Intel Arc: Flaggschiff A770 zeigt sich, keine A780 geplant

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Zu Intels Arc-Grafikkarten gibt es neue Details: In einem Video wurde die Arc A770 gezeigt, und eine Folie zeigt, wie Intel die neuen Grafikkarten im Vergleich zur Konkurrenz einordnet. Außerdem wurde einer möglichen Arc A780 eine Absage erteilt.

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Finde es gut jetzt einen 3. Player im Grafikkarte Markt zu haben... Auch wenn die ersten wohl keine Nvidia und AMD killer werden...
 
Ist auch die eine gute Strategie die überbleibt, wenn man in höheren TDP-Sphären auf Kante genäht nicht mehr Effizienz-technisch mithalten kann.

Wird sich aber noch zeigen müssen, ob man auch über den Preis gehen kann und das Featureset stimmt.
Alleine schon XeSS als ebenbürtigen DLSS-Konkurrenten zu etablieren und in viele Spiele integrieren sowie der guten RT-Perf Paroli bieten wird auch schwierig. Glaube da ist eher AMD gefährdet Marktanteile an Intel zu verlieren.
 
Wird sich aber noch zeigen müssen, ob man auch über den Preis gehen kann und das Featureset stimmt.
Alleine schon XeSS als ebenbürtigen DLSS-Konkurrenten zu etablieren und in viele Spiele integrieren sowie der guten RT-Perf Paroli bieten wird auch schwierig. Glaube da ist eher AMD gefährdet Marktanteile an Intel zu verlieren.
Glaub ich eher nicht..
AMD Karten sind bis auf raytracing mit den entsprechenden Nvidia Karten auf Augenhöhe.. teils sogar überlegen.

DLSS und FSR2 sind auch fast auf Augenhöhe.. wobei AMDs FSR halt auch nicht markengebunden und öffentlich verfügbar ist.
XeSS muss erstmal offiziellgetestet und mit den beiden anderen Lösungen verglichen werden.
 
Intel sollte erstmal die Treiber auf dem Level haben, dass man da keine Sorgen haben muss dass Spiele potentiell sehr schlecht laufen. Solange das besteht kann man meiner Meinung nach auch schlecht solche Preise aufrufen.
DLSS und FSR2 sind auch fast auf Augenhöhe.. wobei AMDs FSR halt auch nicht markengebunden und öffentlich verfügbar ist.
XeSS muss erstmal offiziellgetestet und mit den beiden anderen Lösungen verglichen werden.
FSR2 fast auf Augenhöhe? Also bisher ganz klares nein. Je nach Umstand hat man massive Schwächen. Bei Tiny Tina sieht man das bei jeder größeren Bewegung eines Charakters sehr deutlich. Da muss noch einiges an Arbeit reingesteckt werden bevor man das als fast Augenhöhe bezeichnen kann.
 
Ich denke mal, ohne genaue Zahlen zu kennen, dass der Markt für Grafikkarten bis max. 400€ am größten ist.
Wenn sich Intel als "Newcomer" darauf konzentriert, ist das meiner Meinung nach irgendwo verständlich.

Die Leistung der "größeren" Karten werden bei der Entwicklung und Produktion teuer erkauft.
Diese Preis kann man aber nur an den Endkunden weitergeben, wenn man bereits eine etablierte Marke ist.
Jemand, der bereit ist 1000€ für eine Grafikkarte auszugeben, wird das nicht für ein "Erstlingswerk" eines neuen Herstellers tun. Egal ob es das Produkt wert wäre.

Die Probleme mit den Treibern sind einerseits bitter, andererseits aber zu erwarten gewesen.
Man muss bedenken, dass für fast jedes Tripple-A Spiel der letzten Jahrzehnte ein angepasster Treiber von Nvidia und AMD erschienen ist, damit die Games "rund" laufen. Die ganze Historie fehlt bei Intel natürlich und das können sie so schnell auch nicht aufholen.

Ich hoffe für alle Spieler, dass Intel als drittes Spieler trotzdem am Ball bleibt und sich das Treiberproblem "auswachsen" kann.
 
DLSS und FSR2 sind auch fast auf Augenhöhe.. wobei AMDs FSR halt auch nicht markengebunden und öffentlich verfügbar ist.
XeSS muss erstmal offiziellgetestet und mit den beiden anderen Lösungen verglichen werden.
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Im Quality Mode sieht man den Unterschied auch noch deutlich.

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Nicht falsch verstehen, ich finde es super dass es FSR 2.0 gibt. Aber aktuell ist der Stand eher vergleichbar mit DLSS 2.0 wo das Smearing ein größeres Problem war.

Intel verfolgt mit XeSS ja einen hybriden Ansatz mit und ohne "KI" Beschleunigungseinheiten. Klingt nicht verkehrt, die Qualität muss man abwarten.
 
[da ist eher AMD gefährdet Marktanteile an Intel zu verlieren]
Glaub ich eher nicht..
AMD Karten sind bis auf raytracing mit den entsprechenden Nvidia Karten auf Augenhöhe.. teils sogar überlegen.
Zu den Marktanteilverlusten lässt sich das etwas einfacher abschätzen bzgl. der Anteile, bzgl. der effektiven Auswirkungen auf den jeweiligen Hersteller ist das dagegen schwerer abzuschätzen.

Vorab bleibt festzuhalten, dass auch wenn es hier im Forum viele Fans gibt, über den Markt insgesamt AMD bei den GPUs weitestgehend als Budget-Lösung gesehen wird, d. h. wenn der Preis (bzw. P/L) nicht stimmt und nicht signifikant besser als beim Marktführer ist, wird weniger verkauft. Fan-Sein ist offensichtlich für den Großteil der AMD-Käufer und -Interessenten eher kein relevanter Punkt bzgl. der Kaufentscheidung. *)

nVidia wird sowohl Mobile wie auch auf dem Desktop klar mehr Marktanteile verlieren, was am Ende schlicht daran liegt, dass die mit deutlichem Abstand mehr GPUs als AMD in beiden Segmenten verkaufen. Konkret verkauft nVidia etwa drei- bis viermal so viele GPUs im jeweiligen Segment. **)
Wie sich das auf die jeweilige Firma auswirkt, bleibt abzuwarten. nVidia ist deutlich größer, generiert weitaus mehr Umsatz und bedient zudem auch weitestgehend alleine das professionelle GPU-Segment mit seinen Chips, d. h. die könnten so etwas möglicherweise leichter wegstecken, was jedoch auch kein Zuckerschlecken wird, wenn die Anteile zu groß werden (was aber gesichert noch auf sich warten lassen wird). AMD auf der anderen Seiten mit seinen grundlegend kleinen Marktanteilen wird schon bei deutlich kleineren Anteilsverlusten ordentlich bluten, weil die Entwickungs- und Fertigungskosten dann natürlich deutlich stärker zu Buche schlagen in Relation zur abgesetzten Produktmenge. Dementsprechend ist es auch relativ leicht erklärbar, dass AMD alles daran setzt um seine Fertigung mit dem MCM-Design besser austarieren zu können, denn einfach nur größere GPUs zu fertigen, wäre AMD zweifellos ebenso technisch, jedoch nicht wirtschaftlich sinnvoll möglich, d. h. man kann hier grundsätzlich nicht in der gleichen Art wie nVidia entwickeln und fertigen um auf ganzer Linie konkurrenzfähige Produkte anbieten zu können, weil dafür schlicht die Marktanteile fehlen und das somit zu viel Marge kosten würde (die man wiederum seinen Aktionären versprochen hat und auch für weiteres Wachstum dringend benötigt).

