Unterschreibe ich alles; aber das galt doch genauso schon für Vermeer und vorherige Generationen...
Mit zunehmenden Gesamtmarktanteil differenziert AMD sein Portfolio ja immer weiter.

Aber auch Intel scheint sich über die optimale Versorgung dieses Marktsegments nicht ganz sicher zu sein. Nachdem es lange Zeit 115X-/1200-Xeons für Workstation und Entry-Level-Server gab, wurde ersterer Markt mit Alder Lake auf "Core" umgestellt und nur noch über W-PCHs vom Mainstream-Desktop abgeteilt und bei kleinen Servern tat sich gar nichts mehr – der Markt dürfte Cloud-bedingt auch drastisch geschrumpft sein, die Hybrid-Technik wurde für andere Anwendungsgebiete entwickelt. Ende 2023 (meiner Erinnerung nach) kamen dann plötzlich doch Sockel-1700-"Xeon" für Edge & Entry Level. Scheinbar hat die bis dato auch von AMD praktizierte, strickte horizontale Teilung doch nicht so gut funktioniert, wie geplant.
Gibt es dazu irgendwelche Tests, die das mit CPUs jünger als 3 Jahre belegen? Evtl. ist es auch einfach nur ECC, was da einwirkt und die CPU gar nicht das Problem ist?
GGf. mal ein Thema für
@PCGH_Dave
Mir wären keine Tests bekannt und ich sehe von den Architekturen her auch keine Grundlage. Abgesehen von einigen Pentium-4-Sondervarianten, die 64 Bit vor der allgemeinen Einführung freigeschaltet haben, sind mir seit dem Pentium Pro keine CPUs für das Workstation-Segment (respektive das, was man heute so nennt) bekannt, deren Technik grundlegend über das seinerzeit übliche Mainstream-Pendant hinausgeht. Natürlich glänz(t)en Sockel 2066er und ihre Nachfolger gegenüber 115X/1700 (aber nicht 1200^^) mit AVX512-Unterstützung, aber das galt für "Core"- wie auch für "Xeon"-SKUs und ist einfach die horizontale Stratifizierung am Markt. Selbst für CPUs mit erweiterten Befehlssätzen gilt aber: Sie rechnen nicht "präziser" als solche ohne.
Jede stabile CPU rechnet 100 Prozent präzise, denn abweichende Ergebnisse sind in einem deterministischem System nicht vorgesehen und führen zum Absturz; es gibt immer nur genau ein Ergebnis für jede Aufgabenstellung, das richtig ist. Einzig die Bearbeitungsgeschwindigkeit kann sich drastisch unterscheiden – 64 Bit Fließkomma auf einem 16-Bit-Integer-Rechenwerk ist zwar mit entsprechender Software möglich, aber verschlingt viel mehr Durchgänge als mit einer 64-Bit-CPU.
Die einzige Hardware-Grenze für Rechenpräzision, die mir noch einfallen würde, wäre die Speichergröße. Da sind Desktop-Modelle in der Tat eingeschränkt und wenn man sein Modell verkleinern muss, damit es überhaupt in den RAM passt, sinkt natürlich die Genauigkeit. Aber 192 GiB präzisionskritische, widerholt benötigte/nicht auf SSD auslagerbare Daten muss man erst einmal zusammen bekommen.