AMD Ryzen 9 3950X: So testet die Welt

Frage: Wer hat heute noch einen Quad-Core Gaming-PC aus dem Jahr 2011/2012, und glaubt damit heute noch "sehr gut" aufgestellt zu sein? :D

Hm..wer hat den heute noch einen Ryzen 1700/1700x/1800x und sieht sich damit "sehr gut" aufgestellt?
Was du bei deinen Überlegungen außen vor lässt, ist die fehlende Singlethreadperformance, die heute in Anno 1800 oder KCD eher das Problem ist als mangelnde Kerne.

Daher finde ich, auch für einem Gaming-PC kann ein 3900X/3950X eine vortreffliche Wahl sein - auch wenn man erst in 4-7 Jahren endgültig urteilen kann, ob und wie sinnvoll die zusätzlich in die CPU investierten 150-300€ wirklich waren.

Sinnvoller wärs gewesen heute einen Ryzen 3700x/3600 zu kaufen und dann in 2 Jahren eine 12Kern CPU für wahrscheinlich das gleiche Geld.
Dann kommst du günstiger weg, hast aber deutlich mehr Leistung als mit dem in die Jahre gekommenen 3950x.
Aber machen wir uns nichts vor, mit einer CPU wie einem 3900X/3950X muß man sich in Zukunft zumindest nicht mehr fragen, ob man lieber eine schnellere CPU hätte nehmen sollen - es gab ja keine. ;)

8700K, 9700, 9900K, 9900KS sind Stand heute fast immer schneller, vor allem unter gleichen Vorraussetzungen.
Wegen der Spieleleistung kauft niemand eine 16 oder 12 Kern CPU und schönreden muss man sich das jetzt auch nicht.

Wer also die Kohle/das Budget locker sitzen hat, und sich die Frage stellt 3700X/3900X/3950, einfach nicht lange drüber nachdenken...

Das ist denke ich die Quintessenz aus deinem Posting, man kauft etwas, was man eigentlich gar nicht braucht.:D
 
Vor einigen Monaten hat man sich über den Verbrauch von Prozessoren beschwert und heute wird mit vielen Cpu Kernen geprotzt obwohl das den Verbrauch nach oben treibt.

Ein Hoch auf die Doppelmoral Ihr Schwätzer!:D
 
Vor einigen Monaten hat man sich über den Verbrauch von Prozessoren beschwert und heute wird mit vielen Cpu Kernen geprotzt obwohl das den Verbrauch nach oben treibt.
Einfach den Ecomode anschmeißen dann verbrennt das Teil keine 90 Watt. Unter Spielen braucht man die volle Pulle eh nicht (außer Schaffe natürlich...).:D

Selbst der 3700x wird dann zu einer 45 Watt CPU.
 
Vor einigen Monaten hat man sich über den Verbrauch von Prozessoren beschwert und heute wird mit vielen Cpu Kernen geprotzt obwohl das den Verbrauch nach oben treibt.

Sieh genauer hin.
Ein 3950X hat die gleichen Powerlimits wie ein 3900X - die 4 Kerne mehr verbrauchen also genau Null Watt mehr.

Die Ryzen3000 sind nebenbei die bisher effizientesten Desktop-CPUs überhaupt. Erst Recht wenn mans so haben will und die Powerlimits von Hand reduziert. Du kannst auch 16 Kerne bei 65W betreiben - dann eben mit 3 statt 4 GHz unter Last. Mehr Performance pro Watt wirst du nicht finden.

Wenn schon mit Doppelmoral kommen dann begründet - die Nummer hier warn ziemliches Eigentor.^^
 
Die Ceo kann sich glücklich schätzen und AMD froh sein das man sie hat - Aktie in einem Jahr um knapp 90 Prozent zugelegt. In 3 Jahren 450 Prozent. Nun muß man nur Geld in die Kassen spülen.

