Als ich im Februar 2019 auf DDR4 umgestiegen bin, lagen die Rampreise jenseits von Gut und Böse. Das Rotz Aegis 3000 CL 16 Kit in der 16 GB Ausführung kostete 90€ und das war schon das günstigste, was es so auf dem Markt gab. Letztes Jahr kam dann irgendwann der Drop und das selbe Kit kostete nur noch 50 €. Schwankt also mitunter doch ganz gut.
Mich nervt das enorm. Auch immer, wenn ich davon lese, dass RAM derzeit günstig sein soll und dann schaue ich bei den Preisen nach und denke mir "WTF das sind die selben PReise wie vor 5-10 Jahren".
Die Speicherriesen verdienen sich derweil dumm und dämlich. Wie soll das möglich gewesen sein, dass früher alle 2 Jahre der Preis pro GB sich halbiert hat und nun ist er trotz weiterhin verbesserter Fertigungsprozesse fast gleich geblieben.
Kurzum: die RAM PReise sind eigentlich seit 10 Jahren für mich zu hoch, aber stabil hoch. Inzwischen freu ich mich aber dennoch angesichts der heutigen Preise, dass ich vor 5 oder 10 Jahren fast dasselbe bezahlt habe und vor DDR5 Preisen mache ich jetzt auch keine große Angst, die werden letztlich auch dort landen, bzw. sogar günstiger werden, weil ich mit DDR5 wieder mal eine Kapazitätserhöhung erwarte (auch dank der neuen Konsolen).
Wer es nicht eilig hat, kann sich einen Preisalarm einrichten und bei gewissen Preisen benachrichtigt werden. Das zahlt sich beim RAM schon aus finde ich. Ich glaube Geizhals bietet sowas sogar an. Ich hab das damals in "menschlicher" Form 2010 so gemacht: darum gebeten, wenn die Preise die Hälfte des Vorjahres erreichen, mir nochmal 12 GB aufzuschreiben

So kam ich günstig zu guter Hardware.
Das Basis-Setup, das ich seit 2009 nutze war überhaupt sehr günstig: der i7 der bis heute für fast alles noch reicht, war damals ja auch günstig: 250€ hätte er normal gekostet und ich hab ihn um knappe 200€ bekommen, welche Intel Highend-CPU bekommt man heute um 200€... Glück gehabt würde ich sagen.
Finde ich gut, dass du so alte Hardware verwendest und dir nicht einfach was Neues kaufst, nur weils neu ist.
Solange es funktioniert mach' ich das so

Außer es gibt wirklich ein Spiel das ich unbedingt in bester Qualität spielen will (etwa Cyberpunk 2077, Metro Exodus...), dann rüste ich auf. Aber ich habe noch soooo viele Spiele im Steam "Pile of Shame" - also welche die ich gekauft und nei gespielt habe - die ich vorher spielen kann, dass ich keinen Auflösungsdruck verspüre. Aja ich spiele in FHD, da braucht man auch lange keine neue GPU
Das bezweifle ich. Einzelhändler bekommen bei Weitem nicht die Konditionen wie die Großen mit entsprechendem Umsatz. Wenn ein Einzelhändler also unter dem Geizhalspreis verkauft, dann ist das eine Werbeaktion an der er nichts verdient. Und um solch einen Status wie von dir beschrieben zu erreichen, trägt man vorher auch ein stattliches Sümmchen zum Händler. Von guter Hoffnung können nämlich auch die nicht leben.
Jein.
Mein Einzelhändler macht mit mir pro Jahr ja doch mehrere hundert mehrere Tausend € Umsatz. Manchmal schanze ich ihm auch Kunden zu. Letztlich gehts um den Lagerplatz, der bei ihm teurer wäre. Aber wenn er etwas direkt für mich bestellt zahlt er für ein Produkt auch nicht mehr wie Amazon. Die Gewinnspanne ist immer noch groß. Und weil ich regelmäßig Umsatz mache, er also ein gesichertes Einkommen hat, geht er für mich eigentlich sehr oft deutlich unter den Geizhalspreis. Er kauft im Schnitt um 40% weniger ein als er verkauft, da kann er schon 20% nachlassen, ohne, dass es ihm weh tut.
Auch ist bei den aktuellen GPU Preisen ein Einzelhändler ein heißer Tipp, weil die oft nicht online inserieren (meiner nicht). Der hat GPUs im Laden stehen um nur etwas höhere Listenpreise. Werde mir eh bald eine GPU holen müssen, die 1060 meiner Frau, obwohl recht neu, nie übertaktet etc - dürfte am Krepieren sein.
