ich bin zwar kein naturfreak aber es wäre eine interessante sache, einmal kurzzeitig die folgen einer globalen "ausschaltwelle" zu erfahren...sind mit sicherheit interessante erkenntnisse für unsere forscher dabei.

Das würde wohl kaum was ausmachen. Bloß, weil Du - oder auch alle anderen in Deutschland oder auf der Welt - ihren Rechner ausstellen, wird kein einziges Kraftwerk weniger laufen. Das sind riesige Anlagen, die man im Gegensatz zu Deinem Rechner nicht einfach mal so an- und ausschalten kann. Zumal da ja sowieso nur Kohle- und Gaskraftwerke eine Rolle spiele sollten. Der weltweit meiste Strom dürfte aber aus Kernenergie kommen. Und die macht sich ja nun beim Klima nicht bemerkbar. ;)
 
AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

Das würde wohl kaum was ausmachen. Bloß, weil Du - oder auch alle anderen in Deutschland oder auf der Welt - ihren Rechner ausstellen, wird kein einziges Kraftwerk weniger laufen.


Allein die Internetinfrastruktur (die weit aus weniger als alle privaten Rechner verbrauchen dürfte) soll in Deutschland zwei Prozent des Endenergieverbrauchs (also alles, was nicht in die Produktion geht) ausmachen, weltweit soll die Kommunikationsindustrie (auch hier gilt: Ein laufender Rechner verbaucht mehr, als sein Internetanschluss) bald den CO2-Ausstoß des Flugverkehrs erreichen.

Das sind riesige Anlagen, die man im Gegensatz zu Deinem Rechner nicht einfach mal so an- und ausschalten kann. Zumal da ja sowieso nur Kohle- und Gaskraftwerke eine Rolle spiele sollten. Der weltweit meiste Strom dürfte aber aus Kernenergie kommen.

Nicht im geringsten. Die meisten Staaten weltweit haben nichtmal ein Atomprogramm (auch wenn viele das gerade ändern) und von denen, die eins haben, bezieht kaum eins den Großteil seines Stroms aus Atomkraft (bin zu faul, alle durchzugehen - aber spontan fallen mir nur Frankfreich und Japan ein)

Und die macht sich ja nun beim Klima nicht bemerkbar. ;)

Die Kraftwerke selbst nicht, aber einige Schätzungen gehen davon aus, dass das bei der Uranförderung, Wiederaufbereitung,... freigesetzte CO2 (direkt oder aufgrund des örtlichen Strom-Mixes) pro kWh Atomstrom ungefähr dem von einer kWh Strom aus einem modernen Gaskraftwerk entspricht.
(weswegen die Technik auch wenig mit Umweltschutz zu tun hat)
 
AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

Das würde wohl kaum was ausmachen. Bloß, weil Du - oder auch alle anderen in Deutschland oder auf der Welt - ihren Rechner ausstellen, wird kein einziges Kraftwerk weniger laufen. Das sind riesige Anlagen, die man im Gegensatz zu Deinem Rechner nicht einfach mal so an- und ausschalten kann. Zumal da ja sowieso nur Kohle- und Gaskraftwerke eine Rolle spiele sollten. Der weltweit meiste Strom dürfte aber aus Kernenergie kommen. Und die macht sich ja nun beim Klima nicht bemerkbar. ;)

Stimmt, die paar Tonnen radioaktiven Abfall kann man natürlich vernachlässigen. Ist ja auch nicht schädlich für die Umwelt da unterirdisch gelagert. :rolleyes:

Kommentare wie "Ich spar doch keinen Strom, sollen andere mal machen." und "Strom kostet doch nix." kotzen mich ehrlich gesagt an. Und das gewaltig!
Jeder sollte erst mal vor der eigenen Tür kehren. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Und jeder der selbst seinen Strom zahlen muss weiß auch, dass dieser alles andere als billig ist. Meine jährliche Stromrechnung beläuft sich ca. auf 900 €. Es mag Menschen geben die sich mit derartigen Summen grad mal die Zigarre anzünden, aber für mich ist das ein recht ordentlicher Batzen Geld.

Ich sag ja nicht dass ihr auf eure High-End-Hardware verzichten sollt, tu ich ja auch nicht wirklich. Aber überdenkt mal eure verblendete Einstellung.

Dieser "Watt-Wahn" bei Grafikkarten scheint in naher Zukunft kein Ende zu nehmen. Im Gegenteil, es werden lieber noch neue Standards eingeführt (PCIe2.0), die noch mehr Leistung zur Verfügung stellen. Vor ein paar Jahren waren 300 W Netzteile mehr als ausreichend für High-End-PCs. Heute avancieren KW-Netzteile schon langsam zum Standard. Bin mal gespannt wann es wirklich sowas wie "Green-IT" geben wird...
 
AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

Green IT gibts schon lange. ... Absolut High-End und sparsam gab es vor 5 jahren nicht und wird es auch in den nächsten 5 jahren nicht geben. ... Wer High-End will muss damit leben eine entsprechende Stromrechnung zu bekommen.
Sicher gibt es auch genügsame Hardware. Aber die Kunst wäre ja die aktuelle Technik zu verwenden um gute Leistung und angemessenen Stromverbrauch zu kombinieren. Kann mir keiner erzählen dass das umnöglich wäre.
Was bringt mir z.B. mein toller GDDR5 Speicher wenn er im Idle unnötig Energie verbraucht? Interessant übrigens dass es keinen nennenswerten Performance-Unterschied gibt ob mein Speicher mit 1000 MHz oder 500 MHz taktet. Ist mir zufällig aufgefallen da ich meinen Speicher manuell per Profil runtergetaktet habe (für 2D). Meist vergesse ich beim Spielen das Profil zu wechseln, was, wenn überhaupt, in 2-3 fps weniger resultiert. :ugly:

Der Effekt einer Graka auf unser Klima dürfte aber eher gering sein :ugly:
Stimmt. Bei Tausenden dieser Grafikkarten sieht es aber schon anders aus.
Wie gesagt, Kleinvieh macht auch Mist. Irgendwo muss man ja anfangen.

Ich bin auch für Strom sparen aber man muss einfach gucken wo es Sinn macht. Diese dämlichen Stromsparbirnen sind zum Beispiel zur Zeit noch eine ziemliche Geldverschwendung.
Mag sein, vor allem da diese Energiesparbirnen bei der Herstellung wesentlich mehr Energie benötigen. Es reicht aber z.B. auch schon eine 30 oder 40 W Glühbirne anstatt einer 60 W Birne zu verwenden. ;-)

Bei einem Zocker-PC ist der Lastverbrauch auch nicht unbedingt so wichtig. Viel wichtiger ist der Idle-Verbrauch eines PCs und das auch nur wenn der PC noch für andere Aufgaben genutzt wird außer zocken.
Besonders im Idle-Verbrauch von Hardware gibt es noch viel zu optimieren, siehe z.B. obiges Beispiel mit GDDR5-Speicher. Oder aber der Verbrauch von Geräten im Standby-Modus, usw...
Die Green-IT steckt noch in den Kinderschuhen. Nein, eher in den Windeln.
 
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AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

Die Kraftwerke selbst nicht, aber einige Schätzungen gehen davon aus, dass das bei der Uranförderung, Wiederaufbereitung,... freigesetzte CO2 (direkt oder aufgrund des örtlichen Strom-Mixes) pro kWh Atomstrom ungefähr dem von einer kWh Strom aus einem modernen Gaskraftwerk entspricht.
(weswegen die Technik auch wenig mit Umweltschutz zu tun hat)

Wo das bei der Wiederaufbereitung anfallen sollte ist mir unklar. Daß es bei der Förderung zu einem gewissen CO2-Einsatz kommt, ist absolut klar. Nichtsdestotrotz ist die CO2-Emission pro kWh bei Kernenergie deutlich kleiner als bei Kohlekraftwerken.

Wieso man Gas zu Stromerzeugung nehmen sollte, verstehe ich auch nicht. Damit kann man heizen und autofahren. Was mit Kernenergie und Kohle nicht geht. Somit sollte Gas meines Erachtens für diese Zwecke reserviert bleiben.

Mir persönlich sind Kernkraftwerke auch nicht ganz geheuer, aber wenn schon keine Kohle mehr in großem Umfang verstromt werden soll, dann haben wir keine andere Wahl.
 
AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

ich kauf mir einfach 100 energiesparlampen, bau die ein und lass sie 24 stunden am tag, 7 tage die woche usw laufen, dann spar ich energie =P heißt ja energiesparlampe
 
Mag sein, vor allem da diese Energiesparbirnen bei der Herstellung wesentlich mehr Energie benötigen. Es reicht aber z.B. auch schon eine 30 oder 40 W Glühbirne anstatt einer 60 W Birne zu verwenden. ;-)

Wenn die Leute sich mit 30W zufrieden geben würden, wäre das Problem auch kleiner. Aber bei den 80-200W, die so beliebt sind, sind Energiesparlampen eindeutig die bessere Wahl, sogar wenn sie nicht längere Zeit brennen.
(Wobei die LED-Technik ja auch immer mehr Fortschritte macht, so dass man hoffentlich bald auch für <20W ne Alternative hat. Vor allem eine ohne riesigen Sockel)



Wo das bei der Wiederaufbereitung anfallen sollte ist mir unklar.

