Nvidia in Gesprächen mit Intels Foundry Service: "Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein"

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Nvidia in Gesprächen mit Intels Foundry Service: "Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein"

Nvidias CEO Jensen Huang bestätigt Gespräche mit Intels Foundry Service über eine mögliche Produktion für Chips von Nvidia. Das mag sich auf den ersten Blick ausschließen, aber am Ende sind alle Beteiligten in diesem Marktumfeld im Geschäft des Geldverdienens und das scheißt auch eher ungewöhnliche Partnerschaften zusammen.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

Zurück zum Artikel: Nvidia in Gesprächen mit Intels Foundry Service: "Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein"
 
am Ende sind alle Beteiligten in diesem Marktumfeld im Geschäft des Geldverdienens und das scheißt auch eher ungewöhnliche Partnerschaften zusammen.

Sheldon fragt: Wortspiel beabsichtigt?

Sollte sich Intel für einen Auftrag bei Intel entscheiden, wird das noch seinige Zeit dauern

Ähm, mein Name ist Legion, den wir sind viele?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab ich auch schon gelesen ...


MfG Föhn.
 
aber am Ende sind alle Beteiligten in diesem Marktumfeld im Geschäft des Geldverdienens und das scheißt auch eher ungewöhnliche Partnerschaften zusammen.
Ist im wahrsten Sinne des Wortes s c h e i ß e gelaufen. :ugly:

"Es gibt keinen Grund, paranoid zu sein"
Wenn die Geschichte der IT uns eines gelehrt hat, dann ist es die Tatsache, das sich vom einen auf den anderen Moment plötzlich niemand mehr an das Geschwätz von gestern erinnern kann, wenn es um Geld, Macht, Chancen und Marktanteile geht. :schief: Von daher sind solche Aussagen mit Vorsicht zu genießen. Völlig egal von wem sie kommen.
 
"Das mag sich auf den ersten Blick ausschließen"
Ja?
Noch produziert Intel seine GPUS nicht selbst, also hat man auch nicht Produkte der direkten Konkurrenz bei sich.
Und: auch wenn man selbst fertigt: dann kriegt man das Geld, das man mit den eigenen PRodukten fertigt UND das Geld, das die (vielleicht erfolgreichere) Konkurrenz investiert. Win-Win.
 
Also ich fänd's witzig, wenn Intel einen Teil der eigenen Produktionskapazitäten für einen Konkurrenten hergibt. Zumindest bin ich bisher davon ausgegangen, dass Intel sich mit seinen Grafikkarten auf dem Markt nicht nur AMD sondern auch NVidia stellen wird bzw. muss.
 
ARM muss ja auch irgendwo hergestellt werden
und/oder
das lose Zusamenpappen von CPU+GPU kann Intel vorzüglich
 
Für den Fall, dass China Taiwan angreift und die ihre Fabs zerstören um damit größten möglichen Schaden bei den Chinesen anzurichten die von der Endfertigung der Produkte leben, muss man ja gewappnet sein.

Das ist ja das Credo von Taiwan immer gewesen, ihr könnt versuchen uns zu erobern, aber es wird drastisch kosten.
 
Also ich fänd's witzig, wenn Intel einen Teil der eigenen Produktionskapazitäten für einen Konkurrenten hergibt.
Ist schlicht geschäftstüchtig. ;-) Wenn Intel Kapazitäten frei hat, macht es Sinn diese der IFS zur Verfügung zu stellen und absehbar werden hier überschüssige Kapazitäten frei werden, da Intel seine Nodes nun auf deutlich aktuellere und damit kleinere Nodes umsattelt, d. h. der gleiche Chipausstoß wird zunehmend weniger Wafer und damit Fertigungskapazitäten benötigen in den kommenden Jahren (und das Packaging wird zunehmend wichtiger).

Darüber hinaus haben sie sich aber auch mittelfristige die Felxibilität geschaffen durch zusätzlich hinzugekaufte Kapazitäten bei TSMC (zusätzlich zu den eh schon seit Jahren bestehenden TSMC-Kapazitäten). TSMC stellt hier Intel gar zwei komplett eigenständige und von deren restlicher Produktion abgeschottete Fertigungsstätten exklusiv zur Verfügung und das georderte Volumen scheint beträchtlich zu sein, da schon Ende letzten Jahres Reporte erklärten, dass Intel ein wesentlicher Faktor an TSMCs weiterem Wachstum in den kommenden Jahren sein wird.
Entsprechend kann sich Intel die Entwicklung ihres IFS in Ruhe ansehen und planen. Bekommen sie nicht die anvisierte bzw. nötige Kundenzahl bzw. konkreter das Auftragsvolumen, dann können sie eigene Produkte inhouse nehmen und das Auftragsvolumen bei TSMC reduzieren, läuft es gut und IFS wird rege genutzt, fertigen sie ihre Produkte weiter in Teilen bei TSMC oder wenn sie gar den Bedarf haben und eine eigene Expansion (vorerst; über die aktuell laufenden Projekte hinaus; in den USA und der EU) nicht angeraten ist, buchen sie bei TSMC noch ein paar Kapazitäten hinzu.

Zumindest bin ich bisher davon ausgegangen, dass Intel sich mit seinen Grafikkarten auf dem Markt nicht nur AMD sondern auch NVidia stellen wird bzw. muss.
Gemäß Aussagen von P. Gelsinger vom Jahresende sieht Intel primär nVidia als Hauptkokurrenten (sowohl bei GPUs als auch bei AI/ML). AMD spielt hier nur eine untergeordnete Rolle und wurde nicht einmal explizit erwähnt, voraussichtlich schlicht aufgrund des zu kleinen Marktanteils, sowohl im Consumer-, als auch oder gar insbesondere im professionellen Segment.