Man wird einfach abwartewn müssen. Wenn Intel mit agressiven Bundling-Preisen kommt, könnte man vermuten, dass es zuerst einen relevanten Impact im Mobilmarkt geben wird.
Wirklich interessant für ernsthafte Marktbetrachtungen auf dem Desktop dürfte erst die kommende Generation Battlemage werden und nimmt man es genau, dann sieht sich Intel selbst erst mit der 2024er-Generation Celestial vollkommen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz (also vornehmlich nVidia), d. h. erst 2024/25 könnte man größere Verschiebungen erwarten.
Und dem wird die Konkurrenz natürlich versuchen entgegenzuarbeiten, sodass man gespannt sein darf, was sich nVidia und AMD hier als Konter einfallen lassen werden. Der lachende Dritte ist in diesem Fall der Konsument ...


*) Entsprechend deutlich zeigt dies die RDNA2-Verbreitung. Ein technisch gelungenes Produkt, zwar nicht überlegen und im Raytracing klar schwächer aber ansonsten durchaus gleichwertig und dennoch konnte AMD davon relativ gesehen kaum was absetzen und das trotz des deutlich größeren Speicherausbaus im oberen Segment und trotz des typischerweise und teilweise gar deutlich niedrigeren (überhöhten) Preises. Insbesondere hier schien das Budget-Element als gemittelte Markttriebfeder zu wirken, denn durch die massive Überteuerung fiel dieses komplett weg, wenn die Karten auch relativ gesehen immer noch günstiger waren, so war man im Allgemeinen wohl eher weniger bereit über die absolute Überteuerung hinwegzusehen ... im Gegensatz zu dem, was man bei den Konkurrenzprodukten beobachten konnte und das trotz teilweise exorbitant überhöhten Preisen und dem im Forum heißdiskutierten "Speichergeiz", der für den Markt insgesamt offensichtlich weitaus weniger relevant ist, als es so manchem AMD-Fan lieb sein dürfte.

**) Würde man sich JPR's Quartalsbericht "gönnnen", könnte man dies deutlich genauer in Erfahrung bringen, aber die teasern immer nur wohlselektierte Einzelwerte, denn schließlich wollen die ihren 3000 US$-Report auch noch an den Mann und die Frau bringen.
Auf Steam schaut man als hartgesottener AMD-Fan besser nicht (auch wenn AMD eigenen Aussagen zufolge auch diese Quelle sehrwohl gezielt zur Marktanalyse nutzt), denn hier sieht es bzgl. der Verbreitung der beiden aktuellsten Architekturen geradezu desaströs für AMD aus, da hier bei DX12 mit der korrigierten Mai-Statistik auf eine RDNA2-Desktop-Karte neun Ampere-Desktop-Karten kommen (und das nachdem RDNA2 schon gut 18 Monate lang verkauft wird).

DLSS und FSR2 sind auch fast auf Augenhöhe.. wobei AMDs FSR halt auch nicht markengebunden und öffentlich verfügbar ist.
XeSS muss erstmal offiziellgetestet und mit den beiden anderen Lösungen verglichen werden.
XeSS benötigt Intel nicht einmal zwingend, da deren Karten genausogut bspw. FSR 2.0 rendern können werden.
Sollte XeSS einen echten Mehrwert bieten können und in nennenswertem Maße von Entwicklern implementiert werden, darf sich auch hier der Konsument freuen, andernfalls wird man absehbar auch gut mit bspw. etwas wie FSR 2.0 fahren oder bspw. mit Unreal5's TSR, etc.

Die nun spannendere Frage dürfte wohl sein, wie lange nVidia die Hardware-Exklusivität seines DLSS aufrecht erhalten kann ... oder aber alternativ, was nVidia sich als technische Weiterentwicklung noch einfallen lassen wird ...

Intel verfolgt mit XeSS ja einen hybriden Ansatz mit und ohne "KI" Beschleunigungseinheiten. Klingt nicht verkehrt, die Qualität muss man abwarten.
Das ist nicht ganz ... ok, eigentlich gar nicht korrekt. ;-) Intel setzt hier ebenso wie nVidia auf ein NN zum Upscaling, d. h. DLSS und XeSS sind sich sehr ähnlich.
Das was du absehbar meintest ist, dass Intel sein XeSS freigibt ***) und auf seinen eigenen Arc-Karten optimiert über seine Matrix-Einheiten das Inferencing berechnen lässt (Intel nennt diese Einheiten XMX, grob vergleichbar zu nVidia's Tensor Cores). Damit man die Funktionalität auch für Nicht-Intel-Hardware (und damit auch bspw. ältere Hardware) zur Verfügung stellen kann, implementiert Intel hier einen Fallback-Prozesspfad für das Inferencing des NN, der sich mit DP4A-Funktionalität auf der Hardware zufrieden gibt. Das kostet ein klein wenig Performance (i. V. z. zur Nutzung der effizienteren Matrix-Einheiten/XMX) aber nicht übermäßig, sodass XeSS über DP4A auf bspw. einer AMD-Karte oder einer alten Pascal immer noch deutliche Performancevorteile bringen wird.

*) Beispielsweise könnte nVidia, wenn sie eine XeSS-Unterstützung selbst implementieren wollten, dessen Inferencing-Teil ebenso optimiert über ihre Tensor Cores laufen lassen. Vermutlich wird sich nVidia aus naheliegenden Grüden aber so eine Optimierung sparen und ob sich Intel die Arbeit machen wird ... wer weiß. ;-)

**) Intels XeSS-Lib ist übrigens laut deren Aussage eine leicht zu handhabende Komponente, die die Hardware komplett abstrahiert, sodass der Entwickler sich hier nicht darum kümmern muss, welche Hardware genutzt wird, solange mindestens eine DP4A-Funktionalität zur Verfügung steht, d. h. die Lib wählt automatisch den optimalen Renderpfad für die jeweilige Hardware.