Ich fand den Slot-A 1.0 GHz damals als Paukenschlag (erste 1.0 GHz CPU - so wie Tahiti 1.0 GHz GPU) und der Donnervogel waren AMDs Erfolge. Und nun wieder den ersten 16 Kerner im Consumersegment - hoffentlich ruhen sie sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Genau das war damals das Problem und Intel kam mit einem großen Hammer inklusive Centrino 2.

Ein verletzter Wolf/Bär/Löwe ist immer noch gefährlich - die werden sicher nicht schlafen.

Das Problem war nicht das ausruhen beim Design , sondern das AMD beim Core 2 nicht mit Intels Fertigung mithalten konnte ... ein Phenom I hatte fast die selbe leistung Pro MHz wie ein Core 2 Quad !
nur konnten die Core 2 Quad hoch takten und waren sparsamer .
 
Hm..wer hat den heute noch einen Ryzen 1700/1700x/1800x und sieht sich damit "sehr gut" aufgestellt?
Was du bei deinen Überlegungen außen vor lässt, ist die fehlende Singlethreadperformance, die heute in Anno 1800 oder KCD eher das Problem ist als mangelnde Kerne.
Ist Anno das StarCraft 2 von damals ? :)
Ich sags noch mal mit einem guten Board bekommt man selbst mit denn 1XXX Ryzen die selben strafen Cache Zugriffszeiten hin wie bei denn 2 oder 3k Ryzen , dann haengt man nur am etwas geringeren Takt und da jetzt jammern als wenn ein Ryzen mit 3,6-3,8 GHz auf 8 Kernen Dreck waer ist schon jammern auf verdammt hohem Niveau :)
 
nur konnten die Core 2 Quad hoch takten und waren sparsamer .
Das meinte ich.

Ich erinnere mich noch wie ich die ganze Nacht am Slot A Model 2 umherschraubte um einen Blue Label 08 zu montieren - weil der AMD Lüfter einfach nervte und ich 1.0 GHz low noise wollte.

Danke AMD für diese Erfahrung...;)

PS: ...meine Kumpels erklärten mich alle für verrückt wer denn soviel Rechenpower überhaupt brauchen würde. Dann nahm das Thema CPU ziemlich Fahrt auf.
 
Das Problem war nicht das ausruhen beim Design , sondern das AMD beim Core 2 nicht mit Intels Fertigung mithalten konnte ... ein Phenom I hatte fast die selbe leistung Pro MHz wie ein Core 2 Quad !
nur konnten die Core 2 Quad hoch takten und waren sparsamer .

Man war so zirka drei Jahre lang halbwegs auf einer Leistungsstufe. Dann kam Sandy Bridge im 1. Quartal 2011 und hat mit allen Folgearchitekturen bis zu Zen 2 den Boden aufgewischt.

Ich versteh nicht was die Vergangenheitsduselei soll. Intel hat über zehn Jahre den CPU-Markt sowohl in Preis, Leistung und Verbrauch dominiert. Deshalb ist es so erstaunlich, dass man aus einer passablen Architektur wie Zen 1 in nur drei Jahren Prozessoren entwickelt, die Intel nicht nur Paroli bieten, sondern sowohl in Verbrauch, Leistung und Preis dominieren. Dabei sind die Schwächen bei Zen 2 zum Teil noch deutlich zu sehen und alle stehen auf der "Korrekturliste" für Zen 3 (Ryzen 4000).

Wir müssen nur mal die Augen aufmachen. Vor einem Jahr kostete die Leistungsklasse noch 1.100-1.500 Euro bei doppelten Verbrauch und die Hardware läuft nicht auf einem 200 Euro-Board (wenn wir mal das ganze Gerümpel weglassen, auf dem das Ding eigentlich schon lauffähig ist.)

Das ist nichts anderes als eine Revolution im Desktop-CPU-Bereich, vor allem wenn man sich vor Augen führt, wie schnell AMD dafür gesorgt hat, dass sowohl SMT als auch mehr als sechs Kerne Standard im Desktop-Segment werden.
 
