AMD Quartalszahlen: Aktie trotz Verlust im Höhenflug
Dass AMD durch Aufkauf von ATI erst an das Know-How kam, ist irrelevant.
Nö, das ist bezogen auf deine Argumentation keineswegs irrelevant. Du tust so, als hätte AMD die tollsten Dinge entwickelt. Dass diese Dinge, wie zum Beispiel GPU Know How, eingekauft wurden, ist ein nicht zu verachtender Punkt.
Es zählt die Vision, die sie vorher hatten und dann verfolgten.
Nur kannst du nicht wissen, welcher der beiden Hersteller welche Vision zuerst hatte. In diesem Punkt geht deine Argumentation eher in Richtung Wunschdenken.
Eine iGPU ist übrigens keine vollwertige APU. Auch hier zeigt sich: Intel hat schon ewig Grafik-Chips gebaut. Auf die Idee, diese aber in die CPU zu legen, um die Umwege über die Northbridge zu umgehen, sind sie entweder nicht gekommen oder fanden es preiswerter, dem Kunden das getrennt vorzusetzen. Da musste erst der Ansporn von aussen kommen, damit Intel zeigen konnte "Hey, das können wir doch auch" (oder hätten es schon längst gekonnt).
Auch das ist ein Punkt, der sich so nicht belegen lässt und den du dahingehend interpretierst, dass es in deine Argumentation passt. Fakt in diesem Zusammenhang ist einzig und alleine, dass Intel eigentlich sogar noch vor AMD (Jan. 2011) schon CPUs mit Grafikeinheit ausgeliefert hat. Das bedeutet, dass diese Prozessoren schon jahrelang in der Entwicklung gewesen sein müssen (genau wie bei AMD). Denn so eine CPU entwickelt und baut man nicht von heute auf morgen. Wer in seinen Laboren zuerst dahingehend entwickelt hat, können wir jedoch nicht wissen.
Aber ihnen fehlte entweder die Idee oder die finanzielle Motivation daraus ein brauchbares Produkt zu fertigen und am Endkundenmarkt zu platzieren, wie man an Intels 64Bit-Befehlssatz wunderbar sah
Ja, was war denn bei 64bit CPUs? Intel Itanium kam 1999. AMD x64 erst deutlich später. Beide verfolgten lediglich anderen Ansatz.
Und da sich meine Aussage auf x86-Prozessoren bezog, ist es irrelevant, ob es nebeher von IBM und co. andere echte Mehrkernprozis gab. Genauso hatte ich den zeitraum der letzten zehn Jahre angesprochen, was die Dinge der 80er irrelevant machen.
Auch das ist, rein bezogen auf deine Argumentation, alles andere als unerheblich. Deine gesamte Argumentation geht dahin, dass du AMD als großen Innovator siehst, der Intel regelmäßig in den Hintern tritt. Nur ist es vielmehr so, dass viele Dinge vorher schon gemacht und probiert und später erst für x86 adaptiert wurden. Und im Falle des Kaufs von NextGen hat AMD auch da wieder Wissen eingekauft und nicht selber entwickelt. Auch das widerspricht nunmal deiner gesamten Argumentation.
Du schränkst den Zeitraum, über den du sprichst auf die letzten 10 Jahre ein. AMD x64 fällt da übrigens genauso raus (2003), wie die Dualcores (für x86 2005). Beides ist also länger her als 10 Jahre.
Die 3D Tri-Gate-Transis haben wenig mit Technologien zu tun, sondern eher mit fertigung, was ich ja Intel neidlos zuspreche.
Und? Vollkommen egal. Es ist eine gute und sinnvolle Neuerung. Etwas, das du Intel hier absprechen willst.
Kommen wir nun zu den dir selbst gesteckten Einschränkungen (bitte nur die letzten 10 Jahre betrachten, bitte nur x86 einbeziehen....)
Was war denn in den letzten zehn Jahren? Nun, AMD ist Intel seit ziemlich genau 10 Jahren hoffnungslos unterlegen. Gerade das widerspricht deiner Argumentation (AMD tritt technologisch Intel ständig in den Hintern) doch vollkommen. Speziell die letzten 10 Jahre sind technologisch eine ganz düstere Zeit für AMD, was die CPUs angeht.
Was denkst du wohl, wie man diese Periode in 10 oder 20 Jahren rückblickend sieht? Als die Phase, in der AMD technologisch Intel ständig in den Hintern getreten hat, oder als die Phase, in der AMD gegen die Intel x86 CPUs chancenlos war und dazu in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte?
Ich denke, es wird letzteres sein.