***) "Freigeben" hier übrigens im Sinne von "jeder kann die Lib nutzen und diese läuft auf einer breiten Hardwarebasis". Von einem vollständigen Freigeben als Open-Source habe ich bisher noch nichts zu XeSS gehört oder gelesen, jedoch ist das auch nicht relevant, da AMD das bei FSR auch nur als Buzzword nutzt, denn den Entwicklern wird es zumeist reichlich egal sein, dass die FSR theoretisch komplett individualisieren und tunen und eine eigene, modifizierte Variante davon in ihr Spiel bringen könnten. Faktisch wird das aus Effizienzgründen kein Entwickler tun, weil der Kosten/Nutzen-Aufwand hier in keinem Verhältnis steht. Ebenso der gleiche Grund kommt hier bzgl. DLSS 2.x zum tragen, denn auch hier kann ein Entwickler das von nVidia gelieferte NN weitertrainieren und speziell an seinen in der Entwicklung befindlichen Titel anpassen. Und auch hier wird sich keiner die Arbeit machen, sondern es beim Out-of-the-Box mitgelieferten NN von nVidia in deren Treiber belassen.
 
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Das ist nicht ganz ... ok, eigentlich gar nicht korrekt. ;-) Intel setzt hier ebenso wie nVidia auf ein NN zum Upscaling, d. h. DLSS und XeSS sind sich sehr ähnlich.
Das was du absehbar meintest ist, dass Intel sein XeSS freigibt ***) und auf seinen eigenen Arc-Karten optimiert über seine Matrix-Einheiten das Inferencing berechnen lässt (Intel nennt diese Einheiten XMX, grob vergleichbar zu nVidia's Tensor Cores). Damit man die Funktionalität auch für Nicht-Intel-Hardware (und damit auch bspw. ältere Hardware) zur Verfügung stellen kann, implementiert Intel hier einen Fallback-Prozesspfad für das Inferencing des NN, der sich mit DP4A-Funktionalität auf der Hardware zufrieden gibt. Das kostet ein klein wenig Performance (i. V. z. zur Nutzung der effizienteren Matrix-Einheiten/XMX) aber nicht übermäßig, sodass XeSS über DP4A auf bspw. einer AMD-Karte oder einer alten Pascal immer noch deutliche Performancevorteile bringen wird.
Das sagte ich doch "durch die Blume": XeSS läuft sowohl auf dem Hardware als auch Software Pfad, eben mit unterschiedlicher Performance. :schief:
 
Wenn man bedenkt, dass eine A380 mit 75 Watt in GTA 5 etwa 50% langsamer ist als eine 6400 mit 53 Watt...
liegts am Treiber oder der Hardware?
Nun ja, solche Nischenspiele hat auch nicht jeder auf seinem PC... ^^
 
Zu den Marktanteilverlusten lässt sich das etwas einfacher abschätzen bzgl. der Anteile, bzgl. der effektiven Auswirkungen auf den jeweiligen Hersteller ist das dagegen schwerer abzuschätzen.

Vorab bleibt festzuhalten, dass auch wenn es hier im Forum viele Fans gibt, über den Markt insgesamt AMD bei den GPUs weitestgehend als Budget-Lösung gesehen wird, d. h. wenn der Preis (bzw. P/L) nicht stimmt und nicht signifikant besser als beim Marktführer ist, wird weniger verkauft. Fan-Sein ist offensichtlich für den Großteil der AMD-Käufer und -Interessenten eher kein relevanter Punkt bzgl. der Kaufentscheidung. *)

nVidia wird sowohl Mobile wie auch auf dem Desktop klar mehr Marktanteile verlieren, was am Ende schlicht daran liegt, dass die mit deutlichem Abstand mehr GPUs als AMD in beiden Segmenten verkaufen. Konkret verkauft nVidia etwa drei- bis viermal so viele GPUs im jeweiligen Segment. **)
Wie sich das auf die jeweilige Firma auswirkt, bleibt abzuwarten. nVidia ist deutlich größer, generiert weitaus mehr Umsatz und bedient zudem auch weitestgehend alleine das professionelle GPU-Segment mit seinen Chips, d. h. die könnten so etwas möglicherweise leichter wegstecken, was jedoch auch kein Zuckerschlecken wird, wenn die Anteile zu groß werden (was aber gesichert noch auf sich warten lassen wird). AMD auf der anderen Seiten mit seinen grundlegend kleinen Marktanteilen wird schon bei deutlich kleineren Anteilsverlusten ordentlich bluten, weil die Entwickungs- und Fertigungskosten dann natürlich deutlich stärker zu Buche schlagen in Relation zur abgesetzten Produktmenge. Dementsprechend ist es auch relativ leicht erklärbar, dass AMD alles daran setzt um seine Fertigung mit dem MCM-Design besser austarieren zu können, denn einfach nur größere GPUs zu fertigen, wäre AMD zweifellos ebenso technisch, jedoch nicht wirtschaftlich sinnvoll möglich, d. h. man kann hier grundsätzlich nicht in der gleichen Art wie nVidia entwickeln und fertigen um auf ganzer Linie konkurrenzfähige Produkte anbieten zu können, weil dafür schlicht die Marktanteile fehlen und das somit zu viel Marge kosten würde (die man wiederum seinen Aktionären versprochen hat und auch für weiteres Wachstum dringend benötigt).
Intel scheint ja sehr stark auf das OEM Business zu schielen. Etwas was fast nur nVidia treffen wird. AMD ist fast ausschließlich im Retail anzutreffen. Dort sehe ich auch nicht wie Intel ohne massive Preisnachlässe Kunden effektiv gewinnen will, sofern sie die Treiber nicht bis zum release im Griff haben, was sich aktuell nicht abzuzeichnen scheint.
*) Entsprechend deutlich zeigt dies die RDNA2-Verbreitung. Ein technisch gelungenes Produkt, zwar nicht überlegen und im Raytracing klar schwächer aber ansonsten durchaus gleichwertig und dennoch konnte AMD davon relativ gesehen kaum was absetzen und das trotz des deutlich größeren Speicherausbaus im oberen Segment und trotz des typischerweise und teilweise gar deutlich niedrigeren (überhöhten) Preises. Insbesondere hier schien das Budget-Element als gemittelte Markttriebfeder zu wirken, denn durch die massive Überteuerung fiel dieses komplett weg, wenn die Karten auch relativ gesehen immer noch günstiger waren, so war man im Allgemeinen wohl eher weniger bereit über die absolute Überteuerung hinwegzusehen ... im Gegensatz zu dem, was man bei den Konkurrenzprodukten beobachten konnte und das trotz teilweise exorbitant überhöhten Preisen und dem im Forum heißdiskutierten "Speichergeiz", der für den Markt insgesamt offensichtlich weitaus weniger relevant ist, als es so manchem AMD-Fan lieb sein dürfte.
Man hat doch die letzten Monate deutlich sehen können, dass Miner die treibende Kraft an den Preisen waren. Hier war Nvidia trotz LHR weiterhin der King. Das ganze konnte man auch beim letzten Miningboom sehen wo teilweise Vega64 bei Preisen in Konkurrenz zu 1080ti gehandelt wurden. Sowas passiert halt schnell in einem Anbietermarkt.
Wenn man bedenkt, dass eine A380 mit 75 Watt in GTA 5 etwa 50% langsamer ist als eine 6400 mit 53 Watt...
liegts am Treiber oder der Hardware?
Nun ja, solche Nischenspiele hat auch nicht jeder auf seinem PC... ^^
Die Karte läuft auf 1030 Niveau, dass ist ziemlich sicher der Treiber. In vielen anderen Titeln siehts ja schon besser aus.
 
