[Update!]
Beim heutigen Update möchte ich mich wie versprochen etwas von den vorangegangenen Problemen distanzieren und auf die Leistungsaufnahme, sowie die Temperatur der Karte eingehen. Bei letzterem Punkt möchte ich noch einmal besonders auf den Lüfter eingehen und ihn mit dem einer 8800 GTS (G80) vergleichen.
Die Leistungsaufnahme:
Wie der interessierte Leser weiß, gab es bereits vor der eigentlichen Veröffentlichung der Geforce 8800GT, heiße Spekulationen darüber, dass der Stromverbrauch dank neuer Fertigung wesentlich geringer ausfallen würde, als bei den vorangegangenen Modellen 8800GTS/GTX.
So verbraucht ein aktuelles Intel System (E6750@3,5 GHz) gepaart mit einer 8800GTS (320) im Ruhezustand, sprich Windows Desktop, bereits knapp 160 Watt. Bei einer prozentualen Übertaktung der Karte um etwa 25%, verbraucht das Gesamtsystem noch einmal 6 Watt mehr.
Wird der Takt weiter angehoben auf 675/990 hat das System die Marke von 165 Watt bereits überschritten. Damit ist der Verbauch insgesamt rund 6% höher als mit Standardtakt.
Die 8800GT AMP! von Zotac hingegen kann auf ganzer Linie überzeugen. Das mit mit der AMP! gepaarte System verbraucht mit gut 145 Watt immerhin 9% weniger Strom, was den Geldbeutel auf die Dauer sicherlich schont.
Des weiteren wurde selbstverständlich die Leistungsaufnahme unter Vollast ermittelt. Dazu wurden sowohl 2 Instanzen von SuperPi ausgeführt, als auch gleichzeitig ein Testlauf des beliebten Benchmarks 3D Mark 06 durchgeführt:
Wie auch schon im Ruhezustand, zeigt sich unter Vollauslastung ein ähnliches Bild.
Zwar ist die 88GTS (320) mit einer Leistungsaufnahme von knapp 250 Watt im Vergleich zu einer 8800Ultra noch recht sparsam, dennoch muss sie sich der 8800GT AMP! von Zotac deutlich geschlagen geben, die maximal etwa 220 Watt verbraucht.
Noch schlechter sieht das Bild für eine auf 675/990 übertaktete 8800GTS aus. Diese kratzt mit ihren stark erhöhten Taktraten bereits an der Marke von 265 Watt (+20% als die AMP!) und stellt somit den absoluten Negativrekord auf.
Alles in allem kann man sagen, dass der neue G92-Chip, welcher wegen des von 90 nm auf 65 nm geschrumpften Fertigungsprozesses lediglich 330 mm² groß ist, sich mit wesentlich weniger Strom begnügt als der G80-Chip, dennoch eine bessere Leistung erzielen kann. (Zum Vergleich: Der G80-Chip der 8800GTS/GTX/Ultra ist mit 484 mm² etwa 70% größer).
Folglich bietet der Chip genau das, was sich die meisten Nutzer wünschen. Große Leistung bei geringem Stromverbrauch und moderaten Preis.
Die Temperaturen:
Sämtliche Messungen bezüglich der Temperatur wurden mittels des bekannten Programms Riva Tuner ausgelesen. Die Option zum Auslesen diverser Daten zur verbauten Karte findet man folgendermaßen:
Dadurch, dass fast alle erhältlichen Grafikkarten der 8800GT-Reihe lediglich über einen Single-Slot-Kühler verfügen, lässt sich bereits schließen, dass der G92-Chip wesentlich kühler bleibt als sein Vorgänger, der G80. Dies ist ziemlich sicher auch deshalb der Fall, da der Chip wesentlich kleiner ist und eine geringere Leistungsaufnahme hat....
Dennoch stellt sich natürlich die Frage, ob der wahrlich winzige Lüfter ausreicht, um die komplette Karte bei einer angemessener Temperatur zu halten.