Glaubst du etwa, die würde selbstständig und ohne Energieverbrauch ablaufen?

Wieso man Gas zu Stromerzeugung nehmen sollte, verstehe ich auch nicht. Damit kann man heizen und autofahren. Was mit Kernenergie und Kohle nicht geht. Somit sollte Gas meines Erachtens für diese Zwecke reserviert bleiben.

Heizen geht mit allen dreien und für die Stromerzeugung sind Gaskraftwerke aufgrund der kurzen Anlaufzeit interessant.
Zur Zeit wird jedenfalls noch mehr als genug Gas abgefackelt, da scheint der Bedarf für Straßenverkehr wohl nicht so hoch zu sein.

Mir persönlich sind Kernkraftwerke auch nicht ganz geheuer, aber wenn schon keine Kohle mehr in großem Umfang verstromt werden soll, dann haben wir keine andere Wahl.

Die Frage ist, was global betrachtet, das größere Übel ist.
(Asse, Nordkorea, Iran, Niger,...)
 
Glaubst du etwa, die würde selbstständig und ohne Energieverbrauch ablaufen?

Sie wird wenigstens weniger verbrauchen, als man aus wiederaufbereitenden Brennelementen herausholen kann. Sonst wäre das ganze Unterfangen ja recht sinnlos.


Heizen geht mit allen dreien und für die Stromerzeugung sind Gaskraftwerke aufgrund der kurzen Anlaufzeit interessant.
Zur Zeit wird jedenfalls noch mehr als genug Gas abgefackelt, da scheint der Bedarf für Straßenverkehr wohl nicht so hoch zu sein.
Wie willst Du denn mit Kernenergie heizen? Willst Du Dir einen Mini-Reaktor in den Keller stellen?
Und bloß, weil Gas einfach so abgefackelt wird, heißt das noch nicht, daß das auch wünschenswert ist.


Die Frage ist, was global betrachtet, das größere Übel ist.
(Asse, Nordkorea, Iran, Niger,...)
Das ist eine gute Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, daß möglicherweise instabile Staaten Kernkraftwerke und vielleicht die Möglichkeit haben, Kernwaffen herzustellen. Andererseits kann man ihnen auch nicht verbieten, ihren Lebensstandard und damit ihren Energieverbrauch zu erhöhen. Und so, wie momentan auf der Klimaerwärmung rumgeritten wird, sind neue Kohlekraftwerke bei uns wohl politisch nicht durchzusetzen und werden wenigstens im Rest der Welt von den entsprechenden Gruppen hier aber teilweise auch dort zumindest mißbilligt werden. Auch sind sie im Rahmen des CO2-Zertifikate-Handels wahrscheinlich sehr uninteressant. Da bleibt momentan nur Atomkraft als zuverlässiger und kostengünstiger Energielieferant. Die Tatsache, daß eine Katastrophe mit diesem Energieträger weitaus schrecklicher ist, als jede Erwärmung um ein paar Grad (deren Eintreten nicht einmal gesichert ist) rückt da aus unerfindlichen Gründen irgendwie in den Hintergrund.
 
Sie wird wenigstens weniger verbrauchen, als man aus wiederaufbereitenden Brennelementen herausholen kann. Sonst wäre das ganze Unterfangen ja recht sinnlos.

Das Unterfangen lohnt sich alleine schon deshalb, weil man so die Menge des Abfalls reduziert.

Aber ich gehöre selbst auch nicht zu den Leuten, die davon ausgehen, dass es wirklich mehr als bei Gas ist (selbst wenn man noch den ganzen Transport mit dazu nimmt) - ich wollte nur klarstellen, dass Atomkraft alles andere als CO2 neutral ist.

Wie willst Du denn mit Kernenergie heizen? Willst Du Dir einen Mini-Reaktor in den Keller stellen?

Fernwärme?

Und bloß, weil Gas einfach so abgefackelt wird, heißt das noch nicht, daß das auch wünschenswert ist.

Ist es definitiv nicht. Aber es zeigt, dass jeder weitere Nutzungszweck für Gas, der andere Vorteile mit sich bringt, einen Blick wert ist.

Das ist eine gute Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt.

