Also ich fänd's witzig, wenn Intel einen Teil der eigenen Produktionskapazitäten für einen Konkurrenten hergibt.
Ist schlicht geschäftstüchtig.

Wenn Intel Kapazitäten frei hat, macht es Sinn diese der IFS zur Verfügung zu stellen und absehbar werden hier überschüssige Kapazitäten frei werden, da Intel seine Nodes nun auf deutlich aktuellere und damit kleinere Nodes umsattelt, d. h. der gleiche Chipausstoß wird zunehmend weniger Wafer und damit Fertigungskapazitäten benötigen in den kommenden Jahren (und das Packaging wird zunehmend wichtiger).
Darüber hinaus haben sie sich aber auch mittelfristige die Felxibilität geschaffen durch zusätzlich hinzugekaufte Kapazitäten bei TSMC (
zusätzlich zu den eh schon seit Jahren bestehenden TSMC-Kapazitäten). TSMC stellt hier Intel gar zwei komplett eigenständige und von deren restlicher Produktion abgeschottete Fertigungsstätten exklusiv zur Verfügung und das georderte Volumen scheint beträchtlich zu sein, da schon Ende letzten Jahres Reporte erklärten, dass Intel ein wesentlicher Faktor an TSMCs weiterem Wachstum in den kommenden Jahren sein wird.
Entsprechend kann sich Intel die Entwicklung ihres IFS in Ruhe ansehen und planen. Bekommen sie nicht die anvisierte bzw. nötige Kundenzahl bzw. konkreter das Auftragsvolumen, dann können sie eigene Produkte inhouse nehmen und das Auftragsvolumen bei TSMC reduzieren, läuft es gut und IFS wird rege genutzt, fertigen sie ihre Produkte weiter in Teilen bei TSMC oder wenn sie gar den Bedarf haben und eine eigene Expansion (
vorerst; über die aktuell laufenden Projekte hinaus; in den USA und der EU) nicht angeraten ist, buchen sie bei TSMC noch ein paar Kapazitäten hinzu.
Zumindest bin ich bisher davon ausgegangen, dass Intel sich mit seinen Grafikkarten auf dem Markt nicht nur AMD sondern auch NVidia stellen wird bzw. muss.
Gemäß Aussagen von P. Gelsinger vom Jahresende sieht Intel primär nVidia als Hauptkokurrenten (
sowohl bei GPUs als auch bei AI/ML). AMD spielt hier nur eine untergeordnete Rolle und wurde nicht einmal explizit erwähnt, voraussichtlich schlicht aufgrund des zu kleinen Marktanteils, sowohl im Consumer-, als auch oder gar insbesondere im professionellen Segment.
[Samsung als preisliches Druckmittel gegen TSMC] Das hat mit Samsung ja schon wunderbar funktioniert. /s
Da TSMC in den letzten 12 - 15 Monaten zwei Mal die Preise angezogen hat, glaube ich nicht, dass Samsung hier derzeit einen nennenswerten Preisdruck ausüben kann. nVidia nutzt den bei Samsung absehbar etwas günstigeren Preis für sich aus (
zumal sie ja auch grundsätzlich dort einen günstigeren Node verwenden, da nur 8nm, ein 10nm-Derivat anstelle der potentiellen 7nm bei TSMC), aber auch die werden vermutlich nicht "spottbillig" sein (müssen), denn der Konkurrenzdruck um Kapazitäten bei TSMC zwingt zwangsweise einen Teil der Halbleiterentwickler nach Alternativen zu suchen und damit landet man bei Bedarf eines modernen Nodes zwnagsweise bei Samsung.
Und zudem wurde vor einigen Wochen nicht umsonst berichtet, dass nVidia anscheinend überproportional viel Geld in die Hand genommen hat um sich moderne Nodes/Kapazitäten bei TSMC zu buchen.