News Windows 10: Microsoft vollzieht Rolle rückwärts in letzter Minute

Wenn es um fTPM 2.0 geht: Bei Intel ab Skylake, also ab 3. Quartal 2015.

Mit dem Release von Win10 gab es bereits Massenkritik wegen Datenschutz.
Und das nicht nur an Windows 10 selbst, sondern weil Seitens Microsoft auch noch einiges davon im Nachgang in Windows 7 und 8.1 per Updates hinzugefügt wurde. Eine wahrscheinlich nicht ganz vollständige Liste der KBs, welche den "Spaß" nachträglich hinzugefügt hat: https://gist.github.com/xvitaly/eafa75ed2cb79b3bd4e9
 
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Naja, es geht schon. Wenn man den Installationsstick mit Rufus erstellt, kann man das locker umgehen, oder über die Konsole bei der Installation:


Ohne Tricksereien geht es nicht mehr. :)
Es geht auch mit einer angepassten Autounattend, wie man sie sich z.B. bei Schneegans erstellen kann. Das wäre z.B. die Lösung für die Leute, die sich nicht auf Tools Dritter verlassen wollen, da dies ein ganz normales Windows-Werkzeug ist. Außerdem kann man damit auch gleich die ganze verdammte Bloatware eliminieren. Die wird dann gar nicht erst mit installiert, was um Klassen besser ist, als es später deinstallieren zu müssen. Denn keine Deinstallation ist wirklich sauber.

Und es ist auch ziemlich unwahrscheinlich, dass MS diese Möglichkeiten beschneiden kann/wird.

Das war kein Angriff. Es wundert mich nur, dass das Thema ignoriert, aber bei Windows 11 wieder ausgepackt wird. Naja, eigentlich wundert es mich nicht wirklich. Aber um es mal zusammenzufassen:

Mit dem Release von Win10 gab es bereits Massenkritik wegen Datenschutz. Hauptsächlich wegen der Zwangstelemetrie, die sich auch nicht vollständig abschalten ließ, denn in der Mindeststufe wurden Daten wie HW-ID, Nutzungsverhalten und Inhalte (Cortana, Spracherkennung, Texterkennung etc.) an MS gesendet. Standardmäßig war die Telemetrie sehr umfangreich aktiviert. Nach dem Shitstorm hat MS reagiert, aber nicht in dem Sinne, dass weniger Daten erhoben werden, sondern in dem Sinne, dass Angaben über die erhobenen Daten gemacht wurden. Später wurde auch das Einstellungsmenü und der Installationsguide überarbeitet, damit der Nutzer Option X deaktivieren kann. Bis heute lässt sich das aber nicht vollständig (mit offiziellen Mitteln) deaktivieren. Egal ob Home, Pro, Enterprise oder Education, wenngleich in letzteren beiden Editionen etwas mehr Spielraum ist.

D.h. Stand Heute existiert diese Datenerhebung und -weiterleitung immer noch. Der Unterschied ist, dass die Menschen sich dran gewöhnt haben und das nicht mehr zum Thema wird. Weil Win11 aber jetzt die "neue" Version ist, ploppt das Thema wieder auf und die Diskussion hinterlässt bei den Menschen den Eindruck, als wäre Win10 durchaus datenschutzfreundlich.


Das alles hätte auch durch eine ewige Weiterentwicklung in Win7 kommen können. Tut es aber nicht. Du verstehst worauf ich hinaus will. Was hätte sein können stellt nun mal nicht die Realität dar. MS hat sich so entschieden. Das muss man nicht feiern, aber es ist wie es ist.
Im Prinzip ist jedes Windows seit spätestens Windows 7 eine Datenkrake. Nur die Art und Menge der erhobenen Daten wird immer größer. Das ging doch schon mit XP los, wer erinnert sich noch an XP-Antispy?

Man hat nur die Möglichkeit, die Krake mit Tools wie z.B. O&O Shutup zu bändigen. Die normalen Einstellungen, die Windows aus sich aus anbietet, gehen nicht weit genug.
 
Es wurden in der echten Welt genug Artikel dazu veröffentlicht
Gibt es echt Artikel darüber, dass Hans Wurst und Lieschen Müller Win 11 nicht wollen weil z. B. "irgendwas mit KI" auch wenn es auf deren i3 2100 laufen würde?
Alles andere dreht es sich ja nur um die Hardwareanforderungen und das hat ja wohl gar nichts mit "nicht wollen" zu tun.
auch zum Marktanteil
Surprise!
Wenn ein gewisser Teil grundsätzlich vom Update ausgeschlossen ist, dann hat das negative Auswirkungen auf diesen? :wow:


Das -heute- affengeile Win 10 wollte auch niemand.
Vom Marktanteil auf eine Beliebtheit zu schließen ist doch völliger Humbug, besonders da es diesmal eben auch einen beweisbaren Hinderungsgrund gibt.