Spätestens wenn ich meinen Browser während des Spielens offen habe wird das Ganze interessant. :devil:
Getestet wird immer mit sauberen Systemen. Mit nem "verramschten" System wird das ganze mit mehr Kernen besser.
Das wäre mal ein interessantes Test-Setup für diese Real-World wie sie neuerdings propagiert wird.
Die Zeiten wo man beim zocken noch alles deaktiviert hat was ging sind nun doch seit einiger Zeit vorbei bei der RAM-Ausstattung heutiger moderner Systeme und der Anzahl an Kernen.
Also mal ein System das ~6 Monate im Betrieb ist, mit 1-2 monatlichen Software De-/Installationen, dazu ein Virenscanner der mitläuft, ein offener E-Mail Client oder Browser im Hintergrund, Druckertreiber-Status in der Systray, Tastatur-Maustreiber für Zusatzfunktionen, offene WLAN-Verbindung wo vielleicht noch ein Download rennt, ein laufender Musikplayer, das ein oder andere Tool wie CPU-Z und eventuell noch Teamspeak.
Streaming bzw. Gameplays mitschneiden lass ich jetzt mal außen vor.
Vielleicht etwas viel, aber dürfte durchaus eine größere Schnittmenge geben bei denen das so oder ähnlich abläuft.
Da dann mal einen 9900k(s) gegen einen 3900X vergleichen (der 3950 ist preislich doch eine andere Hausnummer)
Gut möglich, dass der Intel durch den höheren Takt (bei taktnormierten Tests ist AMD ja mittlerweile mit der IPC knapp an Intel vorbei) da noch die Nase vorn hat in reinen FpS.
Aber die Frametimes/99Percentile die wesentlich zum Gefühl der Smoothness beiträgt könnte deutlich Richtung Zen2 ausschlagen.
Da wärs mir dann auch egal ob ich jetzt (als Hausnummer) 90 oder 100 Bildchen auf das Display bekomme...
 
Man stellt sich immer wieder und wie beim Orion-Core meinerseits die Frage - ob man das überhaupt alles braucht und kaufen muß

Man muss den Zweck unterscheiden, uns zwar zwischen "Gebrauchsgegenstand" und "Hobby/Konsumgut".
Für jemanden, dessen PC ein reiner Gebrauchsgegenstand ist reicht, wenn nicht besodnerer Workload anliegt, fast immer die ALDI-Möhre aus. Wenn der auf schnelle Autos steht gibt er aber zigtausende fürn 400PS-Schlitten aus. Tickt derjenige andersrum baut er eben 16 Kerne und ne 2080Ti ein weil ers nunmal WILL und KANN - fährt aber vielleicht nen 60PS-Kleinwagen weil der reicht auch um von A nach B zu kommen.

Kommt einfach mal davon weg alles nach "reichen" und "brauchen" zu beurteilen. Im privaten Leben ist das sinnvoll da man viel geld sparen kann an Stellen wo man eben nur kauft was wirklich nötig ist. Aber sobald es um Konsum und Hobby geht gilt das nicht - und das ist hier vergleichsweise sehr sehr oft der Fall, was daran liegen mag dass PCGHX eine Plattform für genau die Zielgruppe ist die ihre PCs eben normalerweise nicht nur als notwendiges Übel betrachten wo jeder Euro zu viel ist. :D


Ist doch überall dasselbe - meine Frau versteht genauso wenig wie man mit 5 paar Schuhen durchs Leben kommen kann wie ich damit klarkomme, dass sie noch immer auf ner GTX970 in 30 fps spielt und glücklich ist. Jeder wie er will :ka:
Es hat auch keinen echten Mehrwert wenn ich ein Instrument spiele das rund 3000€ kostet (da meine Fähigkeiten auch von einem 1500€-Instrument nicht eingeschränkt würden^^)... aber es ist halt geil und es freut mich seit vielen jahren das Ding zu benutzen. Auch das ist ein "Wert".
 
