Alle wieviele Jahre sollte man eine WaKü warten bzw. das Wasser austauschen ?

  • Ersteller Ersteller Gast1725095402
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Das Kreischen hab ich ja seit 2-3 Jahren schon, aber erst jetzt hab ich mich gefragt woher das kommt.
So easy going ist das auch nicht.
 
Ich werde mal bei beQuiet anfragen, wie lange es dauert bis die Pumpe kaputt geht bei Nichthandeln
Darauf werden sie dir keine Antwort geben wollen/können.
Im Prinzip kannste wie oben gesagt warten bis entweder die Kühlleistung stark sinkt oder die Pumpe anfängt zu rauschen weil sie Luft zieht. Das kann nach einem Jahr so sein oder nach 10.
Wenn man von normaler Nutzung und Umgebung ausgeht würde ich aber 5 Jahre wartungsfreien Betrieb schon als realistisch ansehen.

Ich frage mich ohnehin, wie schlimm so eine Aufhitzung der Komponenten ist, verschleissen die soviel schneller ? Gibt es da irgendwelche Erfahrungswerte ?
Was genau meinst du?
Ja, Chips verschleißen schneller wenn sie heißer sind (siehe Blacksche Gleichung...) aber in Bereiche wo das für Normaluser eine Rolle spielt kommste sowieso nicht (weil moderne CHips lange vorher drosseln/abschalten) und schon gar nicht bei so starken Kühllösungen.
Etwas älter aber zu dem Thema passender Text:
 
Ich meine, die PCs sind ja früher auch nicht ruckzuck kaputt gegangen bei Luftkühlern, als es noch keine WaKü gab. Da hat man eben vorne reingesaugt und hinten oder oben wieder raus. Deshalb interessiert es mich, inwiefern ein PC dadurch länger lebt ? Wenn ihr alle sagt, es ist besser mit WaKü dann muß es doch auch Studien darüber geben oder ist das reine Theorie ?
 
Deshalb interessiert es mich, inwiefern ein PC dadurch länger lebt ? Wenn ihr alle sagt, es ist besser mit WaKü dann muß es doch auch Studien darüber geben oder ist das reine Theorie ?
Es ist nahezu reine Theorie.
Um das nachzuweisen müsste es wie du sagst kontrollierte Studien mit mehreren tausend Systemen über viele Jahre bis Jahrzehnte (!) geben - was selbstverständlich keiner macht.

PC-Hardware hat insbesondere in den teilen die für solche Kühlungen relevant sind so lange Haltbarkeiten dass es niemanden interessiert ob eine CPU oder GPU jetzt 10, 12 oder 15 oder 20 Jahre hält - denn in den Zeiträumen werden sie bei performanten Systemen sowieso lange vorher ausgetauscht. Die CPU und die GPU selbst sind mitunter die Bauteile, die mit Abstand am seltensten kaputtgehen (egal ob sie 40 oder 90 °C heiß sind). PCs sterben wegen defekten Netzteilen, Platinen, Kondensatoren, (v)Ram-Steinen usw. - aber dass wirklich mal eine CPU oder eine GPU aus Verschleißgründen kaputtgeht ist extrem selten, völlig unabhängig davon unter welchen bedingungen sie lief (extrem-OC mal ausgenommen, damit kriegste sowas durchaus schnell klein - vorrangig wegen extrem hoher Spannungen).

Die Theorie ist klar und eindeutig bewiesen - kühle Siliziumchips leben statistisch länger. Nur ist das im normalen Endkundenbereich eher eine Gewissensberuhigung als ein tatsächlicher Nutzen wenn du deine CPU bei 70 statt 90°C laufen lässt.
 