Da stimme ich zu. Als Ahnungsloser fällt es aber auch echt nicht leicht abzuschätzen, was man braucht und was nicht. Mein I7 2600 stemmt in Battlefield 1 jedenfalls keine stabilen 60 fps mehr, weshalb ich ihn durch den 10400F ersetzen musste. Aber gut, die CPU ist auch 10 Jahre alt. Ansonsten macht die CPU noch einen ganz guten Eindruck. Die Spiele sind aber schon anspruchsvoll mittlerweile. Mit einem nativen 4 Kerner, wie sie von Intel bis zur 7000er Serie normal war, kommt man heut nicht mehr weit.
Mir fällt ein, ich habe vergessen zu erwähnen: ich spiele kaum mehr MP Spiele. Zu stressig und vor allem (habe Familie) zu zeitintensiv. Bei einem SP Spiel kann ich es im eigenen Tempo genießen. Habe gerade "Kingdom Come Deliverence" begonnen, nettes Spiel, aber man muss etwas Gemütlichkeit mitbringen.
Krasse Hardware, die benutzt du aber sicher auch beruflich? Zum Gaming ist die Hardware ja maßlos überdimensioniert.
Habe auch erst meinen 11 Jahre alten I7 870 gegen einen I5 10400f getauscht. Mit einer GTX 1070 bringt der in wqhd überall mehr als 60fps. 4 Kerner sollte man sich definitiv nicht mehr kaufen, da man 6 Kerner wie den 10400f schon so günstig bekommt.
Absolut, wär ich nicht so nostalgisch, hätte ich wohl auch schon Hardware angeschafft.
Aber seit der Ryzen 1 kam, hab ich mir gesagt: in ca 5 Jahren wird Intel antworten, mal sehen wer dann als Gewinner aus dem Duell hervorgeht, wenn ich vorher kaufen muss, dann wirds sowieso ein Ryzen, mal schauen wie sich die Zen Architektur entwickelt.
Und entwickelt hat die sich
Aber im Moment ist einfach keine gute Zeit Hardware zu kaufen. AMD bietet von der aktuellen Generation nix unter 320€ an - wie gesagt, da ist mal AMD der Preistreiber - und Intel lacht mich absolut nicht an. Architektur von 2015 (Skylake) - die hab ich schon seit 2015 zu Hause. Prozess von 2015 - den hab ich auch schon (im oben beschriebenen HTPC).
Und sowieso würde ich jetzt nicht gerne vor DDR5, USB4, PCIe4 usw in einem Paket kaufen wollen. Also wirds wohl Zen 4 bzw. was auch immer nach Alder Lake bringt (sofern es 16 echte Kerne sind).
Es macht mir auch irgendwie mehr "Spaß", einen großen Sprung hinzulegen, statt einem kleinen. Ist bei meinen Autos auch so. Die werden gepflegt, bis es nicht mehr wirklich Sinn macht, dann wird ein Nachfolger ausgewählt

(im Gegensatz zu Hardware aber nie ein völlig neues Auto, das ist Geldverschwendung in meinen Augen).
@"Krasse Hardware" des Kollegen: viel RAM kann man auf verschiedene Art und Weise ganz gut benutzen, auch wenn es für Spiele natürlich unnötig wäre. RAM-Disk etwa oder auch für VMs usw. Content Creation auch.
Ich glaube wir reden ein wenig aneinander vorbei.
Meine Intention ist es doch gar nicht zu sagen, dass DDR5 nicht irgendwann signifikant schneller sein wird, aber für mich ist aktuell doch ersteinmal interessant wie die neuen Plattformen im ersten Jahr performen werden. Da sehe ich derzeit, trotz der teilweise immensen Geschwindigkeiten noch keinen signifikanten Vorteil. Eben weil DDR4 bis zur Kotzgrenze optimiert wurde.
Das machen wir doch bei anderen Sachen auch so, oder fangen wir jetzt an Zen 3 mit der ersten Inkarnation von Skylake zu vergleichen? Nach deiner Argumentation können wir ja nicht eine neue Technik mit einer bis zur Kotzgrenze optimierten vergleichen? Bischen überspitzt, aber ich hoffe du verstehst was ich meine.
