Und wenn aktuelle Hardware meinen RAM noch entsprechend (mit QC) unterstützen würde, würde ich ihn auch weiter verwenden. Warum auch nicht. Ich habe mit dem RAM seit 2011 stolze ~60GB/s, und damit sogar 20% mehr Bandbreite als ein 3900X/3950X mit 3200er Standard-RAM. (oder mehr als doppelt so viel Schreibbandbreite wie alles ab 3800X abwärts... ^^)
Und ungeachtet der Frage ob die Gesamtinvestition wirklich die gleiche wäre (und ich liste gleich auf warum es mMn/nach meinen Kriterien nicht so ist), der Unterschied zum 1600X definitiv, zum 1700X immer noch sehr wahrscheinlich, wäre es
mir noch nicht mal Wert, die alte Hardware aus und die neue einzubauen. Denn Geld ist überhaupt nicht der Grund, warum ich keinen 1700X (oder irgendwas anderes) gekauft, bzw. als Main-PC immer noch meinen 3930K, habe.
Solche "Geld-Rechnungen" sind meiner Meinung nach (und zumindest für User wie mich) nämlich immer Käserechnungen. Wenn du nach maximalem P/L-Verhältnis gehen willst, kannst du die Rechnung bzgl. €uro-Effizienz auch noch weiter auf die Spitze treiben, und mit zb. einen Dual-Core anstellen, und mit 4GB RAM, und einer 2GB Grafikkarte. Damit laufen sogar heute noch 99,999% aller (150.000?) PC-Spiele einwandfrei.
Der 3930K war die zweit größte HEDT-CPU damals, und hatte 50% mehr Kerne als der schnellste Mainstream-Quad-Core - der wieviel gekostet hat? Ein i7-2700K für zum Release 350€? Also war der 3930K mit 500€ gute 150€ teurer. Mein P9X79 kam damals 180€ bei Alternate. Was würdest du sagen hätte ein faires vergleichbares Board für den 2700K gekostet? 50€ weniger? Der ganze Rest des Systems war ja identisch. Ich habe für den kompletten PC (mit 120GB SSD und 600GB 10krpm-HDD) exkl. Graka damals bei Alternate glaube 1400€ bezahlt, hätte mit einem Quad-Core und der entsprechend geringeren Leistung und Ausstattung also 1200€ bezahlt - ergo hätte ich 14% gespart bzw. habe ich 16,5% draufgelegt. Wow, ein ganzes Abendessen.
Für die zusätzlichen 16,5% habe ich seit 02.2012: 50% mehr Kerne bzw. 50% mehr Threads, einen 50% größeren L3-Cache und auch >100% mehr RAM-Bandbreite. Nicht zu vergessen die (Anfangs ja, dann aber doch nicht offizielle) problemlos funktionierende PCIe3.0 Anbindung (= doppelte PCIe-Bandbreite, gab es zum Kaufzeitpunkt afaik nur beim 3930K). Die Lanes usw. ignorieren wir mal. Bei meinem letzten Vergleich hatte ich in Ark - einem Spiel was ich sehr viel gespielt habe - DEUTLICH weniger Ruckler als ein 6700K (oder war es shon 7700K?) System, wenngleich die FPS niedriger waren. Der Besitzer des anderen PC fand das Spiel auf meiner alten Gurke deutlich angenehmer. Bei der CPU bin ich mir nicht mehr 100% sicher, aber beide Systeme standen direkt nebeneinander. Ganz ehrlich, nur für das bessere Spielgefühl in diesem einen Spiel, was ich hunderte Stunden gespielt habe, haben sich die 16,5% [für mich] schon gelohnt.
In all den Jahren habe ich aber auch noch haufenweise Grid-Computing gemacht, bzw. grundsätzlich mit dem PC gecruncht (auch Videos usw), also Dinge die alle 12 Threads annähernd zu 100% auslasten. Und ich bin mir ziemlich sicher, wie bei Ark mal ganz abgesehen von den max. FPS, dass da in so manchen Spielen (ob durch die zusätzlichen Kerne, den größeren/schnelleren Cache/die mehr als doppelte RAM-Bandbreite oder das PCIe3.0 blabla^^) sehr viele Ruckler auf meinem PC nicht vorhanden waren, und bestimmt waren hier und da in meinen Lieblingsspielen (zb. BF) auch mal die [min] FPS etwas höher.
