A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Das klingt ja bösartig, kann es denn bei "normalen" Anwendungen nicht auch zu sowas kommen?

Nein. Die dazu nötigen Befehle sind derart speziell dass sie in der Realität (ungewollt) niemals vorkommen werden. Das ist in etwa so wie der CPU ganz gezielt zu sagen sie solle ständig die erste Zelle des SRAMs in jedem Takt leeren und vollschreiben (nur um ein Beispiel zu erfinden). Das ist völliger Käse (inhaltlich) und würde in einem realen Programm das etwas sinnvolles tut niemals passieren.

Dann könnte doch auch Schadsoftware wie Viren und Co. auf diese Weise gezielt Hardware "angreifen" und zerstören, indem sie bestimmte Bereiche gezielt überlastet und damit kaputt macht, oder?

Ja, gibt es - aber nur für CPUs deren exakte Struktur offengelegt ist. Und bei allen Desktop-CPUs ist das nicht der Fall, denn nur Intel/AMD wissen genau, wie ihre CPUs genau intern verschaltet sind und ohne dieses Wissen ist es quasi unmöglich so ein Zerstörungstool zu schreiben. Deswegen brauchste auch keine Sorgen zu haben dass so ein Virus erscheint.

Schadet Furmark wirklich auch der Grafikkarte, wenn man es stundenlang laufen läßt?
Ja. Es gibt auch Beispiele von durch den Furmark zerstörten Karten aus einer Zeit wo die hersteller noch keinen Powerlimiter eingebaut hatten (es gibt zig Videos auf YouTube wo ne GTX480 unterm Furmark quasi abbrennt...). Die heute bekannten Powerlimiter die AMD und NVidia haben und die dafür sorgen dass die Karte heruntertaktet bevor sie ihr Limit überschreitet sind genau deswegen entstanden weil sogenannte "Powerviren" wie der Furmark vorher Grafikkarten zuerstört hatte. Man verkauft es heute als feature aber ursprünglich waren diese Funktionen reiner Selbstschutz!
Moderne Karten sind vom Furmark unbeeindruckt - eben genau weil diese Limiter verhindern dass die Karte überlastet wird. Wenn man (durch BIOS-Mods oder Lötkolben) den Schutz abschaltet grillt der Furmark nach wie vor Grafikkarten in kürzester Zeit. Ich habs damals schon mal mit Absicht gemacht: http://extreme.pcgameshardware.de/blogs/incredible-alk/1361-alkis-blog-9-alki-gefahr.html :D

Schwierig finde ich, daß man sich dann ja anscheinend nicht an den maximalen Temperaturen orientieren und daraus eine Schädlichkeit ableiten kann?!
Richtig. Auch bei 30°C (oder -80°C...) kann eine CPU oder GPU sterben wenn die anderen bedingungen wie beispielsweise die Spannung extrem schädlich sind. Auch bei Extrem-Übertaktern mit extremen Kühlmethoden sterben Chips - und da garantiert nicht weil sie zu heiß werden. ;-)

Sollte man seine Hardware denn dann besser gar nicht mit Prime95 und Furmark testen, oder sind bei neuer Hardware Tests in gewissem Umfang völlig ok und unschädlich? Die Frage wäre halt, in welchem Umfang...

Für einen "normalen" PC kann man das anfangs kurz machen, ein paar Minuten Prime/Furmark machen nichts kaputt und zeigen dass der PC große Last stabil mitmacht und die Kühlung passt. Danach braucht mans nie wieder.
Für einen OC-PC ist Prime nach wie vor das wichtigste Stabilitätstool. Hier kann man auch seine OC-Settings finden ohne das Tool stunden und tagelang laufen zu lassen. Anfangs reicht meist eine Sekunde um zu sehen dass das nicht stabil war, wenn man "auf der Grenze" ist reichen wenige Minuten. Für ein gut gemachtes OC brauchts insgesamt weniger als 2 Stunden Prime (für einen normalen Nutzer) und das ist absolut vertretbar.

