Assassin's Creed: Odyssey - Mehrheit der Spieler wählt männliche Spielfigur

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Auch wenn der weibliche Charakter dabei der kanonische Held des Spiels ist, wählen Spieler dabei mehrheitlich die männliche Spielfigur
Vielleicht, weil die Mehrheit der Spieler männlich ist? Vielleicht, weil einem zu Anfang niemand verraten hat, dass Kassandra der kanonische Held ist? Mir haben Spiele mit weiblichen Hauptcharakteren immer schon Spaß gemacht, wie Kate Archer, oder natürlich Lara Croft, aber wenn mich ein Spiel ohne weitere Hinweise fragt, willst du im Spiel ein Mann oder eine Frau sein, wähle ich männlich, schließlich bin ich ein Mann und ich sehe für mich keinen Sinn darin, im Spiel in eine weibliche Figur zu schlüpfen. Wobei das Argument von Mahoy mit dem männlichen Hintern, auf den man starrt, ein Argument sein könnte. Allerdings starre ich nie auf den Hintern, von daher...

Ist Kassandra wirklich stimmiger oder sonstwie "besser" als ihr männliches Pendant? In dem Fall würde ich noch wechseln, ich bin erst ganz am Anfang der Geschichte.

Munter bleiben!
 
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Ist Kassandra wirklich stimmiger oder sonstwie "besser" als ihr männliches Pendant? In dem Fall würde ich noch wechseln, ich bin erst ganz am Anfang der Geschichte.

in dem punkt gebe ich hier VeriteGolem recht:

Naja. Weibliche spartaner sind einfach schwachsinn. Das die ganze männerwelt ihr bereitwillig folgt ist allerdings blödsinnig.


pro alexios: gerade weil es historisch nicht passt, habe ich alexios gewählt und wegen dem zu mir ähnlichen namen

pro kassandra: die englische weibliche synchronisation soll sehr viel besser sein als die männliche.

in der story gibt es keinen unterschied, ob man jetzt den männlichen oder weiblichen charakter spielt. die romanzen sind die selben und die dialoge ebenso. den einzigen unterschied in der story findet man erst im dlc "legacy of the first blade" und in einer rüstung im hauptspiel, anstatt der achilles rüstung gibt es die amazonen rüstung für kassandra. von den werten her sind aber beide trotzdem gleich

ergo,
wenn einem die historische glaubhaftigkeit wichtig ist, nimmt man alexios,

wenn man in englischer synch spielt und der erste punkt egal ist, nimmt man kassandra.
 
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Ist Kassandra wirklich stimmiger oder sonstwie "besser" als ihr männliches Pendant?
Im Spiel nicht, Alexios wurde für männliche Gamer lediglich hinzugefügt. In dem gleichnamigen Roman von Gordon Doherty ist Kassandra die Hauptfigur und damit eigentlich auch das Medium das man spielen sollte.

Im Spiel ist sie und Alexios ein Nachfahre von König Leonidas (Enkelin), da erwarte ich kein Model, sondern eine durchtrainierte und stimmige Dame der man ihren Kampfstil dann auch abnehmen kann.

Ehrlicherweise haben sich die Entwickler weitgehend an die Illustration gehalten, was ich wirklich gut finde.
 
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ergo,
wenn einem die geschichtliche glaubhaftigkeit wichtig ist, nimmt man alexios

Nein, dann spielt man das Spiel nicht. Es ist ein Fantasy-Setting mit Stilelementen und erzählerischen Versatzstücken des griechischen Altertums und hat mit geschichtlicher Darstellung so viel zu tun wie ein Pinguin mit Kunstflug. :D
 
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Das Spielgefühl, die Geschichten und Romanzen sind völlig identisch. Wie gesagt, ist sie als weibliche Charaktere eigentlich die wirkliche Titelfigur.
 