Das Kreischen hab ich ja seit 2-3 Jahren schon, aber erst jetzt hab ich mich gefragt woher das kommt.
So easy going ist das auch nicht.
Ein Grund mehr weshalb du Abstand nehmen solltest von allem was nicht absolut Basic ist.
Dich interessiert das ganze Thema nicht genug so das du 2 Jahre ein kreischendes Bauteil in deinem PC akzeptierst. Jetzt wo du das Problem erkannt hast, ist dir der Aufwand zum abstellen zu groß. Eher möchtest du das Bauteil weiter dem langsam Tod überlassen statt 30-45min Zeit und 10€ zu investieren.
Rüste um auf Luftkühler und hab deine ruhe.
Ich meine, die PCs sind ja früher auch nicht ruckzuck kaputt gegangen bei Luftkühlern, als es noch keine WaKü gab. Da hat man eben vorne reingesaugt und hinten oder oben wieder raus. Deshalb interessiert es mich, inwiefern ein PC dadurch länger lebt ? Wenn ihr alle sagt, es ist besser mit WaKü dann muß es doch auch Studien darüber geben oder ist das reine Theorie ?
Kaum einer baut eine WaKü wegen der Langlebigkeit der zu kühlenden Komponenten.
99% der Leute die ich kenne sei es online oder im realen Leben besitzen eine WaKü wegen:

-Optik
-Platz
-Basteldrang
-bessere OC-Verhalten
-Lautstärke

Mir hat noch keiner gesagt:" oh wow dank WaKü hält mein Ryzen jetzt 23.9 Jahre statt nur 23.7 Jahre."

Und insbesondere solch AIO-Lösungen wie deine bequiet verbaut man primär wegen Optik und Platzmangel. Denn wirklich Kühler bzw. Leiser als mit einem LuKü wird es damit auch nicht.
 
Ja, war definitiv ein Fehlkauf.
 
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Es gibt AIOs die komplett Wartungsfrei sind und noch nicht mal die Möglichkeit bieten was nachzufüllen.

Das Wartungsfrei kommt aber nur durch Neukauf zustande, da diese AIOs auch Wasser mit der Zeit verlieren und durch die ALU Radiatoren mit der Zeit die Kühler so oxidieren, das sie sich zusetzen. Daher sagt man denen auch nach, das sie etwa 5-7 Jahre halten, aber in dieser Zeit schleichend an Kühlleistung verlieren.

AIOs wie z.B. von Alphacool, die problemlos erweitert und gewartet werden können, halten daher auch um ein vielfaches länger. Wer aber nichts mit Wartung zu tun haben möchte, der muss halt immer wieder Geld dazu ausgeben und sich eine neue AIO kaufen oder ganz auf Wasserkühlung verzichten und beim Luftkühler bleiben.

Eine AIO macht im Vergleich zu einem Luftkühler ehe nicht viel aus, da sie nicht vergleichbar mit einer custom Wakü ist. Eine custom Wakü würde sich aber auch nicht groß Unterscheiden, würden nicht mehrere Radiatoren verbaut sein. Denn nur dieser Unterschied macht eine Wasserkühlung, leiser und kühler und nicht aufgrund dessen, weil mit Wasser gekühlt wird.

Eine AIO hat daher nur die Vorteile der Optik und alles schön aufgeräumt verbaut zu haben und jederzeit auch überall dran kommen zu können, weil nichts von einem großem fettem Kühler verdeckt wird. Prozessoren lassen sich im allgemeinem immer schwer kühlen und da wird eine Wasserkühlung auch nicht viel mehr verrichten können. Besonders dann nicht, wenn es sich nur um eine AIO mit einer gewissen Fläche des Radiators handelt.

Eine AIO ist auch eine gute Zwischenlösung, wer auf Wasser umsteigen möchte und nicht direkt soviel Geld ausgeben möchte, was eine custom Wakü kosten würde. Ganz von dem ganzen Aufwand abgesehen, was bei einer custom Wakü durch das eigene zusammenbauen noch dazu kommt. Aber auch eine custom Wakü ist nicht wartungsfrei und wer sich damit nicht gerne beschäftigt, der ist ehe bei einer Wasserkühlung fehl am Platz. Aber auch eine custom Wakü kann gut 2-4 Jahre komplett ohne Wartung auskommen und wenn der AGB groß genug ist, muss in dieser Zeit noch nicht mal Wasser nachgefüllt werden. Das befüllen einer Wasserkühlung ist aber mit einem Ausgleichsbehälter um ein vielfaches einfacher und kann auch im eingebautem Zustand erfolgen.