Wirkliche Verschleißerscheinungen an CPUs durchs "primeln" hat man bei der Gruppe, die 24/7-stabil testet und prime tagelang rennen lässt. Wenn man da 2, 3 Wochen unterwegs ist geht das OC-Potential der CPU zurück weil sie degradiert (dann ist sie noch weit von "kaputt" weg).
Kurz: Wenn dus nicht übertreibst und Prime Tagelang laufen lässt ists gar kein Problem und ein sehr nützliches OC-Tool.

Der Furmark dagegen ist eigentlich komplett unbrauchbar. Er findet weder Instabilitäten noch hilft sonst beim OC noch berechnet er irgendwas "sinnvolles", er kann höchstens den Kühler (oder das Netzteil...) testen - aber das können moderne Spiele auch da auch hier die Karten an ihr TDP-Limit boosten.
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Ja, gibt es - aber nur für CPUs deren exakte Struktur offengelegt ist. Und bei allen Desktop-CPUs ist das nicht der Fall, denn nur Intel/AMD wissen genau, wie ihre CPUs genau intern verschaltet sind und ohne dieses Wissen ist es quasi unmöglich so ein Zerstörungstool zu schreiben. Deswegen brauchste auch keine Sorgen zu haben dass so ein Virus erscheint.

Nun, hier sehe ich aber einen leichten Widerspruch, oder ich hab da noch was nicht verstanden, denn wenn das mit Prime95 geht, dann mußte es den Programmieren davon doch bekannt sein, wie man die CPU maximal auslastet bzw. überlastet, oder sie haben es zufällig geschafft, aber egal wie, jedenfalls ist dieses Programm ja frei verfügbar und nahezu alle PC-Nutzer haben CPUs, die dadurch Schaden nehmen können, also ist das doch ziemlich gefährlich, finde ich.

Ja. Es gibt auch Beispiele von durch den Furmark zerstörten Karten aus einer Zeit wo die hersteller noch keinen Powerlimiter eingebaut hatten (es gibt zig Videos auf YouTube wo ne GTX480 unterm Furmark quasi abbrennt...). Die heute bekannten Powerlimiter die AMD und NVidia haben und die dafür sorgen dass die Karte heruntertaktet bevor sie ihr Limit überschreitet sind genau deswegen entstanden weil sogenannte "Powerviren" wie der Furmark vorher Grafikkarten zuerstört hatte. Man verkauft es heute als feature aber ursprünglich waren diese Funktionen reiner Selbstschutz!
Moderne Karten sind vom Furmark unbeeindruckt - eben genau weil diese Limiter verhindern dass die Karte überlastet wird. Wenn man (durch BIOS-Mods oder Lötkolben) den Schutz abschaltet grillt der Furmark nach wie vor Grafikkarten in kürzester Zeit. Ich habs damals schon mal mit Absicht gemacht: http://extreme.pcgameshardware.de/blogs/incredible-alk/1361-alkis-blog-9-alki-gefahr.html :D