Ich begebe mich mal auf das dünne Eis und vermute, dass, würde das Update angeboten, die Updatewahrscheinlichkeit bestimmt genau so groß (also genau so klein) wäre wie bei Win 10. Und da hatte es auch ohne einen relevanten Hardwaregrund auch ewig gedauert.
 
Meines Wissens nach wird der Schlüssel direkt im BIOS im MSDM Bereich der ACPI-Tabelle hinterlegt. Dieser Bereich liegt im Flash-ROM, kann also nur durch ein BIOS-Flash überschrieben werden. BIOS-Updates sollten heutzutage in der Regel vom Hersteller signiert sein, sodass hier auch nicht einfach ein manipuliertes BIOS eingespielt werden kann.

Das ist für mich aber gar nicht der Punkt.
Der Vorteil von TPM ist doch einfach der, dass es einen "sichereren" Ort gibt als innerhalb des Betriebssystems, an dem kryptografische Schlüssel gespeichert werden können.
Ohne einen eindeutigen Endorsement Key, damit der Inhalt und damit die Schlüssel nicht einfach in ein anderes Modul übertragen (gestolen) werden können ist, geht es halt nicht. Klar kann dieser Key für die Bindung an eine Lizenz genutzt werden.

Aber selbst das hätte in meinen Augen gewisse Vorteile:
Kein FOSS wartet sehnlichst darauf, dass sie endlich Ihr Produkt mit Hilfe von TPM in ein fieses Abo-Modell umwandeln können. Software, die ein TPM dafür nutzen würden, nutzen doch auch jetzt bereits irgendeine Form von DRM. Eine Umgehung dieser Sicherheitsmaßnahmen verstößt, egal ob sie sich ohne TPM "leichter austricksen" lassen oder mit TPM aufwändig gecrackt werden müssen, gegen die Lizenzbestimungen.

Ordentlich implementier TPM-Software-Schutz würde invasive Methoden wie Denuvo letztendlich überflüssig machen.

Nein. Denuvo dient nicht der Lizenzverwaltung, welche mit TPM möglich wäre, sondern ist ein Anti-Tamper-Schutz. Damit verhindert, dass DRM-Maßnahmen beliebiger Art nicht durch Code-Injection im laufenden Betrieb ausgehebelt werden. TPM bietet keine derartige Funktion, passende (aber grandios überdimensionierte) Hardware-Lösungen wären SGX oder SEV. TPM könnte für konventionelle DRM-Maßnahmen wie Steam genutzt werden, um keinen Launcher mehr im Hintergrund laufen lassen zu müssen. Aber dafür muss weder eine aktive Nutzung im Betriebssystem implementiert werden noch bedingt eine Verwendung in DRM-Anwendungen eine Aufnahmen in die Betriebssystem-Systemvoraussetzungen. Wenn ich flüssig mit Pathtraycing spielen will, brauche ich zwar auch eine RTX5080 oder besser 5090, aber deswegen ist die noch lange nicht Systemvoraussetzung für Windows, sondern die ist Systemvoraussetzung des Spiels im entsprechenden Modus.

Genau deswegen lässt die Zwangskoppelung von TPM und Windows 11 auch sämtliche Alarmglocken bei kritischen Usern schrillen: Nur Software, die selbst DRM via TPM nutzt, braucht tatsächlich zwingend TPM. Und das absolute letzte, dass man will, ist ein Betriebssystem mit DRM-Abhängigkeit.

Ja, aber was bringt mir das ? Kann ich auf einem Skylake Rechner Windows 11 installieren ?

Wenn du damit meinst "Sieht Microsoft die Installation vor?", dann: Nein.
Wenn du damit meinst "Gibt es Mittel und Wege?", dann: Ja.
Ein Core-i-6000-Z170-System beinhaltet genau die gleichen Funktionseinheiten, die man auch in einer Core-i-10000-B460-Kombi findet, nur gegebenenfalls in anderer Anzahl. Aber alles, was auf letzterem läuft kann, sofern die Rechenleistung nicht ausgeht, auch auf ersterem laufen. Man muss nur etwaige künstliche Sperren aushebeln. Wie das bei Windows 11 geht, ist vielfach dokumentiert.

Da ist zwar Wahres dran, aber auch Gegenteiliges.

Hier mal einige Beispiele.