[Samsung als preisliches Druckmittel gegen TSMC] Das hat mit Samsung ja schon wunderbar funktioniert. /s
Da TSMC in den letzten 12 - 15 Monaten zwei Mal die Preise angezogen hat, glaube ich nicht, dass Samsung hier derzeit einen nennenswerten Preisdruck ausüben kann. nVidia nutzt den bei Samsung absehbar etwas günstigeren Preis für sich aus (zumal sie ja auch grundsätzlich dort einen günstigeren Node verwenden, da nur 8nm, ein 10nm-Derivat anstelle der potentiellen 7nm bei TSMC), aber auch die werden vermutlich nicht "spottbillig" sein (müssen), denn der Konkurrenzdruck um Kapazitäten bei TSMC zwingt zwangsweise einen Teil der Halbleiterentwickler nach Alternativen zu suchen und damit landet man bei Bedarf eines modernen Nodes zwnagsweise bei Samsung.
Und zudem wurde vor einigen Wochen nicht umsonst berichtet, dass nVidia anscheinend überproportional viel Geld in die Hand genommen hat um sich moderne Nodes/Kapazitäten bei TSMC zu buchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für den Fall, dass China Taiwan angreift und die ihre Fabs zerstören um damit größten möglichen Schaden bei den Chinesen anzurichten die von der Endfertigung der Produkte leben, muss man ja gewappnet sein.

Das ist ja das Credo von Taiwan immer gewesen, ihr könnt versuchen uns zu erobern, aber es wird drastisch kosten.
Das wird sicher seinen Teil dazu beitragen, leider. Da sind bereits viele Firmen dabei das zu evaluieren bzw. Investments in anderen Ländern voranzutreiben um da keine Gefahr zu haben.
Aber auch sonst hat man auch wenig Auswahl bei den Anbietern, was ein kategorisches Ausschließen schwierig macht.
 
Da TSMC in den letzten 12 - 15 Monaten zwei Mal die Preise angezogen hat, glaube ich nicht, dass Samsung hier derzeit einen nennenswerten Preisdruck ausüben kann. nVidia nutzt den bei Samsung absehbar etwas günstigeren Preis für sich aus (zumal sie ja auch grundsätzlich dort einen günstigeren Node verwenden, da nur 8nm, ein 10nm-Derivat anstelle der potentiellen 7nm bei TSMC), aber auch die werden vermutlich nicht "spottbillig" sein (müssen), denn der Konkurrenzdruck um Kapazitäten bei TSMC zwingt zwangsweise einen Teil der Halbleiterentwickler nach Alternativen zu suchen und damit landet man bei Bedarf eines modernen Nodes zwnagsweise bei Samsung.
Und zudem wurde vor einigen Wochen nicht umsonst berichtet, dass nVidia anscheinend überproportional viel Geld in die Hand genommen hat um sich moderne Nodes/Kapazitäten bei TSMC zu buchen.

Ähm.. das "/s" war ein Hinweis auf Sarkasmus... just saying
 
Okay, wieder was dazugelernt, also doch keine Escape-Sequenz. ;-)
Darüber hinaus aber auch nicht tragisch, da der Informationsgehalt in dem Absatz ggf. doch für den einen oder anderen nützlich sein mag und selbst wenn deine Äußerung sarkastisch gemeint war, ist eine derartige Überlegung ja nicht grundlegend abwegig gewesen.
 
Okay, wieder was dazugelernt, also doch keine Escape-Sequenz. ;-)
Darüber hinaus aber auch nicht tragisch, da der Informationsgehalt in dem Absatz ggf. doch für den einen oder anderen nützlich sein mag und selbst wenn deine Äußerung sarkastisch gemeint war, ist eine derartige Überlegung ja nicht grundlegend abwegig gewesen.
Die Grundlegende Überlegung, einem Handelspartner zu zeigen, dass es noch andere Angebote gibt, funktioniert leider nur, wenn die anderen Angebote gleichwertig sind.
Außerhalb von Intel hat niemand das Wissen, dass TSMC angesammelt hat.
Rein auf GPUs bezogen hat nur TSMC und eventuell GloFo einiges an Wissen - aber GloFo ist raus... die bleiben bei 2xnm.

Mit offenen Karten bluffen funktioniert nicht gut.
 
Da nur die wenigsten Firmen für zudem nur ausgewählte Produkte zeitnah Nodes am Rande des technisch Machbaren buchen, weil die Kosten dafür einfach zu hoch sind, bleibt Samsung mit seinem 5LPE und 4LPE weiterhin mit zu berüchsichtigen.
Was bei denen aber zusätzlich zu berücksichtigen ist, ist, dass deren Kapazitäten deutlich geringer als die von TSMC sind.

Ergänzend, ob es hier um GPUs oder bspw. CPUs geht, spielt für die Foundry erst mal keine Rolle. Und bzgl. modernster Nodes ist GloFo schon seit Mitte 2018 raus und bspw. deren Historie mit AMD ist in diesem Kontext irrelevant.

Abschließend, mit "offenen Karten bluffen" versucht da niemand und nVidia wird nicht einmal bluffen. Wie alle anderen auch haben die schlicht reges Interesse an Intels 18A, denn eine moderne Fertigung zu (relativ) günstigen Konditionen ist nun einmal ein wesenlticher Faktor in der Produktentwicklung. Nicht umsonst fertigt Intel schon heute Test-Wafer in deren 18A für diese Klientel.
 
Zurück