Interessant, ich hatte ja auch zwei defekte Geforce GTX 660 OC, keine Ahnung ob ich die unwillendlich und unwissendlich kaputt gemacht habe, oder ob sie schon defekt waren, beides hatten beide Karten (gleiches Modell, gleicher Hersteller) gemeinsam, anfangs liefen sie in meinem "Haupttestprogramm" Far Cry 3 und 4 stabil, also das Spiel schmierte auch nach Stunden nicht ab. HWinfo64 zeigte aber eine maximale Auslastung der Karte mit teils ca. 102% an.
Zunehmend kam dann nach Wochen oder Monaten, die das Spiel natürlich nicht durchgehend lief, sondern immer mal alle paar Tage 1-3 Stunden am Stück, erste Freezes oder Abstürze des Spiels, Bluescreens nicht, aber auch Windows 7 und später 10 war nach dem Absturz bzw. Freeze des Spieles nicht mehr richtig bedienbar, der Rechner hing zwischendurch immer mal wieder für einige Sekunden, führte die Maus-/Tastaturbefehle nicht mehr richtig aus, der Mauszeiger fehlte manchmal komplett, der PC lies sich nur mit Mühe und viel Geduld neu starten, lief danach dann aber wieder stabil, außer ich spielte weiter.
Ebenso wie bei Far Cry 3 und 4, konnte ich dieses Verhalten auch mit Heaven 4.0 und Furmark reproduzieren, bei Heaven war auch der Ton irgendwie teils kaputt, klang jedenfalls manchmal seltsam.
Manchmal kam auch die Meldung, der Grafiktreiber hat den Kontakt zum Display verloren, oder ähnlich.
Bei der ersten Karte kam selten beim Booten ein BIOS-Signal, was auf eine defekte Grafikkarte hindeutete, aber zu dem Zeitpunkt lief Far Cry noch ohne Abstürze jedoch lief es nach, reagierte teils stark verzögert auf Steuerungsbefehle (z.B. ich renne gerade aus auf einen Abgrund zu, nehme rechtzeitig davor den Finger von der Pfeiltaste, aber die Figur läuft weiter, wenn ich mit der gegenteiligen Pfeiltaste gegensteuere, reagiert er erstmal nicht, dann kommen manchmal seltsame Töne vom PC-Speaker (tututututut...), der PC wirkt überlastet, reagiert sehr verzögert, so kann man nicht spielen. Dann wieder läuft er zwischendurch normal).
Jahrelang hab ich mich damit rumgeschlagen und geflucht, bis ich die erste Karte auf Garantie hab tauschen lassen, die zweite Karte dann stürze erstmal nicht ab, aber die Texturen flimmerten teils, so ein helles Leuchten, ich glaub das war mit einem neueren Treiber dann weg. Aber die Abstürze bei Far Cry 3 und 4 und Heaven 4.0 und Furmark kamen wieder, manchmal frohr das Spiel komplett ein, stand für paar Sekunden und lief dann paar Sekunden weiter um erneut kurz einzufrieren usw.. irgendwann schmierte es dann komplett ab, wie mit der ersten Karte.
Mit der Intel HD Grafik 4600 passierte das nie, diese hab ich ca. ein Jahr genutzt, um zu testen ob der Rest des PCs noch einen Defekt hat, bzw. ob es nur an der Grafikkarte davor lag.
Dann kaufte ich die GTX 1060 die diese Probleme bisher auch zum Glück nicht macht. Nur bei mehrfachem Anwendungswechsel von Far Cry 4 auf den Windows 10 Desktop und wieder zurück usw. stürzte das Spiel einmal etwas später ab, Windows blieb danach aber stabil und voll bedienbar.
Furmark und Heaven 4.0 laufen aber absolut stabil auch Stunden lang.

Leider werde ich wohl nie detailiert heraus finden, was mit den alten GTX 660 Karten bei mir los war...

Richtig. Auch bei 30°C (oder -80°C...) kann eine CPU oder GPU sterben wenn die anderen bedingungen wie beispielsweise die Spannung extrem schädlich sind. Auch bei Extrem-Übertaktern mit extremen Kühlmethoden sterben Chips - und da garantiert nicht weil sie zu heiß werden. ;-)

Das ist fies... ;)
Macht gute Kühlung da echt überhaupt keinen Unterschied, ich meine ob man z.B. tage- und wochenlang Prime95 Small FFTs mit intel-boxed-Kühler laufen läßt oder Noctua NH D15?

Kann man eigentlich heraus finden, ob die eigene CPU noch völlig in Ordnung ist, wenn man solche Tools davor exzessiv gebraucht hat?
Eigentlich hab ich Prime95 ja nur genutzt unter der Hoffnung herauszufinden, ob meine CPU in Ordnung ist und falls nicht, sie noch in der Garantiezeit reklamieren zu können...
Prime95 schreibt nach Abbruch der Tests ja für jeden Thread einen kurzen Report, also z.B. "0 Errors, 0 Warnings", wenn das unter allen Threads steht, ist die CPU dann definitiv 100%ig gesund?

Wirkliche Verschleißerscheinungen an CPUs durchs "primeln" hat man bei der Gruppe, die 24/7-stabil testet und prime tagelang rennen lässt. Wenn man da 2, 3 Wochen unterwegs ist geht das OC-Potential der CPU zurück weil sie degradiert (dann ist sie noch weit von "kaputt" weg).
Kurz: Wenn dus nicht übertreibst und Prime Tagelang laufen lässt ists gar kein Problem und ein sehr nützliches OC-Tool.