Einig ist man sich aber auch darin, dass der Prozessor für Gamer überdimensioniert ist.
Was man ja auch wunderbar an den Stromverbrauchsmessungen sieht: 60 Watt beim Gaming und im 105 Watt Powerlimit in Handbrake. Und im Eco Mode wird er beim Gaming kein bisschen langsamer, weil die halbe CPU brach liegt.
 
Aber sobald es um Konsum und Hobby geht gilt das nicht -
Im DMAX bei einer "Die Modellbauer" Folge hat das einer mal ganz gut ausgedrückt:
"Der Sinn eines Hobbys ist der, mit möglichst viel Geld- & Zeitaufwand den geringsten Nutzen zu erzielen" :D
Vor einigen Monaten hat man sich über den Verbrauch von Prozessoren beschwert [/snip]
Wie die jahrelange Erfahrung hier und in anderen Foren so lehrt, ist/war das aber meist so, als AMD bei der Effizienz auf die Gesamtleistung einer CPU gesehen noch das Nachsehen hatte.(Was zum Teil der Anzahl an Kommentaren dem jeweiligen Marktanteil des jeweiligen Herstellers zuzurechnen ist)

Wie du schon so schön schreibst:
Ein Hoch auf die Doppelmoral Ihr Schwätzer!:D
:daumen:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Der Sinn eines Hobbys ist der, mit möglichst viel Geld- & Zeitaufwand den geringsten Nutzen zu erzielen" :D
:nicken:

Und in einem Jahr gurken hier dann alle mit 12 - 16 - 18 Kernern umher. Wie war das noch - Slot A 1GHz braucht doch niemand.:daumen:
Wieder erwarten springt Intel dann genau auf den Trend auf - mehr Cores für weniger Geld zu bringen, die vielleicht noch schneller sind. Mit Logik hat das alles nichts zu tun.
 
:nicken:

Und in einem Jahr gurken hier dann alle mit 12 - 16 - 18 Kernern umher. Wie war das noch - Slot A 1GHz braucht doch niemand.:daumen:
Wieder erwarten springt Intel dann genau auf den Trend auf - mehr Cores für weniger Geld zu bringen, die vielleicht noch schneller sind. Mit Logik hat das alles nichts zu tun.

Die Logik dahinter ist doch ganz einfach: dein Geld in Intels Taschen. :D

Ob du dafür Cores, Gigabytes, PS, Zylinder oder Promille als Gegenleitstung bekommst, ist dabei total Wurscht.
 
Wie war das noch - Slot A 1GHz braucht doch niemand.:daumen:
Gut, dass du nicht mit dem falschen(!!) "Zitat" von Bill Gates mit den 640KB daher kommst, sonst müsste ich wieder die Links zusammensuchen. ;)

Das mit dem "brauchen" ist immer so eine Sache...
Manche brauchen auch eine Fett und Bunt geschrieben Signatur mit ihrem "Hardwarewunschzettel" um sich etwas elitärer als andere zu fühlen. :schief:
 
Gut, dass du nicht mit dem falschen(!!) "Zitat" von Bill Gates mit den 640KB daher kommst, sonst müsste ich wieder die Links zusammensuchen. ;)

Manche brauchen auch eine Fett und Bunt geschrieben Signatur mit ihrem "Hardwarewunschzettel" um sich etwas elitärer als andere zu fühlen. :schief:

"640K ought to be enough for anybody."