  • hat den deutlich besseren File-Explorer und bietet sogar Tabs und Drag&Drop in die Adressleiste

Also einen File-Manager, der auf dem Desktop abgelegte Unterordner nicht ausklappen kann, ist in meinen Augen deutlich schlechter und Drag & Drop in Adressleisten statt Drag & Drop in Taskleisten ist auch ein echter schlechter Tausch.^^

Im Prinzip ist jedes Windows seit spätestens Windows 7 eine Datenkrake. Nur die Art und Menge der erhobenen Daten wird immer größer. Das ging doch schon mit XP los, wer erinnert sich noch an XP-Antispy?

Man hat nur die Möglichkeit, die Krake mit Tools wie z.B. O&O Shutup zu bändigen. Die normalen Einstellungen, die Windows aus sich aus anbietet, gehen nicht weit genug.

Windows 7 hatte zum Launch keine Telemetrie, die nennenswert über XP hinaus ging. Das wurde alles erst nach dem Windows-8- und vor allem -10-Start über Updates nachgedrückt. Bei Windows 11 ist es halt von Anfang tief im System verankert und, wenn man sich an Microsofts Wünsche hält, Account-gebunden.
 
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Nein. Denuvo dient nicht der Lizenzverwaltung, welche mit TPM möglich wäre, sondern ist ein Anti-Tamper-Schutz. Damit verhindert, dass DRM-Maßnahmen beliebiger Art nicht durch Code-Injection im laufenden Betrieb ausgehebelt werden. TPM bietet keine derartige Funktion, passende (aber grandios überdimensionierte) Hardware-Lösungen wären SGX oder SEV. TPM könnte für konventionelle DRM-Maßnahmen wie Steam genutzt werden, um keinen Launcher mehr im Hintergrund laufen lassen zu müssen. Aber dafür muss weder eine aktive Nutzung im Betriebssystem implementiert werden noch bedingt eine Verwendung in DRM-Anwendungen eine Aufnahmen in die Betriebssystem-Systemvoraussetzungen. Wenn ich flüssig mit Pathtraycing spielen will, brauche ich zwar auch eine RTX5080 oder besser 5090, aber deswegen ist die noch lange nicht Systemvoraussetzung für Windows, sondern die ist Systemvoraussetzung des Spiels im entsprechenden Modus.

Genau deswegen lässt die Zwangskoppelung von TPM und Windows 11 auch sämtliche Alarmglocken bei kritischen Usern schrillen: Nur Software, die selbst DRM via TPM nutzt, braucht tatsächlich zwingend TPM. Und das absolute letzte, dass man will, ist ein Betriebssystem mit DRM-Abhängigkeit.

[...]
Ja okay, Denuvo war wohl ein schlechtes Beispiel. Ich meinte DRM-Lösungen. Wobei doch Denuvo auch einen DRM bietet, oder irre ich mich? -Egal.

Ich verstehe auch deine Kritik.

Trotzdem sehe ich ein TPM als eine zusätzliche Sicherheitsebene auch für Windows selbst.
Wenn Microsoft selbst Features einführt oder Anbietet, die ein TPM voraussetzten, macht es schon Sinn, dieses in die Anforderungen zu schreiben (und letztendlich auch durchzusetzten).

Überspitzt könnte man sagen: Windows 7 erforderte eine DX9-Fähige Grafikkarte um den Aero-Desktop darstellen zu können. Klar hätten sie damals auch schon eine Installation "ohne Desktop Experience" oder XP-Desktop anbieten können. Durch die DX9 Voraussetzung konnten sich Software-Anbieter aber darauf verlassen, dass Anwendung mit "moderner Aero-Oberfläche" auf jedem Windows 7 PC liefen.

Bitlocker muss seinen Schlüssel auch irgendwo ablegen. Niemand will bei jedem Start den kompletten Bitlocker Key eingeben. Den Key auf der Festplatte zu hinterlegen, so wie früher, hat jetzt auch nicht zur Sicherheit beigetragen.
Jetzt liegt der Key im TPM.

Wenn also Apps für Windows 11 entwikelt werden, weiß der Hersteller, dass dort ein aktives TPM vorhanden ist. Der Support muss dann nicht der Hälfte seiner Kunden erklären, dass sie zwar Windows 11 haben, aber die Software trotzdem nicht läuft, weil "diese Liste an Windows-Features" nicht aktiviert ist, weil "folgende Liste an Hardware-Features" nicht aktiviert oder vorhanden ist.

Edit: Spiele mit spezielleren Anforderungen lasse ich hier bewusst außen vor. Ich meine Desktop-Anwendungen für die breitere Masse.
 