Der Furmark dagegen ist eigentlich komplett unbrauchbar. Er findet weder Instabilitäten noch hilft sonst beim OC noch berechnet er irgendwas "sinnvolles", er kann höchstens den Kühler (oder das Netzteil...) testen - aber das können moderne Spiele auch da auch hier die Karten an ihr TDP-Limit boosten.

Warum schützt Intel oder AMD die CPUs dann nicht auch so wie die Grafikkarten gegen sowas geschützt werden?

Bringt denn mein Ansatz etwas, die CPU zu undervolten, in meinem Fall von werkseitig ca. 1.176 Volt auf 1.050 Volt?
Dadurch müßte die CPU doch auch besser vor Hotspots geschützt sein, oder nicht?
 
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AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Nun, hier sehe ich aber einen leichten Widerspruch, oder ich hab da noch was nicht verstanden, denn wenn das mit Prime95 geht, dann mußte es den Programmieren davon doch bekannt sein, wie man die CPU maximal auslastet bzw. überlastet, oder sie haben es zufällig geschafft, aber egal wie, jedenfalls ist dieses Programm ja frei verfügbar und nahezu alle PC-Nutzer haben CPUs, die dadurch Schaden nehmen können, also ist das doch ziemlich gefährlich, finde ich.

Prime95 ist nicht ansatzweise so zerstörerisch wie diese Killerprogramme. Bei prime ists nunmal so, dass die Mathematik dahinter zufällig der x86-Archtektur sehr gut liegt und es auch noch äußerst effizient programmiert ist. Wenn man dann noch die CPUs weit über ihren Spezifikationen betreibt per OC ist das auf Dauer halt zu viel. Das hat aber nichts mit speziellen Zerstörerprogrammen zu tun die effektiv bei Standardtaktraten Schaltkreise zerstören.
Wie soll ich das erklären... Prime kannste damit vergleichen, mit deinem Auto auf einer unendlich langen schnurgeraden Autobahn die ganze Zeit Bleifuß Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Das ist eine "normale" Anwendung deines Wagens, er wird das aber keine 4 Wochen am Stück mitmachen (da er darauf nicht ausgelegt ist) obwohl das Auto bei normaler Nutzung vielleicht 20 Jahre läuft.
Diese Zerstörerprogramme dagegen wüssten alle Details des Motors und könnten durch eine automatisierte, völlig sinnlose Bedienung deines Autos immer im ersten Zylinder eine Fehlzündung provozieren (von mir aus im Leerlauf) so dass der Motor daran nach kurzer Zeit stirbt wenn etwa das Pleuel bricht. Absichtliche, sinnlose Zerstörung sozusagen. Das kann Prime nicht, Prime kann nur ordentlich Vollgas. :D

Macht gute Kühlung da echt überhaupt keinen Unterschied, ich meine ob man z.B. tage- und wochenlang Prime95 Small FFTs mit intel-boxed-Kühler laufen läßt oder Noctua NH D15?
Bringt denn mein Ansatz etwas, die CPU zu undervolten, in meinem Fall von werkseitig ca. 1.176 Volt auf 1.050 Volt?
Weniger Temperatur und/oder weniger Spannung bedeutet bei gleicher Rechenlast immer weniger Verschleiß.

Kann man eigentlich heraus finden, ob die eigene CPU noch völlig in Ordnung ist, wenn man solche Tools davor exzessiv gebraucht hat?
Jede CPU, die 10 Minuten durch Prime95 kommt ist völlig in Ordnung. Diese Tools exzessiv zu gebrauchen wird ja zunächst nur die OC-Eigenschaften verschlechtern. Bis die CPU so durch ist dass selbst Werkstaktraten instabil werden muss mans schon extrem übertreiben. Da dürfte man monatelang am Stück primeln müsseln. Server-CPUs die auf solche Dauerlasten ausgelegt sind halten Prime auch dauerhaft aus (also Jahrelang am Stück), die senken ihren Takt und Spannung unter AVX-Anwendungen automatisch so weit ab, dass sie dauerstabil sind. Prime wird ja tatsächlich zur Primzahlsuche verwendet - die Hardware dafür führt das Programm ja dauerhaft aus. Nur sind das keine mit Überspannung erzwungen hochgetaktete CPUs sondern Chips unter Werkseinstellungen mit entsprechenden Schutzfunktionen was deine Frage betrifft:

Warum schützt Intel oder AMD die CPUs dann nicht auch so wie die Grafikkarten gegen sowas geschützt werden?
Das tun sie ja - sowohl AMD als auch Intel CPUs haben ein Powerlimit und ein Temperaturlimit (im Falle von AVX sogar spezielle Limiter für besondere Lasten die wie oben beschrieben andere Lasttaktraten und Spannungen anlegen wenn ein Programm wie Prime ausgeführt wird). Werden diese erreicht takten die CPUs herunter oder schalten ab. Genau wie Grafikkarten.
Nur ist das erste was ein Übertakter heutzutage macht die Powerlimiter abzuschalten und Takt und Spannung anzuheben. Bei CPUs geht das eben einfach im BIOS und dann können die Schutzfunktionen natürlich nicht mehr greifen (ist etwa so wie blöd gesagt bei dem Vollgasauto oben vorher kurz in die Motorsteuerung zu gehen und den Drehzahlbegrenzer 3000 höher einzustellen und die Spritmenge aufzudrehen).
Der Grund warum das bei Grafikkarten (und Autos...) kaum gemacht wird ist, dass man hier nicht einfach ins BIOS der Karte kann und die Werte ändern kann (bzw. einem Chiptuner dafür Geld geben muss).
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Das tun sie ja - sowohl AMD als auch Intel CPUs haben ein Powerlimit und ein Temperaturlimit (im Falle von AVX sogar spezielle Limiter für besondere Lasten die wie oben beschrieben andere Lasttaktraten und Spannungen anlegen wenn ein Programm wie Prime ausgeführt wird). Werden diese erreicht takten die CPUs herunter oder schalten ab. Genau wie Grafikkarten.
Nur ist das erste was ein Übertakter heutzutage macht die Powerlimiter abzuschalten und Takt und Spannung anzuheben. Bei CPUs geht das eben einfach im BIOS und dann können die Schutzfunktionen natürlich nicht mehr greifen (ist etwa so wie blöd gesagt bei dem Vollgasauto oben vorher kurz in die Motorsteuerung zu gehen und den Drehzahlbegrenzer 3000 höher einzustellen und die Spritmenge aufzudrehen).
Der Grund warum das bei Grafikkarten (und Autos...) kaum gemacht wird ist, dass man hier nicht einfach ins BIOS der Karte kann und die Werte ändern kann (bzw. einem Chiptuner dafür Geld geben muss).