Auch bei DDR2, DDR3, DDR4 war ich kein Early Adopter, da die Leistung meist geringer war und der Preis sogar höher. Nach einem oder zwei Jahren sah das ganze dann anders aus. Dazu wird DDR5 aber eben deutlich an den CLs drehen müssen, mit 4800 und CL40 ist in meinen Augen ersteinmal nicht viel mehr Leistung denkbar, aber mir ist natürlich absolut bewusst, dass CL40 nicht das Ende, vermutlich nicht einmal der Anfang sein wird. Nur ist dieser Test dann für mich ersteinmal nicht brauchbar, da er kein Bild der tatsächlichen Leistung zeigt.
Bzgl. des Retailmarktes (das ist doch der Markt, an dem wir Endkunden uns PCs selber zusammenbauen?) werden die allerwenigsten JEDEC Timings nutzen, da dies eben spätestens seit XMP Profilen sinnlos geworden ist und die allermeisten Systeme, gerade im Hinblick auf die Timings sehr gut skalieren und diese meist problemlos anwenden können. Wenn dies bei dir nicht so ist, tut mir dies leid, ist aber gerade hier bei uns eher die Ausnahme, zumindest denke ich das.
Dann habe ich dich falsch verstanden bzw. deine Emotion falsch verstanden und wollte diese etwas einbremsen. Entschuldige bitte dafür!
DDR5 wird recht rasch flotter sein, als DDR4. Schneller als DDR4 gegenüber DDR3 oder DDR3 gegenüber DDR2 usw.
ABER es wird sich in Spielen zuerst kaum zeigen und Kaufen würde ich sowieso erst nach 1 Jahr verfügbarkeit, wenn die Boards ausgereifter sind, die CPUs mit höherer Unterstützung daherkommen - und jeder wichtige Hersteller eine Reihe von RAM Riegel auf dem Markt hat (Konkurrenz!).
Außerdem die Folgen von Corona endlich abgeschwächt sind. Vor Ende 2022 würde ich also mal nicht zuschlagen, eher sogar nach dem Weihnachtsgeschäft 2022 erst.
Warum auch immer: Auf DDR5 freu ich mich viel mehr als ich mich als DDR3 Besitzer auf DDR4 gefreut habe. Weiß aber gar nicht warum

Vielleicht einfach, weil es mich nach all den Jahren doch mal wieder freut, das ganze "gesammelte" (sprich: das nicht ausgegebene, weil nicht nötig gewesen) Geld in ein ordentliches Setup zu ballern
Und ja, entschuldige ich habe OEM bzw Retail durcheinandergeworfen
DDR5, PCI5.0 Die neuen Standards sind gesetzt. Wer jedoch eine halbwegs aktuelle cpu brauch vorerst nicht aufrüsten, da diese aktuell in fast allen Spielen jede GPU, auch eine RTX3080 zum Flaschenhals machen.
Das sowieso: seit Jahren stagniert im PC die benötigte CPU Leistung.
Das wird sich mit den neuen Konsolen ändern (ich hätte mir gewünscht diese hätten gleich 16 Kerne um mal mit Physik und KI einen großen Sprung nach vorne zu machen).
Bislang ist man deshalb auch super mit 4 Kernen + HT ausgekommen, deshalb läuft auch jedes Spiel bei einem Uralt i7. Das wird sich in 3 Jahren aber dann doch ändern, bei den Crossplatform-Spielen wird wohl immer mehr CPU Power vonnöten sein. Nicht wegen der Spielmechanik, die sich stark verbessert, sondern auch weil weniger optimiert wird.
Die alten Konsolen hatten einen sehr schwachen Chip auf Netbook Basis, der noch dazu nur knappe 2 Ghz getaktet war, also nur einen Bruchteil der Leistung moderner 8 Cores hatte.
Zen 2@ 8 Kerne ist schon was ganz anderes und wird von Spielen auch dementsprechend anders eingesetzt. Wer also jetzt kauft und langfristig plant sollte schon mindestens die Konsolenspezifikationen im Kopf beinhalten, am Besten die doppelte (das war bei der letzten Konsolengeneration meine Faustregel für die GPU). Auch würde ich bei GPUs immer kurz nach Einführung eines neuen Prozesses kaufen, da ist dann ja gerade ein Sprung passiert. Allerdings nicht so kurz, dass alles noch überteuert ist. Wobei: leider ist das heute alles schwieriger, mit den ganzen Mining- Deppen.