Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Die Überschwinger sind zum einen vom jeweiligen VRM (insbesondere PWM Controller, Spulen) als auch der speziellen Implementierung der Load Line abhängig.
Außerdem sind die Peaks nur mit einem Oszilloskop zu messen. Auf jeden Fall sind sie deutlich. Und sie treten bei jedem Lastwechsel auf. Also in Intervallen von ms. Und das ständig. Der Punkt ist aber, dass man dieses Verhalten dämpfen kann.
Überspitzt gesagt gibt es im Grunde 2 Arten, die Last Spannung einzustellen. Quasi von unten und von oben. Entweder stellt man eine zu niedrige Spannung ein und arbeitet mit sehr starker LLC, um die Spannung anzuheben. Oder man stellt eine zu hohe Spannung ein und nutzt keine bzw. eine niedrige LLC Stufe, so dass die Spannung unter Last abfällt.
Der Mittelweg ist eine LLC, wo Idle = Last Spannung bedeutet.
Da mit niedrigerer LLC die Peaks kleiner werden, kann man den VDroop als Arbeitsbereich nutzen. So ist es übrigens standardmäßig von Herstellern von CPUs vorgesehen. U.a. berücksichtigt man die Temperaturabhängigkeit von Widerständen.
Oft kommt dann das Argument, aber dann muss ich ja im Bios eine höhere Spannung einstellen, das ist doch auch nicht gut. Doch diese Spannung definiert ja den Idle Zustand. Und im Idle ist eine hohe Spannung wesentlich ungefährlicher (technisch zwar nicht gut ausgedrückt, aber man versteht was gemeint ist). Denkt mal darüber nach, warum bei identischer Spannung die Leistungsaufnahme einer CPU im Idle viel geringer ist als unter Last.
Unter Strich hängt es immer davon ab, wie hoch man taktet und wie hoch man die Spannung einstellen muss. Demnach muss man dann etwas mit der LLC spielen, um den Sweetspot zu finden. Aber im Grunde ist es doch nachvollziehbar, dass ein gewisser Spannungsabfall unter Last hilfreich ist.
Wer natürlich lieber auf sein Gefühl hört, nimmt die maximale LLC Stufe und kann somit den geringst möglichen Spannungswert im Bios einstellen. Und hey, das muss doch gut fürs Gewissen sein.