Nur soweit ich mich richtig erinnere, war weder im BIOS meines ersten Boards (Asrock mit Z87-Chipsatz), noch im jetzigen Board (Gigabyte mit Z97-Chipsatz) eine TDP von 84 Watt im BIOS voreingestellt.
Mir fiel das damals auf, daß eben bei Prime95 Small FFTs ratz fatz ca. 104 Watt gezogen wurden, beim ersten Board reduzierte sich das manchmal nach ein paar Sekunden auf Werte im Bereich um 84 Watt, bei meinem jetzigen Board geschieht das nicht, die CPU saugt weiter ca. 104 Watt bei ca. 1.176 Volt Spannung.
Da ich das für riskant hielt, hab ich vorher einfach die TDP im BIOS auf 84 Watt beschränkt und siehe da, die 84 Watt wurden nicht mal mehr erreicht beim Prime95 Small FFTs, das Maximum lag bei ca. 83,x Watt, dementsprechend niedriger waren auch die Temperaturen (ohne TDP-Beschränkung mit 1.176 Volt ca. 88°C maximale Kerntemperatur nach ca. 20-30 Minuten; mit TDP 84 Watt maximal ca. 76°C nach einer Stunde), nun hab ich das TDP-Limit ja wieder entfernt, weil es ein paar Prozent Rechenleistung kostet und stattdessen die VCore auf 1.050 Volt eingestellt, nun geht bei Prime95 Small FFTs die Leistungsaufnahme nach Stunde(n) auf maximal ca. 86 Watt, die Temperatur aber ging nach etwa 60 Minuten nicht über 73°C (wenn die Grafikkarte nicht parallel mit heizt!).
Daraus folgere ich, daß das Undervolting mehr bringt als die TDP-Begrenzung, aber ist beides für die CPU langzeitig gesehen gleich gesund, oder hält die CPU bei einer der beiden Maßnahmen vermutlich länger?
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Viele Boardhersteller stellen das Powerlimit ein bisschen höher ein als vorgegeben um in vielen Tests die weniger ins Detail gehen (und das erkennen würden) besser dazustehen als die Konkurrenz. Das ist zwar politisch unschön aber technisch kein wirkliches Problem da die Grenzwerte nicht viel überschritten werden - sprich obs jetzt 80, 90 oder 110W sind ist der CPU ziemlich egal.
Wenns völlig "offen" ist und übertaktet wird wird das Limit sehr viel stärker überschritten - da kannste auch 200W und mehr raushauen mit der CPU - dann wirds ungesund mit Prime.

Bei den alten GPUs ohne Limiter und Furmark wars ähnlich - eine GTX480/580 ohne Begrenzer (bei der 580 konnte man ihn per GPUZ abschalten) verbrauchte beim Spielen ca. 250W - wofür die Karte ausgelegt war. Beim Furmark mit Pech über 400 - was ggf. recht schnell zu durchbrennenden Spannungswandlern und unangenehmen Gerüchen führte.
Heute sind die Limiter nur noch per Bios-Mod zu ändern was bei Pascal auch unterbunden wurde (verschlüsseltes BIOS) - dann kleistern die Leute Silberleitlack auf die Mess-Shunts und gaukeln der Karte vor sie verbraucht 150W während es tatsächlich schon 300 sind. Irgendwie kommt man immer drumrum. Da muss jeder selbst entscheiden ob er die Karte so quälen möchte.


Undervolting ist was anderes als ein reiner Limiter.
Der Limiter sagt nur "wenn Wattzahl > X, dann Takt (und ggf. Spannung) runter". Das ist eine simple Lösung die immer funktioniert und keine Kenntnisse des Nutzers voraussetzt.

Ein Undervolting ist viel effektiver (und auch schonender weil IMMER weniger Spannung anliegt), da hier die CPU die gleiche (Rechen-)Leistung bei weniger Verbrauch erreicht, sprich effizienter wird. Das problem daran ist, dass es einige Kenntnisse, Zeit und Tests voraussetzt um sowas zu machen und aufgrund der Serienstreuung von allen Bauteilen nicht automatisch implementiert werden kann.
Intel würde ja liebend gerne alle CPUs mit 0,1v weniger (oder 200 MHz mehr) programmieren - nur wenn 5% der Leute sehr billige Boards mit Serienstreuung der MosFets nach unten haben und dadurch 0,2v weniger ankommt wird die CPU instabil und jeder motzt rum. Deswegen gibts eben den "Sicherheitsaufschlag" bei der Werksspannung was das ist, was du beim Undervolting ausnutzt.

Verschleißtechnisch bewegen wir uns hier aber im nicht relevanten Bereich. Ob du deine CPU mit Werkseinstellungen betreibst oder mit 0,1V / 10 Watt weniger ist für die Lebensdauer nur theoretisch ein minimaler Einfluss, praktisch ists egal. Der Vorteil von UV ist effizienterer betrieb, dadurch weniger Verbrauch, Abwärme und ggf. Lautstärke. Ob die Lebensdauer dabei von 15 auf 16 Jahre betrieb steigt dürfte wurscht sein.
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Der Limiter sagt nur "wenn Wattzahl > X, dann Takt (und ggf. Spannung) runter". Das ist eine simple Lösung die immer funktioniert und keine Kenntnisse des Nutzers voraussetzt.

