News "Tomb Raider"-Serie: Sophie Turner beschreibt neue Facetten von Lara Croft

Es is woke, weil die Schauspielerin sagt, dass sie der Figur mehr Tiefe geben will? Ooookay
Nein, ich glaub, bei ihm schellen die "Woke"-Alarmglocken, weil -> DU <- auf die Empfindung hin, dass Lara ein "wahr gewordener Männertraum“ war, die Vermutung äußertest, "dass sie das genau nicht mehr sein, sondern mehr Tiefe bekommen solle".

Als ob das eine das andere ausschließe.

Aber was das Sexappeal für eine Lara Croft angeht: sie haben ja schon mal Sophie Turner gewählt und nicht so eine nervtötende Bella Ramsey.
Das lässt doch hoffen :-P

Ob die schauspielerische Leistung reicht, um viele Facetten und Tiefgang zu vermitteln, wird sich zeigen (da haben beide der oben genannten eine magere track-record)



Da hast du mich vielleicht falsch verstanden.
Es geht mir darum, was die Produzenten für eine Erwartung erzeugen. Und dabei spielt das Franchise nun mal eine Rolle!

Die "Tomb Raider"-Spiele waren nun mal schon immer recht actionreiche Titel. Das etwas characterlicher Tiefgang trotzdem funktioniert, haben ja die Reboot-Titel gezeigt. Es deht sich aber immer noch um eine "hübsche" Abenteurerin, die an phantastischen Orten Rätsel löst und Feinde zusammenschießt.

Wenn der Film also "Tomb Raider" heißt, dann würde ich als Fan des Franchises eben auch so etwas erwarten.

Das Problem ist hier halt, die Balance zu finden bzw. es nicht zum Einheitsbei werden zu lassen.
Wenn man es allen recht machen will, macht man es halt niemandem recht und der Film floppt.

Und ja, wenn man einen neuen Film aus einer "SoftPorno"-Reihe ankünding, wird die Mehrheit der potentiellen Kinogänger einen "SoftPorno" erwarten. Dann sollte gefälligst keine Jane Austen Verfilmung abgeliefert werden. Wenn doch, braucht man sich über einen Flop nicht wunder. Auch wenn der Film eigentlich gut ist!
Sehe ich auch so.

Wenn er im Kern "Tom Raider" bleibt und dann noch künstlerisch einen drauf setzt, mehr Tiefe und Neben-stories erzählt: gerne.

Wenn das sowas wie "The Witcher" wird, in dem der Witcher in den Hintergrund rückt und zur Nebensache in seiner eigenen Geschichte verkommt ...
dann floppt es.
 
Zuletzt bearbeitet:
Etwas is woke, nur weil etwas nich explizit nur für männliche Augen gemacht is? Ooookay.
Ich seh da ganz ehrlich das Problem nich. Sind Charaktere, die menschlich und realistisch sind, nich besser als solche, die einfsch ein besserer Bewegtbild-Sticker sind?
 
Ich bevorzuge die Figuren in meinen Spielen auch mit emotionaler Tiefe 👀 aber gibt bekanntlich verschiedene Geschmäcker. Das stand aber auch nich zur Debatte.
 
hmm ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. viele rollen von starken frauen, haben in den letzten jahren nicht gut funktioniert und sich im vergleich zu früher sogar zurückentwickelt.
Das liegt aber daran, wie sie geschrieben wurden. In den letzten Jahren war der Grund (oder eine Mischung daraus) meist:
- ein Frauencharakter wurde wie für einen Mann geschrieben
- unnahbare Mary-Sue bzw. uncharismatischer Girl-Boss
- unlogische, uninteressante Handlung
- dem Ursprungsfranchise entrückte Geschichte oder Charaktere
 
Etwas is woke, nur weil etwas nich explizit nur für männliche Augen gemacht is? Ooookay.
Nein, das ist nicht das Problem.
Zum Problem wird es, wenn etwas dermaßen stark abgewandelt, korrumpiert wird, dass es sich zu weit vom Ursprung z.B. Buchvorlagen, einem essenziellen Kern oder der Gleichen entfernt, die ein Franchise oder einen Charakter und seine Geschichte ausmachen.