Aber mit einer custom Wakü geht es meist eher um das Hobby, sich was Einzigartiges geschaffen zu haben und die Kühlung selbst steht oft gar nicht an erster Stelle. In manchen Fällen mit genug Fläche auch damit der Rechner so leise wie möglich ausfällt.
IMG_20210617_185307.jpg IMG_20210117_041701.jpg

Hier noch ein Bild was z.B. bei mir an Temperaturen und Lüfterdrehlen während eines Spiels anliegen.
K1600_ModernWarfare_2021_07_29_20_21_14_131.JPG
 
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Alleine schon der Begriff "Geschlossene Wasserkühlung" ist ja schon gelogen, wenn da trotzdem was austreten kann.
Kein Wunder, daß ich da drauf reingefallen bin.
 
Alleine schon der Begriff "Geschlossene Wasserkühlung" ist ja schon gelogen, wenn da trotzdem was austreten kann.
Nö. Es geht nur um einen geschlossenen Kreislauf, von 100%tig dicht ist nirgends die Rede - geht auch technisch bei den allermeisten Produkten nicht im Privatbereich/mit verhältnismäßigen Mitteln.
Dein Heizungskreislauf der Zentralheizung im Haus, der Kühlwasserkreislauf oder Bremsflüssigkeitssystem im Auto sind auch "geschlossen", aber nichts davon ist so dicht dass man nicht alle paar Jahre mal was nachfüllen müsste.

Dass diese Dinge ganz minimale (Diffusions-)Verluste erleiden ist technisch nur mit sehr hohem Aufwand zu vermeiden, das würde denen niemand bezahlen wollen. Echte Dichtheit gibts nur da wos entweder gesetzlich vorgeschrieben ist (Kühlmittelkreislauf im Kühlschrank beispielsweise, da brauchste (/kannste) in 20 Jahren nix nachfüllen) oder wo es zwingend funktionsnotwendig ist (beispielsweise Heliumgefüllte Festplatten).
 
Alleine schon der Begriff "Geschlossene Wasserkühlung" ist ja schon gelogen, wenn da trotzdem was austreten kann.
Kein Wunder, daß ich da drauf reingefallen bin.
Weder hat dich jemand angelogen noch hat ein Hersteller dich versucht zu täuschen.

Du hast dich nicht informiert und bist lediglich von dem ausgegangen was du dir gewünscht hast.

Da kann niemand etwas für ausser dir selber. In Zeiten des Internets hätte man mit ca. 30min Recherche die vor und Nachteile der einzelnen Kühlmöglichkeiten raus finden können.
 
Alleine schon der Begriff "Geschlossene Wasserkühlung" ist ja schon gelogen, wenn da trotzdem was austreten kann.
Solch ein Begriff gibt es auch gar nicht, denn was wäre dann eine offene Wasserkühlung, eine die ausläuft, wenn der Rechner auf der Seite liegt? :what:
Alle meine eigene Wasserkühlungssysteme, die ich mir selbst aufgebaut habe, sind immer geschlossen gewesen, sonst würde ja ständig Wasser auslaufen. :ugly:

Solch ein Begriff fungiert nur in manchen Foren herum und ist genau genommen auch falsch, denn ich kann meine Systeme in jede beliebige Position drehen, ohne das Wasser ausläuft. :D

Der richtige Fachbegriff unterscheidet zwischen einer "Modular aufgebauten" Wasserkühlung und einer "kompakt aufgebauten" Wasserkühlung, was bereits vormontiert und befüllt ausgeliefert wird.

Denn das Grundprinzip bis auf dem fehlendem Ausgleichsbehälter ist immer gleich.
Deshalb ist eine AIO und auch eine custom Wasserkühlung immer ein geschlossenes System. ;)
 
Es gibt AIOs die komplett Wartungsfrei sind und noch nicht mal die Möglichkeit bieten was nachzufüllen.

Das Wartungsfrei kommt aber nur durch Neukauf zustande, da diese AIOs auch Wasser mit der Zeit verlieren und durch die ALU Radiatoren mit der Zeit die Kühler so oxidieren, das sie sich zusetzen. Daher sagt man denen auch nach, das sie etwa 5-7 Jahre halten, aber in dieser Zeit schleichend an Kühlleistung verlieren.