Ein Undervolting ist viel effektiver (und auch schonender weil IMMER weniger Spannung anliegt), da hier die CPU die gleiche (Rechen-)Leistung bei weniger Verbrauch erreicht, sprich effizienter wird. Das problem daran ist, dass es einige Kenntnisse, Zeit und Tests voraussetzt um sowas zu machen und aufgrund der Serienstreuung von allen Bauteilen nicht automatisch implementiert werden kann.
Intel würde ja liebend gerne alle CPUs mit 0,1v weniger (oder 200 MHz mehr) programmieren - nur wenn 5% der Leute sehr billige Boards mit Serienstreuung der MosFets nach unten haben und dadurch 0,2v weniger ankommt wird die CPU instabil und jeder motzt rum. Deswegen gibts eben den "Sicherheitsaufschlag" bei der Werksspannung was das ist, was du beim Undervolting ausnutzt.

Verschleißtechnisch bewegen wir uns hier aber im nicht relevanten Bereich. Ob du deine CPU mit Werkseinstellungen betreibst oder mit 0,1V / 10 Watt weniger ist für die Lebensdauer nur theoretisch ein minimaler Einfluss, praktisch ists egal. Der Vorteil von UV ist effizienterer betrieb, dadurch weniger Verbrauch, Abwärme und ggf. Lautstärke. Ob die Lebensdauer dabei von 15 auf 16 Jahre betrieb steigt dürfte wurscht sein.

Stimmt, mein ältester noch funktionsfähiger PC ist ein P4-540 von 2004, der wird wegen Langsamkeit in den nächsten Jahren endgültig ausgemustert werden, auch wenn er noch funzt. 15 Jahre Lebensdauer würde mir beim PC reichen, außer die Entwicklungszyklen verlangsamen sich weiter und die Software wird nicht immer anspruchsvoller.

Zum Undervolten noch, ich hab mir das relativ einfach gemacht, vielleicht zu einfach(?), einfach im BIOS die VCore auf 1.050V gesenkt, natürlich mit Testreihen mit Prime95 usw. Aber reicht da das Senken der VCore, oder müßte man noch andere Spannungen senken und/oder einen Offset einstellen?
Mich irritiert ja das diverse Male "Kernel-Power-Error 41" unter Windows 10 in der Systemverwaltung vermerkt ist, ich davon aber nie was gemerkt habe, er hatte nie einen Bluescreen und auch Automatischer Neustart ist deaktiviert, also müßte ich den Bluescreen ja bemerken, wenn einer käme?!
Das hat er glaub ich vor dem Undervolten aber auch schon gehabt, ob nun weniger oft weiß ich nicht mehr, weil ich da kaum nachgeschaut habe, im Betrieb machte er ja keine spürbaren Probleme (abgesehen von der alten Grafikkarte damals...).

Guten Rutsch! ;)
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Zum Undervolten noch, ich hab mir das relativ einfach gemacht, vielleicht zu einfach(?), einfach im BIOS die VCore auf 1.050V gesenkt, natürlich mit Testreihen mit Prime95 usw. Aber reicht da das Senken der VCore, oder müßte man noch andere Spannungen senken und/oder einen Offset einstellen?
Die vCore reicht aus bzw. macht 95% der Möglichkeiten aus. Man kann das natürlich auch noch mit allen nebenspannungen machen wenn man Perfektionist ist, das bringt aber nicht viel.

