Ich hoffe du liegts mit deiner Einschätzung halbwegs richtig, dann wird das schon werden.
Diesbezüglich ist nur der kleinste Teil meine Einschätzung. Der überwiegende Teil ist die Rezitierung anderer Quellen, denen ich eine
gewisse Zuverlässigkeit zuordne

Insgesamt ist es aber eher abwegig, dass Intel das hier SW-technisch in den Sand setzt. Vielleicht werden sie ein paar Korrekturläufe benötigen, aber das darf man denen problemlos zugestehen, insbesondere, wenn man sich ansieht, dass die bei AMD und nVidia gleichermaßen (immer noch) vorkommen. Auf der anderen Seite hört man zur DG1 in Form der iGPUs und auch dGPUs (Iris Max) auch keine zum Himmel schreienden Beschwerden, insofern kann das da grundlegend schon mal gar nicht so schlecht laufen und bis zum Release haben sie vermutlich noch gut ein halbes Jahr Zeit zur Optimierung.
Am Ende wird man abwarten müssen. Wird tatsächlich das Leistungsniveau einer 3070 Ti erreicht und kommt man mit einem aggressiven Preis und hohen Stückzahlen in den Markt (wie es bspw. MLiD kolportiert gemäß seiner Quellen), könnte man hier tatächlich für einigen Wirbel sorgen, den entgegen dem Eindruck, der hier im Forum leicht fälschlicherweise entsteht, verhält sich der Markt insgesamt da anscheinend doch eher etwas "rationaler" und preisgebundener und kauft zu einem nennenswerten Teil das, was gerade angemessen und zweckdienlich ist.
Mit dem kolportierten Leistungsniveau (und anscheinend einem ebenso konkurrenzfähigem Verbrauch) hat man ja schon eine grobe Richtung vorgegeben, eine interessante Frage wird aber bspw. noch sein, wie deren Raytracing-Implementation abschneiden wird. Ist die eher auf den Niveau von nVidia oder nur auf dem von AMD oder gar möglicherweise noch darunter?
Und auch bei Intel kann man sich schon an zwei Fingern ausrechnen, dass deren Design grundsätzlich auf Multi-Chip-GPUs abziehlt, etwas, was Xe bereits grundsätzlich demonstrierte und etwas, was auch Koduri in einem Interview klar zu verstehen gab bzgl. Consumer-GPUs. Dass man hier nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen will, ist nachvollziehbar, denn damit sind auch Kosten und Risiken verbunden, aber man weiß bspw., dass bereits für 2023 von Intel die nächste Xe-Generation auf dem Plan steht, also vermutlich "Battlemage". (
Die aktuelle DG2 läuft jetzt offiziell als "Alchemist". MLiD erwähnte noch vor etwa 6 Wochen für den Nachfolger den Codenamen "Elasti" für 2023, dem man, wenn man wollte, auch einiges unterstellen könnte). Das bedeutet, dass Ende 2022 RDNA3 kommt (ggf. auch Lovelace) und Monate danach kommt schon die nächste Generation von Intel als Konter. Man darf gespannt sein.
Wow, dass liest sich ja aktuell wie eine pre-DX Zeit, wo noch jeder Hersteller sein eigenes feature-Süppchen gekocht hat. Schöner wäre aus user Sicht, wenn man sich auf eines einigen könnte und die tatsächliche Leistung wettbewerbsentscheidender ist.
Was soll das mit "
pre-DX Zeit" zu tun haben? Unterschiedliche Standards beleben den Markt und fördern den Fortschritt. Und darüber hinaus,, nichts anderes wird auch heute so gelebt, zumal diese Technologien teilweise explizit dazu genutzt werden um sich von der Konkurrenz abzusetzen.
DirectX, Vulkan, die Playstation mit einem komplett eigenen Set an Grafik-APIs, die diversen Technologien, die AMD in den letzten Jahren unter seinem Oberbegriff FidelityFX zusammenfasst, die diversen Technologien von nVidia und selbst bei SuperSampling/Upscaling-Technologien gibt es schon per se keinen einheitlichen Standard. Die Alt-Konsolen ebneten hier den Weg, weil die frühzeitig darauf angewiesen waren und AMD zuletzt veröffentlichtes FSR ist auch nur eine Technik von vielen. Beispielsweise die UE5 (die explizit für die nextGen-Konsolen entwicklet wurde) implementiert ihr eigenes TSR, das diverse Titel auf den Konsolen anstelle von AMDs FSR verwenden werden und falls du jetzt denkst, dass Intel hier mit seinem unter dem Codenamen "XeSS" laufenden Produkt einen Sonderweg geht ... Microsoft sieht das offensichtlich ganz anders, denn auch die arbeiten an einem eigenen AI-basierten SuperSampling, d. h. hier gibt es keine Vereinheitlichung weit und breit und letzten Endes ist das auch gut so. Mal ganz abgesehen davon, dass auch AMD selbst dieser Idee einen Riegel vorschieben wird, denn dem jetzigen FSR sind klare Grenzen gesetzt und hier gibt es keine nennenswerten Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Wenn AMD mal irgendwann etwas wie FSR 2.0 ausrollen wird (oder möglicherweise den Namen gar komplett verwirft), wird das einen komplett anderen technischen Unterbau verwenden und vermutlich auch AI-basiert arbeiten, nur da werden Konsolen und leistungsschwache Alt-GPUs grundsätzlich außen vor sein, insofern ist FSR letzten Endes auch nur eine Art "Übergangslösung" bis zur nächstbesseren Technik ... wie so vieles andere auch.
