Intel verfolgt hier auch eine für mich nicht klare Strategie.
Es gibt Gaudi 3, es gibt Falcon Shores (2025)... wenn Intel hier wollte, hätte man vor 5 Jahren schon ordentlich was bringen können, das war ja eigentlich der Plan als man 2017 ca die GPU Strategie angekündigt hat.
Es
gibt Falcon Shores? Tell me more...
Der Codename geistert jetzt tatsächlich schon seit bald fünf Jahren durch die Gerüchteküche und stand zwischenzeitlich für mehrere verschiedene Produkte und verdeutlich damit sehr gut Intels Hauptproblem: Nichts wird auch nur annähernd zu dem Zeitpunkt fertig, zu dem es konkurrenzfähig wäre. Die Roadmap war meiner Erinnerung mal Ponte Vecchio 2021, Rialto Bridge (Anfang) 2023, Falcon Shores als Kombination aus letzterem, dem Know How aus der Gaudi-Linie und einer integrierten CPU für eigenständigen Betrieb, ein Jahr später. Stattdessen läuft jetzt erst nach und nach der Verkauf von Gaudi 3 an – ein Projekt das so alt ist, dass es noch vor der Übernahme des Entwicklers durch Intel startete und teilweise nicht einmal die von Intel promoteten Software-Standards unterstützt.
Ab welchem Punkt schämt man sich eigentlich für solche Aussagen?
Das liest man nun schon seit was weiß ich wie vielen Jahren sowohl über AMD (etwa als Core 2 kam, dann COre i7 2008, dann als Bulldozer kam) wie auch über Intel...
Und meist liest man es von Leuten, die alles machen würden – aber garantiert nicht Intel in Frieden ruhen lassen.
Intel brauchte halt ein starkes dGPU-Projekt, um die iGPUs voranzutreiben.
Die Frage ist nur, ist es wirklich ein brauchte? Oder sollte es besser heißen:
Intel braucht(e) halt ein starkes dGPU-Projekt, um die iGPUs voranzutreiben.
Ich gehe stark von letzterem aus. Ansonsten werden sie immer wieder zwischendurch absacken.
Die Aussage an sich ist grundlegend falsch. Weder brauchen leistungsfähige IGPs GPUs noch brauchen GPUs leistungsfähige IGPs – weder in der Vergangenheit noch der Gegenwart noch der Zukunft. Aber vieles was man für den einen entwickelt, kann man auch für den anderen gebrauchen. Es ist somit schlicht gutes ökonomische Praxis, beides anzubieten.
Nur mal zur Erinnerung.
Intels Entwicklungsabteilung für Grafiklösungen zeigt im Rahmen des heute beginnenden IDF ein neues Projekt. Dabei wurde das Actionspiel …
www.computerbase.de
Pu244 liegt da also nicht so verkehrt.
Leider hat auch schon zu der Zeit der lange Atem gefehlt.
Die Kommentare sind übrigens der Hammer aus heutiger Sicht
Da wäre aber ein verdammt langer Atem nötig gewesen. Intel hat meinem Wissen nach immer mit reinem Echtzeit-Raytraycing gearbeitet – keine Rasterizer-Anteile, keine Interpolation, keine temporale Integration, keine "rekonsturierten" Strahlen, sondern jedes einzelne Pixel für jeden einzelnen Frame frisch berechnet. Ich glaube, Q2RTX und Minecraft RTX sind bis heute die einzigen beiden Titel, die das umsetzen – für alles, was mehr grafische Finesse aufweist, langt die Leistung aktueller GPUs auch knapp 15 Jahre später hinten und vorne nicht. Wenn man sich die Entwicklung über die letzten Generationen anguckt, wird sich daran auch eher 2035 denn 2030 was ändern. Das wäre ein Vierteljahrhundert nach Intels Arbeiten und zeigt, wie absurd der damalige Einsatz von x86 als Grafikentschleuniger war: Larrabee war eine Lösung auf der Suche nach einem Problem.
Intel hat schon vorher intensiv an Many-Core-CPUs geforscht und dieses Know-How dann auf x86 portiert. Heraus kam ein massiv parallel arbeitender Prozessor, der weitaus komplexere Probleme als ebenfalls parallel strukturierte GPUs beherrschte. Aber danach hatte niemand gefragt und auf der Suche nach Aufgaben, die komplexer als Pixel-Shader sind, aber paralleler als x86-Code, stieß man dann auf Raytraycing. Das auch Larrabee um Welten zu langsam war, um das sinnvoll in Echtzeit zu nutzen und dass es nicht wirklich Nachfrage nach einem Offline-RT-Beschleuniger gab, war auch damals jederzeit klar. Aber bunte Bilder waren besser als gar keine Aufmerksamkeit und Xeon Phi hat dann ja später durchaus seine Nische gefunden – auch wenn die letztlich nur darin Bestand, den Weg für zum Beispiel KI-Beschleuniger zu ebnen.