Abwerben von Kunden

Bei mir hat die Telekom noch nie bei Vertragsänderungen auf die 24 Monate bestanden. Bin da auch schon öfters zwischen den Tarifen hin und her gesprungen.
 
Mal abgesehen vn der Frage, ob die Dich überhaupt anrufen dürfen (also ob Du es mal irgendwie vlt auch unbewusst erlaubt hast): jede Firma darf Dir ein Angebot machen, warum denn nicht? Sonst müsste man ja bereits verbieten, dass es TV-Werbung gibt - das ist ja im Grunde auch ne Art Abwerbeversuch ;) Du wirst aber halt erst ab dann, wenn die Kündigungsfrist Deines alten Vertrages erreicht ist bzw. das Vertragsende, Kunde beim neuen Unternehmen. Die können nicht einfach den Vertrag des anderen Unternehmens SOFORT ersetzen (außer die "kaufen" Dich da raus, das wäre dann ne Sache zwischen den beiden Unternehmen).


Man muss nur aufpassen, dass die Bedinungen auch eingehalten werden, also dass man Dir nicht erzählt "inkl. kostenlosem Router", und dann steht davon im Vertrag kein Wort und Du kriegst auch keinen. Es ist nämlich so: diese Anrufe sind in aller Regel nicht direkt VON der Telekom (bzw. Unternehmen XY) , sondern das sind Leute, die frei arbeiten, oder Callcenter, die für die Vermittlung eines Vertrages Provision bekommen (Kunden-Aquisition). Und das machen die halt teils auch mit Mitteln, die der Telekom an sich nicht recht sind, zB versprechen DInge, die gar nicht stimmen - Hauptsache der Vertrag ist gemacht. Denn wenn Du dann Widerspruch einlegst, weiß die Telekom zuerst mal gar nicht, warum Du Dich "beschwerst". Der Widerspruch klappt zwar, aber diese Aquisiteure rechnen halt mit einer Quote von Leuten, die es nicht merken oder denen der Wiederspruch zu aufwendigt ist, und dann kriegen die ihre Provision.


Ich hatte auch mal nen Anruf wegen DigitalTV, und das kam mir ganz recht. Mir wurde ein Receiver versprochen - den bekam ich auch, aber der war entgegen des Telefonates nicht kostenfrei, und als ich mich beschwerte, kam raus, dass die Person am Telefon selbstständig agierte und was falsches erzählt hatte, und für nen Widerspruch war es dann auch schon zu spät...

Richtig!

War bei mir zwar T-Mobile, aber selbe Situation. Callcenter hatte angerufen, sich als T-Mobile vorgestellt, und mir kostenlose 3 Monate Handy-Flatrate angeboten. Sollte sogar automatisch wieder gekündigt werden nach den 3 Monaten. Also ich schön: surf, surf, surf, und dann bei der ersten Rechnung aber ganz große Augen gemacht. Bei T-Mobile angerufen, und die haben mir auch erklärt, dass die teilweise keine Einflüsse auf diese externen Callcenter haben. Angeblich hat die Telekom auch einige solche Center gekündigt, aber anscheinend kann man die nie ganz austreiben.

Also: Mach es nur, wenn du das wirklich alles schriftlich hast. Die Telekom macht in der Regel keinen Stress und gibt dir ohne Mucksen eine Gutschrift, aber ein bisschen Stress ist schon dabei. Vor allem für dich, weil du ja den Anbieter komplett wechseln würdest und dann ohne dastehen würdest!
 
Naja ich bekomm noch was schriftlich, aber die Sache ist nicht das ich nachher mit keinem Anbieter dastehe, sondern für mich eher die Frage ob ich vllt doppelt zahlen darf.
Ich danke euch erstmal für eure guten Tipps und Berichte
 
Gibt auch schon mal so Angebote, ich erinner mich z.B. an eins von Unity Media, bei denen der neue Anbieter die Gebühren des alten für einen gewissen Zeitraum bezahlt...
kann mir vorstellen das der Anrufer soetwas meinte als er von problemlosen Abwerben sprach, ansonsten ist wie hier schon desöfteren ein Erfüllen deines aktuellen Vertrages unabdingbar.
 
Um das ganze mal rechtlich ein bisschen zu unterfüttern: grundsätzlich dürfen TK-Unternehmen werben. Ob die umworbenen Personen Kunden eines anderen Unternehmes sind oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass das werbende Unternehmen keine unfairen Methoden anwendet, besonders streng wird dieser Grundsatz ausgelegt, wenn es sich um ein Unternehmen mit sogenannter "beträchtlicher Marktmacht" handelt - beispielsweise der Telekom, was einige Märkte angeht.