AIOs wie z.B. von Alphacool, die problemlos erweitert und gewartet werden können, halten daher auch um ein vielfaches länger. Wer aber nichts mit Wartung zu tun haben möchte, der muss halt immer wieder Geld dazu ausgeben und sich eine neue AIO kaufen oder ganz auf Wasserkühlung verzichten und beim Luftkühler bleiben.

Eine AIO macht im Vergleich zu einem Luftkühler ehe nicht viel aus, da sie nicht vergleichbar mit einer custom Wakü ist. Eine custom Wakü würde sich aber auch nicht groß Unterscheiden, würden nicht mehrere Radiatoren verbaut sein. Denn nur dieser Unterschied macht eine Wasserkühlung, leiser und kühler und nicht aufgrund dessen, weil mit Wasser gekühlt wird.

Eine AIO hat daher nur die Vorteile der Optik und alles schön aufgeräumt verbaut zu haben und jederzeit auch überall dran kommen zu können, weil nichts von einem großem fettem Kühler verdeckt wird. Prozessoren lassen sich im allgemeinem immer schwer kühlen und da wird eine Wasserkühlung auch nicht viel mehr verrichten können. Besonders dann nicht, wenn es sich nur um eine AIO mit einer gewissen Fläche des Radiators handelt.
Das ist nicht so ganz richtig mit Luft vs. Wasser.
Die vergleichsweise hohe Wärmekapazität des Kühlmediums Wasser begünstigt die Wärmeaufnahme von kleinflächigen Wärmequellen, wie sie in einem Rechner typisch sind. Zudem puffert der Wasserkreislauf einiges an Verlustleistung weg bis sie am Radiator abgeführt wird.

Es gibt gute Gründe dafür, reine Optik ist es nicht.
 
Das ist nicht so ganz richtig mit Luft vs. Wasser.
Die vergleichsweise hohe Wärmekapazität des Kühlmediums Wasser begünstigt die Wärmeaufnahme von kleinflächigen Wärmequellen, wie sie in einem Rechner typisch sind. Zudem puffert der Wasserkreislauf einiges an Verlustleistung weg bis sie am Radiator abgeführt wird.
Das Wasser nimmt die Wärme besser auf, aber Wasser alleine reicht zum Kühlen nicht aus, weil sich das Wasser immer weiter aufwärmen würde. Das Wasser muss immer durch ein Radiator wieder heruntergekühlt werden und dieses macht oft den Unterschied aus. Denn mit mehr Fläche kann zugleich mehr Wasser heruntergekühlt werden und wenn eine bestimmte Wassertemperatur erreicht wird, müssen Lüfter auch nicht so schnell laufen. Dadurch wird auch eine Wasserkühlung mit mehreren verbauten Radiatoren leiser und kühler.

Das ist bei einer AIO jedoch nicht möglich, weil hier nur eine gewisse Fläche vorhanden ist.
Eine modular aufgebaute Wasserkühlung, was nur ein Radiator beinhaltet, wird daher Kühltechnisch nicht besser als eine AIO ausfallen. Eine custom Wasserkühlung fällt daher als Vergleich nur dann besser aus, wenn auch mehr Fläche der Radiatoren mit verbaut werden.

Es macht zwischen Luft und einer AIO kein großen Unterschied, weil sich auch eine AIO so stark aufheizen kann, das je nach Wassertemperatur auch gewisse Temperaturen entstehen. Mit einer 240er AIO, was ich mal extra ein Temperatursensor mit angebaut hatte, lag unter Last auch eine Wassertemperatur von 45°C an und rechnet man nun noch 12-15°C Delta dazu, dann kommt auch eine CPU-Temperatur von mindestens 60°C hierbei raus. Das Delta kann aber je nach CPU noch höher ausfallen und oft ist das Problem, dass egal ob Luft oder Wasser im Kern des Prozessors die Hitze so schnell ansteigt, das diese nicht schnell genug abgeführt werden kann. Dann bringt auch ein custom Loop mit 10 Radiatoren und eine Wassertemperatur von 25°C nichts.