Wenn man bedenkt, dass eine A380 mit 75 Watt in GTA 5 etwa 50% langsamer ist als eine 6400 mit 53 Watt...
liegts am Treiber oder der Hardware?
Nun ja, solche Nischenspiele hat auch nicht jeder auf seinem PC... ^^
Laut Tom Petersen von Intel liegt es am Treiber, da sie sich zuerst auf neue Titel konzentrieren und dann die Treiber nach und nach für alte Spiele optimieren (Interview mit Gamers Nexus).

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Das sagte ich doch "durch die Blume": XeSS läuft sowohl auf dem Hardware als auch Software Pfad, eben mit unterschiedlicher Performance. :schief:
Nein, ist so nicht korrekt, Hardware ist es in beiden Fällen, nur dass auf Intel-HW das Inferencing (das auch nur einen Teil des Upscaling-Algorithmus ausmacht) von den DP4A-fähigen Shadern auf die XMX-Einheiten verlegt wird, die das effizienter berechnen können.
Die Bezeichnung "in Software" ist hier eher missverständlich und würde eher so etwas wie rein treiberintern auf der CPU berechnet implizieren.

War übrigens schon bei DLSS 2 so. nVidia stellte damals die Beta der 2.0 auf einem id-Titel vor und damals war das DLSS-2.0-Beta noch komplett über die Shader ohne die Verwendung der Tensor Cores implementiert und zeigte bereits die heisersehnten visuellen Verbesserungen und Performancezugewinne ggü. der ersten Version. Erst als dann das finale Produkt auf den Markt kam, hat hier nVidia aus naheliegenden Gründen den Inferencing-Teil von DLSS auf die Tensor Cores verlegt und aus kompetetiven Gründen auch exklusiv dort belassen. Hardware ist es aber in beiden Fällen, mit den Tensor Cores oder den XMX-Einheiten bei Intel ist es halt nur ein wenig schnellere und effizientere Hardware für genau diesen spezifischen Workload. ;-)

Intel scheint ja sehr stark auf das OEM Business zu schielen. Etwas was fast nur nVidia treffen wird. AMD ist fast ausschließlich im Retail anzutreffen. Dort sehe ich auch nicht wie Intel ohne massive Preisnachlässe Kunden effektiv gewinnen will, sofern sie die Treiber nicht bis zum release im Griff haben, was sich aktuell nicht abzuzeichnen scheint.
[...]
Sicherlich, Intel wären dumm, wenn sie hier ihre Möglichkeiten nicht nutzen würden.
Aber wie kommst du darauf, dass AMD nur im Retail-Markt anzutreffen ist? Mir ist bspw. nicht bekannt, dass AMD nennenswerte Mengen Laptops oder PCs fertigt. ;-)
Entsprechend würde deine Aussage bestenfalls nur für den Desktop gelten aber selbst da würde dir AMD widersprechen, denn genau dort wollen die natürlich auch bei den OEMs rein und den Fuß haben sie bei (Nicht-Office-)PCs schon zweifellos in der Tür.
Darüber hinaus verkennst du möglicherweise aber auch die Lage im Retail-Markt, denn alleine bei einem Retailer wie Mindfactory wird bereits einer sehr großer Anteil an LowEnd- bis MidRange-GPUs **) verkauft und wenn hier P/L stimmt, geht die Ware über den Tisch. Wenn man hier zu viel im Forum liest, bekommt man möglicherweise einen falschen Eindruck aber der Markt insgesamt geht da mit weitaus weniger Pathos und Linientreue vor ;-) sondern kauft schlicht nach P/L und dementsprechend wird Intel auch seine vorerst geringe Menge an GPUs absetzen können, zumindest gesichert solange sie noch die Schiene fahren Marktanteile-gewinnen-vor-Gewinn. *)

Die Treiber brauchen zweifellos noch Zeit, wobei man diverse aktuelle Titel sicherlich schon gut spielen können wird, da die natürlicherweise als erstes angegangen werden. Letzten Endes ist es aber auch hier aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine gesunde Mischung aus Aufwendungen und erzieltem Ergebnis, denn die haben ebenso kein Bedürfnis Rom an einem Tage zu erbauen, weil das unverhältnismäßig viel kosten würde und der höhere Umsatz überschaubar wäre, insbesondere, weil man erst mal nur klar beschränkte Zahlen der 1. Generation Alchemist absetzen wird und man erst mit Battlemage (bereits im nächsten Jahr) ein höheres Volumen erwarten kann und nach bisherigem Kenntnisstand auch MCM-Designs, mit denen sie absehbar in noch höheren Leistungsregionen konkurrieren werden. Darüber hinaus bieten sie ja auch jetzt schon einige Alleinstellungsmerkmale, bei denen die Konkurrenz erst mal nachziehen muss mit Lovelace und RDNA3.
Ob das nun für einen konkret eine zu berücksichtigen Option ist, muss jeder für sich selbst entscheiden ... Early-Adopter ist man aber auf jeden Fall, dessen sollte man sich bewusst sein, aber wenn man es nicht allzu eilig hat, kann man sich, nachdem nun bald die Desktop-A770 vorgestellt und veröffentlicht wird, ja in dem kommenden Monaten in den Medien ansehen, wie es mit den Treiberupdates voran geht und dann entscheiden ... oder bei der Konkurrenz zuschlagen.
Wichtig ist erst mal nur, dass ein neuer Anbieter in Markt ist und irgendwo und wann muss der ja mal anfangen ...