Nja versuch mal Windows 11 ohne Microsoft account zu installieren...
...
Wird zum Glück nicht passieren. Hab mich da raus genommen :devil:

Nachtrag/Edit: ich finde TPM sogar ganz gut, ich kann nur nicht nachvollziehen, dass es eine Vorraussetzung für ein OS sein soll. Was genau soll ich denn auf meiner Zockerkiste derart schützen? Meine Spiele-Installationen? Ich finde, hier sollten ebenfalls die Nutzer entscheiden, ob sie Sicherheitsfunktionen mit Hardware-Integration benötigen oder nicht. Ansich sollten die Schutzmechanismen des installierten Betriebssystems fürs Daily Business eines Zockers ausreichend. Im prof. Umfeld sollte es hingegen keine Fragen zu aktuellen Schutzmechanismen auf allen Ebenen geben, wobei es da auch andere (Präventiv-)Vektoren geben sollte bzw. auch bei sehr speziellen Anwendungsgebieten, wo die Bude vielleicht hart Offline ist und wirklich jedes Prozent Leistung benötigt wird. MS reduziert aktuell die mögliche Nutzerbasis, auch für die Zukunft, durch Firmenpolitik. Auf der anderen Seite steht eine, in meinen Augen, ggfs. zeitnah immer unkontrolliertere KI-Nutzung mit Zwecken, die einem schon Angst einjagen können. Das KI-Wettrüsten läuft aktuell überall auf hochtouren.
 
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Nachtrag/Edit: ich finde TPM sogar ganz gut, ich kann nur nicht nachvollziehen, dass es eine Vorraussetzung für ein OS sein soll.
Weils eben im business Umfeld zum Single-Sign-On verwendet wird, nachdem man sein Passwort im Anmeldebildschirm erfolgreich eingetippt und abgesendet hat.
Dann kannst du z.B Outlook oeffnen, Figma... usw. und du bist sofort eingeloggt.
 
Wenn du damit meinst "Sieht Microsoft die Installation vor?", dann: Nein.
Wenn du damit meinst "Gibt es Mittel und Wege?", dann: Ja.
Ein Core-i-6000-Z170-System beinhaltet genau die gleichen Funktionseinheiten, die man auch in einer Core-i-10000-B460-Kombi findet, nur gegebenenfalls in anderer Anzahl. Aber alles, was auf letzterem läuft kann, sofern die Rechenleistung nicht ausgeht, auch auf ersterem laufen. Man muss nur etwaige künstliche Sperren aushebeln. Wie das bei Windows 11 geht, ist vielfach dokumentiert.
Ja, das weiß ich doch und habe es auch mehrfach schon gemacht. Ganz zu Anfang von Win 11 sogar auf einem Core2 Duo HP ProBook.
Die Aussage war ja, dass TPM 2.0 schon seit 2015 auf allen Rechnern vorhanden ist. Aber auf Rechnern aus 2015 kann man kein Windows 11, ohne TPM 2.0 zu umgehen installieren, weil MS es mit Prozessoren aus 2015 nicht zulässt.

Aber irgendwie scheine ich da falsch zu liegen! :ka:

Und ich meine da die Home und Pro Version. Windows 11 lot LTSC scheint ja andere Vorgaben zu haben.
 
Das alles hätte auch durch eine ewige Weiterentwicklung in Win7 kommen können. Tut es aber nicht. Du verstehst worauf ich hinaus will. Was hätte sein können stellt nun mal nicht die Realität dar. MS hat sich so entschieden. Das muss man nicht feiern, aber es ist wie es ist.

Ja, richtig. Weswegen MS jetzt zurückrudern musste und auf einmal ein weiteres Jahr kostenlosen Support Win 10 Support für alle anbietet. Es ist, wie es ist.

Gibt es echt Artikel darüber, dass Hans Wurst und Lieschen Müller Win 11 nicht wollen weil z. B. "irgendwas mit KI" auch wenn es auf deren i3 2100 laufen würde?
Alles andere dreht es sich ja nur um die Hardwareanforderungen und das hat ja wohl gar nichts mit "nicht wollen" zu tun.

Es gibt durchaus Artikel über den geringen Marktanteil von Win 11 (Privatuser machen ja so oder so nur einen geringen Anteil aus), in denen auch begründet wird, wieso der Anteil so gering ist. Diese Gründe haben mal gar nichts mit den TPM-Hardwareanforderungen zu tun.