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Nein, dann spielt man das Spiel nicht. Es ist ein Fantasy-Setting mit Stilelementen und erzählerischen Versatzstücken des griechischen Altertums und hat mit geschichtlicher Darstellung so viel zu tun wie ein Pinguin mit Kunstflug. :D

kommt auf die eigenen grenzen an. die fantasy stilelemente kauf ich den entwicklern noch ab, aber wenn ich als frau für einen männlichen teilnehmer bei den olympischen spielen teil nehmen soll, hört es bei mir auf!

davon ab, lerne ich bei dem spiel sogar noch etwas. ich kann bei dem spiel nämlich die realität von der fiktion unterscheiden und finde das alles sehr hilfreich. ansonsten wüsste ich zum beispiel nicht, was mit ostrakon gemeint ist bzw würde das wort nicht kennen
 
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"Spartaner dürfen nur das Land, den Staat oder die Götter lieben"!

Sie soll eine abgebrühte Frau und Söldnerin verkörpern. Olympia, anno 451 in Griechenland. Warum nicht. Nicht ausreichend Phantasie. Was ist mit den Amazonen?
 
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Gibt genug Spiele, bei denen Frauen die Helden sind und bei denen sie nicht aus gesellschaftspolitischen Gründen eingesetzt wurden. Schon in den alten Ultima Spielen konnte man das Geschlecht des Hauptcharakters wählen und solch eine Wahl sollte nicht erst jetzt aus den falschen Gründe geboten werden.

Da muß ich dir recht geben. Ich finde es gut das beides angeboten wird. Jeder kann die Figur wählen die im lieber ist ( aus welchen Gründen auch immer ) - aber es ist - vorsichtig gesagt - merkwürdig das Ubisoft darum so ein gewese macht, obwohl andere Spielreihen dieses Feature schon seit Jahrzehnten anbieten und mit ausgefeilter Charakter Creation im Grunde viel weiter gehen als Ubisoft hier.
 
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Ich spiele natürlich auch Kassandra, bin aber etwas genervt, dass man gerade
am Anfang so oft kämpfen muss und Situationen nicht anderes lösen kann.

Naja. Weibliche spartaner sind einfach schwachsinn.
Es finden sich verblüffende Sätze, oder? Ich bin selber gerade etwas überrascht.
Klingt das nicht ein wenig nach "Kassandra", aber lies es selber:

"...Diese für Sparta charakteristische und notwendige Arbeitsteilung zwischen den
Geschlechtern bestimmte auch das für griechische Verhältnisse außergewöhnliche,
auf Gleichheit gerichtete Verhältnis von Mann und Frau. Denn in einer Gesellschaft,
in der alle in gleicher Weise „gebraucht“ wurden, konnten sich gar keine geschlechts-
spezifischen Vorstellungen und also auch keine Geringschätzung der Frauen herausbilden...."

Die spartanische Gesellschaft Die verklaerteste Stadt der Antike - wissenschaft.de

"...Plutarch schließlich schreibt ihr den Satz zu, dass spartanische Frauen die einzigen
seien, die über ihre Männer herrschten, weil sie alleine die Mütter wahrer Männer seien...."
Gorgo – Nachrichten ueber eine Spartanerin – Lakedaimon.de

"...Dass Spartanerinnen in Olympia als Siegerinnen im Wagenrennen in Erscheinung
traten, weist ebenfalls kaum auf eine allgemein große Selbständigkeit von Frauen hin,..."
[Anm.: Die Frauen waren die Besitzer der Pferde, nicht die Wagenlenker]

"...So haben wir Kunde, dass im 4. Jh. an 2/5 des Landes in Händen von Frauen als
Erbträgerinnen war. So waren natürlich diese Frauen wirtschaftlich nicht nur selbst-
ständig, sondern auch verantwortlich...."

Die kaltherzige Sachwalterin des Staates – Lakedaimon.de
 
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"Nichts ist schrecklich, was notwendig ist." - Euripides

Wenn Papa alle Nase lang irgendwo kämpft und jederzeit mit 'nem Obulus unter der Zunge zurückkehren kann, ist es schon praktischer, wenn Mama Haus und Hof verwaltet. So bleibt es in der Familie und einen Kerl für die öffentliche/rechtliche Repräsentation findet sich immer, wenn man eine gutsituierte Witwe ist.
 
