Wenn GTA6 tatsächlich 100 Euro kosten sollte, werden garantiert andere nachziehen. Egal, ob es die Spiele wert sind oder nicht.
Dann muss der Konsument Disziplin entwickeln und nicht immer so tun als hätte er einen Anspruch auf billige PC-Spiele, den gibt es nämlich nicht. Ich habe kein Mitleid mit Leuten die 100€ oder mehr für Spiele ausgeben nur weil es Triple-A ist und ohne zu prüfen ob es einem das wirklich wert ist.
Es ist leicht das Problem immer auf die Anbieterseite zu schieben damit man selber keine Verantwortung für sich selbst übernehmen muss. Einfach nicht kaufen wenn es einem zu teuer ist, es handelt sich hier nicht um lebenswichtige Güter.
Für die meisten Menschen sind 60 Euro schon viel Geld. Ganz zu schweigen von 70 oder gar 80 Euro.
Ein fixen Wert für ein Computerspiel anzusetzen ist aus meiner Sicht Unsinn, weil jeder Preis u.a. der Inflationsrate unterliegt. Wenn man sich hinstellt und festlegt das ein PC-Spiel nicht mehr als 50€ kosten darf, dann mag das jetzt vielleicht noch kostendeckend sein, in 10 oder 20 Jahren ist er das aber eben wahrscheinlich nicht mehr. Alles wird regelmäßig teurer aber PC-Spiele dürfen das nicht? Das macht keinen Sinn.
Ich sage nicht das 100€ bereits jetzt angemessen sind, ich sage nur das feste Grenzen für mich keinen Sinn machen. Und wer 50€ ansparen kann, der kann auch 60, 70 oder 100€ ansparen, er braucht nur mehr Vorlauf dafür und wer das nicht kann, der kann es sich eigentlich auch nicht leisten 50€ für ein PC Spiel auszugeben, das ist also nicht wirklich ein Argument sondern eher eine Frage der Priorisierung, das war mein Punkt.
Abgesehen davon sollte man sein bisheriges Konsumverhalten schon mal hinterfragen, wenn man erst ab
einem so hohen Preis hinterfragt, ob die Qualität stimmt oder nicht, und wenn man im Sale mitnimmt, was geht.
Das eigene Konsumverhalten muss man eigentlich erst dann wirklich hinterfragen wenn es langsam droht, einen bald in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen. Wie viel man für seinen Konsum ausgeben kann hängt von persönlichen Einkünften und Lebenshaltungskosten und Verbindlichkeiten ab und nicht von einem fixen Wert den irgendwer für ein PC-Spiel für angemessen hält oder einer Qualität die irgendwer anders festgelegt hat. Jeder muss da die Grenzen für sich selbst ziehen. Wer genug Geld übrig hat, der kann auch überhöhte Preise für Junk zahlen wenn er das will.
Ich schaue schon seit vielen Jahren nach der Qualität der Spiele die ich spiele und nicht nach dem Preis, allerdings basierend auf meinem eigenen Geschmack und nicht dem der Community oder Forenuser xy. Ich habe schon überdurchschnittlich viel für Spiele gezahlt die andere für Flops halten, mir aber ne Menge Spaß machen und ich habe Sales und sogar Free Gifts von als gut bewerteten Spielen liegen lassen, weil ich sie so oder so nicht gespielt hätte. Ich entscheide bewußt und nicht nach Dogma oder Gier, mein Pile of Shame ist daher wirklich sehr klein.
Und wegen allen diesen Punkten ist mir persönlich einfach egal was die Spieleindustrie als Preise für ihre Spiel aufruft, weil ich so oder so nicht mehr ausgeben werde als es mir die Sache wert ist, ich suche mir hier eher ein anderes Hobby irgendwann wenn es wirklich keine Optionen mehr geben sollte als in irgendwelche übertriebenen Fackelzüge oder Klassenkämpfe einzutreten.