Surprise!
Wenn ein gewisser Teil grundsätzlich vom Update ausgeschlossen ist, dann hat das negative Auswirkungen auf diesen? :wow:

Auch damals mit 7 oder 10 wurde ja gewisse, ältere Hardware ausgesperrt, dennoch brauchten diese Versionen nicht so lange, um sich zu etablieren. Firmen, Behörden und User rüsten heutzutage genauso auf wie damals.

Das -heute- affengeile Win 10 wollte auch niemand.
Vom Marktanteil auf eine Beliebtheit zu schließen ist doch völliger Humbug, besonders da es diesmal eben auch einen beweisbaren Hinderungsgrund gibt.

Sagt wer? Behauptest du? Ah ja, alles klar... dann behaupte mal weiter... :schief: Der deiner Ansicht nach "beweisbare Hintergrund" ist ebenso völliger Quatsch, wie gesagt.

Wie gesagt: bei 7 & 10 gabs auch Inkompatibilitäten mit älterer HW, trotzdem dauerte deren Verbreitung nicht so lange wie bei Win 11.

Ich begebe mich mal auf das dünne Eis und vermute, dass, würde das Update angeboten, die Updatewahrscheinlichkeit bestimmt genau so groß (also genau so klein) wäre wie bei Win 10. Und da hatte es auch ohne einen relevanten Hardwaregrund auch ewig gedauert.

Es stimmt schon soweit, dass es länger dauerte, bis sich Win 10 etablierte. Ein paar sind ja so dämlich, und nutzen sogar noch Win 7 und sind damit online, weil sie kein Win 10 wollen.

Würdest du mir mit dem Beispiel Win 8 kommen, wäre ich da eher deiner Meinung.

Fakt ist aber, dass es bei Win 11 dennoch länger dauert, es sich bisher aus bekannten Gründen nicht wirklich etabliert (auch, wenn sich die Community hier aufm Kopf stellt und das gerne anders sieht) und MS daher jetzt mit Win 10 und den Updates gezwungen ist, zurück zu rudern.
 
Weils eben im business Umfeld zum Single-Sign-On verwendet wird, nachdem man sein Passwort im Anmeldebildschirm erfolgreich eingetippt und abgesendet hat.
Dann kannst du z.B Outlook oeffnen, Figma... usw. und du bist sofort eingeloggt.
Jup. Ich habe vor 15 Jahren auch schon mit SSO gearbeitet. Aber halt "gearbeitet". Also auch richtig in kritischen System auf zB. Fremdhardware via Fernübernahme im B2B, et cetera. Dort gehört so etwas auch hin!
Trotzdem verstehe ich nicht, warum es für Privatanwender unabwendbar aktiviert und in jeder Version von Windows eine Voraussetzung sein muss? Warum gibt es keine Version von Windows, für einfache bzw. unkritische Systeme oder die Option, auf eigene Verantwortung in zB. in der WIndows Home Edition, selbiges zu (de-)aktivieren? Soll jeder, der nur spielt, dieselben Sicherheitsbarrikaden aktiviert haben müssen wie jemand, der wie ich damals im IT-Bereich zB. an der Koordination der Pumpenlieferungen für Fukoshima nach der Tsunamikatastrophe die letzte Hilfs- / Notinstanz arbeitet?
Das ist doch zum Haare raufen! Es gibt so viel Fortschrittstempo im Moment und bei Windows müssen einfach alle dem selben Sicherheitsbedarf entsprechend ausgestattet sein?
Naja. Mich stört einfach diese abartige Unflexibilität und diese krankhafte Datenerhebungs-Orientierung. Nachvollziehen kann ich es: Ersteres erzeugt eine sehr große Aufwandsreduzierung und das Zweite spült extra Geld in die Kassen (obwohl Windows 11 als Neukauf weiterhin Geld kostet und Windows 10 davor genauso, auch wenn man dann W11 nicht mehr kaufen muss). Nichts desto trotz ergibt sich, für mich, damit ein relativ klarer Blick auf MS und Windows: das beste Betriebssystem an dem mit großen Enthusiasmus gearbeitet und welches unter dem Dach der Käuferbedürfnisse weiter entwickelt wird? Wohl schon lange nicht mehr!
Warum also bei einem derartigen Strategie- bzw. Fokuswechsel nicht nach Alternativen umsehen?
 
