Altera stellt FPGA Prototypen mit integriertem optischen Interface vor

Superwip

Lötkolbengott/-göttin
Nachdem zuletzt IBM bereits mehrfach mit Entwicklungen zur Integration Optischer Interfaces in Chips Aufsehen erregt hat hat Altera nun den Prototypen eines FPGA mit integriertem optischen Interface vorgestellt.

Es handelt sich um den eine modifizierte Version des in 40nm gefertigten Altera Stratix IV GT, in welchen zwei MicroPOD Anschlussmodule von Avago integriert wurden, welche an die 10GBit/s Transceiver des FPGA angebunden sind. Über 2x12 Glasfaserleitungen ist somit eine Bandbreite von insgesamt 120GBit/s möglich (10GBit/s pro Glasfaser wobei aber über eine der Leitungen Daten nur in eine Richtung gesendet werden können), das entspricht etwa der Bandbreite von PCIe 3.0 x16. Über das elektrische Interface kann der FPGA eine Transferrate von 160GBit/s bewältigen. Vorteile hat die optische Übertragung vor allem bei längeren Leitungen, insbesondere bei der Übertragung auf andere Platinen.

Derartige FPGAs könnte vor allem in schnellen optischen Netzwerkroutern und Interconnect Systemen von Supercomputern zum Einsatz kommen.

Um Missverständnisse vorzubeugen: das optische Interface ist nicht im Chip des FPGA integriert sondern in zwei seperaten Chips, die aber im Chipträger integriert sind. Dennoch handelt es sich in gewisser Weise um eine Pionierleistung.

Auch im PC Bereich könnten vergleichbare optische Schnittstellen eines Tages relevant werden, vor allem als Nachfolger von PCIe aber auch als Speicherinterface; bis es soweit ist wird es aber sicherlich noch einige Jahre dauern.

Quellen:
Altera: Optical Innovation Erases Bandwidth Limits
Avago: Altera® Optical FPGA Technology with Integrated Avago MicroPOD
 
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