Auf die man aber eine Antwort haben muss, wenn man Atomkraft weiter nutzen will.
Und bislang hab ich noch von keinem AKW-Fan eine brauchbare gehört.

neue Kohlekraftwerke bei uns wohl politisch nicht durchzusetzen

Neue Kohlekraftwerke werden bei uns gerade an jeder Ecke gebaut, da gehen im nächsten Jahrzehnt einige MW ans Netz. (deutlich mehr, als nach aktuellen Prognosen gebraucht werden)

als jede Erwärmung um ein paar Grad (deren Eintreten nicht einmal gesichert ist)

Gesichert ist bestenfalls die Vergangenheit - aber was die beste Näherung an "gesichert" angeht, haben die "paar Grad" mitlerweile so ziemlich jede Hürde erklommen.
Gibt nur noch sehr wenige, die die leugnen - und das sind quasi durch die Bank Leute, die keine Ahnung von der Materie haben. (selbst Öl- und Energiekonzerne streiten mitlerweile keine Klimaerwärmung mehr ab, nicht mal gegen das "menschengemacht" währen sie sich)
 
AW: Nvidia: GT300 soll angeblich mit 225 Watt TDP auskommen

Wieso man Gas zu Stromerzeugung nehmen sollte, verstehe ich auch nicht. Damit kann man heizen und autofahren. Was mit Kernenergie und Kohle nicht geht. Somit sollte Gas meines Erachtens für diese Zwecke reserviert bleiben.

Weil
1. Gaskraftwerke weniger kosten pro installierte kWh als alle anderen Kraftwerkstypen
2. einfachere "Konstruktion" als andere fossile und atomare Kraftwerke (z.B. keine Abgasreinigungsstrecke, keine Kohlemühlen, kein Strahlenschutz etc. nötig)
daruch
3. sehr geringe Abmessung (Fläche wie Höhe)
4. sehr saubere Verbrennung dadurch muss kein Abgas gereinigt werden
5. sehr kurze An- und Abfahrzeiten (wurde schon von ryven gesagt)
6. realtiv einfache Versorgung mit Kraftstoff
7. relativ einfach und kostengünstig zu betreiben und zu warten
8. Gasturbine alleine einen Wirkungsgrad von ca. 40% hat und als kombiniertes Kraftwerk einen Wirkungsgrad >58% (alle anderen konventionellen KWs haben Wirkungsgrade <45%) dadurch
9. weniger CO2 wird frei gesetzt bei gleicher Netzleistung

du siehst so ein Gaskrafwerk (vorallendingen als kombiniertes KW) hat ein Haufen Vorteile gegenüber anderen konvetionellen Kraftwerken allerdings sind sie auch nicht der Weißheit letzter Schluss, da man immer noch fossile also nicht regenerative Stoffe verfeuert ;)

btw. auch wenn es nicht grade effizient ist aber man kann auch mit Strom heizen ;)

MFG
 


1. Theoretisch feine Sache!!!!

2. Praktische Umsetzung nicht mehr ganz so einfach, solange es keine effiziente Speichertechnik für die erzeugte Energie gibt (auch in Afrika scheint nachts keine Sonne).

3. Die politische Stabilität in ganz Nordafrika ist milde gesagt, auf längere Sicht, doch eher als durchschnittlich zu betrachten. Von den Verrückten mit Handtuch auf 'm Kop' und Bombe um den Bauch mal ganz abgesehen.

Da sehe ich Rußland was seine Gaslieferungen betrifft noch als einen vergleichsweise zuverlässigen Handelspartner, da sowohl Rußland als auch Weißrußland und die Ukraine sich dessen bewußt sind, daß sie es sich auf längere Sicht nicht mit Mittel/Westeuropa verscherzen dürfen (€€€).


Gruß Folterknecht
 
2. Praktische Umsetzung nicht mehr ganz so einfach, solange es keine effiziente Speichertechnik für die erzeugte Energie gibt (auch in Afrika scheint nachts keine Sonne).
Soll ja nicht nur in Afrika sein. Gibt ja mehrere Wüsten bzw. Gebiete, in denen viel Sonne runterkommt. Und irgendwo auf der Welt ist immer Tag.
3. Die politische Stabilität in ganz Nordafrika ist milde gesagt, auf längere Sicht, doch eher als durchschnittlich zu betrachten. Von den Verrückten mit Handtuch auf 'm Kop' und Bombe um den Bauch mal ganz abgesehen.
Das ist da der Casus Knacksus. Wer darf wo die Anlage bauen, wem gehört es, wer darf Strom kaufen und zu welchem Preis? Das müsste dann global geregelt werden. Das Problem ist halt, dass in solchen Gebieten meist wenig wächst (Wüste, Steppe) und die dortigen Staaten alle Entwicklungsländer sind, auf denen wir den Daumen drauf halten bzw. deren Bürgerkriege wir mitfinanzieren. Bevor man das in Angriff nimmt, müsste man mal weltweit stabile Regierungen schaffen mit glücklichen Bürgern, keine Kriege oder Grenzscharmützel. Solange man sich auf Grund unterschiedlicher Herkungt, Religion oder politischer Überzeugung permant an die Gurgel geht rund um den Globus, sehe ich schwarz für ein derart revolutionäres Projekt.
Die Idee ist natürlich fein, aber leider halt etwas utopisch für die derzeitigen Trockennasenaffen. ;)
 
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