*) Und so etwas wurde ja bereits schon von höchster Stelle explizit erklärt und nichts anderes kann man bei der Einführung eines komplett neuen Produktes in einen existierenden, starkt umkämpften Markt erwarten, wenn man sich nicht gerade ein Jahrzehnte Zeit lassen will, bis man signifikante Marktanteile hinzugewonnen hat.
Was denkst du war 2017 die Zen-Einführung? ;-)

**) Entsprechend unsinnig ist ja auch das vielfach vorgebrachte Argument "zu spät"[e Markteinführung]. Wenn der PC plötzlich nicht mehr relevant wäre oder aber keiner mehr GPUs unterhalb der Leistungsklasse einer RTX 3070 kaufen würde, wäre das pauschale "zu spät" (bzgl. Alchemist) wohl korrekt, so jedoch ist es lediglich eine Frage des Preises, denn selbst LowEnd wird unverändert massenweise gekauft ... und das obwohl es solche Leistungsmonster wie einer RTX 3090 oder RX 6900 XT gibt, man mag es kaum glauben ;-)
Wenn Intel jetzt mit ihren GPUs hoch bis zur RTX 3060 [Ti] unterwegs ist, bedienen sie bereits einen Großteil des Marktes und können hier durchaus auf Absatz hoffen.
Zudem sollte man bedenken, dass Intel für 2022 vom etwa 4 Mio abgesetzten Einheiten sprach, einer überschaubaren Menge und nicht einmal zwischen Mobile und Desktop (Workstation und möglicherweise auch dem Datacenter) differenzierte, d. h. hier wird bei Intels überaus großem Mobilanteil schon eine nennenswerte Anzahl dafür zu verbuchen sein und der Rest ist im Vergleich zu dem was nVidia derzeit absetzt noch vergleichsweise wenig.
 
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@ gerX7a

Hi, erst mal, wow ist das viel Text von Dir.
Ich habe nicht alles gelesen

dennoch möchte ich zu ein paar Punkten etwas sagen.
Erstmal, die Firmengrößen von Nvidia und AMD, von wegen das Nvidia so viel größer wäre ...

Bezüglich des MCM-Designs von AMD, die machen es sicher nicht weil sie mehr verlören wenn sie es nicht täten, sondern schlicht, weil es schlau ist so zu produzieren. Es macht Betriebswirtschaftlich keinen Sinn anders zu entwicklen. Deswegen kommen die anderen Schlafmützen jetzt ja auch dazu (Nvidia und Intel).

Zu dem Thema das RDNA2 fast gleichwertig, aber in Punkten dann doch total minderwertig sei.
RDNA2 ist Ampere in allen Punkten überlegen, teils auch deutlich, z.B. Effizienz und in einem Punkt deutlich unterlegen, RT.

RT macht für mich aber sowieso null Sinn, da hier die Kostennutzenrechnung einfach nicht stimmt.
RT kostet unmengen Energie, dadurch wird der PC laut, die Wohnung heiß, der PC nicht alt, das Netzteil fett und die Stromrechnung hoch.
Als Ausgleich, auf der anderen Seite habe ich einen Effekt, den ich zwar in Vergleichen erkenne, aber beim Gamen dann nicht mehr, es sei denn ich bin Pc-Hardware-Grafik-Redakteur.

Dazu sind die RDNA2 günstiger und die Karten haben in jedem sinnvollen Leistungsbereich mehr V-Ram als Ampere (3090 ausgenommen, da hat Nvidia mehr, aber das ist ja auch eine Profikarte oder ???).
Meiner Meinung nach kaufen die Leute Ampere weil es immer schon Nvidia war und man es nicht besser weiß, ausgenommen die Leute denen RT so wichtig ist, dass sie die ganzen Nachteile in kauf nehmen.

Ps. RT macht die Games natürlich noch extrem langsam, extrem langsam..

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
@ gerX7a

Hi, erst mal, wow ist das viel Text von Dir.
Ich habe nicht alles gelesen

dennoch möchte ich zu ein paar Punkten etwas sagen.
Erstmal, die Firmengrößen von Nvidia und AMD, von wegen das Nvidia so viel größer wäre ...
Im Bezug auf GPU hat AMD nicht die Größe. RTG muss trotzdem Budgets einhalten und kann nicht die volle Power von AMD nutzen zulasten der anderen Bereiche.
Zu dem Thema das RDNA2 fast gleichwertig aber in Punkten dann doch total minderwertig sei.
RDNA2 ist Ampere in allen Punkten überlegen, teils auch deutlich, z.B. Effizienz und in einem deutlich unterlegen, RT.
RT macht für mich aber sowieso null Sinn, da hier die Kostennutzenrechnung einfach nicht stimmt.
RT kostet unmengen Energie, dadurch wird der PC laut, die Wohnung heiß, der PC nicht alt, das Netzteil fett und die Stromrechnung hoch.
Als Ausgleich, auf der anderen Seite habe ich einen Effekt, den ich zwar in Vergleichen erkenne, aber beim Gamen dann nicht mehr, es sei denn ich bin Pc-Hardware-Grafik-Redakteur.
In allen Punkten überlegen, um dann im RT doch unterlegen zu sein? Ganz ehrlich AMD ist Leistungstechnisch auf dem selben Niveau mehr nicht. Etwas effizienter durch den 7nm Prozess und das wars auch schon. Ein DLSS konkurrenten gab es lange nicht und ist bisher nicht ausgereift.
Und das RT mehr Energie kosten soll ist sehr amüsant. Wenn ich die GPU normal betreibe ist sie eigentlich immer im PT und da spielt RT wirklich keine Rolle mehr.
Das du die RT Effekte beim spielen nicht erkennst ist schade, ich konnte es je nach Titel ohne große Probleme und das ist stellenweise sogar richtig geil. Es aber nur deshalb als "Macht keinen Sinn, kostet nur Leistung" abzustempeln ist einfach nur engstirnig.
Dazu sind die RDNA2 günstiger und die Karten haben in jedem sinnvollen Leistungsbereich mehr V-Ram als Ampere (3090 ausgenommen, da hat Nvidia mehr, aber das ist ja auch eine Profikarte oder ???).
Meiner Meinung nach kaufen die Leute Ampere weil es immer schon Nvidia war und man es nicht besser weiß, ausgenommen die Leute denen RT so wichtig ist, dass sie die ganzen Nachteile in kauf nehmen.

Viele Grüße
Die Leute sind sicher nicht so festgenagelt auf die GPU. Aber man braucht nur im OEM Markt zu schauen wie es aussieht, da gibt es quasi keine AMD GPU zu kaufen. Man hat sich auf eine Niesche fokussiert die eben nicht die Marktmacht hat. Dass dann Nvidia mit Ampere so dominiert ist kein Wunder, vor allem dann wenn OEM Rechner vergleichsweise so teuer wie die GPU im Retail waren.
 
Ich habe es etwas überspitzt, aaber
für mich gibt es bei Grakas ein paar wichtige Punkte:

1. Leistung in normalen Games und Preis
2. Effizienz
3. V-Ram
7. RT

Wenn RT besser wird landet es weiter oben, im Moment ist es für mich aber nicht relevant.
Und dann sieht es für mich so aus, als ob AMD in mindestens 2 Punkten deutlich vorne liegt, Effizienz sowie Ram und in Leistung meist leicht über Ampere liegt.
Noch mal zur Größe: Auch Nvidia hat verschiedene Abteilungen

Abgeschrieben habe ich RT nicht.
Allerdings ist es für mich im Moment sinnlos und ich habe es auch begründet.
Die Nachteile werden für mich gegenwärtig nicht aufgewogen, etwas unschön, deswegen als engstirnig bezeichnet zu werden abher keine Sorge, von mir gibt es für sowas keine Meldung.
Allerdings wurde ich schon mal für das Wort "Vogel" verwarnt, so viel dazu.