Es gibt gute Gründe dafür, reine Optik ist es nicht.
Ja alles kompakt (Kompaktwasserkühlung) verbaut zu haben... ? :D

Kann mich mal an einem Fall erinnern, wo ein Frontlüfter aus dem Rechner meiner Tochter defekt war und ausgetauscht werden musste. Der Lüfter war schnell ausgetauscht, aber am Anschluss am Mainboard kam ich wegen dem dicken fettem Luftkühler nicht dran. Erst als ich die Grafikkarte die sehr dicht am CPU-Kühler hing, ausbaute, kam ich an diesem Anschluss dran. Der festverbaute Laufwerkskäftig, was dicht an der Grafikkarte und dem CPU-Kühler saß, machte das Ganze auch nicht einfacher.

Oder manche Arbeitsspeicher die eine bestimmte Höhe haben, die dann unter einem fettem Klotz nicht darunter passen oder dessen schönen RGBs für die Katz sind. Natürlich gibt es mehr Gründe, die nicht nur was mit Optik zu tun haben.

Aber mache Leute glauben mit einer AIO die CPU Temperatur viel besser als mit Luft herunterkühlen zu können und das wird nie der Fall sein, daher spreche ich dann bei einer AIO von optischen Gründe, weil eine CPU selbst mit einem custom Loop nicht unendlich tief heruntergekühlt werden kann. Als ich vor Jahren von Luft auf Wasser umgestiegen bis und sowohl Gehäuse und Hardware gleich geblieben ist, hatte ich eine Temperatur unterschied von 10°C was ich gut machen konnte. Zu bedenke ist aber noch, da ich mir damals einen 420er + 240er Radiator verbaut hatte und mit einer AIO mit nur einem Radiator nicht solch ein großer Temperaturunterschied entstanden wäre.

Viele die sich aber eine AIO verbauen, sind dem Glauben nahe, sich um 20-30°C zu verbessern, was nie zutreffen wird. Entweder erreicht man dieselbe Temperatur oder der Temperaturunterschied wird nur gering besser ausfallen. Einem Prozessor werden aber 5-10°C Unterschied egal sein und auch bei einer custom Wasserkühlung spielt es im Grunde auch keine Rolle ob der Prozessor und die Grafikkarte Temperaturen von einem Luftgekühltem System oder einer Wasserkühlung erreichen. Die meisten Gründe sind daher nicht nur die Temperaturen, sondern auch alles etwas leiser hinzubekommen und mit speziellen Aufbauten auch viel mit Optik.

Als ich auf Wasser umgebaut habe, stand nur die Optik im Vordergrund und ggf. doch noch etwas leiser zu kommen. Denn gute Temperaturen hatte ich bereits und das System war selbst unter Last sogar noch angenehm laut. Mit meiner Wasserkühlung erreiche ich eine Wassertemperatur, wo mein Rechner selbst unter Last noch komplett lautlos ist und im Vordergrund stand immer auch die Optik an erster Stelle.

An erster Stelle steht daher nicht immer alles kompakt zu haben, sondern leiser, kühler und sich was Eigenes selbst aufgebaut zu haben. Was das ganze mit der Zeit kostet ganz von abgesehen. :D
IMG_20210619_152130.jpg
Dieser Radiator was links im Bild steht ist nicht der einzige, habe noch 1x 420 + 1x 240 intern verbaut.

Mein Prozessor erreicht im Schnitt (Games) an die 60-65°C, obwohl ich soviel Fläche verbaut habe und die Wassertemperatur bei nur 30°C liegt. Hätte ich eine AIO verbaut mit einer Wassertemperatur von 45°C, dann musste ich diese 15°C noch mit dazu zählen und dann würde mein Prozessor an die 80°C erreichen. Meine Grafikkarte bekomme ich auf 39-43°C, je nach Game. Daher wirkt sich das ganze Kühltechnisch eher auf die Grafikkarte verstärkt aus.
K1600_ModernWarfare_2021_07_29_20_21_14_131.JPG

Mit einem Luftkühler würden jetzt noch etwa 5°C dazu kommen oder je nach Gehäuse und Position des Radiators die gleichen Temperaturen dabei entstehen. Denn bei einer AIO wird entweder die Luft vorne bezogen und dadurch verschlechtert sich etwas die GPU-Temperatur oder der Radiator wird oben verbaut und bekommt die ganze Abwärme der Luftgekühlten Grafikkarte mit ab. Dadurch steigt auch wiederum die Wassertemperatur, was wiederum eine etwas schlechtere CPU-Temperatur bewirkt.
 