Jup. Ich habe vor 15 Jahren auch schon mit SSO gearbeitet. Aber halt "gearbeitet". Also auch richtig in kritischen System auf zB. Fremdhardware via Fernübernahme im B2B, et cetera. Dort gehört so etwas auch hin!
Trotzdem verstehe ich nicht, warum es für Privatanwender unabwendbar aktiviert und in jeder Version von Windows eine Voraussetzung sein muss? Warum gibt es keine Version von Windows, für einfache bzw. unkritische Systeme oder die Option, auf eigene Verantwortung in zB. in der WIndows Home Edition, selbiges zu (de-)aktivieren? Soll jeder, der nur spielt, dieselben Sicherheitsbarrikaden aktiviert haben müssen wie jemand, der wie ich damals im IT-Bereich zB. an der Koordination der Pumpenlieferungen für Fukoshima nach der Tsunamikatastrophe die letzte Hilfs- / Notinstanz arbeitet?
Das ist doch zum Haare raufen! Es gibt so viel Fortschrittstempo im Moment und bei Windows müssen einfach alle dem selben Sicherheitsbedarf entsprechend ausgestattet sein?
Naja. Mich stört einfach diese abartige Unflexibilität und diese krankhafte Datenerhebungs-Orientierung. Nachvollziehen kann ich es: Ersteres erzeugt eine sehr große Aufwandsreduzierung und das Zweite spült extra Geld in die Kassen (obwohl Windows 11 als Neukauf weiterhin Geld kostet und Windows 10 davor genauso, auch wenn man dann W11 nicht mehr kaufen muss). Nichts desto trotz ergibt sich, für mich, damit ein relativ klarer Blick auf MS und Windows: das beste Betriebssystem an dem mit großen Enthusiasmus gearbeitet und welches unter dem Dach der Käuferbedürfnisse weiter entwickelt wird? Wohl schon lange nicht mehr!
Warum also bei einem derartigen Strategie- bzw. Fokuswechsel nicht nach Alternativen umsehen?
Du musst den eigentlichen Sinn von einem TPM bedenken: Dem Speichern von kryptografischen Schlüsselpaaren und Zertifikaten, geschützt durch spezielle Sicherheitsfunktionen, die in Hardware realisiert werden. Dadurch wird dies von der Software/dem Betriebssystem entkoppelt. Damit erreichst du eine Sicherheit, die nur das Betriebssystem alleine nicht erreichen kann. In der Theorie kann es als zweiter Faktor bei Authentifizierungen an Windows selbst oder auf Webseiten verwendet werden oder das persönliche Zertifikat für ELSTER, S/MIME oder den ePerso enthalten. Das Zertifikat kann dir dann nicht mehr (so einfach) gestohlen werden, als wenn es einfach als Datei irgendwo auf dem PC liegt. Das Verhindern von Identitätsdiebstahl sollte auch im Interesse jedes Benutzers liegen.
 
Ja okay, Denuvo war wohl ein schlechtes Beispiel. Ich meinte DRM-Lösungen. Wobei doch Denuvo auch einen DRM bietet, oder irre ich mich? -Egal.

Ich verstehe auch deine Kritik.

Trotzdem sehe ich ein TPM als eine zusätzliche Sicherheitsebene auch für Windows selbst.
Wenn Microsoft selbst Features einführt oder Anbietet, die ein TPM voraussetzten, macht es schon Sinn, dieses in die Anforderungen zu schreiben (und letztendlich auch durchzusetzten).

Nein, Denuvo bietet meinem Wissen nach kein Reche-Management an. Es ist, wie beschrieben, nur ein Anti-Tamper-Schutz, der eben die Umgehung von anderen DRM-Maßnahmen verhindert. Aber auch TPM ist noch kein DRM. Es ist nur eine Möglichkeit, Schlüssel sicher zu hinterlegen und auf sie zuzugreifen. Damit wäre es eine Ergänzung zu Denuvo – das eine stellt sicher, dass Schlüssel nötig sind, dass andere sorgt dafür, dass sie lokal vorliegen. Das eigentliche Management muss aber in jedem Fall eine weitere (dritte) Komponente bereitstellen: Ein Server, der die Schlüssel vergibt und verwaltet. Der ist der Kern eines jeden DRMs und TPM wäre einfach nur eine lokale Komponente, die besser gegen Hacker-Angriffe geschützt ist, als es herkömmliche Offline-Modi sind.

Aber all das ist aus Anwendersicht eben kein "Feature" und erst recht keins, für dass man Kompromisse eingehen will. Kein Spieler sorgt sich darum, dass DRM auf seinem System unsicher sein könnte. Einige Spieler setzten sogar konsequent auf DRM-freie Titel. Warum also auf Ebene des Betriebssystems eine Komponente erzwingen, die man für eine ganz bestimmte Form von DRM nutzen könnte (aber nicht muss)?