Der breitere und höhere Lüfter einer 8800GTS (~7cm breit; ca. 3cm hoch) hält die dazugehörige Karte im Idle bei durchschnittlich 60°C. Selbst bei aufwendigen Arbeiten wie dem 3D Mark 06 bleibt sie mit etwa 73°C relativ kühl.
Auch Übertakten lässt die Karte relativ kühl. Mit den Taktraten von 650/980 bzw. 675/990 steigt die Temperatur im Idle lediglich um etwa 3°C. Auch unter Last kommt die Karte mit diesen Einstellungen auf noch akzeptable 81°C.
Im Idle bleibt auch die 8800GT AMP! mit ihrem verhältnismäßig kleinen Lüfter bei kühlen 60°C. Dennoch erreicht sie unter Last (3D Mark 06) mit etwa 82°C höhere Temperaturen als ihr direkter Konkurrent aus dem ein eigenen Hause, der 8800GTS.
Um die Temperatur bei absoluter Auslastung herauszufinden wurde das hilfreiche Tool GPU Caps Viewer zu Hilfe gezogen. Dieses Programm ist in der Lage die Grafikkarte bis an ihr Limit zu treiben.
Auf diese Weise erreicht die AMP! als Maximum eine Temperatur von knapp unter 100°C, was nicht gerade als wenig angesehen werden kann. Auch In dieser Disziplin muss sich die GT der 8800GTS geschlagen geben, welche sich mit Hilfe ihres größeren Lüfters mit etwa 60% Lüfterdrehleistung (~1750 rpm) bei rund 80°C einpendelt.
Der Lüfter
8800GT AMP!:
Der Lüfter der 8800GT AMP!, welcher mit nur 9 mm - wie bereits des öfteren angesprochen - sehr flach ist, ist weiterhin etwa 60 mm breit und verfügt über 15 Lüfterblätter. Gefertigt ist aus weißem, leicht durchscheinenden Plastik. Als zusätzliches Extra besitzt der Lüfter eine rötlich/orange Beleuchtung, die das gesamte Erscheinungsbild der Grafikkarte (besonders im Dunkeln) deutlich aufbessert.
Von der Lautstärke her tritt er bei offenem, als auch geschlossenem Gehäuse nicht deutlich hörbar hervor, sondern geht erstaunlich leise zu Werke. Erst bei höheren Drehzahlen wird er wirklich hörbar, was ich persönlich aber noch nicht als störend wahrnehme.
8800GTS (320):
Der Lüfter der 8800GTS ist mit circa 24 mm wesentlich höher und gut einen Zentimeter breiter als jener der GT. Des weiteren verfügt er über 35(!) Lüfterblätter. Diese fallen allerdings kleiner und mit geringerem Abstand zwischen den einzelnen Blättern, als bei der AMP!, aus.
Von der Lautstärke bleibt auch er unauffällig und ist sogar eher noch ein Tick leiser als das rötlich beleuchtete Exemplar der GT.
Alles in allem erfüllen theoretisch beide Lüfter ihre Aufgabe tadellos (wenn sie nicht ausfallen

) und sind zudem nicht laut. Hier hat Nvidia - vor allem wenn man sich an die Geforce FX-Zeiten zurückerinnert - wirklich sehr gute Arbeit geleistet.
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So...das war ein weiterer Teil meines Lesertestes. Ich hoffe er hat Euch gefallen. Sofern Ihr noch Fragen habt (oder einen Fehler findet, ...) meldet euch einfach bei mir.
Gruß, Letni
PS: Die Karte wurde heute testweise in ein AMD System (X2 3800+) verbaut. Der Bug in der Lüftersteuerung ist auch hier vorhanden: Nach einer gewissen Zeit unter Vollauslastung (GPU Caps Viewer) geht die Drehgeschwindigkeit rapide zurück - bis zum Stillstand. Es liegt also nicht an meinem System.
Grafikfehler konnte ich keine hervorrufen, was aber vermutlich daran lag, dass besonders im 3D Mark 06 die CPU zu schwach war. Durchschnittlich erreichte das System etwa die Hälfte an FPS...