Mir erschließt sich auch nicht, wie hier durch Beschneidung der Bus-Breite, horrender Preisunterschied zustande kommen sollen. Die Produktionskosten des PCB und der Chips sollten annehmend Identisch sein, um kaum ins Gewicht fallen.
Wir reden hier vom absolut untersten Preissegment, also wirklich das unterste, vom unteren. Da sind RAM Module nur noch wichtig, um mehrere Konfigurationen anzubieten, also 8 oder 16GB und wenn es die Kundschaft wünscht, dann auch 32GB. Sonst ist verlöten da das beste, da billigste.
Was kostetet da das billigste, vom billigsten, wenn wir vom Vorkrisenniveau ausgehen? Um die 20€, für ein billiges 8GB Modul. Wenn man da dann 1-2€ sparen kann, dann ist das schon eine echte Wucht. Hinzu kommt dann auch noch die Ersparnis im Board, bzw. Laptop, wenn man weniger Adresslanes verwendet. Laß das 2,5€ sein. Die Zahlen hab ich jetzt einfach mal so in den Raum geworfen, aber wenn, dann wären das 5€ und das ist bei den ultimativen Billiggeräten, die es ja schon teils für um die 100€ gibt, echt enorm.
Hinzukommt, dass die Boardhersteller dann eine weitere Stellschraube haben, mit der sie einem zum Kauf eines teureren Boards überreden können. Die Zeit, in der man die absolute Spitzen CPU einfach in ein 50€ Board stopfen konnte und keinerlei Nachteile hatte (wenn man nicht übertakten wollte) ist jetzt 10 Jahre her. Seither ist einiges gekommen, dass einem die Billigboards madig gemacht hat. Wenig Leistung, damit die CPU ihren Turbo nicht ausspielen konnte (früher ging das) kam mit Coffeelake, dann kam kamen die PCIe Slots, die schlecht angebunden waren und nur einen alten Standard unterstützten und jetzt könnte dann noch 32Bit kommen. Damit würde man 20% der Leistung verlieren, das motiviert doch, etwas draufzulegen und sich ein teures Board zu kaufen. Wir werden da noch übles sehen.
Ich sehe das positiv, wenn die Teile wirklich zum alten Preisniveau von DDR5 angeboten werden. Das ist auf jeden Fall eine runde Sache.
Wenn du allen Ernstes glaubst, dass du da viel sparen kannst, dann hast du dich geschnitten. Das sind nur ein paar Euro, nicht mehr. Das teuerste sind immer noch die RAM Chips und die brauchst man sowieso. Das ganze ist für das unterste Segment gedacht, also Atom, bzw. deren Nachfolger oder ähnlicher Bereich aufwärts.
Aktuell kostet das günstigste 32-GB-Kit 325 Euro. Oder wenn der RAM mal den Geist aufgibt, wird wohl jeder in Betracht ziehen, sich so einen zu kaufen – oder man legt viel Geld auf den Tisch und holt sich richtigen DDR5-Speicher mit den schlechtesten Timings für eine Summe, die schon fast unmoralisch ist. Denkt mal drüber nach.
Wir reden hier von ein paar Euro Ersparnis und da bist du am falschen Endes des Marktes unterwegs. Du wirst für dein 325€ Kit eventuell, wenn es gut geht, 320€ bezahlen und dafür gut 20% deiner CPU Leistung aufgeben - viel Spaß mit deinem Geiz.
Das ganze ist auch garantiert schon jahrelang in Entwicklung (sowas bringt man nicht über Nacht) und garnicht gedacht, um die Folgen der Speicherkriese zu mildern.
Es ist für Billigstsysteme gedacht. Da lohnen sie die paar eingesparten Adresslanes dann wirklich. Außerdem kann man dann Module mit nur einem Speicherchip bauen, das spart nochmal vielleicht einen Dollar und noch besser, man kann endlich billige DDR5 Module, mit nur 4GB bauen, wenn man einen Chip verwendet. Das wären dann unter 10€, bei Vorkriesenniveau.
Leider nur Intel-kompatibel. Dasselbe wünsche ich mir auch von AMD.
Dann darf man auch bei AMD aufpassen, dass einem kein Mist angedreht wird. Du kannst ja garnicht glauben, wie sehr ich mich darüber freue.
/s