Ähnliches gilt übrigens auch für Bitlocker: Weder braucht es dafür zwingend TPM noch brauchen es Anwender zwingend. Im Gegenteil, für Desktop-Anwender ist es eher ein Risiko, denn stationäre PCs gehen deutlich häufiger kaputt als dass sie geklaut werden. Auch die Nutzung für DRM wäre aus Endanwendersicht mehr Risiko den Chance. Sollte so etwas in Bezug auf das Betriebssystem umgesetzt werden (und genau das ist zu befürchten, wo TPM Voraussetzung für selbiges ist), sogar ein ganz extremes Risiko.

Überspitzt könnte man sagen: Windows 7 erforderte eine DX9-Fähige Grafikkarte um den Aero-Desktop darstellen zu können. Klar hätten sie damals auch schon eine Installation "ohne Desktop Experience" oder XP-Desktop anbieten können. Durch die DX9 Voraussetzung konnten sich Software-Anbieter aber darauf verlassen, dass Anwendung mit "moderner Aero-Oberfläche" auf jedem Windows 7 PC liefen.

Ich bin mir nicht mehr 100 Prozent sicher, wie es mit der DX9-Anforderung aussah. Glaube mich zu erinnern, dass lediglich "DX9 kompatibel" gefordert wurde, also ein DX9-Treiber nötig war – und den gibt es meinem Wissen nach auch für DX6-Grafikchips. Was es aber auf alle Fälle gab:
Einen 2D-Desktop ohne Aero Glass als Fallback. Windows 7 Starter war sogar darauf beschränkt.

Den entsprechenden Modus bekam man jedes Mal zu sehen, wenn der Grafiktreiber abstürzte und ich glaube mich dunkel zu erinnern, dass ich schon auf Windows 7 gewechselt war, als ich wegen Ausfall meiner 9800GTX+ eine Zeit lang auf eine Matrox Mystique zurück wechseln musste. (Neueste PCI-Karte im Haus und die AGPler liefen im PCIe-Board ja nicht. Immerhin habe ich das Upgrade auf 4 MiB RAM, sodass der Desktop in 16 Bit dargestellt werden konnte. :-))

Du musst den eigentlichen Sinn von einem TPM bedenken: Dem Speichern von kryptografischen Schlüsselpaaren und Zertifikaten, geschützt durch spezielle Sicherheitsfunktionen, die in Hardware realisiert werden. Dadurch wird dies von der Software/dem Betriebssystem entkoppelt. Damit erreichst du eine Sicherheit, die nur das Betriebssystem alleine nicht erreichen kann. In der Theorie kann es als zweiter Faktor bei Authentifizierungen an Windows selbst oder auf Webseiten verwendet werden oder das persönliche Zertifikat für ELSTER, S/MIME oder den ePerso enthalten. Das Zertifikat kann dir dann nicht mehr (so einfach) gestohlen werden, als wenn es einfach als Datei irgendwo auf dem PC liegt. Das Verhindern von Identitätsdiebstahl sollte auch im Interesse jedes Benutzers liegen.

Welcher Angreifer macht sich denn die Mühe, ein ELSTER-Zertifikat zu erbeuten und den kompletten PC, für den es ausgestellt wurde, nachzustellen? TPM schützt an dieser Stelle vor Gefahren, die real gar nicht bestehen: Der Identitätsdiebstahl auf physischer Systemebene. Gängig ist dagegen der Abgriff von persönlichen Daten über Phishing oder manipulierte Online-Verbindungen, weit weg von dem Einflussbereich eines TPMs. Exklusiv auf letzteres zu setzen steigert sogar die Gefahr von Kontrollverlust für den Endanwender:
Während ich mein ELSTER-Zertifikat problemlos back-upen und meinem Wissen nach auch kleineren Änderungen am System nutzen kann, ist das TPM auf Gedeih und Verderb am Mainboard und CPU, teilweise sogar an die UEFI-Version gebunden. Geht davon etwas kaputt, ist mein Zertifikat weg und es gibt dann genau zwei Möglichkeiten:
1. Ich kann mir sehr leicht und mit schwachen Sicherheitsmerkmalen ein neues ausstellen kann. Dann kann das auch jeder Angreifer, der weit jenseits meines Rechners meine persönlichen Daten ausspäht und die Gefahr eine Identitätsdiebstahls ist größer als bei TPM-freien Lösungen.
2. Die Neuausstellung von Zertifikaten ist an einen direkten Identitätsnachweis gebunden. Dann verliere ich im Worst Case meinen ELSTER-Zugang, bis ich die Zeit für Post Ident oder gar einen Meldeamt-Besuch hatte.