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Wenn Papa alle Nase lang irgendwo kämpft und jederzeit mit 'nem Obulus unter der Zunge zurückkehren kann...
Bei dem Satz musste ich jetzt tatsächlich zweimal schalten, bis ich es kapiert hatte. :huh: Dann ging´s: Knete unter der Zunge, Charon, Fährmann, alles klar. Oh, der Herr Altphilologe! ;) Mensch, du kannst einen doch nicht zu so später Stunde zu solchen Gedächtnisleistungen zwingen! Ich habe Wochenende und bin müde. :heul:

Munter bleiben!
 
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So bleibt es in der Familie und einen Kerl für die öffentliche/rechtliche Repräsentation findet sich immer, wenn man eine gutsituierte Witwe ist.

und um für nachwuchs zu sorgen. sowas war zu dieser zeit bestimmt nicht unwichtig. würde man dann aufgrund dessen frauen auch in den krieg schicken? tote frauen bekommen nun mal keine kinder mehr.

spartiatinnen hat es nie gegeben. somit ziehe ich alexios gegenüber kassandra vor. kassandra würde mich aus dem spielgefühl rausreißen, weil ich ihr die rolle der söldnerin/ spartiatin einfach nicht abkaufe - der söldnerin vielleicht aber letzteres auf keinen fall.
 
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Für so ein Setting passt eine Frau absolut gar nicht und wird wie in 99% aller Actionspiele nur wegen des Aussehens von den (männlichen, sprich fast allen) Spielern gewählt.
Gibt hier aber scheinbar wirklich Leute die glauben es würde auch nur ansatzweise passen, naja, typisch Feministen halt.
 
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Ich spiele natürlich auch Kassandra, bin aber etwas genervt, dass man gerade
am Anfang so oft kämpfen muss und Situationen nicht anderes lösen kann.


Es finden sich verblüffende Sätze, oder? Ich bin selber gerade etwas überrascht.
Klingt das nicht ein wenig nach "Kassandra", aber lies es selber:

"...Diese für Sparta charakteristische und notwendige Arbeitsteilung zwischen den
Geschlechtern bestimmte auch das für griechische Verhältnisse außergewöhnliche,
auf Gleichheit gerichtete Verhältnis von Mann und Frau. Denn in einer Gesellschaft,
in der alle in gleicher Weise „gebraucht“ wurden, konnten sich gar keine geschlechts-
spezifischen Vorstellungen und also auch keine Geringschätzung der Frauen herausbilden...."

Die spartanische Gesellschaft Die verklaerteste Stadt der Antike - wissenschaft.de

"...Plutarch schließlich schreibt ihr den Satz zu, dass spartanische Frauen die einzigen
seien, die über ihre Männer herrschten, weil sie alleine die Mütter wahrer Männer seien...."
Gorgo – Nachrichten ueber eine Spartanerin – Lakedaimon.de

"...Dass Spartanerinnen in Olympia als Siegerinnen im Wagenrennen in Erscheinung
traten, weist ebenfalls kaum auf eine allgemein große Selbständigkeit von Frauen hin,..."
[Anm.: Die Frauen waren die Besitzer der Pferde, nicht die Wagenlenker]

"...So haben wir Kunde, dass im 4. Jh. an 2/5 des Landes in Händen von Frauen als
Erbträgerinnen war. So waren natürlich diese Frauen wirtschaftlich nicht nur selbst-
ständig, sondern auch verantwortlich...."

Die kaltherzige Sachwalterin des Staates – Lakedaimon.de

Spartanische Frauen besaßen im gesamten antiken Griechenland auch mit den größten Status und "realen" persöhnliche Freiheiten, wohingegen Frauen im als Wiege der Demokratie gelobten Athen, aber auch den meisten anderen Stadtstaaten, im Vergleich dazu kaum mehr Status und Freiheiten besaßen als der Tisch oder Stuhl im eigenen Haus.