Was in dem Fall hier aber eher von Belang sein dürfte, ist der (wahrscheinlich ungewollte) Anruf der Telekom. Ja, eiiiiigentlich muss man solchen Anrufen seit der letzten BDSG-Novelle vorher ausdrücklich zustimmen, aber noch halten sich die Unternehmen kaum daran. Wenn man also nicht angerufen werden möchte bzw. weitere Anrufe möglichst verhinden will, hilft es manchmal, a) natürlich darauf hinzuweisen, dass man keine Werbung per Telefon / Post / Email will, b) sich zu erkundigen, woher der Anrufer die persönlichen Daten hat und c) sich an das Unternehmen werden und Auskunft, welche Daten die eigentlich von einem haben, zu fordern. Daraufhin dann die Löschung oder zumindest die Sperrung der Daten fordern. Sollten die sich querstellen, wirkt oftmals die Ankündigung, sich an den Verbraucherschutz zu wenden, Wunder. Bei drohenden Strafen von mehreren 10.000 bis 100.000 Euro geben die dann meist nach.

MfG Jimini
 
Um das ganze mal rechtlich ein bisschen zu unterfüttern: grundsätzlich dürfen TK-Unternehmen werben. Ob die umworbenen Personen Kunden eines anderen Unternehmes sind oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass das werbende Unternehmen keine unfairen Methoden anwendet, besonders streng wird dieser Grundsatz ausgelegt, wenn es sich um ein Unternehmen mit sogenannter "beträchtlicher Marktmacht" handelt - beispielsweise der Telekom, was einige Märkte angeht.

Was in dem Fall hier aber eher von Belang sein dürfte, ist der (wahrscheinlich ungewollte) Anruf der Telekom. Ja, eiiiiigentlich muss man solchen Anrufen seit der letzten BDSG-Novelle vorher ausdrücklich zustimmen, aber noch halten sich die Unternehmen kaum daran. Wenn man also nicht angerufen werden möchte bzw. weitere Anrufe möglichst verhinden will, hilft es manchmal, a) natürlich darauf hinzuweisen, dass man keine Werbung per Telefon / Post / Email will, b) sich zu erkundigen, woher der Anrufer die persönlichen Daten hat und c) sich an das Unternehmen werden und Auskunft, welche Daten die eigentlich von einem haben, zu fordern. Daraufhin dann die Löschung oder zumindest die Sperrung der Daten fordern. Sollten die sich querstellen, wirkt oftmals die Ankündigung, sich an den Verbraucherschutz zu wenden, Wunder. Bei drohenden Strafen von mehreren 10.000 bis 100.000 Euro geben die dann meist nach.

MfG Jimini

Aber werben != abwerben, oder versteh ich da was falsch?
 
Dafür kenne ich mich nicht gut genug mit der Materie aus, aber soweit ich weiß, ist vergleichende Werbung grundstätzlich erlaubt, sofern sie wahren Tatsachen entspricht. Das bedeutet, dass die Telekom durchaus mit "wir sind XX € günstiger als Anbieter XYZ" werben darf. Allerdings muss der / die Beworbene das unterbreitete Angebot dann natürlich für eine ausreichende Zeit wahrnehmen können.

MfG Jimini
 
Bei uns hat auch eine von der Telekom versucht uns "abzuwerben". Die haben dann noch dreimal angerufen und das Angebot war eigentlich nicht schlecht. Aber als ich dann sagte sie solle mir die Vertragsunterlagen zuschicken zum durchlesen wurde es komisch
Sie hat gesagt "Ja gerne. Ich brauche nur noch Ihre Kontodaten"...
Ich natürlich verneint, da ich weder einem Vertrag zugestimmt habe noch sonst was also wofür?
"Ja zum Abgleich Ihrer Daten" kam dann als Antwort.
Da war ich erst recht misstrauisch und verneinte erneut.
Da hat Sie dann gemeint "Ja dann zeichne ich das Gespräch jetzt auf, ist das i.O. für Sie?" - "Nein!"
Dann wurde es mir zu bunt und ich hab aufgelegt. Seitdem habe ich nichts mehr gehört. Vielleicht war es auch nur ein Fake-Anruf von Leuten die einfach vorgeben von der Telekom zu sein?

Also Fazit: Nur Sachen die per Post kommen und schriftlich sind trauen :)
 
Ja ich konnte mir das auch nicht vorstellen :D Sie gaben sich aber als Telekom aus und ich hab mit 4 verschiedenen Leuten telefoniert...
Die Maschen werden dann wohl immer professioneller und die wussten auch gut über die Angebote der Telekom Bescheid und bis wann mein Vertrag ungefähr läuft, weil die genau in dem möglichen Kündigungszeitraum angerufen haben. Trotzdem, selbst für die Schufa braucht man afaik nicht die Kontodaten und das ist auch nichts was die nach Vertragseingang nicht mehr überprüfen könnten.
Ich wollte damit halt ausdrücken, dass man keine Zusage geben sollte bei so Sachen bis man es schwarz auf weiß vor sich liegen hat. Man weiß nämlich nie wer am anderen Ende sitzt und ob das was die die versprechen überhaupt möglich ist.
 
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