Mit einem schnöden 6700k und dem 1800x bin ich doch schon veraltet - schreib ich lieber nicht in die Signatur.:D
 
"640K ought to be enough for anybody."
Du wolltest es ja nicht anders.... :P
1. The '640K' quote won't go away -- but did Gates really say it? | Computerworld
2. Google Groups

Mit einem schnöden 6700k und dem 1800x bin ich doch schon veraltet - schreib ich lieber nicht in die Signatur.:D
Ich glaub ich lösch den guten alten Thuban & Co auch wieder aus meiner Profilbeschreibung... 2011 war ein 6-Kerner ja noch cool... ^^
Mit dem 500er Amiga und dem (originalen) Competition-Pro Joystick den ich noch hab, könnt ich aber vielleicht bei Retro-Fans, oder so alten Säcken wie ich, noch was reißen. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Weil mir gerade danach war, Achtung WoT. :D
Das User wie ich, also Power-/Performance-/HEDT-User und Enthusiasten usw, auch, aber deutlich weniger, nach P/L schauen, bzw. ihren Sweetspot ~25-50% oberhalb der Rechenleistung von Mainstream(AM4)-Mainstream(3600X/3700X) liegen haben - du [und nicht nur du] aber P/L deutlich stärker im Fokus hast. ;)
...dass man für den Hexacore nebst Plattform 2011 soviel mehr auf den Tisch legen musste, dass damalige Quad-Core-Käufer sich vom gesparten Geld vor zwei Jahren einen 1600X kaufen konnten, je nach Verkaufserlös für die alte Plattform (abzüglich neuem RAM – wobei den niemand von 2011 bis heute unverändert gelassen hätte) auch durchaus einen 1700X. Glaubst du heute mit einem i7-980 besser aufgestellt zu sein als mit einem 1700X für die gleiche Gesamtinvestition?
Hey, 3930K, nicht i7-980. Mach meine HW nicht noch älter als sie ohnehin schon ist. :D
Und wenn aktuelle Hardware meinen RAM noch entsprechend (mit QC) unterstützen würde, würde ich ihn auch weiter verwenden. Warum auch nicht. Ich habe mit dem RAM seit 2011 stolze ~60GB/s, und damit sogar 20% mehr Bandbreite als ein 3900X/3950X mit 3200er Standard-RAM. (oder mehr als doppelt so viel Schreibbandbreite wie alles ab 3800X abwärts... ^^)

Und ungeachtet der Frage ob die Gesamtinvestition wirklich die gleiche wäre (und ich liste gleich auf warum es mMn/nach meinen Kriterien nicht so ist), der Unterschied zum 1600X definitiv, zum 1700X immer noch sehr wahrscheinlich, wäre es mir noch nicht mal Wert, die alte Hardware aus und die neue einzubauen. Denn Geld ist überhaupt nicht der Grund, warum ich keinen 1700X (oder irgendwas anderes) gekauft, bzw. als Main-PC immer noch meinen 3930K, habe.

Solche "Geld-Rechnungen" sind meiner Meinung nach (und zumindest für User wie mich) nämlich immer Käserechnungen. Wenn du nach maximalem P/L-Verhältnis gehen willst, kannst du die Rechnung bzgl. €uro-Effizienz auch noch weiter auf die Spitze treiben, und mit zb. einen Dual-Core anstellen, und mit 4GB RAM, und einer 2GB Grafikkarte. Damit laufen sogar heute noch 99,999% aller (150.000?) PC-Spiele einwandfrei.

Der 3930K war die zweit größte HEDT-CPU damals, und hatte 50% mehr Kerne als der schnellste Mainstream-Quad-Core - der wieviel gekostet hat? Ein i7-2700K für zum Release 350€? Also war der 3930K mit 500€ gute 150€ teurer. Mein P9X79 kam damals 180€ bei Alternate. Was würdest du sagen hätte ein faires vergleichbares Board für den 2700K gekostet? 50€ weniger? Der ganze Rest des Systems war ja identisch. Ich habe für den kompletten PC (mit 120GB SSD und 600GB 10krpm-HDD) exkl. Graka damals bei Alternate glaube 1400€ bezahlt, hätte mit einem Quad-Core und der entsprechend geringeren Leistung und Ausstattung also 1200€ bezahlt - ergo hätte ich 14% gespart bzw. habe ich 16,5% draufgelegt. Wow, ein ganzes Abendessen. :ugly:

Für die zusätzlichen 16,5% habe ich seit 02.2012: 50% mehr Kerne bzw. 50% mehr Threads, einen 50% größeren L3-Cache und auch >100% mehr RAM-Bandbreite. Nicht zu vergessen die (Anfangs ja, dann aber doch nicht offizielle) problemlos funktionierende PCIe3.0 Anbindung (= doppelte PCIe-Bandbreite, gab es zum Kaufzeitpunkt afaik nur beim 3930K). Die Lanes usw. ignorieren wir mal. Bei meinem letzten Vergleich hatte ich in Ark - einem Spiel was ich sehr viel gespielt habe - DEUTLICH weniger Ruckler als ein 6700K (oder war es shon 7700K?) System, wenngleich die FPS niedriger waren. Der Besitzer des anderen PC fand das Spiel auf meiner alten Gurke deutlich angenehmer. Bei der CPU bin ich mir nicht mehr 100% sicher, aber beide Systeme standen direkt nebeneinander. Ganz ehrlich, nur für das bessere Spielgefühl in diesem einen Spiel, was ich hunderte Stunden gespielt habe, haben sich die 16,5% [für mich] schon gelohnt.

In all den Jahren habe ich aber auch noch haufenweise Grid-Computing gemacht, bzw. grundsätzlich mit dem PC gecruncht (auch Videos usw), also Dinge die alle 12 Threads annähernd zu 100% auslasten. Und ich bin mir ziemlich sicher, wie bei Ark mal ganz abgesehen von den max. FPS, dass da in so manchen Spielen (ob durch die zusätzlichen Kerne, den größeren/schnelleren Cache/die mehr als doppelte RAM-Bandbreite oder das PCIe3.0 blabla^^) sehr viele Ruckler auf meinem PC nicht vorhanden waren, und bestimmt waren hier und da in meinen Lieblingsspielen (zb. BF) auch mal die [min] FPS etwas höher.

Und für die gesparten ~200€ von damals, inkl. der für meine alte Hardware noch eingenommene Kohle, hätte ich - egal ob vor 2 Jahren oder heute - neue Hardware bekommen, die nicht wirklich so krass spürbar schneller als mein aktuelles Setup ist. Denn ich bräuchte eine neue CPU, ein neues Mobo, neue 32GB RAM, und laut unserer NT-Experten natürlich auch ein neues Netzteil. Und da meine AiO auch schon fast 8 Jahre alt ist, und auf keinen aktuellen Sockel passt, bräuchte ich auch die neu. Am Ende wäre es dann auch nur der 1600X geworden, also von Hexacore auf Hexacore aufgerüstet. Krass.:ugly:

Sorry, aber dann zahle ich gemessen am Komplett-PC lieber 15-25% drauf, habe dafür dann nicht nur schon Jahre vorher was "der Mainstream" (und auch ich, wenn ich "kleiner" kaufe und dann später noch mal noch kleiner nachlege/aufrüste) erst Jahre später haben, und muß bzw. kann ggf. auch einige Jahre später wieder aufrüsten. Denn aktuell ist mir mein übertakteter 3930K (mit der 980Ti G1) ehrlich gesagt noch flott genug unterwegs. Die Performance treibt mich nicht zum Aufrüsten bzw. Neukauf, sondern das jucken in den Fingern, die Lust einfach mal wieder was Neues zu haben.
Für die neueste Maximalausbaustufe zahlt man meistens soviel Aufpreis, dass sich diese nicht rentieren kann.
Deswegen habe ich damals den 3930K für 500€ genommen, und nicht den 3960X für 1000€. ;)