Das dies in Sparta letztlich auch primär aus einem gewissen Pragmatismus heraus ruhte liegt schlicht an der gesellschaftlichen Struktur in Sparta, welches eine durchmilitarisierte Gesellschaft mit oligarchisch-aristrokatischen Strukturen war.
Man darf halt entsprechend nicht vergessen das Spartiaten (welche im Grunde die quasi ausschließliche politische Macht besaßen und Vollzeitsoldaten waren), also spartanische Vollbürger, nur eine sehr geringe, aber herrschende, Minderheit der Bevölkerung ausmachten, die große Mehrheit stellten die Periöken, welche zwar auch spartanische Bürger mit diversen Rechten waren (den Alltag in Sparta führten Händler, Künstler, Handwerker, ect. waren und ggf. auch Kriegsdienst leisteten) aber nur über eingeschränkte Bürgerrechte (weitestgehend frei, aber z.B. keinen Einfluss / Mitsprache auf die Außenpolitik Spartas) im Vergleich zu den Spartiaten verfügten und dann gab es noch die Heloten, welche im Grunde nur Sklaven (als Diener im Haushalt der Periöken und Spartiaten arbeiteten, oder Landwirtschaft betrieben und andere niedere Tätigkeiten ausführten, gelegentlich, vor allem in späterer Zeit, auch fürs Heer zwangsrekrutiert wurden) ohne jegliche Bürgerrechte waren.

In Athen hingegen gab es faktisch keine Vollzeitsoldaten (wenn man von einigen Seesoldaten und Stadtwachen absieht), sondern wurde fast nur zeitlich begrenzt und nach Bedarf eingezogen, so das Männer auch die Zeit hatten dem wirtschaftlichen und politischen Leben nachzugehen.
In Sparta hingegen waren die Spartiaten auch außerhalb von Feldzügen, während sie Daheim waren,einen großen Teil der Zeit damit beschäftigt zu trainieren, religösen und Gesellschaftlichen Anlässen, oder aber politischen Angelegenheiten nachzugehen (z.B. in der Apella, was quasi einer Volksversammlung entspricht, die aus wehrfähigen (also männlichen) Spartiaten bestand).

Spartiaten hatten also garnicht die notwenidige Zeit um sich um die Dinge des Alltags, zivile Arbeit, bzw. eigenen Besitz, zu kümmern und auch war die Chance groß das männliche Spartaner im Krieg fallen konnten (auch ohne männlichen Erben) und männliche Nachkommen ggf. noch nicht einmal, durch die harte militärische Ausbildung das Erwachsenenalter erreichen viel höher als z.B. in Athen und anderen griechischen Stadtstaaten, weshalb eine gesteigerte wirtschaftliche Verantwortung und die Vererbung von Besitz auch an die Frauen von Spartiaten durchaus Sinn machte (dieses System allgemein, gepart mit den vielen Konflikten in denen Sparta bis hin zum peleponesischen Krieg kämpfte war auch der Grund warum es irgendwann nicht mehr funktionierte, da die hohe Abwesenheit der Spartiaten gepart mit dem über die Zeit hohen Blutzoll einfach zu einer zu starken Ausdünnung spartanischer Vollbürger, bzw. Spartiaten führte).