Dein Punkt zu OEMs trifft sicher zu.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ist so nicht korrekt, Hardware ist es in beiden Fällen, nur dass auf Intel-HW das Inferencing (das auch nur einen Teil des Upscaling-Algorithmus ausmacht) von den DP4A-fähigen Shadern auf die XMX-Einheiten verlegt wird, die das effizienter berechnen können.
Die Bezeichnung "in Software" ist hier eher missverständlich und würde eher so etwas wie rein treiberintern auf der CPU berechnet implizieren.

War übrigens schon bei DLSS 2 so. nVidia stellte damals die Beta der 2.0 auf einem id-Titel vor und damals war das DLSS-2.0-Beta noch komplett über die Shader ohne die Verwendung der Tensor Cores implementiert und zeigte bereits die heisersehnten visuellen Verbesserungen und Performancezugewinne ggü. der ersten Version. Erst als dann das finale Produkt auf den Markt kam, hat hier nVidia aus naheliegenden Gründen den Inferencing-Teil von DLSS auf die Tensor Cores verlegt und aus kompetetiven Gründen auch exklusiv dort belassen. Hardware ist es aber in beiden Fällen, mit den Tensor Cores oder den XMX-Einheiten bei Intel ist es halt nur ein wenig schnellere und effizientere Hardware für genau diesen spezifischen Workload. ;-)

Jetzt "kackst Du aber Korinthen". Wenn ich von "Software" spreche meine ich die Ausführung über normale Shader, bei "Hardware" dementsprechend spezialisierte Cores. :schief:
 
@ gerX7a

Hi, erst mal, wow ist das viel Text von Dir.
Ich habe nicht alles gelesen
Hättest du vielleicht tun sollen, denn untenstehend lese ich einiges von dir, das Fragen aufwirft, ob du dich auf mich, irgendwen sonst beziehst oder gar ein Streitgespräch mit dir selbst führst. ;-)

dennoch möchte ich zu ein paar Punkten etwas sagen.
Erstmal, die Firmengrößen von Nvidia und AMD, von wegen das Nvidia so viel größer wäre ...
Die Firmengröße habe ich hier eigentlich nirgends thematisiert. Ich redete über Marktanteile, das ist was gänzlich anderes und da rangiert AMD weit hinter nVidia, sowohl bei AIBs auch auch im mobilen Segment.
Aber auch bei der "Firmengröße", wenn wir nur über GPUs reden, ist nVidia natürlich deutlich größer, denn bei denen dreht sich der deutlich größere Teil der Firma um GPUs, während dieser Teilbereich bei AMD nur einen kleineren Teil ausmacht, der sich insbesondere der CPU-Entwicklung unterzuordnen hat und bis vor Kurzem auch noch der Konsolen-Entwicklung, die AMD für eine stabile Umsatzlage benötigte und deshalb in 2016/17 priorisierte, was Auswirkungen bis Ende 2020 hatte und bspw. der Grund war, warum es vorher keine Raytracing-Hardware von AMD auf dem Markt geben durfte (und zu den bekannten, unschönen Nebeneffekten führte).

Bezüglich des MCM-Designs von AMD, die machen es sicher nicht weil sie mehr verlören wenn sie es nicht täten, sondern schlicht, weil es schlau ist so zu produzieren. Es macht Betriebswirtschaftlich keinen Sinn anders zu entwicklen. Deswegen kommen die anderen Schlafmützen jetzt ja auch dazu (Nvidia und Intel).
Alle Firmen werde so fertigen, weil die Fertigungstechnik nicht schnell genug nachziehen kann und man am Ball bleiben muss, jedoch für AMD mit ihren deutlich kleineren Marktanteilen ist der Druck hier am größten.
Firmen wie Intel und nVidia, die in ihren primären Geschäftssegmenten den Großteil des Marktes bedienen, können die Entwicklungs- und Fertigungskosten weitaus leichter verteilen und können es sich auch bspw. leisten spezialisiertere Produkte anzubieten. AMD konnte das bis vor kurzem gar nicht und kann es immer noch nur eingeschränkt weil es die deutlich kleinere Firma mit weniger Möglichkeiten und bspw. auch Fertigungskapazitäten ist. (Erst gerade jetzt beginnt sich das zu ändern bei AMD.) Das muss deren Management berücksichtigen, insbesondere, da sie ja auch noch ein steitges Firmenwachstum anstreben.
Und nein, pauschal ist die Aussage, dass es betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht anders zu fertigen schlicht falsch. Es hängt immer vom konkreten Szenario und Produkt ab, ob ein komplexes MCM-Design oder ein einfaches monolithisches Design sinnvoller ist. Beispielsweise der Ryzen 3000 wäre zweifellos noch etwas leistungsfähiger geworden, wenn AMD den als rein monolithisches N7-Design entwickelt hätte (und nicht nur weil der I/O-Teil geschrumpft wäre ;-)), aber die zusätzlichen entwicklungs- und auch fertigungstechnischen Aufwändungen hätten auf die Marge gedrückt und das Firmenwachstum gehemmt und letzteres hat bei AMD zweifellos Priorität.
Und nein, die anderen sind keine "Schlafmützen", denn die haben für sich den jeweils optimalen Zeitpunkt für die Verwendung derartiger Technologien festgelegt und diese Entscheidung hängt von sehr vielen individuellen Faktoren ab. (Darüber hinaus als Anmerkung, dass Intel ein MCM schon lange vor Zen verwendet hat.)
Beispielsweise nVidia ist der Meinung, dass sie mit Lovelace noch mit einem monolithischem Design konkurrenzfähig am Markt agieren können (man beachte hier die Formulierung, die durchaus wichtig ist) und dementsprechend haben die sich bewusst dafür entschieden aktuell noch kein MCM bei Consumer-Produkten einzuführen. Abwegig ist das nicht, denn selbst wenn die gegen RDNA3 ein paar Prozentpunkte Marktanteile verlieren (im absoluten HighEnd), wäre das gemäß ihrer Rechnung möglicherweise noch hinnehmbar wenn man es gegen die zusätzlichen Aufwendungen gegenrechnen würde, die jetzt ein kompleres MCM-Design erfordern würde. *)
AMD kann mit nVidia nicht in der gleichen Art konkurrieren, indem sie einfach riesige GPUs fertigen. Technisch könnten sie das zweifellos (bzw. konkreter TSMC), aber das würde signifikant auf ihre GPU-Marge drücken, weil sie einfach nicht den Absatzmarkt haben um die Kosten für eine derartige Fertigung sinnvoll unterbringen zu können (mal ganz abgesehen vom Risiko, wenn man sich verkalkulieren würde). Beispielsweise so etwas Großes wie der GA102 oder ein gaar noch größerer Chip ist nicht so leicht für AMD wie für nVidia zu fertigen. nVidia verwendet den Chip in 9 oder 10 unterschiedlichen Produkten und kann dementsprechend auch die Salvage-Chips sehr gut vermarkten, was es ihnen auf der anderen Seite ermöglicht ebenso eine A6000 oder A40 mit dem Vollausbau anzubieten und jetzt nachträglich noch eine RTX 3090 Ti.
AMD hat schlicht nicht die Marktanteile, weder im Consumer- noch im professionellen Segment und entsprechend müssen die hier anders an die Fertigun herangehen, denn auch AMD erklärte immer wieder, dass sie gedenken ihren Marge auch noch weiter zu steigern und das wird sicherlich nicht dadurch zustande kommen, dass TSMC seine Fertigungspreise senkt, eher im Gegenteil, denn TSMC hat seit Ende 2020 schon zwei mal deutlich seine Wafer-Preise erhöht.