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Warum ist dein 420 + 240er Radiator intern verbaut? Das ist eigentlich kontraproduktiv, da man die Wärme nicht im Gehäuse haben will wenn man schon eine eigens angefertigte Wasserkühlung verbaut. So heizt man indirekt alle zu kühlenden Komponenten wieder auf.

Bei den ~420W Gesamtleistung würde der MoRa 360 mit 3x 360er Radiatoren locker ausreichen, wenn man von 75W pro 120mm Radiator ausgeht.
 
Weil mein Mora nicht von Anfang an mit eingeplant war.

Der kam erst ein paar Monate später dazu und dann habe ich einfach die intern verbauten Radiatoren belassen. Immerhin kann ich jetzt dadurch mit Idle die Lüfter auf den Mora ganz ausstellen und erst ab 30°C Wassertemperatur mitlaufen lassen. Die internen verbauten Lüfter bewirken dann mit etwa 350 U/min dazu, das zum einen noch ein geringer Luftstrom besteht und auch meine Wassertemperatur so niedrig bleibt, das die Lüfter auf dem Mora nicht ständig ein und abschalten müssen.

Zudem kann mein System selbst unter Last problemlos auch ohne dem Mora betrieben werden. Denn der dient im Grunde nur dazu, das mein System lautlos mit Games und Anwendungen bleibt. Aber Temperaturtechnisch würden die intern verbauten Radiatoren bereits vollkommen ausreichen. Mein Rechner wäre damit dann zwar nicht mehr lautlos, aber immer noch relativ leise. Mein Rechner steht aber im Wohnzimmer, wo auch andere Familienangehörige mit dabei sitzen und ggf. Fernsehen wollen, daher sollte mein Rechner Overkill ausfallen, damit er so leise wie möglich ausfallen wird.

Momentaner Zustand meines Systems (Idle/Office).
Ashampoo_Snap_Freitag, 27. August 2021_13h01m57s_002_.png

Unter Last laufen alle Lüfter mit etwa 550 U/min.

Ich könnte sie auch noch langsamer laufen lassen, aber diese Drehzahl ist für mich ein guter Kompromiss zwischen Lautstärke der Lüfter und der draus resultierenden Wassertemperatur.
Warum ist dein 420 + 240er Radiator intern verbaut? Das ist eigentlich kontraproduktiv, da man die Wärme nicht im Gehäuse haben will wenn man schon eine eigens angefertigte Wasserkühlung verbaut.
Dadurch dass das Wasser mit dem Mora mit unterstützt wird, heizen sich die intern verbauten Radiatoren auch nicht so stark auf. Dadurch entsteht auch im Gehäuse keine hohe Temperatur. Unter Last erreicht mein Loop eine Wassertemperatur von etwa 30°C und daher wird davon nur etwas ins Gehäuse befördert, was sich auch deshalb nicht so stark auswirkt.

Unter Last komme ich daher selbst im Hochsommer mit 30°C Raumtemperatur nicht höher als 38°C im Gehäuse. Mit normalen Temperaturen (Raumtemperatur um die 22-24°C) unter Last sind es daher um die 32-35°C, was für alle intern verbaute Komponente kein Problem darstellt und sie deshalb immer noch gut gekühlt werden. Aus diesem Grund sehe ich es nicht als kontraproduktiv an, weil die Temperaturen, die dadurch entstehen, vollkommen in Ordnung sind. Wobei bei mir davon nur der Chipsatz und die Laufwerke betroffen sind, denn meine Spannungswandler, CPU und GPU werden mit Wasser gekühlt und diese Temperaturen sind dann wiederum von meinen verbauten Radiatoren und der Drehzahlen der Lüfter abhängig.
 