Entsprechend sollte man halt auch nicht vergessen das spartanische Frauen trotzdem politisch auch in Sparta nahezu völlig Rechtelos waren (offiziell eigentlich nicht mal im Gegensatz zu Spartiaten als Frau als Bürger galten, was aber allgemein für die griechische Welt zu der Zeit nicht ungewöhnlich war) und auf politische Entscheidungen nahezu keinen Einfluss nehmen konnten / durften, was auch in Sparta nur den Männern (Spartiaten, Ältesten) vorbehalten war.
Auch waren spartanische Frauen vom Militärdienst ausgeschlossen, trotzdem konnte ein Teil der spartanischen Frauen durchaus auch mit Waffen (Schwert, Speer) umgehen (die Selbstverteidigung von Heim und Familie mit einer Waffe war da durchaus auch für Frauen im Fall der Fälle vorstellbar) und auch regelmäßige körperliche Ertüchtigung war bei Frauen erwünscht (es galt, nur eine gesunde und körperlich ertüchtigte Frau kann Sparta viele starke männliche Spartiaten gebähren).

Sparta mag daher sicher einer der fortschrittlichsten griechischen Stadtstaaten gewesen sein, wenn es um die Rechte und Freiheiten der Frauen ging, auf der anderen Seite aber war das eben nicht der Fall weil Sparta da soviele liberale Sympathien für seine Frauen hegte, sondern weil es schlicht die beste Lösung dafür war überhaupt die Vorraussetzungen dafür schaffen zu können das diese spartanische Vollzeitkriegerkultur und durchmilitarisierte Gesellschaft in der Form überhaupt eine Zeit lang funktionieren konnte. ;)
 
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und um für nachwuchs zu sorgen. sowas war zu dieser zeit bestimmt nicht unwichtig. würde man dann aufgrund dessen frauen auch in den krieg schicken? tote frauen bekommen nun mal keine kinder mehr.

Das ist einer der Hauptgründe, warum menschliche Gesellschaften insgesamt eher darauf verzichten, Frauen für den Kriegsdienst einzusetzen, wenn es irgendwie vermeidbar ist. Männer sind - unter dem Gesichtspunkt einer stabilen Population - viel entbehrlicher.

Ich finde gerade das Paper nicht, aber aus dem Gedächtnis: Es können in einer gesunden Population > 10.000 und ungefähr gleicher Geschlechterverteilung über 99% der männlichen Bevölkerung draufgehen und das Problem hat sich bereits nach einer Generation entschärft und nach zwei Generationen ist's, als wäre nichts gewesen. Aber es dürfen nicht einmal 15% der weiblichen Bevölkerung draufgehen, ohne dass das schwerwiegende Folgen hätte.

Das heißt natürlich nicht, dass sich ein stabile Gesellschaft nicht leisten könnte, vereinzelt Frauen im Kriegsdienst einzusetzen. Wenn die Neigung und die Befähigung vorhanden sind, nur immer ran an den bösen Feind. :D

spartiatinnen hat es nie gegeben. somit ziehe ich alexios gegenüber kassandra vor. kassandra würde mich aus dem spielgefühl rausreißen, weil ich ihr die rolle der söldnerin/ spartiatin einfach nicht abkaufe - der söldnerin vielleicht aber letzteres auf keinen fall.

Wenn ich jetzt anfangen würde, die historischen Elemente aus ACOD aufzuzählen, die es nie gegeben hat oder die im Spiel ausgelassen wurden, wäre das Wochenende gelaufen. Daher halte ich es nach wie vor für ein wenig selektiv und programmatisch, sich ausgerechnet daran hochzuziehen, dass es - dem derzeitigen Forschungsstand nach - keine weiblichen Spartiaten gab.

Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Quellenlage auch keinerlei prinzipiellen Ausschluss vor Frauen von der agoge belegt, während gleichzeitig hinreichend belegt ist, dass die holde Weiblichkeit Lakoniens das zu absolvieren hatte, was man heute eine "erweiterte Wehrausbildung" nennen würde. Sprich, Frauen traten höchstwahrscheinlich nicht in die Reihen der Krieger ein, waren aber fit wie ein Turnschuh und ebenfalls von Kindesbeinen an im Umgang mit Waffen geübt. Eine Kämpferin wie Kassandra ist also - die im Spiel dargestellte formale militärisch-politische Karriere einmal außen vor - nicht implausibel. Wer will es einer freien Frau verbieten, ihre "Grundausbildung" nach und nach zu vertiefen, mit Praxis anzureichern und in einer Zeit, in der das Ganze vormals stolze Sparta im Grunde nur noch ein Trainingslager für hochspezialisierte Söldner ist, ebenfalls in diesem Sektor ihr Psomi zu verdienen?
 
