Um Windows 11 aus dem Weg gehen zu können, habe ich inzwischen meine drei Rechner (zwei Desktops, ein Laptop) auf Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 umgestellt.
Dadurch bekomme ich für alle Systeme Extended Support bis Januar 2032 – also noch über sechs Jahre.
Mit dem In-Place Upgrade Helper Script von GitHub klappt das Upgrade problemlos: Programme und Einstellungen bleiben erhalten – was will man mehr?
Wie das genau funktioniert, habe ich hier dokumentiert:
https://extreme.pcgameshardware.de/...windows-11-vereinfachen.663951/#post-11922362
Ich kann mich mit Windows 11 einfach nicht anfreunden – schon gar nicht mit dem Zwang zu Online-Konten, Secure Boot und TPM. Der nächste logische Schritt von Microsoft wäre dann wohl, aus Windows ein SaaS-Modell zu machen – also Mietsoftware / Abo-Modell. Kommt für mich nicht infrage. Du zahlst, aber am Ende gehört dir nichts.
Schon jetzt hat Microsoft mit Secure Boot und TPM entschieden zu viel Kontrolle über das System. Online-Konten sind aus meiner Sicht nur ein weiteres Mittel, um die Anwender noch stärker an die Plattform zu binden und könnte auch mißbräuchlich verwendet werden, um mehr Macht und Kontrolle über den Nutzer ausüben zu können.
Was ich überhaupt nicht akzeptieren kann, ist die Integration von KI in Form von „Recall“. Sekündliche Screenshots? Das ist für mich eine digitale Wanze – ein völlig inakzeptabler Eingriff in meine Privatsphäre.
Natürlich kann man das Feature abschalten – theoretisch. Aber wer Microsoft kennt, weiß, wie oft sich bei Dingen wie der Telemetrie solche Funktionen immer wieder selbst aktivieren. Der Wunsch der Nutzer wird dabei regelmäßig ignoriert.
Und Microsoft soll ich dann vertrauen, dass Recall abgeschaltet bleibt? Ganz sicher nicht. Für eine derart übergriffige KI-Implementierung habe ich absolut kein Verständnis. Ein solches Spionage-Feature im System schlummern zu haben, ist für mich gänzlich unakzeptabel. Da hilft nur eines: Währet den Anfängen!
Entsprechend sehe ich die aktuellen Artikel zur Migration auf Windows 11 mit großer Skepsis. Hier wird nichts anderes betrieben, als Microsofts Windows 11 und was da noch nachkommt den Weg zu ebnen.
Nun haben wir hier in Deutschland schon die Möglichkeit, dass Enterprise-Lizenzen weiterverkauft werden können, was einem Windows 10 bis 2032 ermöglichen würde, um die weiteren Entwicklungen erstmal aus der Distanz kritisch beäugen zu können, aber niemand berichtet darüber.
Ich bin der Meinung, man sollte Microsoft klar signalisieren, dass man an solchen Entwicklungen kein Interesse hat – bevor es zu spät ist und wir als Anwender und Systembetreiber völlig abhängig von Megakonzernen sind. Accountsperrungen hat es ja bereits in der Vergangenheit gegeben (Stichwort Strandfotos).
Alleine das sollte einem doch zeigen, wie brenzlig dieses Thema Online-Account-Zwang ist.
Genauso unmöglich finde ich das Durchwühlen unserer persönlichen Daten auf Cloud-Plattformen.
Nur Firmen sind hiervon besser durch Vereinbarungen geschützt. Nicht aber wir Privatleute.
Mit Recall wird das ganze Durchwühlen dann auch noch auf unsere Rechner vorverlagert.
Ob das wirklich alles nur zu unserem Nutzen geschieht, ist dabei mehr als fraglich.