*) Beispielsweise ist aus Sicht von nVidia auch denkbar, dass die jetzt gerade erst salonfähig werdenden, modernen Packaging-Technologien von TSMC noch kapazitätstechnisch beschränkt sind und daher auch preislich sehr umkämpft sein werden, was es noch einmal unattraktiver machen könnte für nVidia jetzt schon in dieser Gen ein derartiges Produkt aufzulegen, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass sie hier mit deutlich größeren Stückzahlen hantieren müssen als die Konkurrenz. - Das sind keine trivialen Kalkulationen; dem Marktführer da zu unterstellen er habe den Trend verschlafen ohne detailiertere Einsichten zu haben ist bestenfalls blauäugig. ;-)

Zu dem Thema das RDNA2 fast gleichwertig, aber in Punkten dann doch total minderwertig sei.
RDNA2 ist Ampere in allen Punkten überlegen, teils auch deutlich, z.B. Effizienz und in einem Punkt deutlich unterlegen, RT.
Hast du dich hier im Post oder im Zitat vertan oder warum adressierst du das unter meinem Namen? Bei mir ist jedenfalls nichts von "minderwertig" zu lesen. Im einfachsten Fall gilt auch für dich beim Lesen meiner Postings: Lesen was ich schreibe und die eigenen Präferenzen und Assoziationen außen vor lassen! Wenn du da was von "minderwertig" gelesen haben willst sagt das was über dich aus, hat aber nichts mit meinem Posting zu tun.

Darüber hinaus schlägst du aber gleich noch ins vollkommen entgegengesetzte Horn, was möglichweise deine Leseart erklären kann, bzw. deine Unfähigkeit meinen Text einfach so zu lesen wie der dort hinterlegt ist.
"RDNA2 ist Ampere in allen Punkten überlegen" stimmt in der pauschalen Art zweifellos nicht und da kann man Rayracing gar noch exkludieren aus der Betrachtung. Vielfach schneidet die GPU etwas besser ab, nicht selten aber auch schlechter als ein Ampere-Gegenstück. Darüber hinaus sind die Architektur und der Fertigungsprozess zwei unterschiedliche Paar Schuhe und letzteres ist primär TSMC zuzuschreiben und weniger AMD. Würde ich es in deiner polarisierenden Form ausdrücken wollen, könnte ich in der gleichen Art schreiben: nVidia konkurriert hier mit dem klar leistungsschwächeren Prozess und dennoch gelingt es RDNA2 nicht sich nennenswert abzusetzen ... ;-)

RT macht für mich aber sowieso null Sinn, [...]da hier die Kostennutzenrechnung einfach nicht stimmt.
RT kostet unmengen Energie, dadurch wird der PC laut, die Wohnung heiß, der PC nicht alt, das Netzteil fett und die Stromrechnung hoch.
Als Ausgleich, auf der anderen Seite habe ich einen Effekt, den ich zwar in Vergleichen erkenne, aber beim Gamen dann nicht mehr, es sei denn ich bin Pc-Hardware-Grafik-Redakteur.
Als deine persönliche Ansicht nicht anfechtbar, im Markt insgesamt gibt es jedoch sicherlich ebenso eine signifikante Zahl an Enthusiasten, denen es nicht genug RT sein kann.
Letzten Endes nichts, über das man streiten kann, denn irgendwie und wo muss das Thema ja schließlich im Markt Einzug halten, um dann schrittweise ausgebaut zu werden.
Der Wechsel zum Farbfernseher vollzog sich Anfang der 70er mit den erstmals höheren Verkaufszahlen an Farb- anstelle von S/W-Fernsehern in den USA aber da wurden auch nicht sofort 8K-Flachbildfarbfernseher verkauft. ;-)
Darüber hinaus wird so mancher Gamer in der gleiche Art über dich nur verständnislos des Kopf schütteln: 750 W Netzteil und eine RX 6900 XT im Rechner, Verschwendung pur, so etwas braucht doch kein Mensch zum Gaming, denn man kann doch auch problemlos mit einer 75 W-GPU seinen Spaß haben ... ich hoffe du erkennst alles eine Frage der Perspektive ... oder wenn es doch mal irgendwann so weit kommen sollte, eine Frage der gesetzlichen Regulierung aber ansonsten nicht wirklich diskutierbar.

Dazu sind die RDNA2 günstiger und die Karten haben in jedem sinnvollen Leistungsbereich mehr V-Ram als Ampere (3090 ausgenommen, da hat Nvidia mehr, aber das ist ja auch eine Profikarte oder ???).
Natürlich müssen AMD-GPUs bei vergleichbarer Leistung günstiger sein (bzw. attraktivere Features bieten; mehr Speicher war hier bspw. schon ihmmer ein Mittel von AMD). Wären sie das nicht, würde noch ein größerer Teil zu Produkten vom Marktführer greifen. Hälst du AMDs Management für dumm oder denkst du die bieten ihre Produkte nur zum Spaß günstiger an und weil sie mit den zusätzlich erwirtschafteten Einnahen schlicht nicths anzufangen wüssten? ;-)
Grundsätzlich vermute ich, dass es dir schwer fällt zwischen meiner Beschreibung der Marktsituation und einer persönlichen Bewertung der Güte von RDNA2 zu unterscheiden. Zu letzterem schrieb ich im Wesentlichen oben "[RDNA2] Ein technisch gelungenes Produkt", das ändert jedoch nichts daran, dass AMD damit keine Marktanteile gut machen konnte bzw. aktuell sieht es gar eher so aus, als wenn sie noch welche verlieren würden, denn wie schon erklärt, scheint der Markt eher bereit zu sein bei überzogenen Marktpreisen beim Marktführer zuzugreifen als beim Underdog.