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Das heißt natürlich nicht, dass sich ein stabile Gesellschaft nicht leisten könnte, vereinzelt Frauen im Kriegsdienst einzusetzen. Wenn die Neigung und die Befähigung vorhanden sind, nur immer ran an den bösen Feind. :D
Es gab auch Stämme, deren Frauen sich lieber mit Selbstmord opferten oder eben auch kämpften, bevor sie in die Skaverei gingen. Das ist auch eine Überlebensstrategie, denn warum sollte man mit hohem Risiko Menschen als Arbeitskräfte rauben, die sich umbringen? Die Stämme werden in Zukunft in Ruhe gelassen. Einihen gernmanischen Stämmen hat Tacitus dieses Verhalten unterstellt, ich finde die Quelle gerade nicht, haben wir vor vierzig Jahren im Lateinunterricht gelesen...

Daher halte ich es nach wie vor für ein wenig selektiv und programmatisch, sich ausgerechnet daran hochzuziehen, dass es - dem derzeitigen Forschungsstand nach - keine weiblichen Spartiaten gab.
Da steckt eine bewußte oder oft auch unbewußte politische Agenda hinter, ein Gegenfeminismus. Man erkennt es immer daran, dass Menschen das Wort "Gendermainstream" nutzen. Es sind Menschen, denen gleichberechtigung ein Dorn im Auge ist zund die zurück zum "klassischen Familienmodell wollen. Es ist ein Drama, genauso wie es für Spartanerinnen ein Drama gewesen wäre, nach Athen zu heiraten und in die rechtlose Unfreiheit zu gehen.

Ansonsten gilt: Ein Spiel ist ein Spiel ist ein Spiel.
 
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Welche Figur hat denn nun die bessere deutsche Syncro? Habe zwar schon ein Vergleichsvideo gesehen, aber das war nicht sonderlich ausführlich und davon ausgehend hätte ich auf gleich gut, bzw. besser ausgedrückt gleich mittelmäßig :ugly: gewertet..
 
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Das ist einer der Hauptgründe, warum menschliche Gesellschaften insgesamt eher darauf verzichten, Frauen für den Kriegsdienst einzusetzen, wenn es irgendwie vermeidbar ist. Männer sind - unter dem Gesichtspunkt einer stabilen Population - viel entbehrlicher.

Das ist wohl durchaus so korrekt. Mit vielen Frauen und wenigen Männern kannst du trotzdem noch eine große Geburtenrate erreichen, umgdreht mit wenigen Frauen und vielen Männern aber nicht, auch der Grund weshalb indigene Stämme manchmal auch nur Kriege geführt haben um Frauen zu rauben, so es im eigenen Stamm zu wenige gab (zb wegen Krankheiten, oder zu wenig weiblichen Geburten).
Wobei diese Praxis, Frauen zu entführen um sie zu verheiraten, ja in China auch wieder modern geworden zu sein scheint, durch die Auswirkungen der 1 Kind Politik, da es dort durch die Politik einen Überschuss an Männern im heiratsfähigen Alter gibt dafür aber zu wenig heiratsfähige Frauen, weshalb die Chinesen heiratsfähige Frauen aus Nachbarländern entführen lassen.

Wenn ich jetzt anfangen würde, die historischen Elemente aus ACOD aufzuzählen, die es nie gegeben hat oder die im Spiel ausgelassen wurden, wäre das Wochenende gelaufen. Daher halte ich es nach wie vor für ein wenig selektiv und programmatisch, sich ausgerechnet daran hochzuziehen, dass es - dem derzeitigen Forschungsstand nach - keine weiblichen Spartiaten gab.