Sinnvoll sind Technik wie TPM überall da, wo man Personen mit physischen Zugriff auf den Rechner weniger traut, als einer lokalen Verwaltungsinstanz im Netzwerk. Ein Firmenlaptop zum Beispiel, der bei Problem von der IT-Abteilung gewartet wird, aber im Alltag aus einem Hotelzimmer geklaut werden könnte, für den ist eine TPM-abgesicherte Bitlockerverschlüsselung viel wert. Oder für einen Online-Software-Verkäufer, der jeden seiner Kunden für einen potenziellen Raubkopierer hält. Aber da primäre Risiko für den privaten Gaming-Rechner sind mittlerweile eben eher Störungen durch Eingriffe solcher Firmen (siehe z.B. Denuvo), während der Root-of-Trust vor der Tastatur sitzt. Ihm die Kontrolle zu entziehen und an TPM-Verwalter zu übergeben? Eine eher unpopuläre Idee.
 
Man kann sein Haus so lange absichern, bis man selbst nicht mehr reinkommt. Und dann muss man einen Hacker rufen, damit man wieder reinkommt... Der Sinn von Sicherheit kann es nicht sein, die Freiheit des Anwenders einzuschränken!
Ist genau der gleiche Scheißdreck, wie Kopierschutz. Die einzigen, die mit Kopierschutz immer und immer wieder Probleme haben, sind die ehrlichen Käufer! Raubkopierer interessiert das Null. Ich kann mich sogar an einen Fall erinnern, da war das Patch um den Kopierschutz zu umgehen, schon online, bevor die neue Kopierschutzversion verfügbar war. Lächerlich.
 
Das war kein Angriff. Es wundert mich nur, dass das Thema ignoriert, aber bei Windows 11 wieder ausgepackt wird.
Von Angriff war auch nicht die Rede, sondern von "ergriffen" (Perfekt, Partizip II von ergreifen).

Basis eines Dialogs oder Polylogs ist die ethymologische Bedeutung der Wörter zu (er)kennen um darauf auch trefflich reagieren zu können.
 
Wie meinen?
Ich sehe doch im Explorer jedwede Unterordner, kann diese auch aufklappen und mir auch im Navigationsbereich links anzeigen lassen?

Ja, mit "jedwede Unterordner" funktioniert das automatisch. Aber nicht mit einer Verknüpfung zum Desktop-Ordner oder, soweit ich es ausprobiert habe, irgendwas anderes aus dem Benutzer-Ordner. Wenn man die anpinnt, eine Verknüpfung dorthin erstellt oder sonst irgendwie darauf zugreift, bleibt der Navigationsbereich eingeklappt. Selbst bei weitere Zugriffe auf Unterordner bleibt die Navigationsansicht passiv und aktualisiert sich nicht. Unter Windows 11 müsste ich den gesamten Baum von Hand aufklappen, um in dort abgelegten Verzeichnissen bequem zu navigieren – aber leider ist der Pfad ja schon seit Vista (oder sogar seit 2000?) zu lang, als dass das alltagstauglich wäre.

Aktuell navigiere ich wieder wie zu Windows-3.x-Zeiten ganz ohne Navi-Bereich, in dem ich in übergeordnete Ordner springe und dann von dort den Nachbarn auswähle. Alternativ überlege ich, die Nutzung des Desktops als, nunja: Desktop, ganz aufzugeben. Wenn ich Projekte, an denen ich arbeite, stattdessen in einem normalen Ordner ablegen würde, könnte ich über den neuen Explorer bequem darauf zugreifen und darin navigieren. Aber dann halt nur noch über den Explorer und zwei-drei zusammengehörige Dateien nebeneinander als visuelle Gruppe anzuordnen ginge dann auch nicht mehr, sondern ich müsste wie zu DOS-Zeiten jedes Mal mit Unterordnern arbeiten. :-( #Fortschritt
 
@PCGH_Torsten

Wenn du möchtest, dass auch der Desktop- oder sonstige Benutzerordner sich navigatorisch aufklappen, muss man in den Ordneroptionen (Reiter Ansicht) den Haken bei "Alle Ordner anzeigen" setzen.

Möchtest du, dass die Struktur links sich automatisch gemäß deiner aktuellen Position im Explorer aufklappt, musst du noch den Haken bei "Auf geöffneten Ordner erweitern" setzen.

Beide Einstellungen sind auch mit Rechtsklick in den Navigationsbereich erreichbar.

Jetzt siehst du alles und es klappt sich auch alles automatisch auf.
Nachteil: Du hast keine Trennlinien mehr im Navigationsbereich.

Was ich auch nicht gut finde ist, dass es keine Option gibt, was den Bereich automatisch wieder zuklappen lässt. Quasi eine "Auf aktuellen Ordner reduzieren" Option.
 
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