Mich irritiert ja das diverse Male "Kernel-Power-Error 41" unter Windows 10 in der Systemverwaltung vermerkt ist, ich davon aber nie was gemerkt habe, er hatte nie einen Bluescreen und auch Automatischer Neustart ist deaktiviert, also müßte ich den Bluescreen ja bemerken, wenn einer käme?!
Nur weil in der Systemverwaltung ein Eintrag ist bedeutet das nicht dass gleich alles abstürzen muss. Da braucht sich nur ein Spannungswandler mal kurz verschluckt zu haben. Kleinere "Fehler" sind bei Consumersystemen normal und können ausgeglichen werden - der Chip flusht einmal alles was grade in Arbeit war weil die Ergebnisse ja wegen des fehlers falsch sein könnten und beginnt mit der letzten bekannten Instruktion nochmal neu.
Das passiert so schnell, dass du nichts davon bemerkst. Dein PC war dann eben eine Millisekunde eingefroren.
Bei Professionellen Systemen/Workstations wo sowas kritisch ist (ganz schlimm wäre ein Rechenfehler den die CPU nicht als solchen bemerkt und das Ergebnis falsch ist - gibts auch!) nutzt man dagegen beispielsweise ECC-RAM mit Fehlerkorrektur/Paritätsprüfung usw.

Auch bei deinem prime gibts ja im Bericht Errors und Warnings usw. - das sind alles Rechenfehler wenn da was kommt und ein Worker abbricht. Deswegen muss aber nicht zwingend der ganze PC abschmieren. ;)
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

Die vCore reicht aus bzw. macht 95% der Möglichkeiten aus. Man kann das natürlich auch noch mit allen nebenspannungen machen wenn man Perfektionist ist, das bringt aber nicht viel.

Das ist mir wohl zu umständlich, auch wenn ich Perfektionist bin und nie zufrieden, immer noch weiter optimieren will... aber wenn ich nicht genau weiß, was ich da gerade im BIOS verstelle und wie es sich auswirken kann, laß ich es lieber. Aber vielleicht versuche ich statt 1.050 mal 1.040 Volt Vcore, ich meine damals bei 1.035 Volt gabs es mal einen Bluescreen und Reboot, aber nur einmal und nicht bei Prime95, das lief da einwandfrei durch, auch ohne Errors und Warnings.

Nur weil in der Systemverwaltung ein Eintrag ist bedeutet das nicht dass gleich alles abstürzen muss. Da braucht sich nur ein Spannungswandler mal kurz verschluckt zu haben. Kleinere "Fehler" sind bei Consumersystemen normal und können ausgeglichen werden - der Chip flusht einmal alles was grade in Arbeit war weil die Ergebnisse ja wegen des fehlers falsch sein könnten und beginnt mit der letzten bekannten Instruktion nochmal neu.
Das passiert so schnell, dass du nichts davon bemerkst. Dein PC war dann eben eine Millisekunde eingefroren.

Das muß also nicht auf einen Hardwarefehler bzw. Defekt hindeuten?

Auch bei deinem prime gibts ja im Bericht Errors und Warnings usw. - das sind alles Rechenfehler wenn da was kommt und ein Worker abbricht. Deswegen muss aber nicht zwingend der ganze PC abschmieren. ;)

Ich weiß, aber in bald 3,5 Jahren mit dem PC und unnötig vielen Prime95-Stunden, gab es nur ein einziges mal ein Error und es stand da was von Hardwarefehler detected, ich glaub das war, als ich die VCore sehr niedrig (zu niedrig) eingestellt hatte, danach hab ich sie glaub ich erstmal auf Werkseinstellungen gesetzt und exzessiv versucht diesen Error von Prime95 zu reproduzieren, aber es ist mir nicht gelungen zum Glück. ;)
 
AW: A10 7800, kochend heiß oder ungenaue Sensoren?

gab es nur ein einziges mal ein Error und es stand da was von Hardwarefehler detected
Das ist kein Hardwareversagen im "mechanischen" Sinne von wegen etwas kaputt sondern völlig richtig:
als ich die VCore sehr niedrig (zu niedrig) eingestellt hatte

Hardware failure bedeutet bei prime "Die Hardware hat einen Fehler gemacht". Meistens sind das Rundungsfehler (Rounding was 0.52469, expected less than 0.5 oder ähnliches). Das hat nichts mit einem defekt zu tun (den kann keine Software sicher feststellen), es bedeutet lediglich dass sich die CPU verrechnet hat, also instabil ist. Das passiert zwar auch wenn sie wirklich kaputt ist - in 99,999% der Fälle war aber einfach der takt zu hoch oder die Spannung zu niedrig für einen stabilen (=rechenfehlerfreien) Betrieb.
 
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