Und für die gesparten ~200€ von damals, inkl. der für meine alte Hardware noch eingenommene Kohle, hätte ich - egal ob vor 2 Jahren oder heute - neue Hardware bekommen, die nicht wirklich so krass spürbar schneller als mein aktuelles Setup ist. Denn ich bräuchte eine neue CPU, ein neues Mobo, neue 32GB RAM, und laut unserer NT-Experten natürlich auch ein neues Netzteil. Und da meine AiO auch schon fast 8 Jahre alt ist, und auf keinen aktuellen Sockel passt, bräuchte ich auch die neu. Am Ende wäre es dann auch nur der 1600X geworden, also von Hexacore auf Hexacore aufgerüstet. Krass.
Sorry, aber dann zahle ich gemessen am Komplett-PC lieber 15-25% drauf, habe dafür dann nicht nur schon Jahre vorher was "der Mainstream" (und auch ich, wenn ich "kleiner" kaufe und dann später noch mal noch kleiner nachlege/aufrüste) erst Jahre später haben, und muß bzw. kann ggf. auch einige Jahre später wieder aufrüsten. Denn aktuell ist mir mein übertakteter 3930K (mit der 980Ti G1) ehrlich gesagt noch flott genug unterwegs. Die Performance treibt mich nicht zum Aufrüsten bzw. Neukauf, sondern das jucken in den Fingern, die Lust einfach mal wieder was Neues zu haben.
Für die neueste Maximalausbaustufe zahlt man meistens soviel Aufpreis, dass sich diese nicht rentieren kann.
Deswegen habe ich damals den 3930K für 500€ genommen, und nicht den 3960X für 1000€.
Und für Enthusiasten sind Dinge wie P/L, "brauchen", "rentieren" usw. völlig sekundär. Wie gesagt, wer den Fokus auf P/L legt, der kann ja auch heute noch einen Hexacore ala 3600X kaufen, und wird für die nächsten Jahre trotzdem auch noch einen tollen Gaming-PC haben.
Anders sieht dies ein paar Generationen später aus. Wer 2014 beispielsweise ein paar Euro mehr für die sechs Kerne eienes i7-5820K auf den Tisch gelegt hat, dürfte mit seinem System noch nicht am Ende sein.
Die Performance dürfte sich zum 3930K nicht so viel geändert haben, und dafür hat er erst ~2,5 Jahre später diese CPU gekauft - und 100€ gespart. Hurra.

Und wenn der (ist der eigentlich nur bei den Lanes beschnitten?) 5820K noch nicht am Ende ist, kann es der 3930K auch noch nicht sein.
Alles darüber kostet zuviel Aufpreis, um sich über die verlängerte Nutzungsdauer zu rechnen,
Für den einen User ist es zu viel, für den anderen User ist es kaum mehr.
[Beispiel] Ich zb. hab >60 Tabs offen, und laste damit einen 3930K Hexacore @~4,3GHz locker auch mal 25 Sekunden komplett aus. Wenn ich mit einem 3900X daraus nur 15 Sekunden, oder mit einem 3950X nur 12 Sekunden machen könnte, wäre
mir das schon 20% (oder wegen mit auch 30%) Aufpreis wert. Das selbe mit einer M.2-SSD vs SATA. oder 32GB vs 16GB RAM. Mal was entpacken/packen, mal ein YT-Video recodieren, ganz egal, mit einem 3900X oder 3950X muß sich der Poweruser/Enthusiast einfach weniger einen Kopf machen, denn er weiß, viel mehr Leistung konnte er nicht kaufen, oder die wäre dann (auch verglichen mit seiner schon teureren Hardware) noch einmal deutlich teurer.
Genau dafür zahlt man jedenfalls den relativ geringen Aufpreis. Und relativ geringt meint, wenn ich meinen PC 8 Jahre benutze (also bis 02/2020), und ggü. einem Quad damals 250€ drauf gezahlt habe, hat mich der Aufpreis (250€:96)
2,60€ pro Monat (von insgesamt 14,60€/Monat) gekostet. Heilige Mutter Gottes, I am a rich kid.
Wegen der Spieleleistung kauft niemand eine 16 oder 12 Kern CPU und schönreden muss man sich das jetzt auch nicht.
Das ist denke ich die Quintessenz aus deinem Posting, man kauft etwas, was man eigentlich gar nicht braucht.
Du hast das Kriterium "brauchen" noch nicht korrekt einsortiert, aber wenn man diesen Punkt mal ignoriert: Ja, Enthusiasten und Performance-User usw. kaufen Hardware, die sie deiner Meinung nach nicht brauchen, und ohne dass sie 100%ig genau wissen ob und wo sie die Leistung am Ende brauchen.
Denn ja, nicht brauchen ist für solchen User eine sinnvollere (und damit auch aufpreiswürdige) Option, als es später zu brauchen aber dann nicht zu haben.
Dafür (siehe Rechnung oben) werfen "wir" dann auch gerne mal wahnwitzige unglaubliche superkrasse 3-6€ pro Monat extra in den Club. ^^