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Bei den ~420W Gesamtleistung würde der MoRa 360 mit 3x 360er Radiatoren locker ausreichen, wenn man von 75W pro 120mm Radiator ausgeht.
Natürlich, aber wieso sollte ich mich Kühltechnisch verschlechtern, wenn die Fläche, die ich bereits verbaut habe, bereits existiert. :)
Mit solchen Berechnungen kommt man oft auch nicht kühl und leise, sondern besagt nur, was mindestens verbaut sein sollte. Ganz davon abgesehen, dass ich in Games auf ~500 Watt komme. Deine 420 Watt hatte ich noch mit meiner vorherigen 2080S Grafikkarte.

Ashampoo_Snap_Dienstag, 27. Juli 2021_20h38m41s_002_.png
 
100W pro 120mm Radiator gilt als "gut machbar".
75W pro 120mm Radiator kann "leise" abgeführt werden.

500W / 75W = 6,66 * 120mm Radiator -> 2x360mm oder 2/3 vom MoRa :)

Der ganze MoRa 360 sollte mit 675W "leise" gut fertig werden.
 
Das ist nicht so ganz richtig mit Luft vs. Wasser.
Jo, weil jeder Luftkühler mit Heatpipes auch ne Wakü ist, wenn man es genau nimmt.
Die vergleichsweise hohe Wärmekapazität des Kühlmediums Wasser begünstigt die Wärmeaufnahme von kleinflächigen Wärmequellen, wie sie in einem Rechner typisch sind.
Was bei der Heatpipe genauso ist. Der einzige Unterschied ist, dass in der Wakü das Wasser generell im flüssigen Zustand aktiv gefördert wird.
Zudem puffert der Wasserkreislauf einiges an Verlustleistung weg bis sie am Radiator abgeführt wird.
Was Temperaturanstiege der Kühlung nur verzögert.
So heizt man indirekt alle zu kühlenden Komponenten wieder auf.
Ganz sicher nicht. Wärme strömt immer von warm nach kalt, von daher sind die wassergekühlten Komponenten immer wärmer als das Kühlwasser, was wiederum immer wärmer als die Abluft ist. Lediglich Sekundärkomponenten wie RAM, Spannungswandler,... und was sonst noch so direkt mit der Gehäuseluft gekühlt wird, fällt vielleicht wärmer aus.
500W / 75W = 6,66 * 120mm Radiator -> 2x360mm oder 2/3 vom MoRa :)
Sag das all denen, die am Ende doch den ganzen Mora gekauft haben, weil es mit 2 360ern in einem (am besten noch schlecht belüfteten) Gehäuse doch zu laut war. Die Regel war mal gut, als PCs generell noch lauter waren und vor allem als die Hardware noch geringere Deltas zum Kühlmedium hatte. Heutzutage sollte man, damit sich Wakü lohnt, schon auf 50W/120er gehen.
 
Heat Pipes, bzw. deren Medium, können Wärme schnell abführen, sind also bei kurzen Spitzen besser als Wasser (Gas <-> Wasser Wechsel). Bei längerer Belastung ist Wasser aufgrund der höheren Kapazität besser. Da man in einem PC öfter länger am Stück die Komponenten belastet, ist somit mehr Kapazität besser. Deshalb ist auch eine custom loop hier "besser" als eine AiO, da einfach mehr Wasser zur Verfügung steht und die Kühlung dies über einen längeren Zeitraum abführen kann. Kombiniert mit einer großen Radiatorfläche geht dies meist leise.

Sobald der Radiator aber im Inneren des Gehäuses seine Wärme an die Luft überträgt (Luft-Wasser Tauscher), wird die Luft im Gehäuse erwärmt.
Ergo erwärmen sich alle Komponenten (CPU, Mainboard, Wandler, GPU, RAM, Festplatten, ...) durch die Abwärme des Radiators.
Im Sommer sind die Temperaturen der zu kühlenden Komponenten höher als im Winter wenn man die Drehzahl/Pumpe gleich lässt, oder? ;)

Wenn man schon die Möglichkeit eines externen Radiators hat, sollte man doch alle Internen aussortieren. Ein 360er MoRa sollte alles leise abführen können was man sich normal in den PC packt.
 
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