Mit wirklicher historischer Genauigkeit hatte Assassins Creed es ja auch im Grunde noch nie wirklich. Im Grunde haben sie sich schon immer nur grob an den historischen Kontext einer Epoche gehalten.

Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Quellenlage auch keinerlei prinzipiellen Ausschluss vor Frauen von der agoge belegt,...

Nun ja, agoge bedeutet ja auch erstmal nur Aufzucht, oder auch heben, oder errichten, das auch Frauen davon nicht grundsätzlich ausgeschlossen waren ist eigentlich durchaus naheliegend, auch wenn sich deren agoge ab dem 7 Lebensjahr halt deutlich von dem abhob welche die männlichen Kinder durchliefen.
Die agoge begann ja im Grunde schon mit der Geburt eines Kindes, wo dessen körperliche Gesundheit überprüft wurde (was bei Jungen wie Mädchen gleichermaßen gemacht wurde), auch die ersten 7 Lebensjahre verbringen beide Geschlechter noch weitestgehend gleich in der Ophut (Ausbildung) der Eltern, erst danach wird die weitere Erziehung der Jungen vom Staat übernommen, während Mädchen weiter daheim blieben und in weiten Teilen von den Eltern erzogen wurden.
Allerdings gibt es halt durchaus auch Quellen die nahe legen das auch Mädchen durchaus in stark begrenzten Umfang von staatlicher Seite weitere Ausbildung erhielten, wie genau die sich aber nun im Einzelnen zusammensetzte ist nicht völlig klar.

während gleichzeitig hinreichend belegt ist, dass die holde Weiblichkeit Lakoniens das zu absolvieren hatte, was man heute eine "erweiterte Wehrausbildung" nennen würde. Sprich, Frauen traten höchstwahrscheinlich nicht in die Reihen der Krieger ein, waren aber fit wie ein Turnschuh und ebenfalls von Kindesbeinen an im Umgang mit Waffen geübt.

Sparta besaß keine Wehranlagen zur Verteidigung der Stadt. Befand sich das Heer Spartas auf einem Feldzug wäre die Stadt also (unter üblichen Bedingungen) vergleichsweise einfach zu erobern gewesen. Das man deshalb spartanische Frauen auch in Kriegskunst unterweist wäre durchaus sinnvoll gewesen, um die Wehrfähigkeit der Stadt in Kriegszeiten auf einem erhöten Niveau zu halten (selbst in seinen größten Zeiten bestand eine spartanische Armee aus nie mehr als 3000 bis ca. 7000 Spartiaten zzgl. Periökischer und Helotischer Wehrpflichtiger bzw. Zwangsrekruten, die keine Berufssoldaten in Vollzeit waren)
Wie die Interessierte Userin ja auch schon anmerkte, ein Feind überlegt es sich zweimal jemanden anzugreifen wenn sich jeder dort wehren kann, in Sparta dürfte das durchaus weitestgehend zutreffend gewesen sein, schließlich hat auch in Abwesenheit der spartanischen Armee nie jemand versucht Sparta zu besetzen. ;)

Da steckt eine bewußte oder oft auch unbewußte politische Agenda hinter, ein Gegenfeminismus. Man erkennt es immer daran, dass Menschen das Wort "Gendermainstream" nutzen.

Genauso wie es leider auch in der Feministischen Bewegung eine durch eine extremistische Minderheit propagierte bewusste und unbewusste Politische Agenda gibt, die über Gleichberechtigung und mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern hinausgeht und eine Ungerechtigkeit am liebsten durch eine andere ersetzen würde.
Extremisten findet man halt leider überall und besonders schlimm sind die Extremisten die ihre politische Agenda schaffen als gerechte Sache zu tarnen / verkaufen.
Wenn man nicht aufpasst wird dadurch aus einer eigentlich guten Sache etwas pervertiert schlechtes...

Bestes Beispiel dafür wohin sowas führen kann dürften der Kommunismus (Leninismus / Stalinismus) bieten...
 
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