Stell Dir vor, Lara würde auf einmal ein polynesischer Mann (sorry an alle Polynesier). Das wäre so weit weg vom ursprünglichen Core Design
;)
einer Lara Croft, dass es eben keine Lara mehr wäre.
Solange das gewährleistet wird, ist alles gut. Natürlich kann man einen Charakter noch weiter ausschmücken.
(Wie erwähnt: die Grundbeschreibung der Lara ist eine weibliche Action-Indiana-Jones mit starkem Sexappeal. Aushängeschild: türkises Oberteil, braune shorts, Springerstiefel und zwei Pistolen)

Ich finde auch die neuere Lara aus den Reboot-Spielen wesentlich attraktiver und interessanter. Mit der alten überzeichneten Super-Busen-Lara konnte ich nie was anfangen.
Dabei hat sich die Hintergrundgeschichte Lara's über die jahrzehnte signifikant verändert.
Jedoch haben diese Laras nichts an ihrer Attraktivität und Weiblichkeit eingebüsst, (nur am übergroßen Brustumfang) und sogar an Charme hinzugewonnen.

Hoffe, es wird damit klarer, was die Bedenken und Warnungen meinen könnten.

Ich seh da ganz ehrlich das Problem nich.
Schade.

Sind Charaktere, die menschlich und realistisch sind, nich besser als solche, die einfsch ein besserer Bewegtbild-Sticker sind?
Besser?
Warum gibt es Fantasie? Warum Super-Helden, warum werden oft Ideale formuliert?
Nicht immer - klar; jedoch sehr oft.
Visionen, Ziele zum erstreben, Phantasien, Sorgen, abstrakte Ängste, oder einfach nur generell Attraktivität und Abneigung...
Unterhaltung ist selten realistisch - weder visuell, noch in der Erzählung der Dramaturgie.
(natürlich gibt es auch spannende und bereichernde wahre Geschichten)

Wenn ich Real will, geh ich ins Museum oder Bereise die Aztekischen Tempel in Lateinamerika.
Bei der Unterhaltung will ich inspiriert oder verwöhnt werden ("verwöhnt" ist jetzt sehr abstrakt, dass kann von hübsch, romantisch bis gruselig und Shocker sein).
In Spielen möchte ich z.B. interaggieren, ausprobieren, erleben - in einem safen Sandkasten. Da stürzt man sich schonmal einen Abgrund hinunter - brauch ich nicht in Real).
Ich gehe ja auch nicht ins Restaurant, um Haferschleim zu essen.

Was aber den "Struggle", die Zerissenheit, Inneren Konflikte, Sorgen und Ängste angeht ... da dürfen -ja müssen sogar, finde ich- Charaktere durchaus menschlich und realitätsnah sein.
Selbst ein Morgoth hat menschliche Fehler, wenn auch durchweg Böse im Kernwesen.
Oder ein Hobbit oder Ork - stark unrealistisch. Wie menschlich ist ein Cthulhu?
Bei Kunst und Geschichten, darf mit "realistisch" auch gespielt und es gedehnt und verknotet werden.
Man darf auch im Rahmen der Kunst mal eine Story komplett reinterpretieren und aus ganz anderen Blickwinkeln betrachten - dann muss man aber seine Erwartungshaltung bei der Resonanz und Publikum überdenken.

Was war der ursprüngliche Plot und Charakterkern?
Was ist mein Publikum?
Und hört auf, an die stille Mehrheit zu glauben - die eine Perversion existierender Franchises gut finden und konsumieren (Dann generiert halt eine neue, eigene Geschichte und Charakter).

Mal sehen, ob sie da bei der Lara-Serie die richtigen Entscheidungen treffen und Ziele stecken.
Wir werden "sehen".
 
Zuletzt bearbeitet:
Das liegt aber daran, wie sie geschrieben wurden. In den letzten Jahren war der Grund (oder eine Mischung daraus) meist:
- ein Frauencharakter wurde wie für einen Mann geschrieben
- unnahbare Mary-Sue bzw. uncharismatischer Girl-Boss
- unlogische, uninteressante Handlung
- dem Ursprungsfranchise entrückte Geschichte oder Charaktere
es liegt nur dran, wie sie geschrieben wurden. anstatt einen vielfältigen und starken charakter zu schaffen, hat man in den letzten jahren überwiegend girl boss/mary sue charaktere geschrieben, was dann eine richtige charakterentwicklung leider auch von vornherein ausschließt. das hat man eben alles schon besser gesehen..
 
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