Und für Enthusiasten sind Dinge wie P/L, "brauchen", "rentieren" usw. völlig sekundär. Wie gesagt, wer den Fokus auf P/L legt, der kann ja auch heute noch einen Hexacore ala 3600X kaufen, und wird für die nächsten Jahre trotzdem auch noch einen tollen Gaming-PC haben.
Anders sieht dies ein paar Generationen später aus. Wer 2014 beispielsweise ein paar Euro mehr für die sechs Kerne eienes i7-5820K auf den Tisch gelegt hat, dürfte mit seinem System noch nicht am Ende sein.
Die Performance dürfte sich zum 3930K nicht so viel geändert haben, und dafür hat er erst ~2,5 Jahre später diese CPU gekauft - und 100€ gespart. Hurra. :D
Und wenn der (ist der eigentlich nur bei den Lanes beschnitten?) 5820K noch nicht am Ende ist, kann es der 3930K auch noch nicht sein.
Alles darüber kostet zuviel Aufpreis, um sich über die verlängerte Nutzungsdauer zu rechnen,
Für den einen User ist es zu viel, für den anderen User ist es kaum mehr.

[Beispiel] Ich zb. hab >60 Tabs offen, und laste damit einen 3930K Hexacore @~4,3GHz locker auch mal 25 Sekunden komplett aus. Wenn ich mit einem 3900X daraus nur 15 Sekunden, oder mit einem 3950X nur 12 Sekunden machen könnte, wäre mir das schon 20% (oder wegen mit auch 30%) Aufpreis wert. Das selbe mit einer M.2-SSD vs SATA. oder 32GB vs 16GB RAM. Mal was entpacken/packen, mal ein YT-Video recodieren, ganz egal, mit einem 3900X oder 3950X muß sich der Poweruser/Enthusiast einfach weniger einen Kopf machen, denn er weiß, viel mehr Leistung konnte er nicht kaufen, oder die wäre dann (auch verglichen mit seiner schon teureren Hardware) noch einmal deutlich teurer.

Genau dafür zahlt man jedenfalls den relativ geringen Aufpreis. Und relativ geringt meint, wenn ich meinen PC 8 Jahre benutze (also bis 02/2020), und ggü. einem Quad damals 250€ drauf gezahlt habe, hat mich der Aufpreis (250€:96) 2,60€ pro Monat (von insgesamt 14,60€/Monat) gekostet. Heilige Mutter Gottes, I am a rich kid. :D
Wegen der Spieleleistung kauft niemand eine 16 oder 12 Kern CPU und schönreden muss man sich das jetzt auch nicht.
Das ist denke ich die Quintessenz aus deinem Posting, man kauft etwas, was man eigentlich gar nicht braucht.:D
Du hast das Kriterium "brauchen" noch nicht korrekt einsortiert, aber wenn man diesen Punkt mal ignoriert: Ja, Enthusiasten und Performance-User usw. kaufen Hardware, die sie deiner Meinung nach nicht brauchen, und ohne dass sie 100%ig genau wissen ob und wo sie die Leistung am Ende brauchen.

Denn ja, nicht brauchen ist für solchen User eine sinnvollere (und damit auch aufpreiswürdige) Option, als es später zu brauchen aber dann nicht zu haben. ;)

Dafür (siehe Rechnung oben) werfen "wir" dann auch gerne mal wahnwitzige unglaubliche superkrasse 3-6€ pro Monat extra in den Club. ^^
Kommt einfach mal davon weg alles nach "reichen" und "brauchen" zu beurteilen.
:top:

Wobei reichen würde ich schon noch gelten lassen. Aber das ist eben Definitionssache. Ein 3950X würde mir zb. reichen. Brauchen würde ich [nach meiner Definition] allerdings einen Threadripper mit 128 Kernen. Warum ich den brauche? Woher zum Teufel soll ich das wissen.:ugly:


Edit:
Aber einen Taskmanager mit 256 winzigen CPU-Diagrammen wäre schon ziemlich geil. Nicht mal fürs Ego, sondern einfach nur zum anschauen. *g*

AMD-EPYC-7742-Windows-256-Threads-Running.jpg
 
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