Und nein, die RTX 3090 und spätere Ti ist immer noch eine reine Consumer-Karte für Enthusiasten. Und die 24 GiB sind hier für die meisten eher wenig relevant, sondern nur ein "Abfallprodukt" der Ausrichtung des Chips der bis zu 48 GiB für die professionellen Produkte unterstützen muss.
(Semi)Professsionelle werden hier in Teilen eine "billige" Lösung finden, insbesondere da man mit NVLink auch noch weiterhin zwei Karten koppel kann und damit auch mit zwei einfachen 3090 zu 48 GiB Frambuffer kommt, wenn man die bspw. fürs Rendering benötigt, aber unterm Strich bleibt das ein Consumer-Produkt.

Ergänzend noch einmal als Information: In der Steam-Juni-Statistik ist die RTX 3090 mit 0,46 % vertreten während eine RX 6900 XT gerade mal auf 0,16 % kommt und das, obwohl letztere bis auf Raytracing nicht wirklich als schlechter bezeichnet werden kann, mehr als genug Speicher bietet und vor allem durchgehend billiger bis hin zu deutlich billiger als das Konkurrenzprodukt war und zu haben ist. Einen übermäßigen Verfügbarkeitsengpass konnte man der AMD-Karte jedoch nie attestieren, zumal das ihren Preis auch zusätzlich in die Höhe getrieben hätte, ergo entscheidet sich der Markt hier primär für ein nVidia-Produkt, was bedeutet, dass die Gesamtbewertung der beiden Karten vom Markt offensichtlich doch nicht so pauschalisierend als gleichwertig angesehen wird.
Entsprechend entfallen hier auf 4 HighEnd-Karten 3 auf das nVidia-Modell. Noch ernüchternder wird die Betrachtung, wenn man die Existenz der RTX 3080 Ti berücksichtigt, die nahezu genau so schnell wie die RTX 3090 ist und diese bereits sichtlich zu kanibalisieren beginnt, denn letztere hatte im Vormonat noch 0,52 % Anteile bei Steam und fällt jetzt bereits sichtlich ab. Nimmt man diese Karten zusammen, und die RTX 3080 Ti ist derzeit immer noch rd. 150 € teurer und hat etwas weniger Speicher als das AMD-Modell, dann entfällt auf 10 HighEnd-Karten bei Steam gerade mal eine einzige AMD-Karte.
Ganz offensichtlich scheint der Markt insgesamt das AMD-Produkt deutlich anders zu bewerten als du, denn anders ist es nicht zu erklären, wie eine so große Käuferschaft bereit ist grundsätzlich mehr Geld auszugeben ...

*) "Ernüchternd" war in dem Falle keine Abwertung meinerseits, nur falls du schon wieder versucht bist etwas falsches herauszulesen. Der Begriff drückt eher meine Überraschung aus, denn bei den Leistungsdaten von Navi21 hätte ich deutlich bessere Absatzzahlen und vor allem daraus resultierende Verhälsniszahlen bei AMD erwartet. Möglicherweise hat die extreme Überteuerung hier zu einer deutlichen Verzerrung geführt und die Akzeptanz von RDNA2 herabgesetzt. Ob dem so ist, wird man jedoch vermutlich erst beim erneuten Spiel Lovelace gegen RDNA3 mit hoffentlich dann preislich einigermaßen normal agierendem Markt beobachten können.
Möglicherweise bewertet im HighEnd der Enthusiasten-Markt aber auch Features wie Raytracing und DLSS (oder bspw. auch DLDSR) deutlich anders als es so manchem in dem Sinn kommen will. Eine abschließende Antwort dazu habe ich nicht, ich werde aber gespannt das neue Duell im nächsten Jahr beobachten

Meiner Meinung nach kaufen die Leute Ampere weil es immer schon Nvidia war und man es nicht besser weiß, ausgenommen die Leute denen RT so wichtig ist, dass sie die ganzen Nachteile in kauf nehmen.
Das mag auf manche zutreffen, auf manche andere wiederum nicht. Ohne statistische Daten ist das nicht mehr als eine Vermutung von vielen und taugt wenig als Erklärung.
Darüber hinaus: Einen wichtigen Punkt verkennt man aber auch bei diesem Herdentrieb, denn folgt man diesem in der Form, kann man zumindest tendenziell eher weniger falsch machen, wenn man pauschal zum mit deutlichem Abstand führenden Unternehmen greift, denn selbstredend wird dieses zumeist eine besondere Unterstützung durch die SW-Entwickler erfahren. Letzten Endes auch nicht Verwunderlich, denn der PC-Markt spielt schon seit Jahren größtenteils auf nVidia-Hardware.
Ob man diese Situation gut findet oder nicht, ist dagegen wiederum ein komplett anderes Thema. ;-)

Jetzt "kackst Du aber Korinthen". Wenn ich von "Software" spreche meine ich die Ausführung über normale Shader, bei "Hardware" dementsprechend spezialisierte Cores. :schief:
Dann sprech' doch hier nicht von Software. ;-) Das ist genau so in Hardware, denn andernfalls hätte Intel ja auch nicht einen so geringen Leistungsabfall bei der Verwendung von DP4A-Hardware zeigen können ... übrigens etwas, was nVidia Kopfschmerzen bereiten sollte, denn würden die eine Shader-only-Version von DLSS2 zur Verfügung stellen, würde man vermutlich ebenso vergleichsweise geringe bzw. verschmerzbare Leistungsverluste ggü. der Verwendung der Tensor Cores feststellen, denn das Inferencing macht ja nur einen Teil des Upscalings aus.

DP4A (AMD nennt es nicht so, hat aber in seiner Architektur ebenso Optimierungen um Matrix-Berechnungen zu optimieren) ist übrigens durchaus schon eine spezielle Anpassung der Hardware, hier der Shader, um diese Art der Operationen effizienter durchzuführen als wenn man das komplett "zu Fuß" über die Shader berechnen würde.
Ich verstehe hier durchaus deinen Abgrenzungswusch, aber SW vs. HW passt in diesem Kontext nun wirklich nicht, da DP4A schon etwas zumindest sehr ähnliches wie die Tensor Cores oder XMX-Einheiten macht, dies nur mit deutlich weniger Transistoren zu realisieren versucht.
Bei etwas wie Raytracing dagegen würde es schon eher passen, denn hier gibt es nichts, was die komplexen Operationen der Intersection-Engines und teilweise auch BVH-Traversion rein über die Shader nennenswert beschleunigen könnte (abseits lokaler Caches, die aber in beiden Fällen so oder so zur Verfügung stehen).
So und nun belasse ich es auch dabei bzgl. dieses Themas. ;-)
 
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